Cover von: Ostseefalle
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Ostseefalle

Pia Korittkis sechzehnter Fall. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 416 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3404183983

ISBN-13: 

9783404183982

Auflage: 

1 (26.03.2021)

Preis: 

11,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404183983

Beschreibung von Bücher.de: 

Bei der Sanierung eines Bauernhauses entdecken die Bewohner im Keller einen skelettierten Schädel. Kommissarin Pia Korittki leitet die Ermittlungen. Sie stößt auf den Fall einer vor neun Jahren verschwundenen jungen Frau. Der damals Hauptverdächtige lebt noch immer in dem kleinen Ort. Doch all das wird nebensächlich, als Pia die Nachricht erhält, dass ihr Sohn Felix einen schweren Unfall hatte. Zu spät erkennt sie, dass es eine Falle war - und dass der Cold Case, in dem sie ermittelt, alles andere als »kalt« ist …

Ein Fall, der Pia Korittki in tödliche Gefahr bringt.

Kriminetz-Rezensionen

Gelungene Fortsetzung

»Ostseefalle« von Eva Almstädt, erschienen im Lübbe Verlag, habe ich als E-Book mit 327 Seiten gelesen, diese sind in 44 Kapitel eingeteilt. Es ist der 16. Fall für Pia Korittki.

Die Architektin Inka Warburg und ihr Mann Olaf haben ein altes, schon lange leerstehendes Bauernhaus gekauft. Im Keller finden sie einen skelettierten Schädel und informieren die Polizei. Pia und ihr Kollege Broders erfahren schnell, dass es sich um den Schädel der seit zehn Jahren vermissten Alena Krogmann handelt. Die Eltern und auch der Hauptverdächtige von damals leben immer noch im Ort und die alten Ermittlungen werden wieder aufgenommen.

Pia wird die Ermittlungen leiten, was sie als ihre Chance sieht. Doch dann gerät sie selbst in eine böse Falle, die für sie lebensgefährlich wird.

Es ist ein sehr umfangreicher Fall. Zum einen, weil er schon »kalt« ist und zum anderen, weil es schon damals und auch heute noch ziemlich schwierige, von Eifersüchteleien geprägte Familienverhältnisse sind, aus denen Alena kam. Die Mutter hat mit ihrem Friseurinnengehalt versucht, sich und ihre Tochter über die Runden zu bekommen. Vom Vater kam kein Unterhalt oder Hilfe. Der hat eine neue, sehr eifersüchtige Frau. Dann gibt es noch Alenas Tante und Onkel mit ihrem sehr gut gehenden Holzhandel. Jetzt kommen die alten Gefühle bei allen Beteiligten wieder hoch.

Die Ermittlungen kommen nicht wirklich voran, viele Personen werden noch mal befragt. Erst als ein Häftling flieht, kommt wieder neuer Schwung in den Fall und es geht hoch dramatisch weiter.

Die Personen sind sehr authentisch beschrieben. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, in Alenas Familie ebenso wie bei den Ermittlern. Rist, der Chef des K1, übergibt Pia den Fall, um sie zu beschäftigen und ihr, wenn sie ihn nicht aufklärt, ihre Unfähigkeit vorwerfen zu können. Diese ist aber genauso wie Broders und Marten sehr engagiert.

Pia und Marten haben noch ein persönliches Problem aus der Welt zu schaffen, wozu sie hier immer noch keine Zeit hatten. Es bleibt also auch weiterhin spannend.

Das Buch hat mir wieder sehr gefallen, wobei mich das Ende nicht so wirklich befriedigt hat, aber auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Es ist toll geschrieben, man ist mittendrin in der Handlung und fiebert mit. Es ist von Beginn bis Ende spannend.

Der Cold Case rückt leider in den Hintergrund

Dies ist der 16. Fall um die Kommissarin Pia Korittki. 

Bei einem Besitzerwechsel findet man einen skelettierten Schädel im Kellergewölbe. Es handelt sich dabei um den Kopf der seit 10 Jahren vermissten Alena. Da es ein Cold Case ist, wird der Fall Pia übertragen. Gemeinsam mit Kollegen Broders steigt sie in die Ermittlungen ein und in dem kleinen Dorf gibt es mehr als einen Verdächtigen, der mit Alenas Verschwinden zu tun haben könnten.

Was anfangs sehr spannend und interessant ist, geht aber bald in dem Entführungsfall von Pia unter. Sie wurde in eine Falle gelockt und bangt nun um ihr Leben. Dies wird dem Leser bis zum Ende des Buches beschäftigen, auf den Cold Case wird nur noch kurz eingegangen, was sich sehr schade finde. 

Die Krimis um Pia sind bisher immer sehr gut und wirklich total interessant gewesen. Bei diesem schwächelt die Autorin ein wenig, zumal sie auf Bände, die schon Jahre zurückliegen, Bezug nimmt und die Neuleser es so schwer haben, alles miteinander zu kombinieren. Hier wird auch wieder auf die persönliche Situation von Pia als alleinerziehende Mutter eingegangen und man bekommt wirklich mit, wie aus dem kleinen Jungen schon ein verständiges Schulkind geworden ist.

Ich hoffe, der nächste Band wir wieder so spannend wie in gewohnter Weise. 

