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In München wartet der Tod

Der dritte Fall für Hauptkommissar Sven Fricke. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 251 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3839225752

ISBN-13: 

9783839225752

Auflage: 

1 (12.02.2020)

Preis: 

12,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3839225752

Beschreibung von Bücher.de: 

In München wird eine Leiche gefunden - ohne Leber und Nieren. Kommissar Fricke und Staatsanwältin Elena Karinoglous werden in einer Soko abgeordnet. Hartnäckig kämpfen sich die beiden durch einen Sumpf des Schweigens bei Ärzten und Patienten. Fricke greift auch zu Mitteln jenseits des Gesetzes, denn im In- und Ausland existieren geheime Kanäle für illegale Organentnahmen. Doch dann wird klar, dass noch jemand auf der Spur der Organhändler ist. Ein Rächer, der blutige Spuren zieht …

Kriminetz-Rezensionen

Spannend, fesselnd und sehr real

In Kiel bekommt Hauptkommissar Sven Fricke die Nachricht, dass er in München einen Fall von Organhandel aufdecken soll. Hier wurden innerhalb kurzer Zeit zwei osteuropäisch aussehende Jugendliche gefunden, denen fachmännisch je ein Organ entnommen wurde. Fricke schafft es, dass Staatsanwältin Elena Karinoglous ebenfalls in den Fall involviert wird. Gemeinsam macht sich die 2-Mann-Soko auf in Richtung Süden.

Von seinem Onkel wird Adnan Tahiraj von Tirana nach Deutschland geschickt um seine Nichte Majlinda, Adnans Schwester, zu suchen und nach Albanien zurückzubringen. Adnan ist sich sicher, wenn er diesen Auftrag erfüllt, wird er der nächste Clanchef. Zusammen mit seiner Frau Larijeta und seiner Tochter Rabishe macht er sich auf die Flucht über das Meer.

Schnell merken Fricke und Elena, dass in München und dem Umland noch jemand an diesem Fall interessiert zu sein scheint. Dieser Jemand ist ihnen allerdings immer einen Schritt voraus. Als eine weibliche Tote gefunden wird, der keine Organe fehlen, tun sich neue Fragen auf.

Nach „Blutvilla“ und „Schwarze Roben“ ist dies der 3. Fall, bei dem ich Hauptkommissar Sven Fricke und Staatsanwältin Elena Karinoglous, die nun endlich auch privat näher zueinander gefunden haben, beim Ermitteln über die Schulter schaue. Ich liebe ihre Dialoge, die sehr viel von ihnen selbst erzählen. Aber auch ohne Vorkenntnisse kann man diesem Fall hier sehr gut folgen. Ich lerne die beiden nur noch ein Stück besser kennen, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Der Fall an sich ist logisch und gut nachvollziehbar aufgebaut, hat mich immer wieder schockiert und zum Schluss sehr nachdenklich zurückgelassen. Die Spannung steigert sich ab der ersten Seite und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Neben dem Kriminalfall bekomme ich Einblicke auf die Zustände in Asylantenheime. Es ist für mich sehr spannend und aufschlussreich die Welt im und rund um das Lager in Manching durch Larijetas Augen zu sehen. Das Benehmen deutscher Frauen und Männer. Ihr Verhalten untereinander. Ein richtiger Kulturschock für die junge Frau aus Albanien.

Durch die kurzen knappen Artikel und die dauernden Schauplatzwechsel wird die Geschichte sehr schnell. Wer gerade wann und wo aus seiner Sicht auf die Geschehnisse erzählt, bekomme ich vor jedem neuen Kapitel angezeigt, was die Orientierung sehr verbessert.

Fragen bleiben bis auf eine bei mir keine offen. Die Erkenntnis, dass es genau so auch im realen Leben zugehen kann, hat mich erschüttert. Möge es bald viele Menschen geben, die ihre Organe nach dem Tod weitergeben wollen und die dies in einem Organspendeausweis bekunden.

Mir gefällt im Anhang das „Making of“ sehr gut. Hier gibt Stefanie Gregg preis, wie es in der gemeinsamen Schreibwerkstatt zwischen den beiden Autoren so zugeht. Das hat mir nach dem wirklich krassen Fall immer wieder ein Lächeln entlockt.

Ein spannender und in vieler Hinsicht sehr interessanter Krimi mit einem sympathischen Ermittlerpaar. Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit zwischen Stefanie Gregg und Paul Schenke noch lange andauert und ich mich bald auf einen neuen Fall für Fricke und Elena freuen kann. 4,5 von 5 Sternen.

Temporeicher und spannender Kriminalroman

Kommissar Fricke und Staatsanwältin Elena Karinoglous befinden sich im siebten Himmel, als sie eine unerwartete Anforderung aus München erhalten. Aufgrund erfolgreicher Ermittlungen in der Vergangenheit will man in München auf die Erfahrungen der beiden zurückgreifen, um ein grausames Verbrechen aufzuklären. Es wurden bereits zwei junge Menschen tot aufgefunden, denen fachmännisch Organe entnommen wurden. Es scheint alles auf einen Kampf gegen den Organhandel zu hinauszulaufen, als Fricke und Karinoglous sich auf den Weg in Richtung Süden machen …

»In München wartet der Tod« ist bereits der dritte Band aus der Reihe um die beiden sympathischen Ermittler aus Kiel. Der erste Band »Blutvilla« hatte mir bereits gut gefallen, so dass ich mit hohen Erwartungen in das neue Buch gestartet bin. Nach wenigen Seiten war ich wieder in Kiel gelandet und mir war klar, dass die Autorin Stefanie Gregg mich nicht enttäuschen würde. Mit ihrem enorm temporeichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil zieht sie den Leser in den Bann. Der Spannungsbogen wird mit den beiden Opfern zu Beginn des Buches eher klassisch aufgebaut und über die brisanten Themen der Flüchtlingssituation und des Organhandels auf einem hohen Niveau gehalten. Das fulminante Finale ist mit viel Raffinesse gestrickt und bietet eine aus meiner Sicht gelungene und sehr gut nachvollziehbare Auflösung an.

Insgesamt halte ich »In München wartet der Tod« für eine gut gelungene Fortsetzung einer erfrischenden und rasanten Kriminalroman-Reihe, bei der man wünscht, dass es noch viele Nachfolger gibt. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.