Cover von: Nachtflut

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Nachtflut

Thriller
Buch
Broschiert, 368 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3864932750

ISBN-13: 

9783864932755

Erscheinungsdatum: 

02.01.2025

Preis: 

16,99 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 374.793
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3864932750

Beschreibung: 

Wenn die Flut alte Verbrechen ans Tageslicht spült.

Orkanböen peitschen über die Straße, in den Nachrichten wird vor der kommenden Sturmflut gewarnt. Die Lage ist mehr als bedrohlich, der kleine Ort direkt an der Ostseeküste muss vollständig evakuiert werden.

Doch Elisa wartet bis zur letzten Sekunde, längst sind alle anderen fort. Vor ihrem Aufbruch stößt sie im Haus nebenan überraschend auf die Nachbarn. Wieso sind sie noch da? Das Paar scheint – genau wie Elisa selbst – etwas zu verbergen.

Der Deich bricht. Die drei sind in dem Haus gefangen. Der Strom fällt aus, der Pegel steigt. Aus der nahegelegenen JVA können Häftlinge entfliehen, und einer von ihnen hat nur ein Ziel: Elisa.

Fesselnd, rasant, voll unvorhersehbarer Twists.

Kriminetz-Rezensionen

Gefährliche Flut

Ein erschreckendes Horrorszenario bahnt sich an. An dem kleinen Ort an der Ostseeküste peitschen Orkanböen durch die Straßen und es wird vor einer Sturmflut gewarnt. Hinzu kommt noch, dass der Deich droht zu brechen. Der ganze Ort muss evakuiert werden. Elisa wartet bis zur letzten Sekunde bevor sie ihr Haus verlässt. Alle anderen sind schon längst vor aus dem Ort. Bei ihrem Aufbruch bemerkt sie, dass ihre Nachbarn doch noch dort sind. Das Ehepaar scheint, genau wie Elisa, etwas zu verbergen. Dann fällt der Strom aus und der Deich bricht. Aus der nahegelegenen JVA können Häftlinge entfliehen und einer davon will auf direktem Weg zu Elisa.

Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven der Protagonisten erzählt. Zwischendurch werden immer mal wieder Tagebucheinträge in die Handlung eingeschoben, wo man sich fragt wie das mit Elisa und den anderen Protagonisten zusammenhängen können. Das Szenario mit der Sturmflut und dem steigendem Pegel haben durchaus etwas Spannendes und Nervenaufreibendes an sich. Auch die Atmosphäre und das Setting gestaltet sich allein durch dieses Szenario schon sehr düster. Aber es wirkte mir stellenweise zu konstruiert und überzogen, gar zu zufällig. Manche Handlungen konnte ich halt nicht wirklich nachvollziehen, wie das auf einmal sein konnte.

Mit der Hauptprotagonistin Elisa bin ich nicht so wirklich warm geworden. Es kam dauerhaft die Sprache auf ihre Tablettensucht, was ich irgendwann nur noch nervig fand.

Bis zum Schluss blieb es trotzdem durch viele unerwartete Wendungen spannend, auch wenn ich das Ende nicht ganz so rund fand. Der Schluss war eher offen, wo ich mir gewünscht hätte, dass da einfach ein Punkt gemacht worden wäre.

Mein Fazit:
Die Grundidee zu dem Schreckensszenario "Sturmflut" fand ich gut, nur die Umsetzung hat mir leider nicht ganz so gefallen. Für mich was das Ganze stellenweise zu überzogen und unglaubwürdig. Ein solider Thriller aber noch mit ganz viel Luft nach oben, was man hätte besser machen können.

Aufgedeckte Geheimnisse

Buchmeinung zu Stina Westerkamp – »Nachtflut«

»Nachtflut« ist ein Kriminalroman von Stina Westerkamp, der 2025 bei Ullstein erschienen ist.

Zum Autor:
Stina Westerkamp ist das Pseudonym einer erfolgreichen Thrillerautorin. Schon während ihres Psychologiestudiums hat sie die Frage fasziniert, wie ein Mensch zum Mörder werden kann. Bis heute beschäftigt sie sich aus beruflichen Gründen mit der Psyche von Tätern und Opfern. Stina Westerkamp lebt mit ihrer Familie im Rheinland.

Zum Inhalt:
Die psychisch angeschlagene Elisa wird zusammen mit einem Nachbarpaar von einer schweren Sturmflut an ihr Dorf gefesselt. Parallel dazu brechen mehrere Schwerverbrecher aus ihrem Gefängnis aus und ihr Exmann Max, der beim THW aktiv ist, macht sich auf zur Rettung. Die Wege kreuzen sich im Haus der Nachbarn und alle müssen um ihr Überleben kämpfen.

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen und ich habe die atmosphärischen Schilderungen genossen. Die Hauptfigur Elisa ist schwer tablettensüchtig und wird von Panikattacken gebeutelt. Ihre Nachbarn hüten ein Geheimnis und die Spannungen zwischen dem Paar nehmen kontinuierlich zu. Paul gelingt mit einigen Schwerverbrechern der Ausbruch aus der JVA, der von einer Gewaltwelle geprägt ist. Paul versuchte mäßigend einzugreifen und war mir durchaus sympathisch. Max tritt als erfolgreicher Retter auf und wirkt ebenfalls sympathisch. Elisa war mir zu leidend dargestellt und konnte kaum Sympathiepunkte sammeln. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Elisa, Paul und Max erzählt. Alle Beteiligten hüten Geheimnisse und die Spannung steigt. Aufgelockert wird die aktuelle Schilderung durch Passagen aus dem Tagebuch einer weiblichen Person. Nach dem Deichbruch kulminieren die Ereignisse beim Zusammentreffen der fünf Personen im Haus der Nachbarn während der Sturmflut. Die Autorin spielt mit den Erwartungen des Lesers und hat einige Überraschungen parat. Dennoch ließ mein Lesevergnügen deutlich nach, weil die Figuren recht flach gezeichnet wirkten. Am Ende waren alle Geheimnisse offenbart und Vieles war anders als zunächst gedacht.