Das Cover ist wie immer großartig gestaltet, es zeigt die Ostsee vom Wind aufgepeitscht mit dunklen Wolken. 

Leider bleiben am Ende des Buches so manche Fragen offen und was so vielversprechend begann, lässt den Leser enttäuscht zurück.

Hat mir nicht sonderlich gefallen

Ich durfte vorab das Buch unentgeltlich rezensieren. Vielen Dank hierfür! Bisher habe ich lediglich einzelne Bücher aus der »Anfangszeit« dieser Reihe gelesen.

Die Grundidee mit dem gefundenen Objekt und dem Cold Case finde ich gelungen und prinzipiell mag ich das sehr. Wobei ich es sehr unrealistisch finde, dass bei einem Cold Case EINE ermittelnde Person eingesetzt wird.

Für mich zog sich manches Thema zu sehr in die Länge …. Über viele, viele Seiten hinweg … Immer und immer wieder wird z.B. der Schädel »durchgekaut«. Es passiert groß nichts. Die Spannung fehlt mir in gut 2/3 des Buches. Es passieren dann mal diverse heftigere Ereignisse, die aber dann auch wieder abflachen und dahinplätschern. Und diverse Male wiederholt werden.

Ein Täter taucht auf, der in einem vorherigen Buch wohl mal Thema war. Dieses hatte ich nicht gelesen und ich wurde das Gefühl nicht los, dass mir irgendetwas davon an Infos fehlte.

Gegen Ende überrollen/überschlagen sich die Ereignisse etwas und die Fantasien werden sehr realitätsfern. Da kam ich schon fast nicht mehr mit. Das Ende ist einfach nur unbefriedigend. Man kennt das ja, dass der Täter entwischt oä. Aber hier weiß man sofort, dass man mindestens 1-2 Bücher abwarten muss, bis es da weiter geht. Und bis dahin sind definitiv alle Handelnden psychische Fracks. Es ist mir daher ein Rätsel, wie man das in einem vielleicht kommenden Buch nicht so handhaben kann.

Mich reizt es nicht, die kommenden Bücher zu lesen. Tut mir leid. Max. 3 von 5 Sternen

Ein persönlicher Fall für Pia Korritki

Pia Korritki übernimmt in ihrem 16. Fall einen Cold Case. Ein skelettierter Schädel wird in einem alten Bauernhaus gefunden. Als sich herausstellt, dass er zu einem seit 10 Jahren vermissten Mädchen gehört, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.

Der Schreibstil gefällt mir wie auch in den Vorgänger-Bänden sehr gut. Die gleich zu Anfang aufgebaute Spannung um das seit 10 Jahren vermisste Mädchen verläuft sich allerdings im Laufe der Story leider ein bisschen, denn nachdem Pia in eine Falle gelockt wurde, geht es im Handlungsverlauf hauptsächlich um ihr Verschwinden und der Cold Case ist nur noch Nebensache.

Zum Ende hin wurden mir die Ereignisse zu hektisch und zum Schluss blieben zu viele Fragen offen.

Ich hoffe, der nächste Fall von Pia wird wieder knackiger.

In die Falle getappt

Ein altes Bauernhaus soll saniert werden, die Käufer machen sich mit Elan an die Aufgabe. Dann entdecken sie im Keller – zwischen allerhand alter Theaterrequisten – einen Totenschädel. Es beschleicht sie der Verdacht, dass es sich dabei um ein echtes Teil eines Skeletts handelt. Die Polizei findet auch schnell heraus, dass es sich um den Schädel einer seit 10 Jahren vermissten jungen Frau handelt.

Pia Korittke nimmt die Nachforschungen zu dem damals ungelösten Fall auf. Doch schon sehr bald stellt sich heraus, dass sie persönlich sehr viel stärker involviert ist als gedacht. Als sie in eine raffiniert gelegte Falle stolpert, gerät sie in tödliche Gefahr.

Der 16. Band der Ostsee-Krimis um Pia Korittke baut ein wenig auf den Vorgängern auf, was aber für Neueinsteiger kein Problem darstellt. Alle relevanten Fakten erfährt man in kurzen, geschickt eingebauten Erklärungen. Der Plot stellt Pia und ihre Polizeiarbeit dieses Mal in den Vordergrund und schnell erkennt man Rache als treibende Kraft hinter dem Fall. Das ist sehr spannend erzählt, lässt aber bald den Cold Case in den Hintergrund treten. Man erfährt viel über den Charakter der jungen Ermittlerin, ihre Vergangenheit und ihre Probleme, ihren Job mit ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter unter einen Hut zu bringen.

Der schnelle Szenen- und Perspektivwechsel bringt hohes Tempo in den Roman und auch die Nebenhandlungen sind stringent in die Geschichte eingebaut. Ganz geschickt endet der Roman mit einem Cliffhanger, so wird die Neugierde sehr hochgehalten, ob und wie es Pia gelingt, mit der weiter bestehenden Bedrohung fertig zu werden. Wobei mir das Ende sehr überstürzt vorkam, obwohl sich alles sehr schlüssig auflöste und keine Fragen offen blieben.

Wie immer bei Eva Almstädt ist der landschaftliche Hintergrund und das Küstenflair eine schöne Abrundung.