Cover von: Nordwestnacht
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Nordwestnacht

Der dritte Fall für die Soko St. Peter-Ording
Buch
Taschenbuch, 288 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3749903395

ISBN-13: 

9783749903399

Auflage: 

1 (22.03.2022)

Preis: 

12,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3749903395

Beschreibung von Bücher.de: 

In Sankt Peter-Ording weht ein tödlicher Wind.

Als ein Filmteam St. Peter-Ording als Drehort auswählt, ist die Freude bei den Anwohnern groß. Besonders der junge Polizeiobermeister Nils Scheffler genießt den Trubel und seine damit verbundene Stellung als Polizeiberater am Set sehr.

Doch dann wird einer der Aufnahmeleiter tot aufgefunden, spektakulär an die Stelzen eines Pfahlbaus gekettet. Als außerdem die zweite Hauptdarstellerin verschwindet, drängt Nils, der sich in sie verliebt hat, darauf, dass hier etwas nicht stimmen kann. Gemeinsam mit den Kommissaren Hendrik Norberg und Anna Wagner beginnt er im Fall der Vermissten zu ermitteln. Und dieser ist verworrener, als es zunächst scheint …

Kriminetz-Rezensionen

Der dritte Fall aus St. Peter Ording

Ein Filmteam dreht in St. Peter-Ording einen Krimi und bekommt Unterstützung vom örtlichen Polizeiteam. Der junge Nils ist hin und weg von der Hauptdarstellerin. Er bekommt den Eindruck, dass sie gestalkt wird. Seine Kollegen neigen zur Vorsicht, von wegen Werbung und Aufmerksamkeit. Dann taucht eine brutal ermordete Leiche auf, der Mann gehörte auch zum Filmteam. Dieser Fall ist nicht einfach für Anna, Hendrik und Nils.

Für mich, die ich die anderen Fälle nicht kenne, war der Einstieg einfach. Es gab immer wieder Hinweise zu den Einzelheiten des Privatlebens der Ermittler, die in den vorherigen Büchern wichtig waren. Auch hier ist es eine ausgewogene Mischung zwischen solider Ermittlungsarbeit, dem Leben außerhalb des Berufs und der Spannung des Falls. Manchmal hatte die Geschichte einige Längen und es hätte etwas mehr Fallstricke für uns Leser sein können, aber im Großen und Ganzen war der Krimi solide.

Gut gefallen hat mir die Beschreibung des Orts, dieses Lokalkolorit war sehr schön und macht neugierig auf die Nordseeküste. Vor allem, weil die Beschreibung mit den tatsächlichen Gegebenheiten übereinstimmt und es kein Phantasieort im Irgendwo ist.

Erneut ein spannender Fall!

Da ich auch den Kriminalfall »Nordwesttod« von Svea Jensen gelesen habe, sind ist natürlich der Ort St. Peter-Ording mit dem Dienststellenleiter Hendrik Norberg und seiner Kollegin Kommissarin Anna Wagner bekannt. Die beiden sind nun angenehme und bereits wohlbekannte Hauptdarsteller in einem filmisch angelegten Plot.

Mit Nils Scheffler taucht jetzt hier ein junger Polizeiobermeister auf, der aufgrund noch fehlender Erfahrung zu emotional an diverse Sachverhalte zur Aufklärung herangeht.

Insgesamt kommen die einzelnen Charaktere in ihrer Verschiedenheit auch im Polizeiapparat sehr menschlich und natürlich rüber.

Nach dem Auffinden einer angeketteten Leiche zu Anfang dehnt sich der Spannungsbogen stetig weiter, hinweg über Informationen zu einer Vermissten, die Teil der Filmcrew ist, mit St. Peter-Ording als sehr interessantem Drehort.

