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Die Nordseefalle

Der vierte Theodor-Storm-Krimi
Buch
Taschenbuch, 240 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3596703867

ISBN-13: 

9783596703869

Auflage: 

1 (24.06.2020)

Preis: 

11,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3596703867

Beschreibung von Bücher.de: 

Der Ruf der Macht und die Macht des Meeres - der vierte Fall der historischen Erfolgs-Krimiserie um Anwalt Theodor Storm.

Ein Mord in Husum und die Sagen um die versunkene Stadt Rungholt führen Anwalt Theodor Storm und seinen Schreiber Peter Söt 1844 auf die Insel Föhr. Dort verbringt der dänische König den Sommer. In seinem Hofstaat auch der Dichter Hans Christian Andersen. Was bedeuten die Unfälle, in die Andersen verwickelt wird? Gibt es Hofintrigen gegen ihn? Weiß er etwas über die verschwundene Schatzkarte von Rungholt? Storm hat es bei seinen Ermittlungen mit mächtigen Gegnern zu tun - und übersieht beinah die größte Gefahr: der »blanke Hans«, die Nordsee selbst.

»Als ob man den echten Theodor Storm in seiner Zeit erlebt.« Radio Bremen

Kriminetz-Rezensionen

Echt lesenswert, aber wenig Krimispannung

Direkt und ohne Umwege lande ich im späten 19. Jahrhundert in einer wenig gemütlichen Kerkerzelle. Die Zeit, die Umstände und die Umgebung werden mir angenehm unaufgeregt nahe gebracht und ich tauche recht schnell in diese mir doch recht fremde Welt ein. Der Anwalt Theodor Storm versucht auf vielen Wegen zu verhindern, dass sein Mandant an den dänischen König ausgeliefert wird – denn das würde wohl seinen sicheren Tod bedeuten.

Komplizierte Ermittlungen
Also macht Storm, oder besser sein Schreiber und Mädchen für alles Peter Söt, sich daran allerlei Hinweisen zu folgen. Aus Peter Söts Perspektive ist dieses Buch auch geschrieben, was dazu führt, das ich auch die eine oder andere »Niederung« des damaligen Lebens erkunden darf :-) Im Laufe der Ermittlungen geschieht ein weiterer Mord und alles scheint irgendwie mit den Sagen um die versunkene Stadt Rungholt zusammenzuhängen.

Nette Unterhaltungen
Die Beschreibungen von Husum und Umgebung, genau wie der Insel Föhr, sind sehr detailliert und anschaulich. Die Atmosphäre ist insgesamt eher düster und ein bisschen bedrohlich, aber die gelegentlichen Ausflüge zu Storms Schwarm Constanze und deren Freundeskreis bieten dazu dann einen netten Gegenpart. Dort geht es eher gesittet und sittsam zu. Dank der bildhaften Beschreibungen fühle ich mich in beiden Welten immer gleich zu Hause.

Undurchsichtiger Dichter
Auch die Begegnungen zwischen Storm und Andersen schwanken zwischen Bedrohlichkeit und Sympathie. Ich mag Hans Christian Andersen bzw. seine Märchen und so hat er gleich mal ein paar Sympathiepunkte als Bonus bei mir. Die sind aber auch nötig, denn seine Rolle ist recht undurchsichtig und ziemlich suspekt. Die Auflösung des Ganzen kommt dann doch recht plötzlich und überraschend – aber sie ist durchaus nachvollziehbar und erscheint plausibel.

Mein Fazit
Die Nordseefalle von Tilman Spreckelsen ist ein historischer Krimi, bei dem es für mich ein bisschen an Spannung mangelt. Dafür sind alle historischen Hintergründe – soweit ich das beurteilen kann – sehr genau recherchiert. Ich finde das Buch lässt sich wirklich sehr gut lesen, man sollte sich allerdings nicht so auf das Wort »Krimi« fixieren :-)