Cover von: Mitternachtsmädchen
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Mitternachtsmädchen

Der dritte Fall für Nathalie Svensson. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 448 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3548291236

ISBN-13: 

9783548291239

Erscheinungsdatum: 

22.02.2019

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 17.486
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3548291236

Beschreibung von Bücher.de: 

»Es geht auch fast ohne Blut ... und ist trotzdem wahnsinnig spannend.« Oliver Steuck, WDR 2 Lesen

Uppsala im Frühling: Die Studenten der Universitätsstadt feiern die Walpurgisnacht, als im Hörsaal der Anatomie die Leiche einer blonden Studentin gefunden wird, die eindeutige Würgemale aufweist. Schon zuvor wurden mehrere blonde Frauen überfallen und gewürgt. Genau wie bei der toten Studentin, fehlte allen Opfern der linke Schuh.

Die Polizei will ein Täterprofil erstellen und ruft Psychiaterin Nathalie Svensson zu Hilfe. Zermürbt vom Scheidungskrieg mit ihrem Ex-Mann stürzt Nathalie sich in die Ermittlungen. Denn das Opfer ist die Tochter einer guten Freundin, und ihr ist klar: solange der Täter nicht gefasst wird, ist keine junge Frau in Uppsala sicher.

»Jonas Moström schreibt mit einer nie nachlassenden Intensität, die den Leser durch die Nacht treibt.« Arne Dahl

Kriminetz-Rezensionen

Spannender Krimi

In der Universitätsstadt Uppsala treibt ein Serientäter sein Unwesen. Er überfällt blonde Frauen und würgt sie. Die Taten passieren um Mitternacht und er nimmt den linken Schuh mit. Doch nun eskaliert die Sache, denn während die Studenten Walpurgisnacht feiern, wird im Hörsaal der Anatomie eine Studentin tot aufgefunden, die die gleichen Merkmale hat. Die auf Psychopathen spezialisierte Psychiaterin Nathalie Svensson soll für die Polizei ein Täterprofil erstellen. Dann gibt es mehrere Verdächtige, aber niemand ist sich sicher, welcher davon der Täter ist oder ob der außerhalb dieses Verdächtigenkreises zu suchen ist. Die Zeit drängt, denn es könnte weitere Fälle geben.

Ich habe bisher noch kein Buch dieses Autors Jonas Moström gelesen. Er bringt die skandinavisch düstere Stimmung gut herüber und lässt uns an den Ermittlungen, die sich schwierig gestalten, teilnehmen. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet, so dass wir sowohl die Gedankengänge der Ermittler, als auch des Täters kennenlernen. Dazu gibt es noch eine andere junge Frau, die sich bedenkenlos mit einem Fremden trifft. Wird sie auch zum Opfer?

Die Charaktere sind gut beschrieben und jeder hat so seine mehr oder weniger großen privaten Probleme. Nathalie Svensson ist beruflich kompetent, aber ihre privaten Probleme lassen ihr keine Ruhe. Die tote Hanna ist die Tochter von Natalie Svenssons engster Freundin. Daher hängt sie sich richtig in den Fall hinein. Kriminalhauptkommissar Johan Axberg ist ein fähiger Ermittler und er ist mir sympathischer als Nathalie Svensson.

Wo aber ist der Zusammenhang zwischen den Todesfällen?

Die Handlung ist gut konstruiert und der Fokus liegt auf der Polizeiarbeit, die genau beschrieben wird. Es gibt so einige Wendungen, die dafür sorgen, dass der Täter nicht zu früh bekannt ist und die Spannung erhalten bleibt.

Spannung pur

Der Titel und das Cover haben mich angesprochen und meine Entscheidung beeinflusst, dieses Buch zu lesen. Bis jetzt kannte ich den Autor noch nicht und obwohl es sich hier um den 3. Band handelt, kann man »Mitternachtsmädchen« problemlos lesen, ohne die Vorgänger zu kennen.

Durch den angenehmen, flotten, leichten und verständlichen Schreibstil, kam ich sofort in die Geschichte rein und war von Anfang an gefesselt. Besonders toll finde ich auch, dass am Anfang des Buches die Protagonisten vorgestellt werden, damit man sie besser zuordnen kann. Der Spannungsaufbau ist perfekt gegeben und steigert sich bis zum Ende enorm. Sehr überraschend war auch das Ende für mich oder besser gesagt, wer nun der Täter oder die Täterin war, denn ich hatte die ganze Zeit jemand anderen im Visier.

