Cover von: Mord in Highgate
Amazon Preis: 22,00 €
Bücher.de Preis: EUR 22.00

Mord in Highgate

Hawthorne ermittelt zum zweiten Mal. Roman
Buch
Gebundene Ausgabe, 347 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3458178724

ISBN-13: 

9783458178729

Auflage: 

1 (14.09.2020)

Preis: 

22,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3458178724

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein elegantes Haus am Rande von Hampstead Heath. Ein toter Scheidungsanwalt. Eine rätselhafte Botschaft in grüner Farbe. Eine unglaublich teure Weinflasche als Tatwaffe …

Zweifellos ein Fall für Daniel Hawthorne, Ex-Polizist und Privatdetektiv, und Scotland Yard immer einen Schritt voraus.

Als der smarte Prominentenanwalt Richard Pryce tot in seinem Haus gefunden wird, erschlagen mit einer Flasche 1982 Chateau Lafite Rothschild im Wert von 2000 Pds., scheint schnell klar, wer es war: Nur wenige Tage zuvor hat die berühmte feministische Autorin Akira Anno ihm genau diesen Tod angedroht - und ihm ein Glas Rotwein ins Gesicht geschüttet. Aber ist es wirklich so einfach? Denn jeder hat hier Dreck am Stecken, und als ein weiterer Toter gefunden wird, muss Hawthorne gemeinsam mit seinem Assistenten und Stichwortgeber Anthony Horowitz tief in die Vergangenheit der Opfer eintauchen, um die Lösung des Rätsels zu finden.

Kriminetz-Rezensionen

Der Autor selbst als Protagonist – klasse gemacht und sehr unterhaltsam

Der Scheidungsanwalt Richard Pryce wird in seinem Anwesen von seiner Haushälterin tot aufgefunden, erschlagen und erstochen. Die Tatwaffe: eine extrem teure Flasche Wein - 1982 Château Lafite Rothschild Pauillac. Dabei trank der Tote zu Lebzeiten gar keine Alkoholika. Der erste Verdacht fällt auf die Exfrau eines Mandanten von Pryce, die Schriftstellerin Akira Anno. Sie hatte ihm bei einem Restaurantbesuch gedroht. Hat sie ihren Frust in seinem Tod enden lassen? Ex-Polizist und nun Privatdetektiv Daniel Hawthorne zieht den Autor Anthony Horowitz an seine Seite, um ein Buch über ihn und den aktuellen Fall zu schreiben. Zusammen mit Detective Inspector Cara Grunshaw beginnen die Ermittlungen.

Den ersten Band dieser Reihe kenne ich bisher noch nicht. Aber nach dem Lesen des Klappentextes und einer kurzen Leseprobe wollte ich dieses Buch unbedingt lesen und bin ich ins kalte Wasser gesprungen. Ich hatte allerdings zu keiner Zeit das Gefühl, dass ich irgendetwas Wichtiges aus dem ersten Fall verpasst habe. Vielmehr machen viele kleine Andeutungen Lust, auch noch weitere Bücher von Anthony Horowitz zu lesen.

Was zuerst nach einem so einfach und schnell zu lösender Fall aussieht, entpuppt sich, nachdem immer mehr Verdächtige und ein weiterer Toter auftauchen, als äußerst kniffliger Fall. Daniel Hawthorne und Anthony »Tony« Horowitz erweisen sich als so ein klasse Team. Der eine mit fast hellseherischen Fähigkeiten, der andere immer einen Schritt hinterher oder auf der falschen Fährte. Ich finde es klasse, wie der Autor sich selbst in diese Geschichte, ebenfalls als Autor hineingeschrieben hat. Das hat mich immer wieder mal zum Schmunzeln gebracht. Als er aber nach einer Messerattacke verletzt ins Krankenhaus kommt, habe ich sogar kurzzeitig um ihn bangen müssen.