Solider Regionalkrimi

In St. Peter-Ording beginnen gerade die Dreharbeiten für weitere Folgen einer erfolgreichen TV-Serie, als die Leiche von Tim Förster gefunden wird. Er war Praktikant der Aufnahmeleitung und wurde unter einem Pfahlrestaurant festgekettet. Bei einsetzender Flut muss er langsam und qualvoll ertrunken sein. Die Ermittlungen führen zuerst zur Filmcrew. Wer könnte vom Tod eines Praktikanten profitieren? Dann verschwindet auch noch ein Filmsternchen. Hier hat man schon eher eine Verdächtige: in Form der Hauptdarstellerin Christina Hallversen. Sie outet sich als arrogant und alternde Diva und daher war die jugendliche Neueinsteigerin ihr ein Dorn im Auge.

Und dann beginnen innerhalb der Polizei und den Ermittlern auch noch die Hahnenkämpfe – wer ist zuständig, wer bekommt welchen Arbeitsplatz und wer ist der Chef? Als es einen weiteren Todesfall im Bereich der Flensburger Kollegen gibt, werden diese wieder abgezogen und es kehrt eine gewisse Ruhe ein. Hendrik Norberg und Anna Wagner ermitteln zusammen. Sie verstehen sich auch privat sehr gut, deshalb wird hier fruchtbar und erfolgreich zusammen gearbeitet.

Durch die Entführung von Julia Mansfeldt entsteht ein gewisser Zeitdruck, denn man hofft, sie noch lebend zu finden und Nils Scheffler, der als Polizeiberater des Filmteams bereitstand und in Julia verliebt ist, engagiert sich hier ganz besonders.

Dann kommt es zu einem Hinweis und einer Wende, die Ermittlungen laufen nun in eine ganz andere Richtung.

Ich habe bereits einen Krimi dieser Reihe gelesen und dieser 3. Band hat mich wieder überzeugt. Ich finde das Cover stimmig und es passt sehr gut zu den Vorgängerbänden. Das Buch ist spannend und flüssig geschrieben, die Atmosphäre der Küste sowie des Filmteams sind für den Leser sehr gut nachvollziehbar. Die Figuren fand ich gut charakterisiert, das Privatleben der sympathischen Ermittler Anna und Hendrik wurde wohl dosiert eingestreut. Die Auflösung war am Ende nicht mehr so überraschend, aber der Weg dahin sehr gut beschrieben. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und ich warte gespannt auf den nächsten Band.

Diesen soliden Regionalkrimi empfehle ich sehr gerne weiter!

Ein tödlicher Fall für die SoKo St. Peter-Ording

Sie drehen da, wo andere Urlaub machen – in St. Peter-Ording. Die Darstellerriege der erfolgreichen Krimi-Reihe sollte verjüngt werden und schon gibt es Zickenkrieg. Als ein Urlauber auf seinen Fotos etwas Seltsames entdeckt, das aussieht, als ob da ein Mensch an einen Pfahl mitten im Wasser angebunden ist, verständigt er die Polizei. Einer aus dem Filmteam hängt da, er hat es wohl überstanden. Aber nicht genug, verschwindet kurz darauf eine neu dazugekommene Schauspielerin.

Es ist der dritte Band um die SoKo hoch oben im Norden. Obwohl ich die beiden ersten Fälle nicht kenne, war ich gleich drin. Ich finde es immer gut, dass man in Reihen auch mittendrin einsteigen kann, ohne das Gefühl zu haben, dass Infos fehlen. Die drei Ermittler Anna Wagner, Hendrik Norberg und Nils Scheffler, der hier eine ganz besondere Rolle spielt, waren mir schnell vertraut. Ich mag sie alle drei, jeden auf seine ganz besondere Art und werde mir ganz bestimmt die Vorgängerbände holen, denn so ganz verabschieden möchte ich mich nicht von ihnen, kommen sie mir doch schon wie alte Bekannte vor.

Es geht um Mord und eine vermeintliche Entführung. Um Verdrängen und Vertuschen und um handfeste Lügen geht es auch. Die Charaktere haben Ecken und Kanten, sind liebenswert, hinterhältig und rachsüchtig – mit so manch krimineller Energie. Eine glaubwürdige Handlung mit einer guten Prise Privatleben macht einen fesselnden Krimi, der schnell weggelesen war.

