Cover von: Mord & Breakfast

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Mord & Breakfast

Der erste Fall für Melody Moss
Buch
Taschenbuch, 272 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3423221712

ISBN-13: 

9783423221719

Auflage: 

1 (19.02.2026)

Preis: 

13,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.939
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3423221712

Beschreibung: 

Erben auf Schottisch.

Am selben Tag, als Melody Moss ihren Job als Journalistin in London verliert, erfährt sie, dass sie das Bed & Breakfast »Coastal Inn« von ihrer Tante an der Ostküste Schottlands geerbt hat. Die gute Tante Mabel sei tragisch die Steilklippe vor dem B&B hinuntergestürzt.

Doch vor Ort muss Melody feststellen: Im malerischen Örtchen Seagull Bay trauert keiner um Mabel. Vielmehr hatte die Tante es faustdick hinter den Ohren.

Melodys kriminalistisches Gespür sagt ihr: Mabels Tod war niemals ein Unfall! Mithilfe des attraktiven Gärtners Dean und der anhänglichen Bulldogge Cheddar beginnt die frischgebackene B&B-Besitzerin auf eigene Faust zu ermitteln. Vor traumhafter Küstenkulisse kommt sie dabei nicht nur einem dunklen Geheimnis auf die Spur …

Kriminetz-Rezensionen

I love Cheddar

Melody arbeitet als Journalistin in London. Sie glaubt fest daran, dass sie mit ihrem aktuellen Artikel den ersehnten Karrieresprung schaffen wird. Doch es kommt anders als erwartet, sie wird unter einem fadenscheinigen Vorwand gefeuert. Jetzt steht sie vor dem Nichts und weiß nicht, wovon sie ihre Miete zahlen soll. Da kommt ihr das Erbe einer Verwandten, die sie kaum kannte, wie gerufen. Also reist sie nach Schottland. Die Hinterlassenschaft von Tante Mabel entpuppt sich als luxuriöse Bed & Breakfast-Pension samt einer stattlichen Geldsumme und der Bulldogge Cheddar. Melody beschließt, ein paar Wochen in Seagull Bay zu bleiben. Um sich das Erbe zu sichern, aber auch um Antworten auf einige Fragen zu finden. Ihre unstillbare Neugier bringt sie bald in verzwickte Situationen.

Anne Gordon nimmt uns in „Mord & Breakfast“ mit nach Schottland in das charmante kleine Hotel „Coastal Inn“ in traumhafter Umgebung. Die Heldin Melody hat Glück im Unglück als ihr ein stattliches Erbe zufällt, gerade als sie durch eine üble Aktion arbeitslos wird. Doch ganz so unkompliziert wie gedacht, erweist sich die Hinterlassenschaft von Tante Mabel nicht. Schnell findet Melody heraus, dass ihre Verwandte über die Einwohner von Seagull Bay Dossiers angelegt und ihren Wohlstand zumindest teilweise durch Erpressung erworben hat. Noch schwerer wiegt Melodys Erkenntnis, dass Mabel nicht nur unbeliebt war, sondern offensichtlich ermordet wurde. Davon will der behäbige DS Johnson allerdings nichts wissen. Um dem Killer auf die Spur zu kommen, sieht Melody sich daher gezwungen, Mabels Kartei zu studieren.

Von der legendären Miss Marple wissen wir, dass ein scharfsinniger Beobachter allerhand Verbrechen in scheinbar idyllischen Dörfern entdeckt. Seagull Bay scheint in dieser Hinsicht St. Mary Mead noch in den Schatten zu stellen. Wie Melody nach und nach Antworten auf ihre Fragen bekommt und mehr Informationen findet als sie möchte, ist vergnüglich zu lesen. Anne Gordon schreibt flüssig und bildhaft. Ihre Charaktere verfügen teilweise über ein erstaunliches kriminelles Talent. Melody selbst wurde mir im Lauf der Geschichte immer sympathischer und einige ihrer Handlungen fand ich kreativ und erfrischend, vor allem ihr „Geschenk“ für Jonathan. Für das Problem mit Mabels Kartei findet sie kreative, aber passende Lösungen. Den anderen Charakteren fehlt es (noch?) an Tiefe, was sich in den nächsten Bänden vermutlich ändern wird.