Fazit:
Meine Begeisterung für den Titel nahm zunehmend ab trotz einiger spannender Momente. Deshalb bewerte ich den Titel mit drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten) uns spreche keine Leseempfehlung aus.

Am Rand der Hölle

Eine Sturmflut bedroht den kleinen Ort direkt an der Ostseeküste. Elisa verpasst die Evakuierung und als auch noch ein Baum ihr Auto zerstört, sitzt sie fest. Überraschenderweise sind ihre Nachbarn auch geblieben und so versucht sie bei ihnen Hilfe zu bekommen, doch sie verhalten sich komisch und scheinen etwas zu verbergen. Als der Deich bricht und das Wasser immer höher steigt, befinden sie sich in höchster Gefahr.
Der Handlungsablauf ist ohne unnötige Ausschweifungen oder Längen. Die Story baut sich kontinuierlich auf und durch mehrere Perspektiven ist das Ganze abwechslungsreich gestaltet. Außerdem erfahren wir durch Tagebucheinträge von einer toxischen Beziehung, deren Hintergründe sich erst ziemlich zum Schluss offenbaren.
Leider haben mir die psychischen Probleme der Protagonistin Elisa etwas zu viel Raum eingenommen.
Stina Westerkamp hat in ihrem Thriller eine beklemmende Atmosphäre geschaffen. Starke Orkanböen, sintflutartiger Regen, ein gebrochener Deich und die stetig steigende Überflutung lassen den Leser die Kraft der Ostsee spüren.
Mit fortschreitender Story werden immer mehr perfide Geheimnisse aufgedeckt und ein unerwarteter Plot-Twist treibt die Spannung nochmal in die Höhe. Keine Frage, der Schreibstil ist fesselnd, aber irgendetwas fehlte, sodass die Handlungen ein bisschen flach blieben.

Gelungener, atmosphärischer Thriller

Der Ostseeküste droht eine verheerende Sturmflut, der die Deiche nicht standhalten werden. Vor diesem Katastrophenszenario spielt sich der fesselnde Thriller von Stina Westerkamp ab, der von der ersten Seite an für Spannung sorgt.

Elisa gelingt es nicht den kleinen Küstenort rechtzeitig zu verlassen und kommt in letzter Sekunde bei ihren Nachbarn unter. Während der Deich bricht und das Wasser unaufhaltsam steigt, wird schnell klar, dass jeder etwas zu verbergen hat. Doch die wachsende Bedrohung kommt nicht nur von den Naturgewalten – aus der nahegelegenen JVA sind Häftlinge ausgebrochen, und einer von ihnen hat es auf Elisa abgesehen.

Westerkamp überzeugt mit einem packenden Schreibstil, der die düstere Atmosphäre perfekt einfängt. Die Naturgewalten sind nicht nur Kulisse, sondern ein treibender Faktor, der den Nervenkitzel konstant hochhält. Der Autorin gelingt es die über die Küste hereinbrechende Naturkatastrophe so detailliert und realistisch zu beschreiben, dass ich das Gefühl hatte mittendrin zu sein und Sturm, Regen und das stetig steigende Wasser selbst zu spüren.
Mit der unerbittlich ansteigenden Flut treffen schließlich mehrere Figuren aufeinander, deren Perspektiven sich abwechseln. Da ist zuerst die Protagonistin Elisa, die seit dem tödlichen Bootsunfall ihrer Schwester unter Panikattacken leidet und deswegen tablettenabhängig ist. Ihr Exmann Max, der beim THW im Einsatz ist und sich durchschlägt um sie zu retten. Und ihr Schwager Paul, der aus dem Gefängnis geflohen und auf dem Weg zu ihr ist. Außerdem sind da noch Elisas rätselhafte Nachbarn Vera und Joachim . Scheinbar haben alle etwas zu verbergen und nicht jeder ist der, der er zu sein vorgibt. Leider war mir die Protagonistin Elisa wenig sympathisch. Ich konnte mit ihr einfach nicht warm werden.

Die Umsetzung der Geschichte ist durchweg gelungen, auch wenn manche Wendungen für mich etwas vorhersehbar waren. Dennoch sorgt der rasante Erzählstil dafür, dass keine Längen entstehen. Eingefügte Tagebucheinträge geben Rätsel auf und erst am Schluss wird klar von wem sie stammen. Kleinere Kritikpunkte waren für mich leider die unsympathische Protagonistin und das etwas überhastete Ende, dass mir nicht so gut gefallen hat da es etwas offen lässt. Aber das ist Geschmacksache.

Dennoch ist Nachtflut ein mitreißender und atmosphärischer Thriller, der mich trotz kleiner Kritikpunkte sehr gut unterhalten hat und den ich allen Fans von atmosphärischen Spannungsromanen gerne weiterempfehle.