»Nordwestnacht« war gute Unterhaltung mit ein wenig Urlaubsfeeling und dem festen Vorsatz, demnächst an die Nordseeküste zu fahren und in St. Peter-Ording vorbeizuschauen. Und natürlich macht das offene Ende neugierig auf den vierten Fall.

Regionalkrimi

In St. Peter-Ording finden Dreharbeiten zu einem Krimi statt. Polizeiobermeister Nils Scheffler ist als Polizeiberater involviert und hat sich in die Schauspielerin Julia Manshardt verliebt. Eines Tages wird die Leiche des Praktikanten Tim Förster gefunden und Julia verschwindet spurlos. Die Ermittlungen werden von Hendrik Norberg und Anna Wagner aufgenommen und es stellt sich die Frage, ob diese beiden Fälle zusammenhängen?

Die Protagonisten sind dynamisch, facettenreich, schlüssig und sympathisch – mit ihren Ecken und Kanten – gezeichnet. Die Mischung zwischen der Polizeiarbeit und dem Privatleben von Anna und Hendrik finde ich gelungen, ebenso die überwiegend harmonischen Ermittlungen innerhalb des Teams. Die Handlung wird nachvollziehbar dargestellt und der Spannungsbogen bleibt bis zum durch etliche Wendungen erhalten. Allerdings bin ich mit dem offenen Ende unzufrieden, gerade in einem Krimi finde ich dies deplatziert.

Die Landschafts- und Ortsbeschreibungen sind detailreich und lebendig und machen Lust auf einen Ausflug an die Nordsee. Die Geschichte wird aus Sicht der beiden Ermittler erzählt. Der flüssige Schreibstil liest sich flott und angenehm.

Mit dem Krimi verbrachte ich unterhaltsame Lesestunden und hoffe auf einen baldigen vierten Teil zur Auflösung des Cliffhangers.

Spannende Fortsetzung

»Nordwestnacht« von Svea Jensen, Verlag Harper Collins Germany, habe ich als E-Book mit 282 Seiten gelesen, die in 52 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 3. Fall für die Soko St. Peter-Ording.

Die Jungschauspielerin Julia Manshardt, die wegen eines Drehs in St. Peter-Ording ist, bekommt Nachrichten von einem Unbekannten. POM Nils Scheffler, der als Berater für polizeiliche Beratung zum Drehort abgestellt wurde, hat sich in Julia verguckt und versucht nun, seinen Chef zu überreden, sich um den Stalker zu kümmern. Doch zuerst wird der Aufnahmeleiter Tim Förster – an die Stelzen eines Pfahlbaus gekettet – tot aufgefunden.

Da die eigentlich zuständige Flensburger Mordkommission überlastet ist, übernimmt HK Hendrik Norberg den Fall. Als Julia verschwindet, kommt Anna Wagner von der neu errichteten Vermisstenstelle dazu. Die beiden haben schon öfters und gut zusammengearbeitet. Am Set kannte kaum jemand Tim, da er erst neu im Team war. Hendrik und Anna müssen nun dessen und auch Julias Umfeld untersuchen und kommen dabei einer schrecklichen Sache aus deren Jugendzeit auf die Spur. Aber was hat das mit den aktuellen Geschehnissen zu tun? Näher muss auch die Hauptdarstellerin der Serie, Christina Hallversen, betrachtet werden. Wegen des Jugendwahns im Fernsehen soll sie ausgetauscht werden, was sie natürlich verhindern will. Hat sie etwas mit Julias Verschwinden zu tun?

Auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Charaktere sind wieder sehr authentisch dargestellt. Nils reagiert in diesem Fall sehr emotional und auch nicht immer korrekt seinen Vorgesetzten gegenüber. Er fühlt sich nicht ernst genommen und zu Hilfsarbeiten verdonnert. Dabei sind seine Recherchen ebenso wichtig für den Fall wie die anderen Arbeiten.