Mich hat „Mord & Breakfast“ gut unterhalten. Das Lokalkolorit, von Haggis bis Highland Games, wird anschaulich vermittelt. Ganz zu schweigen von der atemberaubenden Landschaft. Melody findet hier unerwartet ein Zuhause und verliebt sich. Nicht alle ihre Fragen werden beantwortet, so die nach ihrem Vater. Allerdings finde ich, dass es dem vergnüglichen Wohlfühl-Krimi leider etwas an Spannung fehlt. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ein Cosy Crime mit wenig Gewalt auskommen sollte. Das ist hier gut umgesetzt. Aber es mangelt der Geschichte an gefährlichen Situationen, die letztlich die Würze jeden Krimis ausmachen. Trotzdem werde ich dem angekündigten zweiten Band eine Chance geben. Schon wegen Cheddar, der liebenswerten kleinen Bulldogge, die nicht nur Melody, demente, alte Ladys und trotzige Teenager bezaubert hat, sondern auch mich.

Tödliches Erbe in Seagull Bay

Anne Gordons Auftakt ihrer neuen Cosy-Crime-Reihe „Mord & Breakfast“ ist ein herrlich atmosphärisches Lesevergnügen, das die klassische „Erbin zieht aufs Land“-Formel auf erfrischende Weise bricht. Als der Londoner Alltag der schlagfertigen Journalistin Melody Moss zusammenbricht, flieht sie in die raue Idylle von Seagull Bay. Doch das Erbe ihrer Tante Mabel – das charmante „Coastal Inn“ – ist an eine unbequeme Bedingung geknüpft: Melody muss das Bed & Breakfast selbst führen.
Was zunächst wie ein tragischer Treppensturz der Tante aussieht, weckt schnell Melodys journalistischen Instinkt. Während der örtliche Detective Sergeant den Fall vorschnell zu den Akten legen will, blickt Melody hinter die Fassade der Dorfgemeinschaft. Dabei entpuppt sich die vermeintliche Idylle als moralisches Minenfeld: Die verstorbene Tante war keineswegs die gütige alte Dame, für die man sie hielt, sondern eine geschickte Manipulatorin, die ihre Nachbarn mit einem Archiv aus dunklen Geheimnissen fest im Griff hatte.
Die Geschichte besticht durch ihre vielschichtigen Charaktere. Melody überzeugt als pragmatische Heldin, die zwischen Existenzangst und Neugier jongliert. Ihr zur Seite steht der schlagfertige Gärtner Dean, der weit mehr als nur exzellenten Kaffee und emotionale Unterstützung bietet. Nicht zu vergessen: der Hund Cheddar, der als heimlicher moralischer Kompass der Ermittlungen fungiert. Besonders spannend ist das Netz aus Verdächtigen – vom ehrgeizigen Politiker bis zum verzweifelten Pub-Besitzer –, die alle ein Motiv hatten, Tante Mabels Schweigen dauerhaft zu sichern.
Die Autorin schreibt flüssig und mit viel Liebe zum Detail. Die Beschreibungen des Coastal Inn und der schottischen Küste sind so lebendig, dass man das Meer förmlich rauschen hört. Die Dialoge sind pointiert und der Humor ist herrlich britisch-trocken – perfekt für gemütliche Lesestunden.
Anne Gordon fängt das schottische Lebensgefühl meisterhaft ein: Zwischen Highland Games, dem Peitschen des Seewinds am Pebble Beach und dem Duft frischer Scones entfaltet sich eine tragische Familiengeschichte, die weit in die Vergangenheit zurückreicht. Die Entdeckung alter Briefe verleiht der Handlung eine unerwartete emotionale Tiefe und macht aus dem Krimi eine berührende Suche nach den eigenen Wurzeln.
Fazit: „Mord & Breakfast“ ist ein Muss für Fans von Wohlfühlkrimis, die eine ordentliche Portion Nervenkitzel und schwarzen Humor suchen. Ein klug konstruierter Pageturner mit viel Herz, Hund und Hochland-Flair, der Lust auf viele weitere Fälle in Seagull Bay macht!