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Die Nacht
Verlag:
ISBN-10:
ISBN-13:
Erscheinungsdatum:
Preis:
Beschreibung:
Wenn Du erwachst, ist nichts wie zuvor.
Ein kleiner Junge verschwindet. Doch der Fall taucht in keiner Akte auf. Fünfzehn Jahre später verschwindet Dana Karasch, seine ältere Schwester. Doch auch für sie scheint sich niemand zu interessieren.
Bis auf Art Mayer. Denn der ruppige BKA-Ermittler hat Danas kleine Tochter Milla, die in der Etage unter ihm wohnt, ins Herz geschlossen.
Als Art einen mächtigen Freund um Hilfe bittet, stößt er in ein Wespennest. Ein anonymer Hinweis führt ihn und Nele Tschaikowski zu einer verlassenen Wohnwagensiedlung im Wald, fernab der Zivilisation. Dort finden sie mehrere namenlose Tote – und den aufgeschlitzten Körper eines angesehenen Berliner Richters.
»Figuren, Plot, Timing – hier stimmt einfach alles.« krimi-couch.de
Wer den Thriller des Jahres sucht, kommt an Marc Raabe nicht vorbei.





















packender und fesselnder Thriller
Das Cover von Die Nacht hat mich sofort angesprochen, und schon der Klappentext sowie die Leseprobe haben meine Neugier geweckt. Bisher hatte ich noch nichts von Marc Raabe gelesen, und deshalb war dieser Thriller mein erster — und ich war absolut geflasht!
Im Mittelpunkt stehen die beiden Ermittler Art Meyer und Nele Tschaikowski. Art scheint sich nicht viel um Regeln zu kümmern, während Nele eigentlich im Mutterschutz sein sollte. Trotz ihrer Unterschiede stoßen sie in einem ungeklärten Vermisstenfall auf dunkle Geheimnisse und seelische Abgründe, die immer tiefer und erschreckender werden. Und gerade, als man glaubt, es könnte nicht schlimmer kommen, verschwindet eine weitere Person...
Die Spannung war durchgehend fesselnd. Ich konnte meinen Reader kaum aus der Hand legen, habe mitgerätselt und mitgefiebert — und lag mit meinen Vermutungen trotzdem ständig daneben. Erst am Ende ließ sich erahnen, was wirklich passiert ist, und diese Auflösung hat mich komplett umgehauen.
Für mich ist Die Nacht ein Thriller der Extraklasse — fesselnd, düster und absolut packend. Ich empfehle ihn sehr gerne weiter
Den Lügen folgt die bittere Wahrheit
Alle lügen – so scheint es von Anfang an. Der Prolog, dann Teil eins, mit „Die Lügner“ überschrieben, belegen genau diesen ersten Eindruck, der sich permanent durchs Buch, durch den dritten Band der Art Mayer-Serie, zieht.
In einem abgelegenen Waldstück bricht Feuer aus, auch die nahegelegene Wohnhaussiedlung ist betroffen. Was Art Mayer und Nele Tschaikowski in einem der Wohnwagen finden, lässt ihnen den Atem stocken. Ein anonymer Hinweis war es, dem sie nachgegangen sind und der sie hierher zu dem Toten führt - Dr. Richard Dressel, Richter am Kammergericht Berlin. Er wurde vor drei Tagen von seiner Frau als vermisst gemeldet.
Art und Nele sind mir wohlbekannt, ich habe mit ihnen schon „Der Morgen“ und „Die Dämmerung“ durchlebt und nun war ich gespannt auf „Die Nacht“, die den beiden Vorgängerbänden in nichts nachsteht.
Art sorgt sich um Milla, das 8jährige Nachbarsmädchen, deren Mutter Dana seit geraumer Zeit verschwunden ist. Sie wohnt nach wie vor bei ihrer an Demenz leidenden Oma, die Wohnung der beiden befindet sich direkt unter der von Art. Dem Vermisstenfall Dana scheint außer Art niemand mehr nachzugehen und nun führen Spuren von ihr direkt in die von Flammen umzingelte Wohnhaussiedlung.