Hendrik ist ohne Mordermittlungen geistig unterfordert und freut sich, dass er den Fall bearbeiten darf. Trotzdem hat er ein schlechtes Gewissen seinen Söhnen, hauptsächlich dem älteren, gegenüber. Das Verhältnis zu ihm ist seit dem Tod der Mutter sowieso recht angespannt.

Bei Anna läuft es eigentlich ziemlich gut, auch wenn sie nun ihren Urlaub wegen des Falls verschieben muss. Privat ist sie seit einiger Zeit in einer Beziehung. Auch Hendrik streckt so langsam seine Fühler wieder aus und will nicht mehr allein sein. Ich bin überzeugt, dass Anna und er irgendwann mal zusammenkommen, das würde einfach gut passen.

Auch die anderen Charaktere sind gut herausgearbeitet und sehr unterschiedlich beschrieben. Ich konnte sie mir alle sehr gut vorstellen.

In diesem Buch bekommt man einen kleinen Blick hinter die Kulissen eines Serien-Drehs und wie hart das Geschäft ist, gerade wenn man älter ist, besonders bei Frauen. Die Formate sollen verjüngt werden, um mehr junge Zuschauer anzulocken. Dabei bleiben einige Schauspieler schon mal auf der Strecke.

Das Ende des Buches ist schockierend und ich hoffe, dass im nächsten Teil alles wieder gut ist. Ich freue mich sehr darauf.

Das Cover ist wieder sehr schön an die Vorgängerbücher angepasst.

Es ist nie so, wie es scheint

Ich habe die vorherigen Bände leider noch nicht gelesen, dies ist mein erster Band, aber er lässt sich wunderbar gut und flüssig lesen. Er ist leider nicht blutrünstig, so wie ich es gerne gehabt hätte, aber trotzdem sehr gut zu lesen, genau richtig, ein gutes Mittelmaß.

Ein Filmteam hat den beliebten Urlaubsort Sankt Peter-Ording ausgesucht und somit ist die Freude bei den Anwohnern sehr groß, unter anderem auch die des jungen Polizeiobermeisters Scheffler Nils, der am Set als Polizeiberater tätig ist.

Doch die Freude wird überschattet, als einer der Aufnahmeleiter tot aufgefunden wird, ganz grausam an die Stelzen eines Pfahlbaus angekettet.

Dann geht es Schlag auf Schlag: Auch die zweite Besetzung der Hauptdarstellerin verschwindet spurlos.

Da sich Nils in sie verliebt hatte, drängt er nun darauf, dass hier etwas oberfaul ist und zusammen mit den Kommissaren Anna Wagner, die aus Bayern stammt, und Hendrik Norberg beginnt er zu ermitteln. Die beiden Kommissare Anna und Henrik sind ein gutes Team und ermitteln sehr harmonisch miteinander, man erfährt auch ein wenig Privates von ihnen.

Aber man kann sich nie sicher sein, denn es ist nichts, wie es alles scheint, ich wurde geschickt auf die falsche Fährte gelockt und bin prompt darauf reingefallen.

Das Ende war dann doch nicht mehr so überraschend, aber einfach sehr gut gemacht. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und ich empfehle es gerne weiter.

Der 3. Fall für die Soko St. Peter-Ording

St. Peter-Ording ist der neue Schauplatz für die Dreharbeiten zu »Tödlicher Norden«, einer weiteren Staffel einer Krimiserie im ZDF-Vorabendprogramm. Dann findet ein Tourist bei seiner morgendlichen Joggingrunde den unter einem Pfahlbau festgeketteten und qualvoll ertrunkenen Aufnahmeassistenten Tim Förster. Tim ist genau wie die zweite Hauptdarstellerin Julia Manshardt neu im Team. Als sie am folgenden Tag nicht zu den Aufnahmen erscheint, steht für Polizeiobermeister Nils Scheffler sofort fest, dass die beiden Fälle zusammenhängen. Julia hatte ihm erzählt, dass sie seit ein paar Wochen gestalkt wird.

