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Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens

Der erste Auftrag für Monsieur le Comte. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 400 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426527111

ISBN-13: 

9783426527115

Auflage: 

1 (04.10.2022)

Preis: 

15,99 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 18.085
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426527111

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein Auftragsmörder, der sich weigert, zu töten: »Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens« ist der 1. Band der humorvollen Krimi-Reihe mit der Bestseller-Autor Pierre Martin Liebhaber von cosy Krimis an die französische Riviera entführt.

Lucien Comte de Chacarasse entstammt einem alten französischen Adelsgeschlecht, das seit Generationen eine hohe Kunst an die Nachkommen weitergibt: die Kunst des Tötens! Der Legende nach waren seine Vorfahren als äußerst diskrete Auftragsmörder für die Bourbonen ebenso tätig wie für Napoleon, den Vatikan oder die Medici.

Zwar wurde Lucien von klein auf für diese Aufgabe trainiert, aber als junger Mann steigt er aus und betreibt stattdessen ein Bistro in Villefranche-sur-Mer. Er liebt die Frauen, den Wein – und die kulinarischen Genüsse der provenzalischen Küche.

Luciens unbeschwertes Leben endet, als er ans Sterbebett seines schwer verletzten Vaters gerufen wird, der ihn schwören lässt, die Tradition der Familie fortzusetzen. Nur, wie begeht man einen Auftragsmord, wenn man es ablehnt zu töten?

Pierre Martin – Bestseller-Autor der Provence-Krimis um »Madame le Commissaire« – hat mit dem Auftragsmörder wider Willen »Monsieur le Comte« einen liebenswerten Protagonisten erschaffen: Zu gerne würde man sich mit Lucien in seinem Bistro an der französischen Riviera auf ein Glas Rosé und eine Bouillabaisse zusammensetzen.

Kriminetz-Rezensionen

Das etwas andere Erbe

Alexandre Comte de Chacarasse weilt nicht mehr unter den Lebenden. Das Familienmotto „Verpflichtet den Lebenden und den Toten“ steht in Marmor gemeißelt auf seiner Grabplatte. Er ist gestern beigesetzt worden und nun soll sein Sohn Lucien das Familienerbe antreten. Es ist ein etwas anderes Erbe, von dem das unterhaltsame Buch berichtet.

Der launige Schreibstil zieht mich durch die Seiten. Lucien ist der charmante Hauptdarsteller, mit ihm verbringe ich spannende Tage an der Côte d'Azur. Seine verschmitzte Art, mit der für ihn nicht ganz einfachen Situation umzugehen, lässt mich zuweilen schmunzeln…

…und es kommt, wie es kommen muss – der erste Auftrag steht an und den gilt es ohne Patzer abzuarbeiten. Denn seine Familie versteht sich seit Generationen auf die diskrete Kunst des Tötens, ohne irgendwelche Spuren eines Verbrechens zu hinterlassen. Unfall, auch Selbstmord wäre okay, nur nach Mord darf es nicht aussehen. Ansonsten wäre die Million futsch und nicht nur das. Eine dilettantische Arbeit würde dem guten Ruf der Familie schaden, Folgeaufträge wären anhand einer verheerenden Reverenz eher unwahrscheinlich.

Seine ehemals erlernten Künste hat Lucien nicht verlernt, so viel steht fest. Die Tatsache, dass er aus fast drei Metern Entfernung einer Ratte, die sich in die Küche verirrt hatte, mit einem gezielten Messerwurf den Todesstoß versetzt, hat ihn selber gehörig erschreckt. Er ist noch immer aufs Töten geeicht – mit der Präzision eines absoluten Könners. Nur genau das will er nicht, sein Herzblut hängt an seinem Bistro in Villefranche-sur-Mer.

Mit allen Sinnen genießen – schon das Cover stimmt mich ein, einem Abstecher nach Südfrankreich steht nichts mehr im Wege. So wie Lucien bin auch ich der Meinung, dass die Kunst, das Leben zu genießen, so viel besser ist als seine Familientradition aufrecht zu erhalten. Ein kleiner Tipp am Rande: Das Buch sollte man tunlichst nicht mit knurrendem Magen lesen. Rosas Köstlichkeiten, vermengt mit all den Gerichten, die in Luciens Bistro von seinem Küchenchef Roland stets frisch zubereitet werden, sind äußerst verführerisch.

