Cover von: Mord im Christmas Express

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Mord im Christmas Express

Kriminalroman
Buch: 
Broschiert, 336 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3608501967

ISBN-13: 

9783608501964

Auflage: 

1 (16.09.2023)

Preis: 

17,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 604.194
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3608501967

Beschreibung: 

Stille Nacht, tödliche Nacht.

Es ist der Abend vor Weihnachten. Ein Schneesturm legt den gesamten Zugverkehr in Großbritannien lahm. Nur der Christmas Express schlängelt sich noch durch die malerischen schottischen Highlands. An Bord achtzehn Passagiere – einer von ihnen mit mörderischen Absichten. Wer wird sterben? Und warum?

Ein Weihnachtskrimi, wie Agatha Christie ihn heute schreiben würde: spannend, skurril und absolut zeitgemäß.

Willkommen an Bord des Christmas Express!

Schneechaos. In letzter Sekunde erreicht die pensionierte Polizeibeamtin Roz ihren Nachtzug. Zum Glück, denn sie muss unbedingt pünktlich von London ins schottische Fort William kommen – rechtzeitig zur Geburt ihrer Enkelin. Mit ihr an Bord befinden sich unter anderem eine junge Influencerin, ein narzisstischer Reality-TV-Star, eine schlagfertige alte Dame samt Katerchen, eine reichlich dysfunktionale Familie und der Staatsanwalt Craig, der in Roz eine versteckte Saite anschlägt.

Doch dann entgleist der Zug plötzlich im dichten Schneetreiben. Und während die Geburt zu Hause immer dramatischer verläuft, geschieht an Bord ein Mord, der bei Roz alte Wunden aufreißt. Es wird nicht bei einem Opfer bleiben. Wen trifft es als nächstes, und wird Roz es rechtzeitig verhindern können? Hat sie die Chance, den Kreislauf der Gewalt endlich zu durchbrechen?

»Eine fesselnde Hommage an das Goldene Krimi-Zeitalter, mit einer Prise Poirot und einem dunklen, modernen Herzen.« S J BENNETT

»Was auch immer Sie zu Weihnachten auspacken, hoffen Sie, dass es dieses Buch ist.« JANICE HALLETT

Kriminetz-Rezensionen

Killa am Zug

Roz ist Schottin, knapp 50 Jahre alt und hat ihr ganzes erwachsenes Leben bei der Metropolitan Police in London gearbeitet. Jetzt, zu Weihnachten, ist sie auf dem Weg in die alte Heimat. Sie hat gekündigt und möchte für ihre Tochter da sein, die ein Kind erwartet. Doch mitten in den Bergen entgleist bei heftigem Schneesturm der Zug und wenig später wird eine Tote gefunden: die bekannte Influencerin Meg. Wurde sie ermordet? Falls ja, von wem? Ihrem brutalen Verlobten? Oder jemandem, der neidisch auf sie ist? Es bleibt nicht bei der einen Toten und Roz muss eine letzte Ermittlung führen, weil sämtliche Hilfskräfte vom Blizzard aufgehalten werden.

Vorneweg: Agatha Christie würde ihren Orientexpress bestimmt anders schreiben als vor fünfzig, sechzig Jahren, aber SO ganz sicher nicht. Es fängt schon damit an, dass hier überhaupt nichts cozy ist. Während sich Agatha immer Mühe gegeben hat, sympathisches Personal und angenehme Umgebung zu schaffen, verfehlt Benedict das auf ganzer Linie. Ein Zug im beschaulichen verschneiten Schottland reicht nun mal nicht, wenn der Rest nicht passt. Dabei finde ich den diversen Cast (über den sich bestimmt ein paar ewig Gestrige echauffieren werden) gar nicht schlecht. Schade ist halt nur, dass so wenig dabei rüberkommt außer Abneigung. Und die Art und Weise, wie der Fall/die Fälle gelöst wurden, waren mir ein bisschen zu sehr an den Haaren herbeigezogen, da nützte der Twist auch nichts. Im Übrigen hat beinahe jede Person in dem Zug ein unbewältigtes Trauma gehabt, über das nachgedacht werden musste, sodass gut die Hälfte des Buches erstmal ganz ohne Mord stattfand. Die Kapitel aus "Killas" Sicht trugen nichts zum Buch bei und kamen durch diese Schreibweise nur albern rüber. Am Ende gab es überhaupt keine Cosy Vibes, nur gelinde Verstimmung, wie nach einem verkorksten Weihnachtsessen.