Kommissar Hendrik Norberg, Kommissarin Anna Wagner und ihr Team tun sich nicht leicht bei den Ermittlungen, die Dirk Schäfer, der neue K1-Leiter aus Flensburg, versucht an sich zu reißen. Nach und nach stellt sich heraus, dass hinter den beiden Fällen mehr steckt und dass die Vergangenheit des Toten und der Vermissten hier eine große Rolle zu spielen scheint.

Das Cover des Buches im gleichen Stil gehalten wie das der beiden Vorgängerbände und hat so für mich einen hohen Wiedererkennungswert. Mit dem Leuchtturm und dem Schein im Wasser passt es gut an die Nordseeküste und nach St. Peter-Ording.

Sowohl auf der vorderen als auch auf der hinteren Buchinnenseite finde ich die gleiche Ansicht von St. Peter-Ording mit einigen Schauplätzen.

Jedes neue Kapitel, davon gibt es insgesamt 52, wird mit einem kleinen Rettungsring eingeleitet. Auch im Kapitel selbst weisen kleine Ringe darauf hin, dass der Schauplatz gewechselt hat.

Die kleinen Einblicke ins Privatleben der beiden Kommissare haben mir wieder gut gefallen. Das gehört für mich zu einem guten, ausgewogenen Krimi einfach dazu.

Sehr gut dargestellt finde ich die Eifersüchteleien am Set und den Jugend- und Schönheitswahn, der gerade den weiblichen Akteuren bestimmt zu schaffen macht. Wenn ich das hier auch ein bisserl krass dargestellt finde.

Der Fall bzw. die beiden Fälle selbst finde ich sehr gut dargestellt. Gut nachempfinden kann ich auch den Zeitdruck, dem die Ermittler ausgesetzt sind, wollen sie doch die Jungschauspielerin unbedingt lebend finden. Als dann ein Foto auftaucht, habe ich mir schon denken können, in welche Richtung das Ganze laufen wird. Da habe ich mich durch die »Diva« nicht abschrecken lassen.

Genauso wie die Rivalitäten zwischen den Dienststellen. Aber auch den Zusammenhalt unter den Ermittlern. Gerade Tim tut sich hier nicht leicht. Da war es schön zu lesen, wie Anna und auch Norberg ihn immer wieder »an die Hand nehmen«. Ein tolles Team.

Bei dem Cliffhanger am Ende hoffe ich auf einen positiven Ausgang. Der lässt auf alle Fälle auf Band 4 der »Nord-West«-Reihe schließen. Und darauf freue ich mich schon jetzt.

Erneut ein spannender Fall

Erneut ermittelt Hauptkommissar Hendrik Norberg gemeinsam mit Kollegin Anna Wagner und Nils Scheffler in einem brisanten Fall an einem spannenden Ort in Norddeutschland. Dieses Mal wird ein Küstenkrimi in St. Peter-Ording gedreht. Einerseits wurde ein Filmmitglied tot an den Stelzen eines Pfahlbaus gekettet gefunden, andrerseits fehlt von einer Schauspielerin jede Spur. Zufall?

Das Ermittlerduo mit Hendrik und Anna ist weiterhin sympathisch. Sie arbeiten Hand in Hand zusammen. Nils hingegen scheint dieses Mal etwas neben der Spur zu sein. Aber das macht auch ihn menschlich. Der Schluss ist etwas unerwartet und schreit nach einer Fortsetzung.

Mir hat dieser Krimi wieder viel Spaß bereitet zu lesen. Allerdings bin ich nichts anderes gewohnt von Svea Jensen.

Solider Regio-Krimi

Das erste Buch hatte mich begeistert, das zweite Buch war für mich eher durchwachsen, weil zu schnell offensichtlich war, wer der/die Täter/in war und warum. Das ist überhaupt nicht mein Ding. Dementsprechend war ich auf das dritte Buch sehr gespannt.

Zwischen den einzelnen Büchern vergeht nicht so viel Zeit, wie man es gewohnt ist. In der Regel vergeht auch in den Büchern die Zeitspanne, die zwischen den jeweiligen Erscheinungsdaten liegen (also üblicherweise 1 Jahr). Dies ist hier nicht der Fall.