Durch die mit vielen unterschiedlichen Charaktereigenschaften ausgestatteten Protagonisten, die mir sehr ausführlich und klar vorgestellt werden, bin ich sehr schnell in der Geschichte drin und mein Kopfkino gibt Gas. Es kommt mir so vor, als würde mich der Autor hier ganz persönlich ansprechen und mir die Geschichte erzählen. Dieser Schreib- und Erzählstil hat mir sehr gut gefallen und ist mal was anderes.

Bei »Mord in Highgate« habe ich sofort an einen Kriminalroman gedacht. War daher etwas erstaunt, dass auf dem Cover »Roman« steht. Jetzt im Nachhinein weiß ich, dass das auch eher passt. Es gibt zwar einen Mord, aber das ganze Drumherum, die langsamen Ermittlungen, immer neue Verdächtige, immer neue Spuren (die oft ins Nichts führen) und ein Spannungsaufbau, der irgendwo in der Mitte stehen bleibt und sich dort hält, bieten allerfeinste Unterhaltung. Als Krimi würde ich die Geschichte aber nur im aller weitesten Sinne bezeichnen. Ich jedenfalls habe mich bei den Ermittlungen total blamiert. Zwar hatte ich von Anfang an die Vermutung, dass es nicht bei der ersten Verdächtigen bleiben würde. Aber dann …

Mir hat dieser »Mordfall« sehr gut gefallen. Ich hatte ein paar Stunden wunderbare Unterhaltung voller Wortwitz, manchmal ironisch verpackt. Da doch noch einige Fragen gerade zu Hawthorne offen geblieben sind, kann ich mich bestimmt auf einen weiteren Fall mit dem ungleichen Ermittlerduo Daniel Hawthorne und Anthony Horowitz freuen.

Mir ist dieser außergewöhnliche Mordfall die vollen 5 Sterne wert.

Langatmige Krimikomödie

Der Scheidungsanwalt Richard Pryce wird tot in seinem Haus aufgefunden, ermordet mit einer 2000 Pfund teuren Flasche Wein und einer mysteriösen Botschaft.

Der Ex-Polizist und Privatdetektiv Daniel Hawthorne wird von Scotland Yard zur Lösung des Falles hinzugezogen. Unterstützt wird Hawthorne bei der Suche nach dem Täter von dem Autor und »Assistenten« Anthony Horowitz, der über den Fall und Hawthorne ein Buch schreiben soll.

Die unterschiedlichen Protagonisten werden bildhaft dargestellt, aber die Charaktere Hawthorne, Horowitz und Grunshaw nervten mich ziemlich und sind unsympathisch.

Mich störte an dem Buch ebenso, dass der Autor immer wieder seine Berühmtheit und welche Werke von ihm stammen, einfließen lässt.

Den Fall finde ich nicht sehr originell und langweilig, die Ermittlungen mit abwegigen Indizien sorgten bei mir für keine Spannung. Der Schreibstil ist flüssig, phasenweise humorvoll, aber auch langatmig.

Die Idee einer modernen Variante von Sherlock Holmes und Dr. Watson finde ich gut, aber die Umsetzung gefiel mir nicht.

Das ungewöhnliche Duo überzeugt wieder- very britisch

Diese Krimis sind einfach unglaublich lesenswert. Im zweiten Band der Reihe ermitteln Hawthorne, der in Ungnade gefallenen Ex-Polizisten und sein Partner Horowitz (der Autor dieses Krimis) wieder in einem kniffligen Mordfall.

Der Star-Anwalt Pryce wurde in seinem Haus ermordet aufgefunden. Getötet mit einer sündhaft teuren Weinflasche und die Wand seines Wohnzimmers verziert mit einer seltsamen Zahl. Auch diesmal gibt es viele Verdächtige, falsche Fährten, einige Ungereimtheiten und sehr viel britischen Humor.