Mörderische Zugfahrt

Im Gegensatz zu den anderen Zügen in Großbritannien, die durch einen Schneesturm lahmgelegt sind, fährt der Christmas Express durch die schottischen Highlands. Neben anderen Personen ist auch die ehemalige Polizistin Roz im Zug. Sie möchte ihrer Tochter beistehen, die ihr erstes Kind erwartet. Dann kommt auch der Christmas Express nicht mehr weiter. Außerdem wird ein Toter im Zug aufgefunden und der Mörder muss sich noch unter den Fahrgästen befinden. Roz macht sich an die Arbeit und ahnt noch nicht, dass es nicht bei dem einen Toten bleibt.
Ich hatte gedacht, dass es sich um einen beschaulichen Cosy Crime handeln würde, doch die Geschichte behandelt einige nicht leicht zu verdauende Themen. Dies hätte nicht unbedingt in der drastischen Ausführlichkeit beschrieben werden müssen. Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen.
Im Zug treffen eine Reihe von Menschen aufeinander, die alle ihre sehr speziellen Seiten haben. Niemand war mir wirklich sympathisch. Roz hat eigentlich keine rechte Lust, sich mit diesem Mordfall zu beschäftigen, aber da sie alle nun einmal feststecken, macht sie ihren Job, der eigentlich nicht mehr ihrer ist. Unterstützung erhält sie dabei vom gutaussehenden Staatsanwalt Craig, der sie ziemlich anzieht. Ihre Gedanken sind aber nicht nur beim Fall, sondern auch immer wieder bei ihrer Tochter, denn die Geburt verläuft nicht komplikationslos. Dabei hat Roz auch noch mit ihrer eigenen Vergangenheit zu kämpfen.
Die Ermittlungen ziehen sich hin und die Spannung bleibt auf der Strecke. Ich finde es schade, dass sich am Ende alles ziemlich schnell auflöst.
Mich hat dieser Krimi nicht ganz überzeugt.

Männliche Gewalt

Zum Inhalt:
Roz, gerade pensionierte Kommissarin, ist per Zug auf dem Weg von London nach Schottland zu ihrer kurz vor der Entbindung stehenden Tochter. Unter den Reisenden befindet sich ein von den Illustrierten geliebtes Influencer-Paar, doch schnell wird klar, dass der männliche Part sich gegenüber seiner Freundin übergriffig zeigt. Kurze Zeit später entgleist der Zug, es gibt eine Leiche und die geruhsame Fahrt findet damit ihr Ende. Roz beginnt zu ermitteln.

Mein Eindruck:
Trotz relativ großer Personenanzahl gelingt es der Autorin, ihren Figuren genug Tiefe zu verleihen, dass man sie sich wunderbar vorstellen kann. Ihre Geschichte hat viel Spannung und wird gut vorangetrieben und das auch dadurch, dass sich gleichzeitig ein privates Drama entblättert. Bis kurz vor Schluss ist es ein sehr gutes Buch mit interessanter Faktenlage und schlüssiger Entwicklung. Aber was dann passiert, ist in seiner Masse an männlichen Übergriffen und den Reaktionen darauf unglaubwürdig und entbehrt zusätzlich jeder moralischen Grundlage. Das nimmt viel von dem Spaß, den man bis dahin an dem Krimi hatte.

Mein Fazit:
Sehr lange sehr gut, dann jedoch (leider) schlecht