Es gibt ein Wiedersehen mit allen »Bekannten«, die man aus den früheren Büchern kennt. Diese haben eine sehr angenehme und vor allem nachvollziehbare Entwicklung durchlebt, was allerdings im Widerspruch dazu steht, dass seit den Geschehnissen in Band 2 lediglich 4 Monate vergangen sind.

Gerade Anna und Norberg haben sich verändert und weiterentwickelt. Die Zusammenarbeit wirkt intensiver, näher, freundschaftlicher. Anna scheint ihre gescheiterte Ehe gut verarbeitet zu haben, denn sie duckt sich nicht mehr weg, sondern macht in ihrer neuen Beziehung ihren Standpunkt klar und Norberg öffnet sich ein bisschen Richtung »neue Beziehung«. Mal sehen, was daraus wird.

Stilistisch darf man natürlich kein Wunderwerk erwarten. In meinen Augen lebt ein solider Regio-Krimi davon, ob man die Protagonisten mag oder nicht. Und das ist Svea Jensen bei mir überaus gut gelungen. Zudem wird der Leser nicht mit seitenlangen Beschreibungen der Gegend gelangweilt. Hier und da ein kurzer Hinweis, das wars. Genau nach meinem Geschmack. Das Kopfkino anregen, aber nicht zu viel.

Was die Spannung angeht, so hat man auch dieses Mal leider wieder mehr Infos als Anna und Norberg. Es werden viele Rückblicke eingestreut, die mit ihrer kursiven Schrift auch einfach zu erkennen sind. Das bedeutet aber auch, dass es mit der Raterei nicht allzu spannend geworden ist. Nur das Motiv kommt völlig überraschend daher, wobei man als Leser aber trotz der vielen zusätzlichen Informationen keine Möglichkeit hat, dieses zu erraten. Schlussendlich wird aber alles ohne offene Fragen schlüssig aufgeklärt.

Das Einzige, was mich richtig gestört hat, ist, dass gefühlt irgendwie ein Einstieg, eine Art »Vorgeplänkel«, gefehlt hat. Irgendwie war man sofort mittendrin in dem Geschehen.

Ein Nordsee-Krimi mit mäßiger Spannung und einer Menge Lokalkolorit!

»Nordwestnacht« der Autorin Svea Jensen ist ein Kriminalroman, der am 22.03.22 im HarperCollins-Verlag erschienen ist. Dies ist der dritte Fall für die Soko St. Peter-Ording, der mir diesmal leider nicht so gut wie die Vorgänger gefallen hat. Das Cover passt hervorragend zu den anderen beiden Bänden, da es einen großen Wiedererkennungswert hat. Es strahlt eine düstere und beklemmende Atmosphäre aus, auf die ich mich sehr gefreut habe. Doch enttäuschenderweise habe ich hiervon während des Lesens nur unregelmäßig etwas gespürt, da sich für mich die Handlung zu oft in die Länge gezogen hat.

Auch die privaten Probleme der Kommissare waren für meinen Geschmack teilweise etwas zu ausschweifend beschrieben. Dies hat den Spannungsbogen regelmäßig in den Ruhemodus versetzt, weshalb ich meistens nur schleppend mit dem Lesen des Buchs vorankam.

Das Setting des Krimis wurde von der Autorin detailliert und bildlich beschrieben, die Nordseelandschaft in St. Peter-Ording konnte ich mir wirklich sehr gut vorstellen. Die Geschichte beinhaltet viel Lokalkolorit, was ich von den Vorgängerbänden schon kenne und mir auch diesmal erneut gut gefallen hat.