Der Auftakt der Monsieur-le-Comte-Reihe ist gelungen, Lucien in seiner trotz der Familientradition liebenswürdigen Art hat mich bestens unterhalten, in sein Bistro werde ich bestimmt bald wieder einkehren sobald es heißt: Monsieur le Comte, der zweite Streich. 5 Sterne

Wunderbar kriminelle Story aus dem Süden Frankreichs

Der smarte Lebenskünstler Lucien de Chacarasse besitzt ein exquisites provenzalisches Restaurant in Villefrance-sur-Mer und widmet sich ansonsten dem „savoir-vivre" der Côte d’Azur. Doch er steht vor einem schwerwiegenden Problem, denn als sein Vater plötzlich aus dem Leben gerissen wird, gibt er ihm auf dem Sterbebett noch den Schwur ab, die Familientradition fortzuführen. Die hat es in sich, denn die Chacarasse sind bekannt für die „Kunst zu Töten“!
Lucien ist zwar darauf von Kindheit an trainiert worden, doch er möchte gar niemanden töten. Also denkt er gar nicht daran, dieses Versprechen in die Tat umzusetzen, aber da kommt auch schon der erste Auftrag des Weges!

Mit dem vielversprechenden Titel „Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens“ startet die neue Krimiserie von Bestseller-Autor Pierre Martin. Da mich auch seine „Madame le Commissaire“ Reihe begeistert, war ich natürlich sehr gespannt auf dieses neue Werk und wurde prompt mit einem Gastauftritt der Madame Bonnet darin belohnt:).

Mit dem Sinnspruch seiner Familie „Obligé aux vivants et aux morts - Verpflichtet den Lebenden und den Toten“ und der Ambition Leute zu töten, steht der junge Comte erst einmal auf Kriegsfuß. Seine Bedenken sind nachvollziehbar;) ist er doch völlig normal und pazifistisch eingestellt. Doch ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht. Genau diesen noblen Konflikt zeigt uns der Autor auf und das macht den Reiz der Geschichte aus. Wir lernen einen sympathischen Protagonisten kennen, der verzweifelt versucht sich aus jeglicher Bredouille zu manövrieren, doch trotz massiver Gegenwehr wird er immer weiter in die Familientradition und ihre Geheimnisse gezogen. Das ist wirklich sehr amüsant und absolut spannend mitzuverfolgen. Die Protagonisten sind allesamt absolut großartig angelegt, man hat sie sofort bildhaft vor Augen, auch was Landschaft und kulinarisches Ambiente anbelangt, ist sofort das Kopfkino an. Dazu allerhand absurde Szenen, man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus!
Die Cover-Gestaltung und Qualität des Taschenbuchs gefällt mir sehr gut, im Innenumschlag versteckt sich sogar ein leckeres Rezept von Luciens Chefkoch Roland. Überhaupt steht die Verlockung guter Küche und Weine des Öfteren im Mittelpunkt, man sollte sich nicht hungrig ans Lesen machen.

Mein Fazit:
Sehr gelungener Serien-Auftritt, ich liebe die Idee und die Ausführung, einfach grandios, ein wahrhaft kriminelles Lese-Vergnügen der Extraklasse!
Freue mich schon sehr auf die Fortsetzung:).

Ein tödliches Familiengeheimnis

Lucien Comte de Chacarasse, Anfang 30, betreibt das Restaurant P´tit Bouchon in Villefranche-sur-Mer, hört lieber Techno als Chopin und lernt schon als Kind mit Wurfmessern, Pfeil und Bogen und mit der Armbrust umzugehen. Er kennt sich im Nahkampf aus und am Schießstand ist er der Beste. Er liebt den Wind in den Haaren, die Sonne auf der Haut und das Salz des Wassers auf den Lippen. Er lebt ein angenehmes und unbeschwertes Leben – bis zu dem Tag, als sein Vater stirbt. Der nimmt ihm auf dem Sterbebett den Eid ab, das geheime Familienerbe, die jahrhundertealte Tradition, töten auf Bestellung, anzutreten und fortzusetzen. Doch wie tötet man, wenn man das gar nicht will?