Kaum hatte ich das Buch in Händen, war ich nicht mehr zu stoppen, es knisterte bis zum bitten Ende nur so vor Spannung. Marc Raabe hat auch mit seinem dritten Band um den BKA-Ermittler Art Mayer und seine junge Kollegin Nele Tschaikowski bewiesen, dass er sein Handwerk beherrscht. Er erzählt in zwei Zeitebenen, lässt das längst Vergangene um die Wohnhaussiedlung aufleben, parallel dazu schreiten die heutigen Ermittlungen voran. Das Gestern und das Heute scheinen sich mehr und mehr zu vermengen und wie nebenbei sind es auch Art und Neles private Momente, die gut eingebunden sind. Wobei sie schon ein wenig speziell sind, denn eigentlich sind beide aus verschiedenen Gründen beurlaubt, was sie jedoch nicht hindert, weiter an der Sache dran zu bleiben. Art kocht schon immer gerne sein eigenes Süppchen und Neles Mutterrolle scheint fern jeglicher Realität zu sein, sie ist für meine Begriffe arg überzogen dargestellt.
Marc Raabe versteht es, Spannung aufzubauen und diese dann bis zum Schluss zu halten. Denn wenn man meint, alles sei aufgeklärt, dann rückt der Showdown alles nochmal ins rechte Licht - die letzten Szenen waren mir persönlich dann doch zu abgedreht.
Nichtsdestotrotz rattert ein Zahnrädchen ins nächste, auch dieser dritte Band hat es in sich. Er hat mich von Anfang an gepackt, mich mitgerissen, mich gefesselt und nicht mehr losgelassen bis zum bitteren Schluss. Und nun freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Art und Nele, denen ich im Frühjahr 2026 „Im Morgengrauen“ in alter Frische wieder begegnen werde.
Was ist mit Dana Karasch geschehen
Dieser dritte Teil der Serie konzentriert sich ganz auf die Suche nach der vermissten Dana Karasch. Seit eineinhalb Jahren ist der BKA-Ermittler Art Mayer auf der Suche nach der Mutter der kleinen Milla. Diese wohnt im selben Haus wie Mayer bei ihrer dementen Großmutter. Der ansonsten so ruppige und eigensinnige Ermittler hat ein Herz für die achtjährige Milla und möchte unter allen Umständen vermeiden, dass sie aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen wird. Diese Erfahrung hat er am eigenen Leib als Kind im Heim und später bei Pflegeeltern gemacht. Er ist auch nach wie vor davon überzeugt, dass Dana noch lebt.
Wechselweise erfahren wir in zwei verschiedenen Zeitebenen zurück in die Vergangenheit von vor fünfzehn Jahren und der Gegenwart aus der Erzählperspektive von Dana, was sich damals zugetragen hat. Die beiden Zeitebenen sind perfekt aufeinander abgestimmt.
Alles fing damit an, dass Dana Bauer (Karasch) mit ihren Freunden Samuel (Sammy) Krieger, Richard Dressel, Adi Weber und Lissi Manderscheidt zu einer Party aufgebrochen sind. Danas Stiefvater Walter Bauer hatte zuvor Dana aufgetragen, auf ihren fünfjährigen Stiefbruder Rocco aufzupassen. Als Dana und ihre Freunde spät nachts betrunken zurückkommen, ist Rocco verschwunden und trotz einer groß angelegten Suchaktion nie wieder aufgetaucht. Dana ist getriggert, wenn sie darüber nachdenkt, was in der Zeit ihres Blackouts mit ihr geschehen ist.
Walter ist ein gewaltbereiter und zorniger Typ, der vor nichts zurückschreckt. Das Verschwinden seines Sohnes Rocco bringt das Fass zum Überlaufen. Er bedroht Dana und ihre Freunde mit einer Waffe und zwingt sie zu russischem Roulette mit einem Revolver - einem tödlichen Glücksspiel. Die Zerrissenheit der Personen wird bildgewaltig beschrieben.
Die Suche nach Dana wird konkreter, als Art eine mysteriöse Nachricht auf sein Handy bekommt, mit der er Hinweise auf Danas Verschwinden in einer verlassenen Wohnwagensiedlung in einem Waldgebiet außerhalb Berlins bekommt.
In diesem Lost Place finden die Ermittler in einem der Wohnwagen eine gefesselte Leiche, die mit gestreckten Armen unter dem Dachfenster eines Wohnwagens hängt. Das Opfer ist übel zugerichtet. Bei dem Toten handelt es sich um den angesehenen Richter am Kammergericht Berlin, Dr. Richard Dressel. Die Spurensicherung findet in unmittelbarer Nähe vergrabene menschliche Knochen und Schädelteile.