Obwohl ich auf diesen Band sehnsüchtig gewartet habe, konnte mich die Handlung im Ganzen nicht so richtig überzeugen. Der Kriminalfall ist spannend, keine Frage. Aber das Drumherum war mir oftmals einfach zu viel. Wie erwähnt hat mir das Privatleben der Protagonisten Anna Wagner, Hendrik Norberg und Nils Scheffler zu viel Raum eingenommenen, sodass der spannende Fall in den Hintergrund gedrängt wurde. Es gab Abschnitte, die mich schon fast gelangweilt haben und ich gehofft habe, dass die Autorin endlich wieder zum eigentlichen Punkt kommt. Der Krimi kommt deshalb jedoch sehr authentisch und lebendig rüber, der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und bildlich. Auf der Suche nach dem Mörder und der verschwundenen Schauspielerin kommen ziemlich spät erst interessante Details ans Licht, die Ermittlungen laufen eher schleppend voran. Neugierige Nachbarn, die zu jeder Uhrzeit die Nachbarschaft im Auge haben, durften hier natürlich nicht fehlen.

Der Schauplatz Sankt Peter-Ording ist klasse gewählt und gibt dem Krimi das gewisse Etwas. Detailliert und schon fast malerisch erzeugt Svea Jensen klare Bilder während des Lesens, sodass ich neben dem Mord des Aufnahmeleiters und der Suche nach der Schauspielerin von tollem Nordsee-Feeling heimgesucht wurde. Dies ist deshalb ein waschechter Regionalkrimi.

Trotzdem, bis zum Fund des Leiters hat es für meinen Geschmack etwas zu lange gedauert, auch ansonsten konnte ich keinen konstanten Spannungsbogen feststellen. Zum Ende hin wurde es schließlich besser und dann auch rasant, was mir bei fast 400 Seiten einfach zu lange gedauert hat. Das bin ich aus den Vorgängerbänden nämlich nicht gewohnt, so richtig warm wurde ich mit dem Buch deshalb leider nicht.

Trotzdem ist der Fall komplex und bedauerlicherweise erst zu spät wendungsreich und spannend. Ich habe mich vorher oft gefragt, wie der Mord und das Verschwinden der jungen Frau zusammenhängen, denn an einen Zufall habe ich nicht geglaubt. Auch das Motiv des Täters hat mich lange Zeit beschäftigt und somit ständig rätseln lassen. Das plötzliche Verschwinden der Schauspielerin hat mich ebenfalls beschäftigt und ich habe mich öfter gefragt, ob sie vielleicht doch in einem anderen Licht steht als vermutet. Doch mit Geduld wurden all meine offenen Fragen beantwortet und jedes Puzzleteil hat seinen richtigen Platz gefunden. Der mysteriöse Täter war für mich bis zum Schluss nicht zu erahnen.

Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und kommen mit ihren Ecken und Kanten authentisch zur Geltung: Anna Wagner, die frisch verliebt ist, Hendrik Norberg, dessen Gewissen hin und her schwankt und Nils Scheffler, der als Polizeiberater am Drehset mitmischt. Er hat sich in die verschwundene Schauspielerin verliebt, weshalb ihm ihre Suche doppelt am Herzen liegt. Er ist wie immer höchst motiviert und sympathisch, doch dieser Fall geht ihm besonders an die Nieren. Da er seine Gefühle nicht unterdrücken kann, kommt er immer wieder in verzwickte Situationen.

Auch wenn mich diese Geschichte diesmal nicht allzu sehr vom Hocker gehauen hat, werde ich den Folgeband aber auf jeden Fall lesen. Das Ende hat mich mit einem Cliffhanger überrascht, weshalb ich auf die Fortsetzung erneut gespannt bin. Dieser macht mich jetzt schon sehr neugierig und ich bin deshalb schon sehr gespannt. Geschmäcker sind verschieden, meiner war es hier diesmal nicht ganz. Deshalb gibt es von mir für »Nordwestnacht« enttäuschenderweise nur drei Sterne.