Durch seinen leichten und amüsanten Erzählstil nimmt Autor Pierre Martin sogar dem Töten den Schrecken. Lucien tut aber auch alles um irgendwie nicht selbst Hand anlegen zu müssen. Das macht ihn schon sehr sympathisch. Auch auf den kleinen, interessanten Nebenschauplätzen macht er in seinem Nichtstun une bonne silhouette.

Immer mit dabei Francine, die ehemalige Sekretärin, und vielleicht auch mehr, seines Vaters und die altgediente, schwerhörige Haushälterin Rosalie, mit der er fast jeden Morgen im Haus seines Vaters frühstückt und die mir durch die amüsanten Wortgefechte mit Lucien immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Alle neuen Bekanntschaften, die ich hier schließe, sind sehr bildhaft und plastisch gestaltet, so dass ich sie mir gleich sehr gut vorstellen kann. Mein Kopfkino war im Dauereinsatz.

Durch immer wieder eingefügte französische Worte oder kleine Sätze, die sich von selbst erklären, kommt das Flair der Côte d´Azur sehr gut heraus. Dazu die dauernd erwähnten kulinarischen Leckereien und Delikatessen, bei denen ich sofort Appetit bekomme. Als I-Tüpfelchen bekomme ich auf der Innenseite der vorderen Klappe sogar ein Rezept für Provenzalisches Rinderragout.

Pierre Martin hat mich mit seinem Lucien Comte de Chacarasse sehr schnell gefesselt, gepackt und mit dem außergewöhnlichen Humor und seiner Raffinesse vor allem sehr gut unterhalten. Ich freue mich jetzt schon auf eine erneute Begegnung mit dem sehr kreativen, charmanten, jungen Mann.

Ideale locker leichte Urlaubslektüre für Frankreich

Nachdem ich von der vorherigen Buchreihe mit der taffen Kommissarin regelrecht angefixt war und jedes Buch beim Erscheinungsdatum sofort kaufte, fieberte ich nun auch dem ersten Band dieser neuen Reihe entgegen.
Nach den ersten recht kurzen Kapiteln erlahmte meine Begeisterung relativ schnell. Der sehr einfache Schreibstil und die recht plumpen Macho Allüren der Hauptfigur Lucien plätscherten langweilig dahin und ich vermisste die Spritzigkeit der üblichen Schreibweise von ihm. Doch zum Glück änderte sich das dann doch noch und gefiel mir besser. Witzig fand ich besonders die schwerhörige Haushälterin aber auch den Butler mit seinen Sprachen Mischmasch. Mir gefiel auch sehr gut die Verknüpfung mit der vorherigen Buchreihe, das ist mal eine nette Abwechslung. So entschied ich mich denn auch dem Buch von anfänglichen mageren 3 Sternen nun doch mit einem 4.Stern ein Upgrade zu geben und werde auch den nächsten Band sicherlich lesen.

Kriminelle Unterhaltung auf französisch

Lucien Comte tritt ein schweres Erbe an: Er muss die Kunst des Tötens erlernen. Das passt ihm so gar nicht in sein Leben. Und in der Tat: sein erster Fall löst sich gleich in Luft auf, was zwar nicht in seinem Sinne war. Doch für den nächsten Auftrag findet er eine ausgeklügelte Lösung. Ob der charmante Herr das Versprechen, das er am Sterbebett seines Vaters gegeben hat, zur Zufriedenheit halten kann?
Mich hat das Buch wunderbar unterhalten. Klar, man braucht viel Fantasie, sich vorzustellen, dass man so was Skurriles erbt. Aber der Schreibstil ist flüssig, die kursiv geschriebenen französischen Ausdrücke mag dem einen oder anderen Unverständnis auslösen, mir nicht. Der Schauplatz versetzt mich in Urlaubsstimmung und wird ganz schön beschrieben. Zusätzlich findet man in der Klappe noch das Rezept für ein typisches provenzialisches Fleischgericht. Alles in allem: Wunderbar angerichtet und serviert!

