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Old Bones - Das Gift der Mumie

Der zweite Fall für Nora Kelly und Corrie Swanson. Thriller
Buch
Broschiert, 400 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3426524201

ISBN-13: 

9783426524206

Auflage: 

1 (01.07.2021)

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426524201

Beschreibung von Bücher.de: 

Der Wind fegt Sandschwaden und einen rollenden Busch durch die Straßen der Geisterstadt High Lonesome - und über eine mumifizierte Leiche, die seit mindestens 50 Jahren unentdeckt dort lag. Weil der Tote der örtlichen Polizei Rätsel aufgibt, nehmen sich FBI-Agentin Corrie Swanson und ihre Freundin, die Archäologin Nora Kelly, des Falls an.

Bei der Untersuchung des Leichnams finden die beiden Frauen nicht nur heraus, dass der Mann eines entsetzlichen Todes starb - er trug auch ein unschätzbar wertvolles Goldkreuz aus dem 16. Jahrhundert bei sich. Nur warum hat sein Mörder das Kleinod nicht an sich genommen?

Kriminetz-Rezensionen

Ein bisschen unübersichtlich

Die Geisterstadt High Lonesome spielt auf jeden Fall eine der Hauptrollen in dieser Geschichte. Ihre Schilderung gleich zu Beginn beschwört in sekundenschnelle Bilder aus längst vergessenen Westernklassikern wie z.B. High Noon mit dem smarten Gary Cooper oder was man sich als unwissender Europäer halt unter eine Geisterstadt so vorstellt vor meinem inneren Auge. Auf jeden Fall gibt es dabei recht viele Klischees und etliche umherrollende Sträucher, sogenannte Steppenläufer, die mir irgendwie viel Freude bereiten.

Zickenkrieg
Aber die eigentlichen Hauptrollen in Old Bones sind natürlich weiblich besetzt und heißen Nora Kelly und Corrie Swanson und zicken sich gerne mal an. Bei der Begutachtung der Mumie erkennt Corrie schnell, dass hier die Expertise und die Fähigkeiten eines Archäologen gefragt sind und so wendet sie sich an Dr. Nora Kelly, mit der sie schon einmal einen Fall gelöst hat. Allerdings haben sie sich dabei nicht so wirklich gut verstanden und so ist auch die Zusammenarbeit im vorliegenden Fall etwas belastet.

Volles Set
Allerdings tauchen auch jede Menge andere Charaktere auf und es ist schwer zu bestimmen, wer genau der Böse und wer der Gute ist. Jeder Charakter hat eine gewisse Tiefe und spezielle Eigenschaften und ich finde sie alle durchweg spannend. FBI-Spezialist Brad Huckey, General McGurk, Jesse Gower (ein Meth-Süchtiger und der einzige Nachkomme des Toten), oder Charles Fountain, Rechtsanwalt und Lokalhistoriker – und das sind nur ein paar Beispiele von noch viel mehr Figuren, die die Geschichte zwar beleben, aber auch gerne mal überfrachten.

Kernfrage
All diese Figuren bringen natürlich auch eine Geschichte mit, die meist zumindest angerissen wird und manchmal fällt es mir schwer, mich noch auf die eigentliche Handlung zu konzentrieren. All diese kleinen Dramen und Nebenhandlungen lenken mich ab und der eigentliche Punkt ist doch: Was hat dieser Mann, der jetzt mumifiziert in der Rechtsmedizin liegt, vor sieben Jahrzehnten in einer Geisterstadt gemacht und wieso musste er sterben? Bei einer der Antworten kommt es allerdings zu einer etwas sehr überzogenen Wendung – der Tote starb an einer Strahlenvergiftung durch eine Atomexplosion? Vor mehr als siebzig Jahren?

Wendungen
Zeitlich könnte er durchaus ein Kollateralschaden des sog. Trinity-Tests sein, der am 16. Juli 1945 stattfand. Damals wusste man nicht viel über das, was Atombomben verursachen und schon gar nichts über die Langzeitfolgen. Ich kenne Fernsehbilder, bei denen tatsächlich Zuschauer auf Podien sehr nah diese Tests verfolgten. Allerdings ist mir diese Wendung wirklich zu überzogen und zu weit hergeholt. Aber Preston & Child sind Meister darin, Szenarien zu entwerfen, die auf den ersten Blick so gar keinen Mehrwert oder Sinn haben, sich aber am Ende der Geschichte als wirklich wichtig erweisen und deshalb verfolge ich auch diese wilde Wendung mit einem gewissen Wohlwollen.

