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O sole mio!

Ein Papst-Krimi
Buch
Taschenbuch, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3499271990

ISBN-13: 

9783499271991

Erscheinungsdatum: 

24.06.2016

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 160.860
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Beschreibung von Bücher.de: 

Der Papst macht Ferien ... das Verbrechen nicht Die Erfolgsserie mit dem einzigartigen Ermittler: Der Papst höchstpersönlich! Italien im August: Sonnenbaden, das beste Eis der Welt und Dolce Vita. Doch stattdessen heißt es für Papst Petrus: Intrigenspiele im Vatikan. Als ihm Studienfreund Giuseppe von seinem einfachen, aber erfüllten Dasein als Dorfpfarrer an der Amalfiküste vorschwärmt, kommt Petrus ins Grübeln: Wäre das auch nicht auch ein Leben für ihn gewesen? Kurzentschlossen übernimmt er Guiseppes Urlaubsvertretung, inkognito natürlich. Petrus genießt die Auszeit und das Leben in dem kleinen Fischerort in vollen Zügen. Doch dann wird sein Boccia-Partner Raffaele ermordet, und Petrus' Ermittlungen führen ihn tief in die glamouröse Vergangenheit der Amalfiküste. Macht große Lust auf Pasta, Vino und Gelato - und auf den nächsten Italienurlaub.

Kriminetz-Rezensionen

Vor dem Bösen kann man nicht fliehen

"O sole mio!" ist schon Papst Petrus vierter Fall. Er „liebte es, Detektiv zu spielen – was sich mit seinem Hauptberuf nicht immer gut vertrug. In den letzten Jahren hatte er mindestens schon drei Verbrechen aufgeklärt, hatte geheime Männerbünde in den römischen Katakomben aufgespürt, eine Verschwörung vereitelt, Reliquien gerettet und Immobilienspekulanten vertrieben“, Seite 43. Deshalb hat Petrus diesmal beschlossen Urlaub zu machen. Sein Studienfreund Giuseppe bringt ihn auf den Gedanken, das Ganze inkognito zu machen.

Kurzentschlossen übernimmt Papst Petrus für Giuseppe die Urlaubsvertretung an der Amalfiküste in einem kleinen Fischerort. Als sein neuer Boccia-Partner, der Hotelbesitzer Raffaele unter ungeklärten Umständen stirbt, zweifelt Petrus an einem natürlichen Tod. Schließlich hatte Raffaele ein Notizbuch fest umklammert. Plötzlich weiß niemand etwas von einem Notizbuch und auch sonst scheint niemand an einen Mord zu denken. Außer die Haushälterin von Giuseppe, Seite 49: „... Sie sind jetzt hier. Sie tragen Verantwortung für diese Gemeinde. Unternehmen Sie etwas!“ „Sie meinen, ich soll den Mörder finden?“ Schon steckt Petrus wieder mitten in den Ermittlungen.

„O sole mio“ war mein erster Papstkrimi und er wird sicher nicht der letzte sein. Es war ein urlaubs-sehnsuchts-machender, unterhaltsamer, amüsanter und außergewöhnlicher Krimi, bei dem ich bis zum Schluss rätselte, wer der Mörder war.

Die Beschreibungen der Amalfiküste und des italienischen Essens versetzten mich in Urlaubsstimmung. Ohne lange Landschaftsbeschreibungen ließen mich die Autoren Johanna Alba und Jan Chorin das italienische Flair spüren.

Die Charaktere dieses Buches sind alle außergewöhnlich. Da gibt es: die Schriftstellerin Virginia, die sich in ihr Idol Jackie reinsteigert, den amerikanischen Koch Barrati, der unbedingt die Rezepte von Raffaeles verstorbener Frau haben will, Tante Eugenia, die weiß, wie man das Leben in vollen Zügen genießt und natürlich den Papst Petrus und seine Mitarbeiter. Niemand hier scheint „normal“ zu sein und trotzdem sind alle Protagonisten unheimlich liebenswert.

Die Geschichte ist sehr vielfältig und führt den Leser auch in die Glanzzeiten der 60iger Jahre. Trotz vieler kleiner Nebenhandlungen ist die Geschichte spannend und schlüssig erzählt.

Was mir am Ende allerdings nicht so gut gefallen hat, war das Auftauchen von Jesus und Gott. Das war für mich zu viel des Guten. Mir reichte der unorthodoxe Papst.

Petrus' vierter Fall

Papst Petrus schwänzt seinen jährlichen Sommerurlaub auf Castel Gandolfo und vertritt einen Studienfreund inkognito als Dorfpfarrer an der Amalfiküste. Aber auch da kommt es, wie es kommen muss: Petrus stolpert über eine Leiche und sieht das als himmlische Fügung, den Todesfall aufzuklären, denn an einen Unfall glaubt er nicht.

Raffaele, der Tote, war der Inhaber der Albergo Azzurro, in den 60er Jahren der Geheimtipp vieler Prominenter, vor allem nicht (miteinander) verheiratete Paare fühlten sich hier wohl. Hat Raffaele womöglich zu viel gewusst? Aber warum wird er dann erst jetzt getötet? Haben die merkwürdige Schriftstellerin oder der amerikanische Koch, die gerade im Albergo logieren, etwas mit dem Tod zu tun?

Ich habe mir den Roman extra für einen eigenen Urlaub aufgehoben, alle anderen Romane der Reihe habe ich bereits mit Vergnügen gelesen, und nun endlich konnte ich ihn in meiner Leseplanung unterbringen.

Einen Papst wie Petrus würde man sich wirklich wünschen. Natürlich ist er seinem Glauben verhaftet, aber er weiß um die Schwächen seiner Schäfchen, denn er hat selbst so einige. Die will ihm seine Haushälterin Immaculata zwar regelmäßig austreiben, aber Petrus hat so einige Tricks auf Lager. Hier wächst die in Rom verbliebene Immaculata fast über sich hinaus, doch Petrus weiß sich wieder zu helfen – und hat dabei himmlische Hilfe.

Im Kriminalfall sucht er sich dagegen weltliche Hilfe und wo könnte er die besser finden, als bei bereits bewährten Helfern? Mir machte es großen Spaß, viele berühmte Namen auftauchen zu sehen, Richard Burton, Jackie Kennedy – das Hotel hat in den 60er Jahren viele Stars beherbergt. Ob und wie diese mit Raffaeles Tod zu tun haben, erschließt sich nach und nach, die Auflösung fand ich persönlich allerdings nicht ganz so gelungen wie in den anderen Romanen der Reihe, fast war ich hier ein wenig enttäuscht. Sie ist nicht unlogisch, ich hätte mir aber sowohl einen anderen Täter als auch ein anderes Motiv gewünscht (mehr kann ich leider nicht sagen, ohne zu spoilern).

Aber die Papst-Petrus-Reihe besteht ja nicht nur aus den Kriminalfällen, sondern besticht auch durch ihren Humor (herrlich z.B. die Szene im Agnelli-Zimmer) und den, manchmal etwas skurrilen Charakteren. Trotzdem werde ich hier einen Stern abziehen.

Der vierte Band der Reihe konnte mich zwar nicht ganz so überzeugen wie die anderen Fälle, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Endlich bin ich mit der Reihe wieder up to date und freue mich auf kommende Bände. Ich kann die gesamte Reihe sehr empfehlen, vor allem jenen, die humorvolle Kriminalromane mögen und außergewöhnliche Ermittler schätzen.