Alles anders als gedacht

Inhalt
St. Peter-Ording ist Drehort für einen Küstenkrimi. Die Anwohner freuen sich und der junge Polizeiobermeister Nils Scheffler ist begeistert und genießt es, als Polizeiberater zu fungieren. Doch dann wird ein junger Mann ermordet, der Teil der Filmcrew war. Da die Flensburger Mordkommission zu beschäftigt ist, übernehmen Hauptkommissar Hendrik Norberg und seine Kollegin Anna Wagner die Ermittlungen. Dann verschwindet auch noch eine der Darstellerinnen, in die sich Nils Scheffler verguckt hat. Dass die zwei Fälle nichts verbindet, glaubt keiner. Ob sie die Motive ermitteln können und die verschwundene Darstellerin finden werden …

Meine Meinung
Es ist der dritte Fall für die SOKO St. Peter-Ording und meine erste Begegnung mit dem Ermittlerteam. Ich hatte aber keinerlei Probleme, mich in die Geschichte und die Hauptprotagonisten hineinzufinden. Es ist definitiv auch einzeln lesbar.

Das Cover entspricht der Story und ist daher sehr passend.

Der Schreibstil war angenehm und durch die flüssige Schreibweise zügig zu lesen. Obwohl das Privatleben der Ermittler auch einen nicht unerheblichen Teil des Geschehens ausmacht, empfand ich es als nicht störend. Die Charaktere sind detailliert und bildhaft ausgearbeitet. Hendrik und Anna haben mir sehr gut gefallen, Nils war mir als Polizeiobermeister manches Mal zu naiv. Das Setting ist gut beschrieben und man taucht in die Atmosphäre der Nordsee mit ein. Die Karte auf den Innenseiten des Einbandes sind eine tolle Idee. Was ich auch als absolut positiv empfand, war, dass die Story realistisch daher kommt, ohne reißerische Aspekte. Die Spannung baut sich langsam auf – mir manchmal zu wenig –, aber das Ende mit seiner überraschenden Wende hat mir klasse gefallen.

Fazit
Ein lesenswerter, realistischer Krimi mit Nordseefeeling und angenehmen Ermittlern. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Schauspielerin vermisst

In St. Peter-Ording wird die neue Staffel einer TV-Krimi-Serie gedreht. Vor allem Polizeiobermeister Nils Scheffler, der als Polzeiberater am Set ist, genießt den Trubel. Doch dann wird der Praktikant des Aufnahmeleiters tot an einem Stelzenhaus angebunden aufgefunden. Als dann noch die zweite Hauptdarstellerin, in die sich Nils verliebt hat, verschwindet, ist sich Nils sicher, dass hier etwas nicht stimmen kann. Er drängt Hendrik Norberg und Anna Wagner darauf, die Ermittlungen im Vermisstenfall aufzunehmen.

»Nordwestnacht« ist der dritte Fall für die SOKO SPO. Der Fall an sich ist in sich abgeschlossen, doch man sollte schon die vorherigen Teile gelesen haben. In der Handlung wird sehr viel Wert auf die Hauptprotagonisten und die Weiterentwicklung ihrer privaten Geschichte gelegt und nicht auf den eigentlichen Krimifall.

Und das finde ich grade so schön an dieser Reihe. Grade dieses Drumherum mit Hendrik als Vater und seinen zwei Jungs und Anna, die erst vor Kurzem nach SPO gezogen ist. Es ist einfach schön zu lesen, wie ihre Geschichte sich weiterentwickelt und man fiebert auch mit ihnen mit. Alle Hauptprotagonisten finde ich sehr sympathisch und ich habe sie schon von Anfang an in mein Herz geschlossen.

Der eigentliche Krimifall ist mehr in den Hintergrund gerückt, aber auch hier bleibt es spannend bis zum Schluss. Auch wenn es nicht ganz so viele Möglichkeiten gibt, kann der Leser hier miträtseln.

Was das Buch auch sehr ausmacht, ist der viele Lokalkolorit. Durch den tollen Schreibstil und den detaillierten Beschreibungen hat man das Gefühl, als wenn man direkt mit vor Ort ist. Auch die Protagonisten wirken dadurch sehr lebendig.

Mein Fazit:
Es war einfach wieder ein Highlight und einfach mal wieder viel zu schnell vorbei. Der Riesen-Cliffhänger am Ende ist fies, aber dadurch bin ich schon jetzt ganz gespannt, wie die Reihe weitergehen wird. Absolute Leseempfehlung!