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Mörderische Wahrheiten

Der zweite Fall für Carlotta Fiore. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 496 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

347135137X

ISBN-13: 

9783471351376

Erscheinungsdatum: 

15.04.2016

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 506.910
Amazon Bestellnummer (ASIN): 347135137X

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein Serienmörder geht um in Wien. Mehrere Teenager werden tot aufgefunden, alle gekleidet in gelbe T-Shirts, die Fingernägel rosa lackiert. Das Tatmuster erinnert an eine alte Mordserie zwanzig Jahre zuvor. Doch derverurteilte Mörder ist gerade im Gefängnis gestorben. War er unschuldig? Carlotta Fiore, Kaufhausdetektivin und gescheiterte Opernsängerin, ermittelt. Sie kennt die Familie des Mörders, der drei Kinder hat. Eine Art Hassliebe verbindet die Geschwister. Carlotta wünscht sich, ihr alter Partner Konrad Fürst könnte ihr helfen, Licht ins Dunkel des verstrickten Familiengeflechts zu bringen. Er hat damals die Ermittlungen geleitet. Doch Konrad ist gerade erst aus dem Koma erwacht und erinnert sich an nichts. Nicht mal an sie. Dann gerät Carlotta ins Visier des Mörders. Werden Konrads Erinnerungen zurückkehren, bevor es zu spät ist?

Kriminetz-Rezensionen

Toller Wien-Krimi

Theresa Prammers Kriminalroman "Mörderische Wahrheiten" erschien im April 2016 im List Verlag. Es ist die zweite Geschichte, die sich um die Kaufhausdetektivin und gescheiterte Opernsängerin Carlotta Fiore dreht. Der erste Band heißt "Wiener Totenlieder", war das Krimidebüt von Theresa Prammer und wurde 2015 mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet.

Klappentext:
Ein Serienmörder geht um in Wien. Mehrere Teenager werden tot aufgefunden, alle gekleidet in gelbe T-Shirts, die Fingernägel rosa lackiert. Das Tatmuster erinnert an eine alte Mordserie zwanzig Jahre zuvor. Doch der verurteilte Mörder ist gerade im Gefängnis gestorben. War er unschuldig?

Carlotta Fiore, Kaufhausdetektivin und gescheiterte Opernsängerin, ermittelt. Sie kennt die Familie des Mörders, der drei Kinder hat. Eine Art Hassliebe verbindet die Geschwister. Carlotta wünscht sich, ihr alter Partner Konrad Fürst könnte ihr helfen, Licht ins Dunkel des verstrickten Familiengeflechts zu bringen. Er hat damals die Ermittlungen geleitet. Doch Konrad ist gerade erst aus dem Koma erwacht und erinnert sich an nichts. Nicht mal an sie. Dann gerät Carlotta ins Visier des Mörders. Werden Konrads Erinnerungen zurückkehren, bevor es zu spät ist?

Ich kannte bereits die "Wiener Totenlieder" und war sehr begeistert davon. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an die Fortsetzung, und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Die neue Geschichte kann man gut lesen, ohne bereits den Vorgänger-Krimi gelesen zu haben. Die Autorin erklärt in ihrem Buch alles, was man wissen muss, anschaulich.

So erfährt der Leser, dass Carlotta Fiore vielleicht die Tochter von Konrad Fürst ist, der soeben nach 18 Monaten wieder aus dem Koma erwacht ist. Allerdings kann er sich an gar nichts erinnern. Konrad ist ehemaliger Polizist, er war vor 20 Jahren mit den Ermittlungen um den mehrfachen Mörder Alfred Riedl befasst. Alfred Riedl ist vor kurzem gestorben, aber nun werden erneut Jugendliche nach seinem Muster umgebracht, und an den Tatorten wird Alfred Riedls DNA gefunden. Wie ist das möglich? Die Polizei tappt im Dunkeln und möchte unbedingt Konrad Fürsts Kenntnisse des Falles Alfred Riedl nutzen...

Weiter möchte ich gar nicht viel erzählen, denn Krimifans dürfen selbst rätseln, wer denn nun die neuen Morde verübt hat. Wie auch in Band 1 tappt man sehr lange im Dunkeln und hat keine Ahnung, wer der Täter ist und welches Motiv er hat. Aufgelöst wird erst auf den letzten Seiten des knapp 500 Seiten dicken Buches, die Lösung ist gut gelungen und stimmig. Es gibt keine Längen, das Buch fesselt und verleitet geradezu, es nicht aus der Hand zu legen, bevor man nicht weiß, wer's war.