Bei allen Personen aus der Vergangenheit rätselt man, ob sie heute noch leben und welche Rolle sie im Vermisstenfall Dana spielen. Darauf konzentrieren sich die Ermittlungen von Art Mayer und seiner taffen Assistentin Nele Tschaikowski. Beide Figuren erleben wir als ambivalentes Ermittlerduo mit einer gesteigerten emotionalen Reife. Allerdings sollen sie in diesem Fall nicht weiter tätig sein. Art ist aus persönlichen Gründen zu nah dran an dem Fall und Nele ist nach der Geburt ihres Sohnes noch in Mutterschutz. Und es gibt noch einen weiteren Grund, warum Art und Nele nicht weiter in der Vergangenheit graben sollen. Trotzdem setzen sie sich über die Anweisung ihres Vorgesetzten hinweg und ermitteln weiter.
Die Geschichte ist vielschichtig angelegt. Es geht nicht nur um die Suche nach vermissten Personen und die Aufklärung eines Verbrechens, das vor fünfzehn Jahren geschehen ist. Es geht auch um eine rechtsradikale Vereinigung, die sich »WW - Wehrsportgruppe Wolfsrudel« nannte. Der Verfassungsschutz hatte einen V-Mann mit dem Decknamen »Wolf« darauf angesetzt. Diese Gruppe hat Attentate auf hochrangige Personen des Staates geplant.
Das Setting ist clever konstruiert, wenn es auch auf den ersten Seiten etwas Zeit braucht, um den richtigen Einstieg zu finden. Danach entwickelt sich schnell ein guter Spannungsbogen. Im letzten Drittel zieht das Tempo spürbar an. Cliffhanger bei den Wechseln der Zeitebenen tragen mit dazu bei. Es gibt viele überraschende Wendungen in diesem Fall mit einem Plot-Twist zum Ende hin, den man so nicht vermuten konnte.
Der Thriller dringt tief in die Psyche der einzelnen Figuren ein. Wir erfahren u.a. von einer dissoziativen Identitätsstörung einer Person. Sie schlüpft dabei in die Rolle der einen Person und dann wieder in die andere. Die ganze Haltung, Mimik, Stimme und das Vokabular übernimmt sie dabei. Das bringt Art und Nele in große Gefahr.
Fazit
Nach allen Büchern von Marc Raabe, die ich bisher gelesen habe, ist dieses Buch vielleicht das bisher Beste von ihm. Und dieser Eindruck bezieht sich nicht nur auf die aktuelle Reihe.
Trotz einiger Rückblenden auf vorangegangene Ereignisse kann man diesen dritten Band unabhängig von den ersten beiden Teilen lesen.
Wer gedacht hat, dass mit »Die Nacht« die Art-Meyer-Serie zu Ende geht, liegt falsch. Kaum ist dieser Band erschienen, gibt es schon den Hinweis auf einen vierten Band, der im Frühjahr des nächsten Jahres mit dem Titel »Im Morgengrauen« erscheinen soll. Es bleiben genug Fragen offen, die Raum für einen weiteren Band schaffen.
Grandioser Thriller um einen Vermisstenfall, der plötzlich weite Kreise zieht
Mit diesem fulminanten Thriller legt Marc Raabe den dritten Band seiner Reihe um den eigenwilligen Ermittler Artur „Art“ Mayer und die Kommissar-Anwärterin Nele Tschaikowski vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.
Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle für das Verständnis erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber doch, die Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Zudem rückt diesmal ein Nebenstrang aus den ersten beiden Bänden in den Vordergrund.
Seit einiger Zeit sucht Art Mayer nach Dana Karasch, der spurlos verschwundenen Mutter der kleinen Milla, die mit ihrer dementen Großmutter in der Wohnung unter ihm lebt. Nachdem er einen mächtigen Mann unter Druck setzt, ihm zu helfen, erhält er kurz darauf einen anonymen Hinweis auf eine verlassene Wohnwagensiedlung außerhalb von Berlin, die mitten in einem Gebiet liegt, in dem gerade ein gewaltiger Waldbrand tobt. Als er trotz aller Verbote und Hindernisse zusammen mit Nele, die sich eigentlich noch im Mutterschutz befindet, dem Hinweis nachgeht, stoßen die beiden dort auf die Leiche eines angesehen Richters aus Berlin. Und dies ist nicht die einzige Überraschung, die das Gelände bereithält. Plötzlich bekommt der Fall eine besondere Brisanz, die den gesamten Berliner Polizeiapparat auf den Plan ruft.
