Cover von: Morden auf Friesisch

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Morden auf Friesisch

Tatort Waterkant. Band 2. Küstenkrimi
Buch
Taschenbuch, 315 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

2496716842

ISBN-13: 

9782496716849

Erscheinungsdatum: 

15.04.2025

Preis: 

11,99 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 72.391
Amazon Bestellnummer (ASIN): 2496716842

Beschreibung: 

Ein neuer Tatort Waterkant von Kindle-#1-Bestsellerautor Thomas Herzberg.

Hinnerk Beehnks letzter Arbeitstag ist auch sein letzter Tag auf Erden.

Ihr zweiter Fall im Dienst der Husumer Mordkommission führt Michi Greve an ganz neue Grenzen. Eine Reihe sonderbarer Todesfälle hält sie und ihre Kollegen auf Trab. Angefangen beim Fischer Hinnerk Beehnk, der kurz vor seinem Tod im Lotto gewonnen hat und seine Millionen nutzen wollte, um mit alten Feinden abzurechnen. Doch die sind ihm offenbar zuvorgekommen.

Gleichzeitig träumt Michis sonderbarer Chef vom Ruhestand und überträgt ihr immer mehr Verantwortung. Ist sie all diesen Herausforderungen gewachsen oder wird sie daran zerbrechen?

Unterdessen geht das Morden auf Friesisch weiter …

Kriminetz-Rezensionen

Der 2. Fall für Michi Greve

Der zweite Fall für die Mordkommission in Husum hat es auch wieder in sich. Der Fischer Hinnerk Beehnks wird ermordet aufgefunden. Schnell wird auch der kürzliche Lottogewinn und ein Streit zum Mordmotiv. Doch bald schon wird eine weitere Leiche gefunden und Michaela Greve und ihre Kollegen müssen ihre Thoerien nochmals gründlich überdenken.

Auch der zweite Teil der Reihe konnte mich überzeugen. Die Mischung aus Privatleben und den Ermittlungen ist genau richtig ausbalanciert. Der Kriminalfall ist bis zum Ende hin unduchsichtig und wurde gut und überzeugend gelöst.

Die Ermittler konnten - wie im ersten Teil schon - mit ihrer Art überzeugen. Auch der Schreibstil war wie gewohnt flüssig und detailliert.

Alles in allem wieder ein toller Krimi von der Waterkant. Ich freu mich auf die nächste Runde.

Der Dööskopp muss sterben

Der alte Hinnerk Beehnk plant nach über 40 Jahren als Berufsfischer seinen Ruhestand. Doch am letzten Arbeitstag wird er brutal ermordet. Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln. Zwar war Hinnerk ein unbeliebter alter Querkopf, aber Mord? Ermittlerin Michi Greve verdächtigt zunächst den Umweltaktivisten Hubert Schimmelpfennig, muss ihn aber bald wieder aus der Untersuchungshaft entlassen. Prompt wird auch er ermordet und Michi niedergeschlagen. Ihre Dienstwaffe nimmt der Täter gleich mit. Geht ein Serienmörder um? Was ist bloß los an der Waterkant?

„Morden auf Friesisch“ ist der zweite Fall der Waterkant-Reihe von Thomas Herzberg mit Kommissaranwärterin Michi Greve als Ermittlerin. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden. Für mich war es der Einstieg in die Reihe.

Thomas Herzberg schreibt locker und bildhaft, was gut zu seinen Krimis passt, die er als leichte Lesekost bezeichnet. Ort der Handlung ist Husum und die nähere Umgebung. Der Autor versteht es, dem Leser die Region näherzubringen und die spezielle Atmosphäre einzufangen. Die Gespräche und Frotzeleien des Ermittlerteams haben mich teilweise sehr amüsiert. Und damit sind wir bei den Charakteren, die in den Hauptrollen überzeugen.

Michaela, Michi, Greve war mir auf Anhieb sympathisch. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck, liebt Tiere, weiß ihren grantigen Chef zu nehmen und ist eine tüchtige Polizistin. Vor allem zeichnet sie ihre Empathie aus. Ihr Kollege Kommissar Ulf Weingärtner besticht durch seine vorbildliche Arbeitsauffassung und seinen bedingungslosen Einsatz, dem er sogar sein Liebesglück, temporär, opfert. Ihr gemeinsamer Chef, der bestens vernetzte Hauptkommissar Kruse, gibt den ultimativen Stinkstiefel, verbirgt hinter dieser Maske aber nur sein großes Herz. Er ist ein talentierter Ermittler mit Biss, der gern mit seinem Rückzug in den Ruhestand droht und mitunter unkonventionell agiert. Die Nebencharaktere fand ich teilweise etwas blass, besonders die Schurken.

Mein Fazit

„Morden auf Friesisch“ habe ich mir ausgesucht, weil ich gern Regionalkrimis lese und neugierig auf die Gegend war. Für mich als Süddeutsche ist Friesland mindestens so exotisch wie Frankreich. Der Kriminalfall ist gut konstruiert und ermöglicht das Miträtseln. Ich hätte mir noch ein paar Verwicklungen und Wendungen mehr gewünscht, wurde aber gut unterhalten. Spannung und Gewalt sind für einen Cosy Krimi angemessen. Die Auflösung ist zufriedenstellend und beantwortete alle meine Fragen. Besonders gut gefallen hat mir die Chemie innerhalb des Ermittlerteams und der sarkastisch knurrige Umgangston. Ein paar Einblicke in das Fischereiwesen und die damit verbundene Industrie werden sich auf mein Einkaufsverhalten auswirken. Die Landschaft und das Ambiente wurden so gut vermittelt, dass ich jetzt ernsthaft über einen Frieslandurlaub nachdenke.

Ich gebe eine Leseempfehlung für alle, die leichte Krimikost mit Lokalkolorit schätzen. Beim nächsten Fall von (jetzt) Kommissarin Michaela Greve bin ich wieder dabei.