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Morgen werde ich dich vermissen

Der erste Fall für Thorkild Aske. Thriller
Buch
Taschenbuch, 416 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3499290561

ISBN-13: 

9783499290565

Auflage: 

1 (22.01.2019)

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 558.275
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3499290561

Beschreibung von Bücher.de: 

Wenn man am Tiefpunkt ist, gibt es nur einen Weg: Hoch, in den Norden

Gerade aus dem Gefängnis entlassen, steht Thorkild Aske vor dem Nichts. Früher war er interner Ermittler der norwegischen Polizei, dann lief etwas gewaltig schief. Von Schuldgefühlen geplagt, lässt er sich von seinem Psychologen Ulf überreden, einen jungen Mann zu suchen: Rasmus arbeitete auf einer verlassenen Leuchtturmwärterinsel und ist spurlos verschwunden. Ein Tauchunfall, vermutet die örtliche Polizei. Aber damit wollen sich seine Eltern nicht zufrieden geben. Thorkild macht sich auf in den Norden, und als die Herbststürme wüten, wird tatsächlich eine Leiche angeschwemmt. Nur ist es nicht Rasmus.

Hinweis: Neuauflage des am 23.06.2017 ursprünglich als "… und morgen werde ich dich vermissen" erschienenen Titels.

Kriminetz-Rezensionen

Knallhartes Noir aus Norwegen

Wer es gerne hart mag, der ist mit Heine Bakkeids Thriller „… und morgen werde ich dich vermissen“ bestens bedient. Dabei handelt es sich um die Story eines drogensüchtigen Ex-Cops, der im Knast einen misslungenen Selbstmordversuch hinter sich hat.

Zum Inhalt: Das Fazit lautet: Wenn man am Tiefpunkt angelangt ist, gibt es eigentlich nur einen Weg, nämlich hoch, in den Norden. Der Ex-Cop Thorkild Aske wird aus dem Gefängnis entlassen. Früher war er interner Ermittler bei der norwegischen Polizei und ein erfolgreicher wie gefragter Verhörspezialist, doch dann lief alles aus dem Ruder und er steht vor dem Nichts. Er ist von furchtbaren Schuldgefühlen und noch schlimmeren Schmerzen geplagt. Dennoch lässt er sich von seinem Freund und Psychologen Ulf mühsam überreden, nach einem jungen Mann zu suchen: Dieser Rasmus Moritzen arbeitete auf einer verlassenen Leuchtturmwärterinsel im nordnorwegischen Meer und ist spurlos verschwunden. Ein Tauchunfall, so vermutet die örtliche Polizei und für sie ist der Fall erledigt. Doch damit wollen sich natürlich Rasmus' Eltern nicht zufrieden geben. Also macht sich Thorkild auf in den Norden, wo die Polarnacht anbricht. Bald schon bemerkt er, dass er nicht ganz allein auf der kargen Felseninsel ist. Und als die Herbststürme wüten, wird tatsächlich eine Leiche am Ufer angeschwemmt. Thorkilds alter Spürsinn erwacht, denn es handelt sich nicht um Rasmus.

Die Ich-Perspektive, ein psychisches und physisches Wrack (Verdauungsprobleme und Tablettensucht) sowie ein spannender Plot machen „… und morgen werde ich dich vermissen“ zu einem spannenden Lesegenuss. Dass dabei literarische Ambitionen bei der Beschreibung der norwegischen Landschaft anklingen vollendet das Ganze gelungen. Lesen!

Spannend, düster und gruselig

Heine Bakkeid kennt man in Norwegen als Jugendbuchautor und nun hat er mit "... und morgen werde ich dich vermissen" seinen ersten Thriller herausgebracht und ich muss sagen, er hat mich überzeugen können.

Ich liebe diese düsteren skandinavischen Krimis und Thriller sehr und hier spürte ich das Wasser auf der Haut und den Wind in den Haaren, so nah kam man der Natur und vor allem Thorkild Aske, einem zerrissenen und abgewrackten Charakter, der in letzter Zeit anscheinend wieder sehr in Mode gekommen ist, aber hier hatte es einen sehr ausschlaggebenden Grund warum er so geworden ist. Ab und an hatte ich wirklich Mitleid mit ihm, aber er scheint ein endloses Stehauf-Männchen zu sein.

