Cover von: Noch fünf Tage

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Noch fünf Tage

Eine Frau sucht ihren Mörder. Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 303 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

351847538X

ISBN-13: 

9783518475386

Auflage: 

1 (21.04.2026)

Preis: 

20,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 39.117
Amazon Bestellnummer (ASIN): 351847538X

Beschreibung: 

Fünf Tage bis zum Tod – und nur eine Chance, die Wahrheit zu finden.

In der Silvesternacht im Davoser Familiensitz der milliardenschweren Harmans wird aus dem Festmahl ein Albtraum: Ein Giftanschlag tötet das Ehepaar und seine Kinder.

Spitzenköchin Lis Castrop, die das Dinner zubereitet hatte, ist die einzige Zeugin – und sie ist gleichzeitig eines der Opfer: noch am Leben, aber vergiftet. Fünf Tage bleiben ihr, um den Mord aufzuklären. Der Countdown läuft und enthüllt immer deutlicher: War Lis nur Kollateralschaden eines mörderischen Plans – oder ist sie tiefer in die Intrigen der Superreichen verstrickt, als sie ahnt?

Kriminetz-Rezensionen

Lebenszeit - noch 5 Tage

Angefangen hat es mit einem exklusiven Silvestermenu, das die 45jährige Spitzenköchin Liselotte Castrop für ihre Arbeitgeberfamilie Harmans gekocht hat. Das Milliardär-Ehepaar Harman und ihre beiden Kinder wurden mit Polonium210 vergiftet und Liselotte selbst landet mit Vergiftungserscheinungen im Krankenhaus. Aufgrund dessen, daß sie nur eine geringere Menge des Giftes zu sich genommen hat, geben ihr die Ärzte noch fünf Tage bis zu ihrem Ableben. Diese Zeit möchte sie vom Krankenbett aus unbedingt nutzen, um den oder die Täter ausfindig zu machen und die Zukunft für ihre 12jährige Tochter Cosima zu sichern. Vor allem möchte sie klären, wo und bei wem Cosima künftig leben soll und von welchem Geld. Wird Liselotte diese Vorhaben noch umsetzen können? Reicht die Zeit?

Um eine gewisse Spannung zu erzeugen, werden die Kapitel wie bei einem Countdown mit den Resttagen und den Uhrzeiten überschrieben. So ist der Leser stets im Bilde, wie lange Liselotte voraussichtlich noch am Leben ist. Auf der einen Seite wird ihr Krankenhausalltag geschildert mit Krankenschwester Esme, auf der anderen Seite erfährt man ihren beruflichen Werdegang und auch Details zu Familie Harman und ihren Freunden.

Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und dieser Thriller oder besser spannender Kriminalroman ließ sich flüssig lesen. Zu Liselotte hatte ich bis zum Ende ein distanziertes Verhältnis, mir fehlten bei ihr die Emotionen. Ihre Schilderungen waren eher sachlich gehalten. Meine Lieblingsfigur blieb bis zum Ende die Krankenschwester Esme, ihr liebevolles Kümmern um die Patientin und auch ihre Unterstützung bei der Recherche gefielen mir ausgesprochen gut. Das Eintauchen in dieses Milieu der Reichen war ok, allerdings das ständige Erwähnen von Markennamen war mir zu viel und unnötig. Das Cover finde ich passend zur Story und gut gewählt.

Ich hatte unterhaltsame Lesestunden, aber so richtig packen konnte mich das Buch nicht.