Der Autor versteht es wieder meisterhaft sich selbst in die Geschichte einzubinden, einen vielfältigen, spannenden und facettenreichen Krimi zu schaffen, der einfach nur begeistert, und den Leser bis zum Ende mitfiebern lässt.

Absolut empfehlenswert!

Unterhaltsam und lesenswert

Der Scheidungsanwalt Richard Pryce wird in seinem Haus am Rande von Hampstead Heath tot aufgefunden. Er, der nie Alkohol trank, wurde ausgerechnet mit einer Flasche Château Lafite Rothschild Pauillac aus dem Jahr 1982 erschlagen. Auf der Wand ist eine seltsame Nachricht hinterlassen worden. Da ihm die berühmte Autorin Akira Anno mit dem Tod gedroht hat, gerät sie natürlich gleich in Verdacht. Doch dann gibt es einen weiteren Toten und eine Anzahl von Verdächtigen. Daher ermittelt nicht nur die Polizei, sondern auch Ex-Polizist Daniel Hawthorne, der nun Privatdetektiv ist.

Mir hatte schon »Ein perfider Plan« gut gefallen, bei dem der Autor Anthony Horowitz selbst eine Rolle spielt. Er wird von Daniel Hawthorne in diese Geschichte hineingezogen. Es ist ein ungewöhnliches Ermittlerteam, das hier tätig ist. Auch wenn die Spannung nicht extrem hoch ist, so gefällt mir doch der Schreibstil des Autors sowie seine Darstellung der beteiligten Personen.

Es ist ein Fall, der gar nicht so leicht zu lösen ist, aber mit Verstand und logischem Kombinieren gehen die Ermittler an die Sache heran. Viele Hinweise und Wendungen sorgen dafür, dass man als Leser auch versucht, die Geschichte aufzuklären, doch wie könnte man besser sein als Hawthorne und Horowitz, zumal die Anzahl der Verdächtigen sich immer mehr erweitert.

Dieser unterhaltsame und spannende Krimi mit besonderen Charakteren und viel britischer Atmosphäre hat mir wieder sehr gut gefallen.

Klasse Krimi

»Ich glaubte ihm kein Wort. Hawthorne war der Prototyp eines Einzelkämpfers.«

Ich liebe Metafiktion! Daher ist »Mord in Highgate« genau das Richtige für mich. Der Privatdetektiv Daniel Hawthorne ermittelt wieder, zum zweiten Mal.

Worum geht’s?
Als der Promianwalt Richard Pryce tot in seinem Haus aufgefunden wird, scheint der Fall klar: Die Tatwaffe? Eine Weinflasche (verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Pryce Abstinenzler war). Und die Tat wurde sogar in fiktionalisierter Form angekündigt, hatte doch die feministische Autorin Akira Anno seit ihrer Scheidung ein Hühnchen mit dem Opfer zu rupfen. Doch ein weiteres Verbrechen lässt die Ermittler bald zweifeln …

Ich habe bereits den ersten Teil der Reihe – »Ein perfider Plan« – sehr gerne gelesen. Anthony Horowitz spielt bewusst mit den Erwartungen der Leser – Daniel Hawthorne ist ein Ex-Polizist, Holmes & Watson, Star und Sidekick, das kennt man bereits, die Protagonisten sind mitnichten best buddies, auch die Form ist altbewährt: Whodunit! Aber es gibt auch frische Figuren, etwa DI Cara Grunshaw.

Neu ist die metatextuelle Ebene, man muss dies als Leser jedoch mögen. Der Ich-Erzähler, ein True-Crime-Autor, mischt kräftig mit, das Ganze ist auch eine Hommage an den guten alten englischen Krimi, ein augenzwinkernder Verweis auf die Literaturgeschichte, ein Seitenhieb gegen den Literaturbetrieb, gemixt mit etwas (immerhin selbstironischer) Koketterie. Keine der Figuren ist ein Sympathieträger, dies gefiel mir gut. Der Roman ist trotz seiner popkulturellen Bezüge völlig frei von Kitsch. Hawthorne benimmt sich sogar wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen und auch Frauen sind nicht die besseren Menschen. Manchmal ist das Ganze ein ironischer Kommentar zum Zeitgeist. London ist der (mehr oder weniger) heimliche Star der Geschichte.