Charakterunterschiede
Ansonsten beschäftigt sich die Geschichte aus meiner Sicht aber vor allem mit Corrie und ihrem etwas stacheligen, explosiven Charakter. Sie neigt zu unkontrollierten Ausbrüchen und ich finde sie oft sehr egoistisch. Sie ist zwar noch jung, aber auch kein unreifer Teenager mehr und mir ist sie eher ein bisschen unsympathisch. Aber ich mag Nora Kelly, die trotz all dem Stress den sie im Archäologischen Institut von Santa Fe so hat und der Tatsache, dass sie von Corrie ziemlich genervt ist, mit Enthusiasmus ihre Arbeit verfolgt. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich immer ein bisschen neidisch auf Leute mit diesem Beruf bin und selber eher auch zu den ruhigeren Menschen gehöre.

Mein Fazit
»Old Bones – Das Gift der Mumie« von Douglas Preston und Lincoln Child ist meiner Meinung nach zwar ein bisschen schwächer als der erste Teil, aber trotzdem immer noch spannend, witzig und mit vielen interessanten realen Details gespickt. Ich hoffe, im nächsten Teil können sich die Protagonisten dann wieder mehr auf den Fall und weniger auf die Selbstfindung konzentrieren.

Das Geheimnis um High Lonesome

In der Geisterstadt, High Lonesome, in der Wüste New Mexikos wird eine mumifizierte Leiche entdeckt. Sie lag seit mindestens 50 Jahren dort unentdeckt in einem Keller. Der Tote gibt Rätsel auf und so wird FBI-Agentin Corrie Swanson auf den Fall angesetzt. Corrie zieht ihre Freundin, die Archäologin Nora Kelly, zu Rate. Sie stellen fest, dass der Tote einen entsetzlichen Tod gestorben ist. Außerdem entdecken sie auch ein Goldkreuz bei ihm. Doch warum hat der Mörder es nicht an sich genommen? Die beiden fangen an zu ermitteln und begeben sich auf einen gefährlichen Weg …

»Old Bones – Das Gift der Mumie« ist der zweite Teil der Old-Bones-Reihe mit der FBI-Agentin Corrie Swanson und der Archäologin Nora Kelly. Das Buch ist auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Teil lesbar.

Das Autorenduo Preston & Child hat hier eine wirklich sehr interessante Geschichte entwickelt. Sie haben das Fachwissen gut mit in die Story eingebunden. Dadurch wurde es wissenschaftlich und archäologisch hochinteressant. Zeitweise war die Story für mich nur nebensächlich, weil ich so fasziniert war von dem Fachwissen.

Den Schreibstil fand ich teilweise recht anspruchsvoll. Es gab manchmal viele Aneinanderreihungen und durch das eingeflossene Fachwissen sind auch viele Fachbegriffe aufgetaucht, wo man auf Anhieb nicht die Bedeutung gewusst hat und erstmal recherchieren musste. Daher musste ich sehr aufmerksam und konzentriert lesen, um alles mitzubekommen.

Die Umgebungsbeschreibungen der Handlungsorte fand ich klasse. Man hatte sofort seine eigenen Bilder vor Augen und gefühlt war man mitten drin mit den Hauptprotagonistinnen in der Wüste.

In der Handlung werden viele Personen mit Namen erwähnt. Manchmal auch nur sehr kurz und dann waren sie sofort wieder von der Bildfläche verschwunden. Da bin ich das eine ums andere Mal durcheinander gekommen. Auch hier musste man sich beim Lesen wieder stark konzentrieren.

Die Charaktere Corrie Swanson und Nora Kelly wurden im Vergleich zum Vorgängerband gut weiterentwickelt, aber für mein Empfinden sind sie noch nicht ganz ausgereift. Corrie ist durch ihre explosive und egoistische Art manchmal unsympathisch. Nora mit ihrer ruhigen Art und faszinierenden Arbeit mag ich dafür umso lieber.

Mein Fazit:
Eine sehr gelungene Fortsetzung. Manchmal recht anspruchsvoll zu lesen, aber dafür archäologisch hochinteressant. Die Charaktere können noch weiter ausgebaut werden. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen und wer an Archäologie begeistert ist, ist das Buch auf jeden Fall ein Lesemuss.