Dieser ungemein temporeiche und atmosphärisch dichte Thriller lässt einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen. Bei dem doch recht umfangreichen Personenaufgebot und den immer wieder eingestreuten Rückblenden in die Jugendzeit von Dana. muss man aber gerade zu Beginn schon sehr aufmerksam lesen, damit einem hier kein wichtiges Detail entgeht. Der packende Schreibstil und die mehr als gelungene Charakterisierung der vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen erleichtern dies aber ungemein und sorgen zudem dafür, dass hier die Grenzen zwischen Gut und Böse immer wieder aufgeweicht werden und sogar verschwimmen. Nach und nach setzt sich aus der Handlung in der Gegenwart und den Rückblenden das erschreckende Gesamtbild zusammen, der krachende Showdown sorgt dann für eine überraschende, aber zugleich auch schlüssige Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben.
Wer auf abgründige, wendungsreiche und packende Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Auf den nächsten Auftritt von Art und Nele bin ich nun schon sehr gespannt.
Wo ist Dana?
Das leuchtende Cover mit dem schwarzen Seitenschnitten fällt sofort ins Auge. Dies ist der dritte Band um die beiden Ermittler Art Mayer und Nele Tschaikowski. Gleich die ersten Seiten haben mich in ihren Bann gezogen. Das Buch besteht aus drei Teilen, mit kurzen Kapiteln und flüssigem Schreibstiel. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einmal aus Sicht der 18jährigen Dana, deren 6 jähriger Stiefbruder damals spurlos verschwand und einmal in der Gegenwart als Art und Nele sich auf die Suche nach Dana machen, die seit ca. 18 Monaten nicht wieder auftauchte.
Art hat das 8 jährige Nachbarmädchen Milla in sein Herz geschlossen. Da die Demenz der Oma immer schlimmer wird, versucht er ihre Mutter Dana zu finden. Aber alle Versuche laufen ins Leere. Irgend etwas wird in dieser Angelegenheit vertuscht. Nele der in der Babypause die Decke auf den Kopf fällt will ihm bei der Suche helfen. Dann erhält er einen anonymen Hinweis und in einer ehemaligen Wohnwagen Siedlung, in der noch der alte Wohnwagen von Danas Eltern steht, finden sie die Leiche eines hochrangigen Berliner Richters. Und er ist nicht der einzige Tote. Und dann ist auch noch Milla verschwunden.
Die detaillierten Beschreibungen der Schauplätze lässt die Geschichte sehr lebendig werden. Der geschickte Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart hält die Spannung hoch. Falsche Fährten sorgen für eine überraschende Auflösung. Die Charaktere der Protogonisten kommen gut rüber. Art als der Typ harte Schale weicher Kern, Nele und er ergänzen sich prima.
Am Schluss blieben für mich noch einige Fragen offen, da muss ich wohl auf den 4. Band der Reihe warten. Diesen kann ich zu 100% empfehlen, hat er mich doch super unterhalten und mir spannende Lesestunden beschert.
Die Wahrheit
Art Meyer hat die achtjährige Milla, die bei ihrer Oma direkt unter ihm wohnt in sein Herz geschlossen. Daher lässt ihn auch das plötzliche Verschwinden ihrer Mutter vor zwei Jahren noch immer keine Ruhe. Als er über einen sehr einflussreichen Bekannten die Untersuchungen wieder neu anfachen will, löst er eine neue Welle aus, die ihn und seine Kollegin Nele Tschaikowski zu einem Wohnwagenpark führt, wo sie mehrere Leichen finden und ein Bild von Millas Mutter mit einem der Opfer. Der Recherchen gehen in die Vergangenheit, um das Rätsel und die verschwundene Dana zu lösen. Kommt die Hilfe von Art und Nele noch rechtzeitig?
Die Thriller vom deutschen Autor Marc Raabe haben mich durch die Bank begeistert, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in sein neues Werk gestartet bin. Er erzählt die Geschichte erneut in seinem gewohnt temperamentvollen und absolut fesselnden Schreibstil, der auch "Die Nacht" für mich schnell wieder zu einem absoluten Page-Turner machte. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der Leichen am Wohnwagenplatz direkt zu Beginn des Buches sehr gut aufgebaut und über das ungeklärte Schicksal Millas Mutter sowie den spektakulären Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Marc Raabe gelingt es außerordentlich gut, eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen und die Spannung über nicht vorhersehbare Wendungen im Verlauf auf immer neue Höhen zu schrauben. Auch die gut nachvollziehbare und für mich völlig überraschende Auflösung ist gelungen und rundet das Ganze gelungen ab.