Ein toller Krimi, der ohne viel Blutvergießen auskommt, aber einiges an Spannung bietet und vor allem mit tollen Charakteren punktet.

Wer "Wiener Totenlieder" mochte, wird auch dieses Buch lieben.
5*****, bitte mehr davon, liebe Frau Prammer !!

Gelungener zweiter Streich

Zum Inhalt:
In Wien werden einige Jugendliche mit 21 Messerstichen ermordet. Diese Serie ähnelt Fällen vor mehren Jahren. Der damalige Mörder, dessen DNA bei den Leichen gefunden wird, ist jedoch vor kurzer Zeit im Gefängnis verstorben. Da er damals von Konrad Fürst überführt wurde, hofft die Wiener Polizei auf dessen Mithilfe. Er ist zwar gerade aus dem Koma erwacht, leidet aber an einer Amnesie, die ihn selbst sein Umfeld nicht erkennen lässt. Da die Zeit drängt, spannt der Chef der Polizei Carlotta Fiore ein.

Mein Eindruck:
Nein, Frau Prammer hat ihr Pulver nicht bei ihrem sehr guten Debütkrimi verschossen. Ganz im Gegenteil: Sie legt noch eine Schippe zu. Dabei halten sich humorvolle Teile, spannende Abschnitte und dramatische Stücke bravourös die Waage. Zu den liebgewonnenen Personen aus dem ersten Buch gesellen sich eine ganze Menge anderer Charaktere, welche den Lesern die Sicht auf den Täter lange und gekonnt vernebeln. Trotzdem wird es weder unübersichtlich noch fehlt der Geschichte der Tiefgang. Mit der Ich-Erzählerin Carlotta geht man auf der einen Seite auf die Jagd nach dem Mörder, auf der anderen Seite fiebert man mit ihr bei ihren privaten Belangen. Diese sind zwar nicht ohne Schwere, stören jedoch weder den Fortlauf des Krimis noch sind sie reiner Selbstzweck, um die Seiten zu füllen. Teilweise wird die Erzählung in Kursivschrift mit den Morden an den Jugendlichen unterbrochen. Deren Gedanken und Gefühle werden dabei sehr einfühlsam geschildert - ein großes Plus des Schreibstils von Frau Prammer, die ihren Figuren Farbe und Tiefe verleiht.

Das Ende ist überraschend, einige Hauptprotagonisten zeigen neue Facetten, Carlottas und Fürsts Verhältnis wird klarer und die Personen bieten noch viele Entwicklungsmöglichkeiten. Beste Voraussetzungen für einen dritten Fall.

Mein Fazit:
Noch besser als „Wiener Totenlieder“

Wieder ein großer Wurf

Teresa Prammers zweiter Krimi „Mörderische Wahrheiten“ knüpft nahtlos an ihren ersten Erfolgsband „Wiener Totenlieder“ an. Aber keine Angst, man muss das erste Buch nicht kennen, um sofort von der Geschichte gefangen genommen zu sein und allen Handlungssträngen zu folgen zu können.

Konrad Fürst ist aus dem Koma erwacht und gleich danach fordert sein ehemaliger Polizeichef seine Hilfe ein. Vor 30 Jahren, noch als aktiver Polizist, überführte Fürst den Serienkindermörder Riedl und nun, kurz nach dem Tod des Mörders im Gefängnis, gibt es erneut eine Serie von Kindermorden, die nicht nur alle Merkmale der damaligen Taten aufweist, sondern auch die DNA Spuren Riedls. Carlotta Fiore, die schon mit Fürst im letzten Band zusammenarbeitete und vielleicht sogar noch engere Bande an ihn hat, ist nun gefordert, denn Fürst hat nach der langen Zeit im Koma noch erhebliche Gedächtnislücken. So führt sie Gespräche mit Riedls Kindern und der Ehefrau, die nur ungern an die Stigmata erinnert werden, die sie als Familie eines Mörders zu erleiden hatten. Besonders zu Moritz Riedl, den jüngsten Sohn, in den sie sich sehr gut einfühlen kann, entwickelt sie eine besondere Verbundenheit, da sie die Gemeinsamkeit einer traumatischen Kindheit teilen.

Der Ermittlungsdruck ist hoch, weil es bereits mehrere getötete Kinder gibt und als nun Fanny, eine taffe 13jährige verschwindet, die Carlotta seit einiger Zeit gut kennt und die auch als Babysitterin im Haushalt Fiore/Fischer fast ein zweites Zuhause hat, nimmt dieser Fall auch eine persönliche Wendung für Lotta.