Wettlauf mit dem Tod

Lis liegt im Sterben, das Sylvester Menue, das sie zubereitet hatte für die Familie Harman war vergiftet, mit Polonium der neuesten Generation. Sie hat noch fünf Tage in denen sie herausfinden muss wer die Familie ermorden wollte ( denn sie scheint als Köchin der Kolateralschaden oder wie die Polizei denkt die Täterin zu sein ) und für ihre Tochter die Zukunft sichern.
Die Ermittlungen spielen sich nur im Krankenzimmer ab, einzig die Palliativ-Pflegerin Esme ist dabei, wenn sich Lis Gedanken über die möglichen Täter macht. Sie recherchiert auch für sie im Internet wenn sie es aufgrund ihres Zustands nicht kann. In Rückblicken werden herausragende Ereignisse, die Zorn, Wut oder andere gewaltige Gefühle als mögliche Motive erörtert.
Jede Szene hat genug Potential. Am Ende eine Überraschung, logisch, aber nicht vorhersehbar.
Die ganze Geschichte war in ihrer Art und Weise neu, ab und zu fehlte mir etwas Althergebrachtes und stellenweise waren mir etwas zuviel Details über das Leben der Schönen und Reichen eingeflochten, trotzdem war es spannend und interessant, vor allem weil Lis nicht einfach nur Opfer war. Sie war sehr von sich eingenommen, einen Makel den sie sich mit einigen anderen teilte, daher bekam sie nicht uneingeschränkte Sympathiepunkte.
Etwas das ich mag denn nicht immer ist alles schwarz und weiß.

Mördersuche

Als die milliardenreichen Harmans und ihre Kinder bei einem Silvesterfestmahl einem Giftanschlag zum Opfer fallen, überlebt vorerst nur die Spitzenköchin Liz, die einzige Zeugin. Aber ihr bleiben nur fünf Tage, um den Mord aufzuklären und ihre Tochter Cosima zu schützen.
Ein außergewöhnliches Setting, dessen Leseprobe bereits neugierig machte, versprach ein interessantes Leseerlebnis.
Der tagebuchartige Schreibstil, in dem die Uhrzeitangabe jedem Kapitel vorangestellt wird, und deren Verrinnen Liz dem Tod ständig näher bringt, ist ein geschickter Schachzug zur Spannungssteigerung.
Die Suche nach dem Täter ist kompliziert, da es, wie meist, eine Anzahl möglicher Verdächtiger gibt, und die Zeit unerbittlich drängt.
Leider lässt der Spannungsbogen zwischendrin ziemlich nach, da viele Nebensächlichkeiten in Bezug auf Kochkünste, Mode und das Leben der Superreichen einfließen, die die Handlung unnötig verlängern. Erst zum Ende zu offenbart sich immer deutlicher ein perfider Plan, der jedoch glücklicherweise in einem versöhnlichen Showdown endet.
Der herzzerreißende Abschied, der sterbenden Mutter von ihrer Tochter, ist hohe Schreibkunst und großes Kino.
Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und gebe gern eine Leseempfehlung.

Auf wen hatte der Täter es abgesehen?

Köchin Lis Castrop hat das Silvestermenu für die Familie Harman zubereitet. Während das Ehepaar Harman und die Kinder starben, liegt Lis vergiftet im Krankenhaus. Man gibt ihr noch fünf Tage. Diese wenigen Tage will Lis dazu nutzen, den Mord aufzuklären, denn die Polizei hält sie für die Mörderin. Außerdem will sie die Zeit mit ihrer 12-jährigen Tochter Cosima verbringen und ihre Zukunft sichern.

Lis erzählt ihre eigene Geschichte, die in fünf Abschnitte unterteilt ist – für jeden Tag ein Abschnitt. Urzeiten über schreiben die Kapitel, so dass man nachverfolgen kann, wie viel Zeit Lis noch bleibt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen.

Lis ist im Krankenhaus natürlich auf Hilfe angewiesen. Krankenschwester Esme kümmert sich um sie. Lis erinnert sich zurück und beschreibt die einzelnen Personen und versucht ihre Motivation für den Mordanschlag herauszufinden. Dadurch lernen wir die Personen gut kennen. Mir war niemand wirklich sympathisch und jeder schien ein Motiv zu haben. Nur für Cosima hatte ich Mitgefühl. Anfangs tat mir zwar auch Lis leid, doch je mehr ich über sie erfuhr, umso unsympathischer wurde sie mir, obwohl sie sicherlich eine liebende Mutter ist.

Dadurch dass eigentlich alle verdächtig waren, war es natürlich spannend zu erfahren, wer aus welchen Gründen dahintersteckt. Die Spannung ging aber leider durch viele zu detaillierte Beschreibungen und Nebensächliches verloren. Auch erschien mir einiges nicht ganz logisch konstruiert.