Es gibt skurrile Szenen und den bösen britischen Humor. Dichtung und Wahrheit – ist alles Konstruktion? Über den eigentlichen Handlungsverlauf will ich an dieser Stelle nicht viel verraten, um potentiellen Lesern den Spaß nicht zu verderben. »Mord in Highgate« ist aber definitiv ein Roman zum Mitfiebern! Des Rätsels Lösung liegt, wie so oft, in der Vergangenheit. Alles wird schlüssig erklärt.

Fazit:
5 Sterne! »Mord in Highgate« ist ein spannender, clever geplotteter Krimi.

Trotz gewisser Längen hat mich »Mord in Highgate« von Anthony Horowitz bestens unterhalten. Der Ich-Erzähler ist mit all seinen (fiktiven und realen) Facetten präsent, die literarischen Querverweise und die Situationskomik machen einfach Spaß! Ich freue mich schon auf den dritten Teil der Reihe!

Detaillierte und gründliche Ermittlung

Der Scheidungsanwalt Richard Pryce wird von einer teuren Weinflasche erschlagen gefunden. Schnell scheint die Täterin gefunden zu sein: Akira Anno. Sie liess sich von Stephan Spencer scheiden. Dessen Anwalt war genau dieser Pryce und hat für seinen Klienten gut verhandelt, ganz zum Leidwesen von Akira.

Doch ganz so einfach ist der Fall nicht, das merken auch Hawthorne, ein ehemaliger Ermittler, und Antony Horowitz, der Schriftsteller. Diese beiden haben schon einmal zusammen einen Fall gelöst.

Ich habe das erste Buch mit der Zusammenarbeit zwischen Hawthorne und Horowitz gelesen. Das ist spannend gewesen. Schon damals empfand ich Hawthorne als etwas überheblich. Auch in diesem Buch nützt er Horowitz aus, befiehlt, lässt sich die Konsumationen von ihm bezahlen. Das Duo ermittelt sehr gründlich, was mir dieses Mal etwas langatmig erschienen ist. Aber die Tat ist somit gut nachzuvollziehen.

Der zweite Streich

Zum Inhalt:
Anthony hat einen Vertrag über drei Bücher abgeschlossen, bei denen er jeweils einen Fall aus dem Wirken des gefeuerten Polizisten Daniel Hawthorne literarisch aufbereiten muss. Denn obwohl in Ungnade gefallen, ist Hawthornes Können bei Scotland Yard immer noch geachtet. Deshalb wird er mit dem Mord an einem Scheidungsanwalt beauftragt, welcher durch seinen Beruf viele Menschen wütend gemacht hat. Oder ist das Motiv doch im privaten Umfeld zu finden?

Mein Eindruck:
Charmant, leichtfüßig und mit dem typischen britischen Humor überzeugt auch der zweite Hawthorne-Krimi auf ganzer Linie. Launig und mit viel Selbstironie verquickt Horowitz Episoden, die aus seinem echten Leben stammen (oder wenigstens stammen könnten) mit erdachter Krimihandlung und hat mit seinem Hawthorne einen Charakter wie aus dem Holmes-Universum kreiert: Sehr von sich überzeugt, zuweilen übellaunig, egozentrisch und stets darauf bedacht, seine Erkenntnisse mit niemandem zu teilen – schon gar nicht mit der Polizei oder seinem Biographen. Um diesem Umstand die Krone aufzusetzen, verweist der Autor in seiner Krimihandlung einige Male auf den bekannten Mann aus der Baker Street: Eine Lesegruppe befasst sich mit Conan Doyle, der Fall selbst erinnert an »Eine Studie in Scharlachrot«.

