Cover von: Mord beim Diamantendinner
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Mord beim Diamantendinner

Der zweite Fall für Jackie Dupont. Roman
Buch
Taschenbuch, 400 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3328105360

ISBN-13: 

9783328105367

Auflage: 

1 (14.09.2020)

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3328105360

Beschreibung von Bücher.de: 

Champagner, Juwelen und ein Mord: Glamour-Detektivin Jackie Dupont ermittelt im London der Zwanzigerjahre.

London 1920: Während einer rauschenden Party in den goldgeschmückten Räumlichkeiten von Buckingham Palace wird eine kostbare Krone gestohlen.

Das Königshaus ruft Jackie Dupont auf den Plan, Privatdetektivin mit Spezialgebiet Diamantenraub. Diese hat nicht nur eine Schwäche für tiefroten Lippenstift und edle Abendroben, sondern auch für äußerst eigenwillige Ermittlungsmethoden. So lädt sie alle Verdächtigen kurzerhand übers Wochenende in ein kleines Jagdschlösschen auf dem Land ein. Doch schon am ersten Abend bricht einer der Gäste tot zusammen - vergiftet! Und bald schwebt auch Jackie selbst in großer Gefahr …

Kriminetz-Rezensionen

High Society

Mondän, stylish und mit allen Wassern gewaschen – das ist Jackie Dupont, die amerikanische Privatermittlerin, die sich auf Juwelenraub spezialisiert hat.

So trifft sie in 1920 in London ein, bei einer exklusiven Party des Kronprinzen wurde eine wertvolle Krone der Königinmutter gestohlen und ihr Auftrag ist es, diskret und erfolgreich den Juwelenraub aufzuklären. Kurzerhand lädt Jackie alle Gäste noch einmal für ein Wochenende auf einen feudalen Landsitz ein. Das ideale Umfeld für sie, um den Gästen aus Adel und Society auf den Zahn zu fühlen. Doch ein Gast überlebt das Wochenende nicht und auch Jackie ist in Gefahr. Gut, dass sie nicht allein ermitteln muss. Denn der Duke of Surrey ist sich sicher, in Jackie seine vermisste Frau Diana wiederzuerkennen, die seit dem Untergang der Titanic vermisst wird. Deshalb ist es ihm nur mehr als recht, an ihrer Seite zu ermitteln.

Die Frage ist sie’s oder ist sie’s nicht zieht sich sehr vergnüglich durch das Buch, dieses Geplänkel amüsierte mich köstlich. Ebenfalls mit spitzer Feder sind die anderen Charaktere gezeichnete, der gesetzte Butler des Dukes oder der liederliche Kronprinz, die gesetzten Sekretäre – egal welche Figur ich auch nehme, sie allesamt sind der Autorin sehr gut gelungen.

Ich habe erst beim Lesen realisiert, dass das schon das zweite Buch um Jackie Dupont ist, aber ich hatte keine Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden.

Der Krimi hat nicht nur einen interessanten Plot, ist durchweg sehr spannend und hat – was mir besonders gefiel – eine sehr spritzig-elegante Erzählweise. Genau wie es zu den Roaring Twenties und zur englischen High Society passt. Ein wenig erinnerte mich die Figur der Jackie Dupont an die australische TV-Serie um Miss Fisher.

Ein rundum gelungener Krimi, der mir sehr viel Lesevergnügen beschert hat.

Vornehm bis ins letzte Knopfloch …

Nachdem Jackie Dupont im Fall der entwendeten Krone ihre Hilfe zugesagt hat, reist sie direkt aus Kapstadt an. Eine adäquate Unterkunft findet sie bei Christopher St. Yves, dem Duke of Surrey. Dieser hält Jackie für seine beim Untergang der »Titanic« verschwundene Ehefrau und Jackie spielt dieses Spiel auch erst mal mit. Da Christopher sich hervorragend in den entsprechenden Kreisen auskennt und bewegen kann, ist er auch mit Feuereifer bei der Sache.