Die Protagonisten sind ausdrucksstark und in ihrer jeweiligen Art und Weise sehr sympathisch, besonders Johan und Nathalie haben es mir angetan, aber auch Tim finde ich sehr sympathisch und ich bin gespannt, ob er in einem der nächsten Bände noch mehr vorkommen wird (zumindest hoffe ich sehr stark, dass es noch weitere Bände geben wird). Ich konnte mich in die Charaktere sehr gut hineinversetzen und auch mitfühlen. Egal ob es sich um die Ermittler oder die Hinterbliebenen der 3 Mordopfer handelte. Auch interessant waren für mich die Perspektivenwechsel, die dem Autor auch sehr gut gelungen sind, aber besonders die Gedanken von dem Täter waren interessant.

Inhalt: Es geht um einen Serienkiller, der 3 junge, blonde Studentinnen ermordet hat, jedoch gibt es 3 Verdächtige, die auf das Profil eines Serienkillers passen würde. Themen wie psychische Probleme, sehr gute Ermittlungstaktiken, Sorgerechtsstreit, Trauer, aber auch Freundschaft und Liebe kommen nicht zu kurz.

Sehr stark war für mich auch, dass es zwischen den Morden auch noch Perspektiven von Maria, einer jungen Theologiestudentin gegeben hat, die ebenfalls als Opfer infrage kommen würde und sich auf ein erstes Date einlässt.

Mein Fazit: Ein sehr gelungener, interessanter und spannender Krimi, der mich von Anfang an gefesselt hat, da der Schreibstil leicht und flott zu lesen ist, der Spannungsbogen perfekt aufgebaut ist und die Charaktere sympathisch sind. Die Ermittlungen sind realistisch nachvollziehbar und das Setting ist auch toll. Absolute Leseempfehlung.

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Uppsala ist erschüttert von einem brutalen Mord an einer jungen, blonden, blauäugigen Frau. Sie wurde gegen Mitternacht erwürgt und der linke Schuh wurde entwendet. Psychiatierin Nathalie Svensson und die Kollegen der Spezialeinheit mit Johan Axberg ermitteln gemeinsam, da es sich um einen Serienmörder handeln könnte.

Es ist der dritte Teil aus der Nathalie-Svensson-Reihe. Der Fall ist an und für sich abgeschlossen, dennoch tun sich mir zwei Fragen auf, die ich wohl nur beantworten kann, wenn ich die ersten beiden Bücher lese: Was ist zwischen Nathalie und Johan gelaufen? Warum gehen Nathalie und ihre Schwester Estelle nicht an die Beerdigung ihres Vaters? Was ist da vorgefallen?

Ansonsten hat mir der Krimi sehr gut gefallen, er war, obwohl umfangreich, von Anfang bis zum Ende spannend. Schön finde ich, dass er nicht ganz so brutal ist wie man das z.T. von nordländischen Krimis kennt. Sehr gut gefallen hat mir das Personenverzeichnis am Anfang des Buches, das ist sehr hilfreich. Sehr empfehlenswert.

Nicht mein Fall

In der Universitätsstadt geht ein Vergewaltiger um, der nun zum Serienmörder wird. Allen seinen Opfern fehlt der linke Schuh. Psychiaterin Nathalie Svensson soll der Polizei helfen, ein Profil zu erstellen und so den Mörder zu stellen. Nathalie kennt die tote Studentin, sie ist die Tochter ihrer Freundin. Umso mehr setzt die Psychiaterin alles daran, den Täter zu finden.

Dieser Fall ist Teil einer Reihe um Nathalie Svensson, die als Profilerin für die Polizei arbeitet. Schon beim Vorgänger habe ich mich schwergetan, in die Geschichte hineinzufinden, weil ich mich erst im Dickicht der handelnden Personen zurechtfinden musste. Leider war das auch in diesem Band der Fall, so dass ich sehr lange brauchte, um in die Geschichte hineinzufinden. Zudem habe ich mich schwergetan mit der Ermittlerin, deren Handlungen ich nicht immer nachvollziehen konnte. Vielleicht aber war mir auch ihr Privatleben zu unstet und zu wenig überzeugend. Erst gegen Mitte des Buches konnte ich mich für den Kriminalfall erwärmen und ein bisschen auf die Auflösung mitfiebern. Zudem kommen sehr viele Bezüge auf die bisherigen Bände, die nicht aufgeklärt werden, aber wohl eine ziemliche Bedeutung haben (Warum will Nathalie nicht zur Beerdigung ihres Vaters gehen?). Das fand ich ziemlich nervtötend.

Leider ist diese Reihe so überhaupt nichts für mich, deshalb kann ich hier nur drei von fünf Sternen vergeben. Eine Empfehlung mag ich nicht aussprechen.