Am Ende sorgen dann der Täter und sein perfider Plan noch für eine Überraschung.

Auch wenn ich nicht ganz überzeugt bin, habe ich diesen Thriller doch ganz gerne gelesen.

Die Zeit läuft unaufhaltsam ab

Für die Spitzenköchin Liz Castrop ist nur das Beste gut genug. Nach einem Vorfall im Restaurant des Sternekoches Quirin nimmt sie die Schuld auf sich, wird jedoch sofort von der superreichen Familie Harman engagiert. Dort ist sie so viel mehr als nur die exzellente Köchin, sie ist Ideengeberin für jeden einzelnen. Ihr Silvestermenü jedoch überleben die Harmans nicht und auch für Liz ist die Zeit sehr begrenzt, die Ärzte geben ihr fünf Tage. Im Essen wurde Gift gefunden, Liz wird beschuldigt - was sie anspornt, den wahren Giftmischer zu finden. Der Countdown läuft.

Ab Tag eins um 04:38 Uhr verfolge ich Liz Gedanken und auch das Treiben um sie herum. „Wie alt ist sie? Fünfundvierzig. Das ist bitter.“ Im Krankenwagen nimmt sie diesen kurzen Dialog zwischen einem blonden Mann und einer weniger blonden Frau wahr. Diese wähnen sie bewusstlos, sie lässt sie in dem Glauben und auch weiß sie nun, dass sie bestenfalls noch fünf Tage zu leben hat. In der Privatklinik stellt sich ihr Esmeralda, kurz Esme genannt, als ihre persönliche Krankenschwester vor. Draußen warten schon Cosima, Liz Tochter und ihr Ex-Mann. Ihre Gedanken – sind es die letzten? – sind dem Sterben gewidmet. Nicht dem eigenen Sterben, aber doch…

Helena Falke hat für diesen Thriller eine nicht alltägliche Handlungsstruktur gewählt, was mich sofort angesprochen hat. Ein Opfer sucht seinen Mörder – ein gar absurdes Unterfangen, zumal sie in diesem Krankenzimmer bleiben muss, da ihre körperliche Verfassung logischerweise nachlässt. Was wird aus ihrer Tochter? Sie will sie in guten Händen wissen. Sie denkt zurück, denkt an Quirin und sein Sternelokal und an jeden einzelnen der Milliardärsfamilie Harman. Sie reist mit ihnen und selbstredend kommt auch das familieneigenen Flugzeug zum Einsatz. Sie wird hofiert, sie wird gedemütigt, sie hat ihre Launen auszuhalten.

Von Tag eins bis zum fünften Tag zählt Liz die ihr noch verbleibenden Stunden und Minuten herunter. Je mehr ich von Liz und ihrem Leben erfahre, desto mehr wird mir klar, dass sie eine starke Persönlichkeit ist. Sie ist intelligent und zielstrebig, sie lässt sich in ihrem Vorhaben, den wahren Täter zu finden, nicht beirren und – sie hat in Esme eine loyale Verbündete an ihrer Seite, die sie nach Kräften unterstützt.

Trotzdem man weiß, dass das Ende naht, hat die Story nichts Schwermütiges an sich. Es bleibt auch keine Zeit dafür, denn Liz Anliegen erfordert ihre ganze Stärke, die sie noch aufbringen kann. Indem sie zurückblickt auf die einzelnen Stationen, erkennt sie schlussendlich, wer denn für ihre Situation verantwortlich ist. Nicht nur diese Person, auch alle hier Agierenden sind treffend charakterisiert. Es ist ein mitunter schmerzhafter Blick auf das Leben der Reichen und Schönen und der Erfolgreichen, die sich ohne schlechtes Gewissen das nehmen, was ihnen vermeintlich zusteht.

„Noch fünf Tage“ wartet mit einer ungewöhnlichen Handlung auf, die spannend und durchweg unterhaltsam ist und einem Schluss, den man so dann doch nicht vorhersehen kann.