Insgesamt ist "Die Nacht" eine für mich mehr als gelungene Fortsetzung einer packenden Thriller-Reihe, die mit starken Charakteren, äußerst raffiniert konzipierten Fällen und nicht zuletzt mit dem Erzähltalent des Autors mehr als zu überzeugen weiß. Ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten Band "Im Morgengrauen" der im nächsten Frühjahr erscheinen wird, empfehle den Titel sehr gerne weiter und bewerte ihn dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.
Was ist mit Dana geschehen?
Vor Jahren ist ein kleiner Junge verschwunden und fünfzehn Jahre später verschwindet dann seine ältere Schwester Dana Karasch. Sie hätte aber niemals einfach so ihre kleine Tochter Milla und ihre demente Mutter zurückgelassen. Art Mayer, der im gleichen Haus lebt, kümmert sich seither um Milla und sucht immer noch nach ihrer Mutter Dana. Art bittet daher einen einflussreichen Freund um Hilfe und bekommt den Hinweis auf eine Wohnwagensiedlung im Wald. Als er mit seiner Kollegin Nele Tschaikowski dort ankommt, erwartet sie eine böse Überraschung.
Dies ist nach „Der Morgen“ und „Die Dämmerung“ der dritte Band aus der Art Mayer-Serie. Auch dieser Thriller hat mich gleich wieder gepackt. Der klare Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen.
Art Mayer und seine Kollegin Nele Tschaikowski sind ein interessantes Ermittlerteam. Art hat seine Ecken und Kanten, ist mir aber sympathisch. Obwohl er sich ziemlich hart gibt, zeigt er auch seine weichere Seite, wenn es um Milla geht. Vorschriften umgeht er bei seinen Ermittlungen gerne mal. Seine junge Kollegin Nele ist eigentlich noch im Mutterschutz, lässt sich aber zu gerne in diese Ermittlungen hineinziehen. Weil sie in der Wohnwagensiedlung unter anderem auch ein Foto von Dana finden, müssen sie sich bei ihren Ermittlungen auch in die Vergangenheit begeben. Der ganze Fall ist nicht nur brisant, sondern es wird auch gefährlich. Aber auch die anderen Charaktere sind authentisch gezeichnet.
Viele Wendungen und eine bedrohliche Atmosphäre sorgen dafür, dass die Spannung bis zum Showdown weiter ansteigt.
Mir hat dieser düstere und sehr spannende Thriller gut gefallen.
Einfach genial
Den Ermittler vom Bundeskriminalamt Art Mayer lässt das Schicksal der kleinen Milla, die nebenan bei ihrer dementen Großmutter lebt, nicht los. Millas Mutter, Dana Karasch, ist bereits seit Monaten verschwunden und Art versucht auf eigene Faust Spuren zu finden, leider bisher erfolglos. Als er und seine Kollegin Nele Tschaikowski einem anonymen Hinweis nachgehen, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse.
Erzählt wird die Geschichte in zwei Erzählsträngen. Wir begleiten die beiden Ermittler zu einer verlassenen Wohnwagensiedlung, dir durch einen Waldbrand bedroht wird, dort machen sie einen grausamen Fund, stoßen allerdings auch endlich auf Hinweise zu Dana Karasch. Von ihrer Jugendzeit lesen wir in den immer wiederkehrenden Rückblenden. Durch diese Wechsel wird permanent der Spannungsbogen aufgebaut.
Unaufhaltsam wird der Leser von einer spannenden Szene zur nächsten gepeitscht. Mit einer gewissen Finesse versteht es Raabe den Leser absolut an die Handlungen zu fesseln, sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag.
Sehr lebensnah dargestellt sind Art durch seinen Diabetes und Nele, die sich noch im Erziehungsurlaub befindet. Sie haben beide ihre Eigenarten und ergänzen sich bei ihren Ermittlungen perfekt.
Nach „Die Nacht“ freue ich mich schon riesig auf „Im Morgengrauen“, der vierte Art-Meyer-Teil der im März 2026 erscheinen soll