Höchst vergnüglich die Einschübe, die sich mit Horowitz bekanntem Werk befassen – so manches Mal fragt sich der geneigte Leser, ob es sich nicht um eine sehr subtile Art der Schleichwerbung handelt, wenn der Autor seine anderen Serien erwähnt.

Die Aufklärung erscheint folgerichtig und auch wenn Horowitz sich einige Male verärgert zeigt: Der Vertrag lautet über drei Bücher und somit wird uns (und ihm) ein drittes Aufeinandertreffen vergönnt sein. Ich freu mich drauf!

Mein Fazit:
Gute Story, schöner Stil, perfekter Humor.

182

Der »zweite Fall« von Horowitz und Hawthorne.

Horowitz hat sich verpflichtet, drei Bücher über den ebenso unsozialen wie auch genialen Detektiv und Ex-Polizisten Hawthorne zu schreiben. Deshalb lässt er quasi beim Fernsehdreh einer englischen Serie alles stehen und liegen, als Hawthorne auftaucht und ihm von einem Mord berichtet. Ein berühmt-berüchtigter Scheidungsanwalt ist das Opfer, die Tatlage, das Motiv und die Vorgehensweise unklar und wie üblich tappen tumbe Bullen im Dunklen. Der richtige Auftrag für Hawthorne und seinen schreibenden Sidekick Horowitz. Doch dieses Mal bekommt Horowitz nicht nur Probleme beim Hinterlaufen seines Schreibobjekts, sondern auch mit der Polizei selbst.

Ganz ehrlich? Ich mochte schon den ersten Teil der Reihe nicht sonderlich, doch ich dachte, es könnte ja eigentlich nur besser werden. Und auf gewisse Weise wurde es das auch – oder der Gewöhnungsprozess trat ein. Der Fall selbst reißt nicht vom Hocker, ist aber solide aufgebaut und dass Horowitz schreiben kann, hat er mit den Holmes-Büchern bewiesen. Aber ich fand Horowitz als Sidekick schon im ersten Teil unerträglich, und er wurde hier wirklich nicht sympathischer. Eigentlich soll es um Hawthornes unsoziale Vorgehensweise gehen, aber der Einzige, der hier nervt, ist Horowitz als Sidekick. Entweder er betätigt sich mit Namedropping verschiedener Serien oder Bücher, die er ach so gut und genial geschrieben hat/daran beteiligt war. Oder er behauptet, er hätte einen Hinweis in der Agatha-Christie-Verfilmung versteckt, wo jeder weiß, dass das Taschentuch mit H/N eindeutig von der großen Krimilady selbst erfunden wurde. Im Übrigen scheint Horowitz selbst zumindest Chauvinist, wenn nicht ein verklemmter Frauenhasser zu sein, denn sämtliche auftretenden Frauen sind entweder fett und unterbelichtet und brutal oder falsche Feministinnen oder sitzen wie ein Sack da. Ich denke, da mich die Bücher mehr aufregen als unterhalten, beende ich hiermit das Experiment »Horowitz’ True Crime« endgültig. 2,5/5 Punkten.

Gute Fortsetzung

 In Hampstead Heath wird ein Scheidungsanwalt tot aufgefunden. Nicht nur, dass er ein berühmter Anwalt war, auch eine mysteriöse Botschaft an der Wand lässt Daniel Hawthorne zum Zuge kommen. Der schnappt sich jetzt den Autor Horowitz und schon geht die Ermittlung los.

Hier handelt es sich um den zweiten Teil der Reihe. Wie auch bereits der erste Teil, kann das Buch durch eine gute Story, Spannung und auch Witz überzeugen.  Das erste Buch ist nicht zwingend notwendig, um die Handlung zu verstehen, aber es rundet das Leseerlebnis ab.  

