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Der Moment, bevor du stirbst

Der erste Fall für Targa Hendricks. Thriller
Buch
Taschenbuch, 363 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

249670481X

ISBN-13: 

9782496704815

Erscheinungsdatum: 

05.05.2020

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 249670481X

Beschreibung von Bücher.de: 

Jung, intelligent und anders: Das ist Targa Hendricks. Der Auftakt der packenden Thrillerreihe der Bestsellerautoren B.C. Schiller. »Der Moment, bevor du stirbst, ist der Augenblick der absoluten Wahrheit.« In Berlin treiben tote Mädchen in Holzbooten über die Spree, die Opfer sind alle qualvoll erstickt. Rasch rückt der Dozent Falk Sandman ins Visier der Polizei. In seinem Blog schreibt er über die letzten Worte von Sterbenden. Trotz intensiver Ermittlungen kann ihm keiner der Morde nachgewiesen werden. Deshalb beauftragt die Sondereinheit des BKA ihre beste Undercover-Ermittlerin: Targa Hendricks. Targa hat keine Angst - und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Ihre Aufgabe ist es, den Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich dem Mörder ausliefern - oder ihn glauben lassen, sie sei wie er. Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?

Hinweis: Neuauflage des bereits 10.07.2017 am im Penguin Verlag unter dem Titel »Targa. Der Moment, bevor du stirbst« erschienenen Bandes.

Kriminetz-Rezensionen

Die Handlung plätschert vor sich hin

Targa Hendricks arbeitet für das LKA und hat wirklich keinerlei Angst. Nun hat sie einen neuen Auftrag als Undercover-Agentin erhalten, dabei soll sie einen Serienkiller überführen. Die Frage ist nur, wie kommt sie am besten an Falk Sandman ran. Sandman ist besessen von den letzten Worten Sterbender bzw. seiner Opfer.
Als es dann auf Targa trifft, ist er gleich von ihr fasziniert und denkt, er hat eine Seelenverwandte in ihr gefunden. Targas Auftrag kann also starten.

Ich muss gestehen, dass ich von dem Autorenduo B. C. Schiller noch nichts gelesen hatte. Hier hatte mich der Klappentext neugierig gemacht, nur war ich von Anfang an etwas skeptisch da ich Thriller nicht so gerne lese.

In das Buch bin ich zu Beginn auch nur schleppend reingekommen, doch je weiter ich kam, um so zügiger bin ich auch vorangekommen.

Am Anfang waren es auch einige Erzählstränge, auf die die Handlung aufgebaut war, und da ich hatte ich auch etwas Probleme, bis ich hier verstanden habe, wer alles ist und wie alles zusammenhängt. Zwar wird der Hauptteil aus der Sichtweise von Targa erzählt, nur wusste man zu Beginn eines Kapitels nie, aus wessen Sicht dies erzählt wurde.

Der Handlung an sich konnte man zwar recht gut folgen, dadurch, dass der Spannungsbogen fast gar nicht vorhanden war, ist die Geschichte mehr oder weniger dahingeplätschert. Die Tätersuche, die man als Leser eigentlich gerne während des Lesens verfolgt, gibt es hier leider nicht, da der Täter von vornherein feststand, nur die Ergreifung stand noch aus.

Ich persönlich fand die Handlungsorte gut beschrieben, so konnte man sich die Schauplätze rund um Berlin problemlos vor dem inneren Auge entstehen lassen. Auch die verschiedenen Figuren des Romans waren gut beschrieben, ich konnte mir diese während des Lesens gut vorstellen.

Targa fand ich allerdings sehr unsympathisch und für mich war auch nicht alles greifbar, wie sie sich verhalten hat.

Alles in allem konnte mich der Thriller nicht wirklich überzeugen, aus diesem Grund habe ich mich bei der Punktevergabe schwer getan und habe mich am Ende für drei von fünf Sternen entschieden.

Ein cleverer Psychopath

Targa Hendricks ist verdammt gut in ihrem Job als Undercover-Ermittlerin des BKA. Nun soll sie den Hochschuldozenten Falk Sandmann überführen, der im Verdacht steht, mehrere junge Frauen ermordet zu haben. Da man ihm aber nichts nachweisen kann, kommt Targa ins Spiel – in ein tödliches Spiel.

Der Schreibstil des Buches ist einfach und flüssig zu lesen.

Targa hat eine traumatische Kindheit hinter sich, daher ist sie eine Einzelgängerin. Sie kennt keine Angst, was dafür sorgt, dass sie so erfolgreich in ihrem Job ist. Ihr Gegenspieler ist eine charismatische und intelligente Persönlichkeit mit einer dunklen Seite. Er ist besessen von den letzten Worten Sterbender und er sorgt dafür, dass er es ist immer wieder erleben kann. Als er Targa begegnet, ist er fasziniert von ihr und ihrer Gefühllosigkeit. Sie soll ihm beweisen, dass er Vertrauen zu ihr haben kann. Wird sie tun, was er verlangt?

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, so dass ich mir ein Bild von ihnen machen konnte. Auch wenn mir Targa und Sandmann als Persönlichkeiten zu extrem sind und ich mich daher mit beiden nicht identifizieren kann, sind sie gleichwertige Gegner in einem grausamen Spiel. Dagegen war es mir manchmal unverständlich, wie sich die Opfer von einer starken Persönlichkeit blenden ließen und somit in die Falle tappten.

Es geht sehr, sehr spannend zu, allerdings auch ziemlich grausam. Man darf also nicht allzu zart besaitet sein, wenn man dieses Buch liest. Wer lieber mitermittelt, ist bei diesem Buch falsch, denn der Täter steht von Anfang an fest. Trotzdem konnte sich die Spannung bis zum schlüssigen Ende halten.

