Cover von: Mord in der Pension Möwennest

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Mord in der Pension Möwennest

Eine gescheiterte Nonne ermittelt
Buch
Broschiert, 384 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3755800675

ISBN-13: 

9783755800675

Auflage: 

1 (14.04.2026)

Preis: 

18,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 43.062
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3755800675

Beschreibung: 

1954: Nach dreißig Jahren im Kloster kehrt Schwester Agnes, nunmehr wieder Miss Nora Breen, ihrem Konvent den Rücken zu.

Ihr Weg führt sie nach Kent in das pittoreske Küstenstädtchen Gore-on-Sea, wo ihre einstige Novizin Frieda Brogan vor einem Monat spurlos verschwunden ist. Ihre wöchentlichen Briefe haben einfach aufgehört – und das kurz nachdem Frieda angekündigt hatte, die Geheimnisse der sonderbaren Bewohner der Pension Möwennest zu lüften. Ist sie dabei auf unliebsame Wahrheiten gestoßen, die sie von der Küste vertrieben haben, oder ist ihr gar Schlimmeres widerfahren?

Nora geht undercover und nistet sich nicht nur im Möwennest ein, sondern bezieht auch Friedas einstiges Zimmer.

Ihr Verdacht, dass es in der Pension nicht mit rechten Dingen zugehen kann, bestätigt sich, als einer der Gäste tot aufgefunden wird. Teddy Atkins Kaffee wurde vergiftet. Da Detective Inspector Rideout den Tod des jungen traumatisierten Mannes jedoch als Suizid abtut, nimmt Nora kurz entschlossen die Ermittlungen selbst in die Hand – und alle Gäste des Möwennests aufs Korn.

Kriminetz-Rezensionen

Eine Nonne ermittelt

Nora hat das Kloster verlassen um eine Freundin zu suchen. Die letzte Addresse war die Pension Möwennest, ein etwas herunter gekommenes Haus mit schlechten Essen und eigenwilligen Bewohnern. Kaum hat Nora Fragen gestellt, geschieht ein Todesfall, Mord oder Selbstmord? Beim Lesen musste ich immer wieder an Pater Brown ( die englische Version ) denken. Auch hier wird gefragt und die Menschen im Umfeld im wahrsten Sinne des Wortes auf freundliche Art und Weise der letzte Nerv geraubt. Aber genau diese Art der Ermittlung kann zum Erfolg führen. Die örtliche Polizei hält naturgemäß Abstand zu der ehemaligen Nonne kann sich aber ihrem rustikalen Charme nicht entziehen bzw. ihren Fragen.
Mir gefällt Nora Brenn gut, sie ist irgendwie unauffällig, trotzdem sehr präsent, die Autorin lässt den anderen Figuren genau so viel Raum, es spielt keine die anderen an die Wand. Selbst unfreundliche Polizist hat einen interessanten Auftritt und nur seine bloße Erwähnung an anderer Stelle lässt ihn wieder in die Erinnerung. Es gibt keine Nebendarsteller, alle sind gleichermaßen wichtig.
Es ist kein Cosy Crime und auch kein Thriller, ich würde es als einen soliden Krimi der alten Schule beschreiben. Ich würde mich freuen wenn Nora Brenn in weiteren Fällen ermittelt.

Pension des Grauens

Als Schwester Agnes keine Briefe mehr von ihrer Freundin Frieda bekommt, die zur Erholung in das Küstenstädtchen Gore-on-Sea geschickt wurde, verlässt sie nach 30 Jahren als Nora Breen das Kloster, um Frieda zu finden. Ihre Suche führt sie in die Pension Möwennest, aus der Frieda verschwand. Es ist ein heruntergekommenes Haus, mit furchtbar schlechtem Essen und merkwürdigen Menschen. Nachdem es in der Pension auch noch Todesfälle gibt, die Nora verdächtigt vorkommen, beginnt sie zu ermitteln. Dabei lernt sie Detective Inspector Rideout kennen, dem sie gehörig auf die Nerven geht. Bei ihren Befragungen ist sie manchmal nicht gerade zimperlich, was ich sehr amüsant fand. Sie kommt so einigen Geheimnissen auf die Spur und wird auch an ihre eigenen erinnert.
Nora genießt ihr neues, aufregendes Leben außerhalb des Klosters und hat sich sehr schnell angepasst. Aber manchmal kommen ihr auch Zweifel, ob es richtig war, ihr ruhiges und behütetes Leben aufgegeben zu haben. Sie ist mir sehr sympathisch, wirkt keineswegs weltfremd und geht sehr entschlossen vor, kann dabei einfühlsam, aber auch ruppig sein.
Die anderen Charaktere, hauptsächlich die Pensionsbewohner, werden sehr gut dargestellt. Sie sind lebendig, eigenwillig beschrieben und tragen mit skurrilen Eigenheiten zur düsteren Atmosphäre bei.
Der Schreibstil ist humorvoll und atmosphärisch. Die Sprache verbindet Beschreibungen der Küstenlandschaft mit pointierten Dialogen und scharfsinnigen Beobachtungen. Humorvolle, leicht schräge Momente kontrastieren wirkungsvoll mit den düsteren Themen des Verschwindens und des Kriminalfalls. Die Spannung bleibt konstant, während die Erzählung flüssig und bildhaft bleibt. Es gibt neue Wendungen und neue Verdächtigte. Menschen kommen sich näher oder trennen sich. Welchem Genre das Buch angehört, ist mir ziemlich egal, mir hat es gefallen.
Wenn der Titel des Buches nicht so hervorgehoben auf dem Cover zu lesen wäre, würde es eher an eine gemütliche Tea-Time erinnern. Ich hoffe, dass Nora noch weitere Fälle lösen kann.

Gore-on-Sea

1954. Dreißig Jahre lang hat Nora Breen hinter Klostermauern gelebt und jetzt ihr Dasein als Nonne aufgegeben, um in das Touristenstädtchen Gore-on-Sea zu kommen. Ihre einstige Novizin Frieda ist verschwunden und sie ist fest entschlossen, nach ihr zu suchen. Sie quartiert sich in der Pension "Möwennest" ein, in der auch Frieda gewohnt hat und lernt die anderen Gäste kennen. Kurz darauf ist einer von ihnen tot. Obwohl die Polizei, besonders Inspector Hideout, der Meinung ist, es handle sich um eine natürliche Todesursache, ist Nora anderer Meinung und sie beginnt zu ermitteln. Dann stirbt ein weiterer Pensionsgast und als dann auch noch die Leiche von Frieda auftaucht, weiß Nora, dass sie die nächste sein könnte ...

Man darf nicht den Fehler machen zu denken, dass es sich hierbei um einen Cosy Crime handelt. Kidd entführt uns in eine Zeit nur wenige Jahre nach Ende des Krieges und statt eines fröhlich-heimeligen Cosy Crimes erhält man einen mehrschichtigen, melancholisch angehauchten Krimi in E-Moll. Der ist nicht ohne Witz - wie sich Nora ganz in Marlowe-Manier als Privatdetektivin sieht oder dem Stadtrüpel Prügel anbietet, ist mehr als amüsant, wenn man bedenkt, dass sie als Nonne gelebt hat. Aber ich finde den Cast ihrer anderen Bücher fast noch skurriler und die Geschichte hier ähnelt doch zu sehr einem klassischen Krimi, sodass ich dieses Buch nicht für Kidds stärkstes Werk halte. Unterhaltsam ist er jedoch allemal und wäre Kidd nicht Kidd, gäbe es bestimmt eine Fortsetzung.