Cover von: Mord im Regionalexpress
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Mord im Regionalexpress

Authentische Kriminalfälle aus Sachsen
Buch
Taschenbuch, 256 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3360013700

ISBN-13: 

9783360013705

Auflage: 

1 (21.09.2020)

Preis: 

14,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3360013700

Beschreibung von Bücher.de: 

Es ist zwei Tage vor Heiligabend. Die zwanzigjährige Röntgenassistentin Andrea Dittrich freut sich, zu ihrer Familie zu fahren. Doch im Zug von Dresden nach Zwickau wird sie Opfer einer brutalen Gewalttat. Die Chemnitzer Kriminalpolizei rekonstruiert akribisch, was im Regionalexpress passiert ist. Tausende Hinweise gehen ein, 50 000 Mark Belohnung sind ausgesetzt. Der Täter aber bleibt unauffindbar …

Zwei Monate später wird in Karlsruhe eine Prostituierte ermordet. Niemand sieht einen Zusammenhang zwischen beiden Verbrechen.

Als der Chef der Chemnitzer Mordkommission dreieinhalb Jahre später in den Ruhestand geht, ist der »Mordfall im Zug« noch immer nicht aufgeklärt. Sollte es ihm so ergehen wie nach der Ermordung einer jungen Frau 1977 im sächsischen Mittweida? Da dauerte es fast zwölf Jahre, bis der Täter gefasst war.

Gabi Thieme berichtet spannend und faktengetreu über spektakuläre Verbrechen in Sachsen.

Kriminetz-Rezensionen

Zwei Geschichten, bei denen ich mitgelitten habe

Februar 1977: Petra Lange, eine hübsche junge Frau aus Mittweida wird auf ihrem Weg nachhause mit vier Messerstichen niedergestreckt und im Straßengraben liegengelassen. Sie verblutet auf dem Weg ins Krankenhaus.

Dezember 1995: Andrea Dittrich sitzt zwei Tage vor Heiligabend im Regionalexpress 4412 von Dresden nach Zwickau, unterwegs um einen Tag mit ihrem Freund zuhause zu verbringen. Über Weihnachten hat sie Dienst. Doch ihr Freund Adam wartet an diesem Abend am Bahnhof in Glauchau vergebens auf seine Freundin.

Gabi Thieme beschäftigt sich in diesem Buch mit zwei realen Kriminalfällen aus den Jahren 1977 und 1995, die sich beide in ihrer Heimat Sachsen zugetragen haben. Als Bindeglied der beiden Fällen agiert Kommissar Dieter Wolfram, später Chef der Chemnitzer Mordkommission.

Die Autorin berichtet nicht nur sehr detailliert von den Ermittlungstätigkeiten der Kripo, sie lässt auch die Angehörigen zu Wort kommen. Es erschüttert mich immer wieder zu lesen, welche Vorwürfe sich Hinterbliebene machen bzw. wie sich deren Leben nach einer solchen Tat verändert. Aber auch das Leben der Täter, hier jeweils ein junger Mann, wird auseinandergenommen.

Anfangs war ich beim Lesen noch skeptisch, da mir die relativ »emotionslose« Schreibweise nicht genug Spannung zu versprechen schien. Aber sehr schnell hat sich das geändert und ich habe gehofft, gelitten und mit den Angehörigen gebangt. Gabi Thieme hat es sehr gut verstanden, mich in die einzelnen Fälle hineinzuziehen und erst nach deren Abschluss wieder aufatmen zu lassen.

Ein interessantes Buch nicht nur für Krimifreunde des True Crime.