Ein spannender Thriller.

Die letzten Worte

Dies war das erste Buch, welches ich jemals von den Autoren gelesen habe und ich habe mich gut in den Anfangsband der neuen Serie eingelesen. Diesmal ist die Story etwas anders aufgebaut, wie die, die ich so in den letzten Wochen/Monaten gelesen habe, denn Targa wird als Lockvogel bzw. Komplizin auf den Täter angesetzt. Sie soll ihn praktisch zwingen, gemeinsam mit ihr eine Tat zu begehen und dann soll sie ihn somit quasi live und direkt überführen können. Doch wie man es bestimmt schon ahnt, läuft es nicht so geschmiert wie gedacht.

Mit dem Charakter Targa haben B.C. Schiller eine Frau "erschaffen", der man nicht unbedingt auf die Füsse treten möchte. Targa arbeitet für das BKA, wo sie als Undercover-Ermittlerin Serienkiller aufspüren und überführen soll. Sie hat nach einem schwierigen Start in ihr Leben, eigentlich nur ihren VW-Bus, in dem sie lebt, und ihren Hund, der "Hund" heißt. Ihm vertraut sie und er bekommt, die meiste Liebe ab, die Targa überhaupt nur geben und zeigen kann. Als Bezugspersonen kommen nur ihre Ziehmutter Margarete und ihr Vorgesetzter Volker Lundt in Frage. Zudem zeigt sie autistische Züge, eckt oftmals bei ihren Mitmenschen an und ihr größter Wunsch ist es, ihren Vater zu finden.

Spannend ist zu lesen, wie Targa versucht, sich an Falk Sandman heranzumachen. Falk ist Dozent an einer Business-School, eigentlich ein schlaues Kerlchen, aber in seinem Privatleben ist er krank und einfach nur irre. Er quält Mädchen in seinem Kellerversteck und nimmt ihnen, kurz gesagt, die Luft zum Atmen. Der Tod ist dann nur noch eine Frage der Zeit und des Willens von Falk. Ein Charakter der sehr gut dargestellt und ausgeleuchtet wurde.

Der Schreibstil ist modern, flüssig zu lesen und ich wäre auf alle Fälle dabei, wenn Targa wieder einem potenziellen Mörder auf die Schliche kommen muss.

Kleine Kritik von meiner Seite aus: Das Ende war mir dann doch etwas zu schnell abgehandelt. An einigen Stellen war zu viel gewollt und es wurden Zufälle eingebaut, die sich so gelesen haben, als hätte man vergessen, dies vorher in die Story einzubauen, und nun müsste es aber erwähnt werden um es logisch rüberkommen zu lassen.

Fazit
Ein erster Band der Lust auf mehr macht und mit Targa hat das Autorenehepaar einen Charakter erfunden, der uns LeserInnen bestimmt noch einiges zu bieten hat. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird und welche Marotten Targa noch "aufgebrummt" bekommt.

Solide aber im wesentlichen unoriginell.

Targa’s Start ins Leben ist bitterkalt und grausam. Sie und ihre Zwillingsschwester werden kurz nach der Geburt auf den eiskalten Stufen eines Krankenhauses abgelegt, nur Targa überlebt. Auch ihre blutjunge Mutter nimmt sich kurze Zeit später das Leben. Diese Ereignisse, mehr unbewusst als bewusst wahrgenommen, prägen das Mädchen bis heute. Dank ihrer Pflegemutter und ihres Vorgesetzten Volker Lundt, wird aus Targa, trotz erheblicher Defizite in der sozialen Kompetenz, eine sehr erfolgreiche Ermittlerin, die es sogar schafft, in die Reihen des K2 aufzusteigen. Diese Abteilung versucht Serientäter aufzuspüren. Gerade treibt ein solcher in Berlin sein Unwesen. Junge, tote Frauen treiben auf kleinen Booten die Spree hinab. Volker Lundt hat auch schon einen passenden Verdächtigen, doch kann man ihm nichts nachweisen. Lundt beschließt daraufhin, Targa in das Leben des Hochschuldozenten Falk Sandman, einzuschleusen. Sie soll ihm hautnah kommen, um ihn zu überführen. Keine leichte Aufgabe. Targa verspürt zwar keine Angst, der Täter jedoch ist unberechenbar.

Es ist etwas schwierig in Worte zu fassen, warum mir dieser Thriller nicht gefallen hat. In der Regel rätsele ich gerne mit, wer der Täter sein könnte, in diesem Buch steht dieser schon fest. Ich habe mich also bewusst dazu entschieden, es trotzdem zu lesen. Nur warum der Täter überhaupt in den Fokus der Ermittlungen rückt, erschließt sich mir nicht wirklich. Es scheint auf den ersten Blick eher willkürlich zu sein, dass der Hochschuldozent den perfekten Psychopathen abgibt, aufgrund eines fragwürdigen Unterhaltens eines Blogs. Das setzt sich für mich wie ein roter Faden im gesamten Buch fort. Es fehlt immer das gewisse Extra, um die Sache „rund“ werden zu lassen. Ebenfalls hatte ich das Gefühl, dass die Protagonisten recycelt worden wären. Den charismatischen aber psychopathischen Hochschuldozenten gab es schon in X Büchern und Filmen, der kettenrauchenden Ermittler erinnert stark an Akte X und der Gefangene im Hochsicherheitstrakt auf einer schroffen Insel vor Norwegen könnte auch Hannibal Lektor sein. Selbst die Figur der Targa mit ihren charakterlichen Eigenschaften ist einem schon diverse Male untergekommen. Es fehlt hier einfach an einer gewissen Originalität. Die beweist das Autorenduo für mich nur in der Wahl des Tötungswerkzeuges.