Cover von: Der Pakt
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Der Pakt

Bis dass der Tod uns scheidet. Thriller
Buch
Broschiert, 560 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3453359968

ISBN-13: 

9783453359963

Erscheinungsdatum: 

11.02.2019

Preis: 

12,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 350.015
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3453359968

Beschreibung von Bücher.de: 

Alice und Jake: ein frisch verheiratetes Ehepaar, jung, gutaussehend, erfolgreich. Zur Hochzeit erhalten eine Einladung, dem »Pakt« beizutreten, mit dem Ziel, ihre Ehe glücklich und lebendig zu gestalten. Die Grundregeln klingen vernünftig: Anrufe des Partners immer annehmen. Häufig zusammen verreisen. Geschenke machen. Warum also nicht dabei sein? Zumal Alice und Jake dadurch Zugang zu einem illustren Kreis von Mitgliedern und glamourösen Partys erhalten.

Doch schon bald ist klar: Sie können dem Pakt nicht mehr entkommen, schlimmer noch, die Strafen für Vergehen sind drakonisch. Ein Treueschwur, der zu einem der schlimmsten Albträume wird.

Kriminetz-Rezensionen

Die Ehe-Retter

Eine Leseprobe hatte mich neugierig gemacht und das Thema, dass eine sektenähnliche Vereinigung die Hand über die Ehe hält, fand ich ungewöhnlich.

Mit 560 Seiten ist das Buch nicht gerade dünn, aber durch die kurzen Kapitel, kommt man recht gut voran beim Lesen. Trotz allem konnte mich der Plot nicht vollends überzeugen. Der Autorin Michelle Richmond ist es zwar eindringlich gelungen, sich auf einen Mann als Hauptperson zu konzentrieren und aus seiner Sicht zu schreiben, aber so richtig durchblicken konnte ich ihn nicht. Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass ich es besser finde, wenn eine Autorin sich als ICH-Person lieber dem eigenen Geschlecht widmet. Vielleicht haben mich auch einfach viele Kleinigkeiten gestört und deswegen meine Sichtweise auf diese Tatsache gelenkt.

Ab und zu flackert Nervenkitzel und ein kurzer Thriller-Effekt auf, doch dann verläuft sich alles wieder im Sande und Jake nervt zusätzlich mit seinen Erzählungen über seine Patienten. Dieses langweilende Therapeuten-Gedöns habe ich ab der Hälfte des Buches nur noch überflogen. Extrem gruselig fand ich dann doch immer wieder die Methoden die »Der Pakt« sich einfallen lässt, um seine Mitglieder zu überwachen oder um sie zu bestrafen, wenn sie in deren Augen eine Lüge oder Unzuverlässigkeit begangen haben. Das Ganze geht so weit, das Mitglieder seelisch und körperlich gefoltert werden. »Der Pakt« dringt immer tiefer in das Leben ein, bestimmt verschiedene Handlungen, nimmt Einfluss auf den Alltag und das Berufsleben, dabei soll das System doch die Ehe stabilisieren. Hier blitzte kurz das auf, was mir anhand der Leseprobe versprochen wurde. Und das Ende? Ja, das hat mich nur den Kopf schütteln lassen.

Ein ungewöhnliches Thema, welches meiner Meinung nach, noch hätte spannender umgesetzt werden können. Ich bin etwas enttäuscht.

Man sollte immer alles lesen, bevor man unterschreibt

Alice ist Anwältin in einer großen Kanzlei, Jack ist Psychotherapeut und hat mit zwei Kollegen gemeinsam eine Praxis. Dadurch haben beide immer mal wieder mit Menschen zu tun, deren Ehe nicht allzu gut funktioniert, für sich und ihre Ehe haben sie etwas Besseres vor.

Blind
Vollkommen blind und ohne auch nur einen winzigen Gedanken an die Verpflichtungen und deren Nachteile zu verschwenden, unterschrieben zwei intelligente junge Menschen einen merkwürdigen Pakt. Das ist sicher einerseits sehr weit an der Realität vorbei – aber mit ähnlichen Maschen ködern jede Menge Sekten ihre Mitglieder,

Strafe
Der Club, zu dem sie fortan gehören, versteht sich als Unterstützungssystem für Ehepaare. In den Verträgen, die Jack und Alice ganz bereitwillig und unbesehen unterschrieben haben, wird jeder Kleinigkeit und jede Regel festgelegt. Verstößt man gegen die Regeln, wird man bestraft. Die Mitglieder müssen die jeweilige Strafe in ihren Alltag integrieren – was gelegentlich auch ein bisschen witzig anmutet.

Drakonisch
Diesen Passus nehmen beide zuerst gar nicht so recht ernst. Aber sehr schnell müssen sie erkennen, dass sie das Regelwerk nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Sie haben sich einer Art Sekte oder Kult angeschlossen und müssen schnell lernen, das Bestrafungen auch sehr drakonisch und ebenso fantasievoll sein können. Allerdings bleibt das Geschehen weitestgehend unblutig, ist aber dennoch sehr beängstigend und bedrückend beschrieben.

Beschützerinstinkt
Jake versucht immer wieder, den Fokus der Gruppe auf sich zu ziehen und so Alice zu beschützen. Aber natürlich begibt er sich dadurch immer weiter in Gefahr und spielt dabei durchaus mit seinem Leben. Er versucht krampfhaft einen Ausweg aus diesem Pakt zu finden, findet aber nur heraus, dass noch nie ein Mitglied lebend den Club verlassen hat. Keine guten Aussichten für die beiden ...

Mein Fazit
»Der Pakt – Bis dass der Tod uns scheidet« ist für mich nicht wirklich ein Thriller, dafür gibt es zu wenig Wendungen und der Thrill hält sich stark in Grenzen. Aber es ist eine wirklich spannende Geschichte, die es auf jeden Fall wert ist, gelesen zu werden.