Mir gefällt die ungewöhnliche Konstellation von einem ehemaligen Polizisten und einem Fernsehautor. 

Toll sind auch die vielen Wendungen. Anfangs scheint der Fall sehr einfach zu sein, aber durch raffinierte Wendungen bleibt die Spannung erhalten und man kann es kaum aus der Hand legen. Eine klare Empfehlung.  

Hawthorne ermittelt wieder

Ein toter Scheidungsanwalt, eine sehr teure Flasche Rotwein ist die Tatwaffe. Kurz zuvor hatte das Opfer noch einen handfesten Streit mit einer Schriftstellerin, die durch die Gazetten ging. Fall gelöst?

So einfach macht es sich der britische Autor Anthony Horowitz und seinem ständig schlecht gelaunten Privatdetektiv Daniel Hawthorne nicht. Was nach einem biederen englischen Kriminalroman in besserer Gesellschaft klingt, ist ein wunderbarere Schlagabtausch des Ermittlers mit seinem Sidekick, der niemand andere ist als der Autor Horowitz persönlich.

Das Duo Hawthorne und Horowitz klärt den »Mord in Highgate«, doch neben der Kriminalhandlung ist vor allem die Vermischung von Fakten und Fiktion höchst amüsant. Wie schon im Vorgänger ist man verleitet, ständig ausforschen zu wollen, was echt und was ausschließlich des Phantasie Horowitz’ entsprungen ist.

Von dieser Reihe bitte mehr davon!

Sherlock und Watson in modern

Wie bei Sherlock Holmes und Dr. Watson geht es auch hier um einen Privatermittler, der von der Polizei bei besonders kniffligen Fällen hinzugezogen wird, und einen Schriftsteller, der die Fälle zu Papier bringt. Die beiden Protagonisten sind sehr unterschiedlich und eine richtige Freundschaft besteht zwischen den beiden auch nicht. Dennoch ist es sehr interessant, wie die Interaktionen ablaufen und wie vorsichtig sie agieren, um ja nicht zu viel von sich preiszugeben.

Hawthorne wird zu einem Mord an einem Scheidungsanwalt gerufen, der in seinem Haus ermordet wurde. Während die Ex-Frau eines seiner Mandanten ihn in der Öffentlichkeit angegangen hat, rückt auch ein einige Jahre zurückliegendes Unglück eines Höhlenkletterers in den Fokus von Hawthorne und Horowitz. 

Neben dem Fall geht es auch immer um den Stolz des Protagonisten Horowitz, der unbedingt den Fall vor seinem Kompagnon Hawthorne lösen und nicht immer nur ratlos hinterherlaufen möchte. Da auch die eigentlich ermittelnden Polizeibeamten den Fall nur zu gern ohne Hawthornes Hilfe lösen möchten, entwickelt sich ein eigenartiges, aber unterhaltsames Wettrennen um die Lösung des Falls.

Dies ist schon der zweite Teil um den Ermittler Hawthorne und den Schriftsteller Horowitz. Nachdem ich den ersten Band mit viel Freude gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf »Mord in Highgate«. Enttäuscht hat mich der Roman nicht, obgleich er mich nicht ganz so begeistern konnte wie Teil 1. Mir hat wieder gut gefallen, wie der Autor die Beziehung zwischen den Protagonisten und auch andere Charaktere beschreibt. Allerdings habe ich den Plot des Kriminalfalles diesmal als weniger spannend empfunden. Dennoch werde ich den nächsten Krimi sicher auch lesen wollen.

Insgesamt ist »Mord in Highgate« für mich ein unterhaltsamer Roman, der nicht von der Spannung lebt, sondern von der Art des Beschreibens und den zwischenmenschlichen Episoden. Er kommt eher locker und leicht daher, befasst sich aber auch mit Themen wie Schuld und Vergebung. Ein schönes Buch für ein entspanntes Wochenende!