Verlobte mit Vorzügen
Christopher ist überzeugt, in ihr seine verschwundene Frau zu erkennen, aber Jackie weist diese Vermutungen stets von sich. Trotzdem lässt sie sich aber gerne als Christophers Verlobte vorstellen und nimmt auch sonst ganz gerne die Vorzüge dieser Rolle wahr – auch wenn es um die sehr vertraute, amouröse Seite dieser Rolle geht. Um den Dieb der Krone auszumachen, lädt sie kurzerhand die ganze Gesellschaft auf ein Jagdschlösschen ein, um sie dort zu befragen,

Unkonventionell
Jackie, ihre unkonventionellen Ermittlungsmethoden und auch ihren treuen Hund Sargent, der Diamanten erschnüffeln kann, habe ich wirklich ins Herz geschlossen. Sie ist ausgesprochen extrovertiert, für die damalige Zeit auch sehr offenherzig und geht meist keinem Fettnäpfchen aus dem Weg. Das bringt sie des Öfteren in peinliche bis schwierige Situationen – aber sie schafft es stets, sich charmant aus der Affäre zu ziehen. Über ihre offene, freimütige Art konnte ich oft schmunzeln – genau wie über so manche althergebrachte Eigenart in den vorhandenen »besseren Kreisen«.

Im Fokus
Diese ganze Geschichte mit der wiedergefundenen Ehefrau lockert die Handlung noch mal ein bisschen auf, genauso wie Jackies Hilfe bei der Suche nach dem Mayfair-Mörder. Trotz all dieser Nebenkriegsschauplätze gerät der eigentliche Fall aber nie aus dem Fokus. Als Leser hatte ich reichlich Gelegenheit zum Mitraten und das mache ich immer besonders gerne und am Ende wird der Fall schlüssig und logisch aufgeklärt. Gut – mein Verdächtiger war jemand anders, aber die Suche nach dem Täter hat mich für ein paar Stunden aus meinem pandemiegebeutelten Alltag herausgeholt und mir viel Spaß gemacht.

Mein Fazit
»Mord beim Diamantendinner« von Eve Lambert ist ein sehr liebenswerter und amüsanter Krimi aus der Kategorie Cosy Crime. Der Kriminalfall ist gut durchdacht, die Atmosphäre ein bisschen wie im Hochglanzmagazin – insgesamt erinnert alles ein bisschen an Agatha Christie nur in viel frischer. Mir hat auch dieser Fall wieder super gefallen.

Gute Geschichte

»Mord beim Diamantendinner« von Eve Lambert, Penguin-Verlag, habe ich als Taschenbuch mit 400 Seiten gelesen.
Die weltberühmte Detektivin Jackie Dupont wird 1920 nach London geholt, um den Diebstahl einer kostbaren Krone im Buckingham Palace aufzuklären. Dazu lädt sie alle Verdächtigen in ein Jagdschloss auf dem Land ein. Gleich am ersten Abend ist eine Person tot. Bei diesem einen Toten soll es auch nicht bleiben.

Die Handlung wechselt zwischen Buckingham Palace, London allgemein und dem Jagdschlösschen. Einen weiteren größeren Teil nehmen Jackie’s Memoiren ein, in denen sie die Geschehnisse aus ihrer Sicht schildert. Ebenfalls wird aus der Sicht von Christopher St. Yves, dem Duke of Surrey geschrieben. Dieser hatte vor acht Jahren seine Frau beim Untergang der Titanic verloren, dachte er bis jetzt. Denn nun sieht er Jackie, die ein Ebenbild seiner Diana ist. Er redet sich ein, dass Jackie nur ihr Gedächtnis verloren hätte und nicht weiß, dass sie seine Frau ist.

Nebenbei treibt sich auch noch der sogenannte Mayfair-Mörder in den Straßen Londons herum und tötet Geschäftsleute der unterschiedlichsten Branchen. Natürlich mischt Jackie auch da mit.

Jackie fand ich überhaupt nicht sympathisch. Sie ist arrogant, fordernd, unsensibel, nimmt sich sehr wichtig. Außerdem kennt sie eine Vielzahl an wichtigen und berühmten Persönlichkeiten dieser Zeit, einige davon sicher sehr gut, wenigstens die Männer. Sie scheint sich in jedem Lebensbereich bestens auszukennen. Dass auch noch Scotland Yard um ihre Hilfe bittet, war mir dann doch etwas zu viel. Außer Jackie standen alle anderen Ermittlungsbehörden ziemlich blöd da.

Außerdem hatte ich Probleme, die vielen Namen auseinanderzuhalten, vor allem, wenn die Personen auch noch unterschiedlich angesprochen wurden. So hatte der Duke gleiche mehrere Namen, mit denen er genannt wurde.

Der Schreibstil war angenehm und ich konnte zügig lesen. Das Buch fand ich ganz nett, hat mich aber auch nicht überwältigt.

Das Cover gefällt mir sehr gut und es ist passend für die 20er Jahre.