Wie der Vater so der Sohn, oder nicht

Seit Generationen arbeiten die Comtes der Chacarasse als Auftragsmörder. Die Aufgabe wird von dem Vater auf dem Sohn übertragen. Lucien wollte das nie machen, eigentlich war sein Bruder der Nachfolger aber der starb vor einiger Zeit. Nun ist sein Vater von einem Auftrag tödlich verletzt zurück und fordert das Versprechen seiner Nachfolge. Natürlich gibt er dieses Versprechen und sein erster Auftrag ist schnell da. Wie tötet man nicht? Dieser Frage geht Lucien bei seiner neuen Aufgabe sehr phantasievoll nach. Gleichzeitig führt er ein gut gehendes Restaurant und natürlich liebt er die Frauen.
Für mich eine gelungene Mischung aus, französischer Lebensweise, Krimi und leisen Humor. Die Beschreibungen der Orte und Landschaften an der Riviera machen Lust auf Urlaub, der Wein und das Essen sind genauso verführerisch. Das Wichtigste natürlich wie umgeht man seine Aufträge und da hat Lucien zwar schon bekannte Ideen verwendet aber die Umsetzung ist gelungen. Mit kleinen Taschenspielertricks rettet er Leben anstatt sie zu nehmen. Er liebt zwar die Frauen aber beim Verständnis hapert es etwas.
Das Ganze ergab einen unterhaltsamen Krimi den man schon in den Bereich Cozy Crime einordnen könnte. Die Aussicht das es mehr Bücher mit Monsieur le Comte geben wird, finde ich sehr erfreulich.

Begnügt sich damit, nett zu sein

»Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens« ist ein Kriminalroman von Pierre Martin, der 2022 im Knaur Verlag erschienen ist.

Zum Autor:
Hinter dem Pseudonym Pierre Martin verbirgt sich ein Autor, der sich mit Romanen, die in Frankreich und in Italien spielen, einen Namen gemacht hat. Für seine Hauptfigur Madame le Commissaire hat er sich eine neue Identität zugelegt.

Zum Inhalt:
Lucien ist ein zufriedener Restaurantbetreiber, der das Leben in vollen Zügen geniest. Doch dann gibt er seinem sterbenden Vater das Versprechen, die Familientradition fortzusetzen – als Auftragsmörder. Lucien hat die entsprechende Ausbildung erhalten, aber er will nicht töten. Dann erhält er seinen ersten Auftrag. Wie wird sich Lucien verhalten?

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich anfangs begeistert, aber die Begeisterung hat nicht lange gehalten. Lucien soll in die Fußstapfen seines Vaters im Familienunternehmen eintreten. Sein Onkel akquiriert die Tötungsaufträge und Lucien soll sie nun ausführen. Sein Problem dabei ist, dass er niemanden töten will. Wie er versucht, beiden Anforderungen gerecht zu werden, macht den Reiz der Geschichte aus.

Die Geschichte spielt vorwiegend in der Welt der Reichen und der Schönen. So ist auch Lucien von zwei schönen jungen Frauen umgeben und dies sorgt für mehr als einen Schuss Romantik. Die Trickdiebin hat sich mit den falschen Leuten angelegt, während er die bildhübsche, aber unnahbar erscheinende Assistentin von seinem Vater übernommen hat. Bald merkt er, dass sie auch die Geliebte seines Vaters gewesen ist. Beide Frauenfiguren wirken sympathisch, sind aber recht einfach gezeichnet. Lucien selbst kommt noch eine Spur sympathischer rüber, ist mir aber viel zu perfekt gezeichnet. Grautöne sind ähnlich wie bei seinen Gegenspielern Mangelware.

Positiv wirkt die atmosphärische Schilderung der Küstenregion und des Hinterlandes. Die ein oder andere Sehenswürdigkeit findet den Weg ins Buch, ebenso wie eine Reihe lukullischer Genüsse.

Der Schreibstil ist empathisch und mit Humor durchzogen, so dass ein angenehmes Lesegefühl entsteht. Der Spannungsbogen wird öfter unterbrochen, steigert sich aber zum Ende hin. Lucien agiert ideenreich, wird aber von vielen Zufällen bei seinem Vorhaben, nicht selber zu töten, unterstützt. Etwas mehr Tiefgang hätte der Geschichte gutgetan.

Fazit:
Ein angenehm zu lesender Kriminalroman mit einer bestechenden Grundidee, der aber eher mit Atmosphäre als mit den Charakteren punktet. Deshalb bewerte ich den Titel mit drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).