Wir begleiten Thorkild ab dem Moment, als er frisch aus dem Gefängnis in Stavanger entlassen wird. Er hatte eine 3-jährige Haftstrafe aufgebrummt bekommen, aber warum, das erfährt man erst so nach und nach in einigen Rückblicken. Dadurch hat Thorkild natürlich seinen Polizeijob verloren und nun steht er ohne etwas vor einem Scherbenhaufen und muss außerhalb der Mauer wieder Fuß fassen. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch im Knast und einigen schweren Verletzungen, aufgrund des Vorfalles weswegen er einsitzen musste, bekommt er sehr starke Medikamente, die er bevorzugt mit Alkohol runterspült.

Der Fall selbst war spannend und oftmals auch gruselig, zudem hat der Autor sehr intensiv diese bedrückende und düstere Atmosphäre Norwegen´s eingefangen. Die Natur, die mich immer wieder begeisternd in ihren Bann zieht und die Menschen, die erstmal eigenbrötlerisch daherkommen, dann aber, wenn es darauf ankommt, doch zur Stelle sind. Genau bei diesen Zeilen merkt man, dass der Autor genau weiß, wovon er schreibt. Zum eigentlichen Fall, dass Thorkild einen verschwundenen jungen Mann auf einer einsamen Insel suchen soll, möchte ich nicht zu viel verraten. Zur Lösung, schon weit vor dem Ende, hat mich ein Satz gebrachts der eine Geste eines Protagonisten beschreibt, die eigentlich belanglos ist und auch keine entscheidende Bedeutung hat, aber ab diesem Moment wusste ich, diese Person muss der Täter sein.

Fazit
Dieses Thriller-Debüt konnte mich restlos überzeugen und zwar durch diese düstere, bedrohliche Umgebung und Atmosphäre, das macht für mich einen ganz großen Reiz dieser Bücher aus. Hinzu kommt noch diese dunkle, depressive und einzigartige Stimmung, der ich mich beim Lesen einfach nicht entziehen kann und es auch gar nicht will.

Düstere Polarnacht auf einer einsamen Insel

Thorkild Aske, der ehemalige Ermittler und Verhörspezialist der norwegischen Polizei, ist gerade aus dem Gefängnis entlassen. Er soll für den Tod einer jungen Frau verantwortlich sein, nun steht er vor dem Nichts. Sein Freund und Psychologe Ulf überredet ihn, nach einem jungen Mann auf einer verlassenen Leuchtturwärterinsel zu suchen. Rasmus Moritzens Eltern wollen nicht glauben, dass die Suche nach ihrem Sohn abgeschlossen ist. Sie wollen Gewissheit, ob es wirklich ein Tauchunfall war, wie die Polizei vor Ort vermutet.

Thorkild reist hoch in den Norden, wo die Polarnacht anbricht und die Herbststürme wüten. Sind es der Alkohol und die Tabletten, die ihm das Gefühl geben, nicht allein auf der Insel zu sein oder ist da noch jemand? Thorkilds alter Spürsinn erwacht, als eine weitere Leiche angespült wird und die Polizei ihm nicht helfen kann oder will.

„...und morgen werde ich dich vermissen“ von Heibe Bakkeid ist ein düsterer Thriller, der in der Ich-Perspektive erzählt ist. Es wird alles sehr geheimnisvoll und brutal beschrieben, aber einiges, z.B. der Tod der jungen Frau, verläuft harmlos im Sand. Enttäuscht bleibt der Leser zurück, so hatte man doch gehofft, dass es die tiefgehende Enthüllung geben wird, statt langatmig zu stranden.

Fast bis zum Schluss dümpelte die Spannung so vor sich hin. Spannungsmomente, die aufkamen, verliefen in den weiteren Geschehnissen und verloren ihre Höhepunkte. Am Ende wurde es noch mal spannend, aber es entschlüsselte sich nicht, ob das abstruse und kaputte Leben des Protagonisten Thorkild, dessen Verdauungsprobleme immer wieder beschrieben werden, oder die mysteriösen Machenschaften auf der Insel im Vordergrund stehen sollten. Man schlägt nach dem letzten Satz das Buch zu und ist unbefriedigt und unzufrieden, weil irgendwie der Zusammenhang fehlt.