Spannend, interessant, emotional

Uppsala im Mai: Bereits 2 Mädchen wurden in der letzten Zeit vergewaltigt, immer um Mitternacht. Jetzt gibt es die erste Tote – ausgerechnet die Tochter einer Freundin der Psychiaterin Nathalie Svensson. Die Einheit der operativen Fallanalyse, der auch Nathalie angehört, wird eingeschaltet, und sie freut sich trotz aller Trauer, Johan Axberg wiederzutreffen. Schnell sind drei Verdächtige ausgemacht, aber den wahren Täter zu finden, ist gar nicht so einfach – und die Uhr tickt, denn der hat sich schon sein nächstes Opfer ausgesucht.

Dies ist bereits der dritte Band der Natalie-Svensson-Reihe. Man muss die Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben, aber wie immer ist das Lesevergnügen sicher größer, wenn man die anderen Bände kennt. Ich kenne bisher nur den direkten Vorgänger, der mir gefallen hat, den ersten Band habe ich mir jetzt auch bestellt.

Die beiden Protagonisten – und auch einige der anderen Charaktere – sind keine einfachen Menschen, manche Leser haben womöglich ihre Schwierigkeiten mit ihnen. Vor allem im Privatleben gibt es bei beiden Dinge, die vielleicht nicht jeder mag, aber ich muss einen Protagonisten auch nicht mögen, ich muss ihn vor allem interessant finden und er muss die Handlung tragen können. Ein Protagonist/Charakter mit einem interessanten Privatleben kann einen Roman, auch einen Krimi, zusätzlich interessant gestalten. Meiner Meinung nach ist das hier gelungen.

Jonas Moström entführt den Leser dieses Mal nach Uppsala, eine geschichtsträchtige schwedische Stadt, und lässt ihre Geschichte direkt mit in das Geschehen mit einfließen. Ich finde das großartig und habe mich direkt auch ein bisschen weiter informiert. U.a. das Konzept der Studentennationen, das im Roman eine Rolle spielt, aber nicht erklärt wird (das ist ein kleiner Mangel, wie ich finde), hat mich interessiert, und natürlich bin ich auch hierzu bei Google fündig geworden.

Der Autor lässt den Leser gut am Geschehen teilhaben, man hat oft das Gefühl, direkt dabei zu sein. Sehr schön z.B., wenn wir im Prolog mit dem Hausmeister durch das Gustavianum laufen. Auch emotional berührt der Roman. Vor allem die Emotionen des verwaisten Elternpaares sind sehr eindringlich dargestellt, als Leser kann man gar nicht anders, als mitzuleiden. Und auch die Perspektive des Täters lässt einen zumindest im Ansatz verstehen, wie er zu seinen Handlungen kam, auch wenn man natürlich nicht wirklich Verständnis aufbringen wird. Interessant fand ich auch die Perspektive eines möglichen weiteren Opfers, wobei erst am Ende klar wird, ob man diese richtig deutet.

Die Perspektivwechsel machen den Roman zusätzlich interessant, man erlebt das Geschehen somit aus mehreren Blickwinkeln, vorrangig aus denen Nathalies und Johans, aber, wie schon gesagt, auch aus anderen. Die Wechsel machen auch immer wieder kleine Cliffhanger möglich und auch die vielen kurzen Kapitel tragen zur Spannung bei.

Mir hat „Mitternachtsmädchen“ wieder gut gefallen, es ist spannend, emotional berührend und hat interessante Charaktere zu bieten. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Band und vergebe gerne 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Krimifans, die Ermittler mit Privatleben mögen.

Ein Krimi mit zu vielen Nebengeräuschen

Nach »So tödlich nah« und »Dominotod« sind Psychiaterin Nathalie Svensson und Kriminalhauptkommissar Johan Axberg wieder mit einem speziellen Fall konfrontiert. Sie sind Teil der Einheit für operative Fallanalyse in Schweden und sollen einen Mann finden, der in Uppsala mehrere Frauen attackiert hat.

Der Fall selbst, die Ermittlungen und die Lösung sind solide und durchaus glaubwürdig. Die Gruppe bezieht viele Hinweise mit ein, muss dadurch auch falschen Fährten folgen, was natürlich Zeit kostet. Somit kann kein durchgehender Spannungsbogen gehalten werden, was dem Krimi aber eine gute Portion Realismus verleiht.

Zu sehr fokussiert sich die Handlung aber meiner Meinung nach immer wieder auf Nathalies (und teilweise auch Johans) private Sorgen, was das Buch in die Länge zieht und dem Fall nicht weiterhilft. Zudem mögen sich die beiden einen Tick zu sehr, was etwas anstrengend zu lesen ist, weil sie darüber miteinander natürlich nicht sprechen können.

In Summe ein Krimi, der unterhält, der sich schnell nebenbei lesen lässt, aber etwas schwächer ist als der direkte Vorgänger.