Das Buch ist stark geprägt von der vielschichtigen Persönlichkeit der Carlotta Fiore, die zwar etwas zur Ruhe gekommen ist, aber noch lange nicht alle seelischen Verletzungen überwunden hat. Immer noch muss sie mit ihren inneren Dämonen kämpfen und hat auch immer noch Schwierigkeiten, Nähe zuzulassen. Spontan, kein Risiko scheuend, trotzt Carlotta dem Kripochef ihre Teilnahme an den Ermittlungen ab. Manche ihre Aktionen scheinen überzogen, passen aber zur beschriebenen Persönlichkeit. Darunter leidet auch ihre Beziehung zu Hannes Fischer, dem Vater ihres Kindes, der ihre Alleingänge wenig schätzt. So wird diese noch junge Beziehung bis zur Zerreißprobe belastet. Genau wie Carlottas Temperament ist die Spannung des Buches immer kurz vor dem Siedepunkt. Bis zur Auflösung um das Rätsel des Wiederholungstäters erleben die Protagonisten ein Auf und Ab der Gefühle, die den Leser kaum zu Atem kommen lassen. Dieses Tempo und die Spannung machen auch kleine Logiklücken wieder wett (kann ein hoher Beamter eine Zivilperson mit Amnesie vor eine Pressekonferenz zerren?)

Bis hin zu den Nebendarstellern, hat die Autorin kraftvolle Persönlichkeiten beschrieben, die mit ihren Ecken und Kanten sehr lebendig werden. Sie sind psychologisch stimmig, Henriette zum Beispiel, ist eine solche Person, die zwar in diesem Band eine Nebenrolle spielt, die dem Leser trotzdem ans Herz wächst.

Mit Carlotta hat die Autorin eine Figur geschaffen, die aus der Masse der Privatermittler herausragt. Unangepaßt, menschlich und verletzlich, aber letztendlich auch daraus ihre Stärke schöpfend. Schon nach dem ersten Band „Wiener Totenlieder“ war ich begeistert, die Autorin hat in diesem Buch ihr Können nochmal unter Beweis gestellt.

Späte Rache

Es handelt sich bei diesem Buch um die Fortsetzung des Buchs "Wiener Totenlieder", welches ich auch gelesen habe. Carlotta Fiore ist inzwischen Mutter des kleinen Konny, Hannes Fischer möchte sie heiraten, was Lotta kategorisch ablehnt.

Nun ist er aber erstmal beruflich gefordert, wobei Lotta ihn tatkräftig unterstützt. In Wien taucht ein vierzehnjähriges Mordopfer auf. Das Mädchen wurde mit 21 Messerstichen getötet, in ein gelbes Shirt gekleidet, die Nägel wurden rosa lackiert. Als auch die Freundin des Mädchens verschwunden ist, herrscht bei der Polizei höchste Alarmbereitschaft. Der Fall weist Parallelen zu einer Mordserie vor dreißig Jahren auf. Der verurteilte Mörder ist vor kurzem in der Haft gestorben. Wer ist der Nachahmer?

Der ermittelnde Kommissar von damals ist Konrad Fürst, der nach über einem Jahr im Koma, gerade wieder erwacht ist. Leider kann er sich an gar nichts erinnern, selbst sein Name ist ihm nicht mehr präsent. Carlotta ist überglücklich, dass Konrad wieder aufgewacht ist. Die beiden verbindet eine besondere Geschichte: Konrads Tochter wurde im Alter von fünf Jahren entführt .Carlotta ihrerseits wurde als Kind von der berühmten Opernsängerin Maria Fiore adoptiert. Es existiert der Verdacht, dass Lotta seine Tochter ist, die Klärung per DNA-Abgleich schiebt Lotta vor sich her.

Sie versucht alles, um Konrad bei der Suche nach seiner Erinnerung zu unterstützen. Auch der unbeliebte Polizeichef Krump möchte Konrads Hilfe, allerdings bedient er sich dabei nicht immer legaler Mittel. Als ein weiteres Mädchen verschwindet und auch Carlotta mit ihrem Sohn in den Fokus des Mörders gerät, stößt sie an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Carlotta ist trockene Alkoholikerin und wird unter dem enormen Druck wieder rückfällig.

Die Geschichte fing sehr spannend an, plätscherte dann im Mittelteil so dahin, bevor der Schluss dann wieder sehr dramatisch wurde .Genau wie beim Vorgängerbuch konnte der Spannungsbogen nicht durchgehend gehalten werden.

Ich kann leider keine absolute Leseempfehlung aussprechen.