Cover von: Pferdefuß
Amazon Preis: EUR 9,99
Bücher.de Preis: EUR 9.99

Pferdefuß

Der 4. Fall für Hauptkommissar Eike Hansen. Ein Allgäu-Krimi
Buch
Taschenbuch, 336 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3492305431

ISBN-13: 

9783492305433

Erscheinungsdatum: 

01.02.2016

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 42.074
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3492305431

Beschreibung von Bücher.de: 

Außerhalb der Ferienzeit ist es ruhig auf dem Campingplatz am Oberrieder Weiher. Deshalb ist der Betreiber heilfroh, dass wenigstens dieser seltsame Schriftsteller eine der Trekkinghütten bezogen hat. An einem Roman soll er schreiben, aber man sieht ihn immer nur um das alte Kieswerk herumstreifen - bis er eines Nachts verschwindet. Als kurz darauf eine verkohlte Leiche in einem ausgebrannten Pferdestall gefunden wird, hat Kommissar Hansen einen schrecklichen Verdacht, und schon bald stößt er auf ein tödliches Geheimnis, das sich um das stillgelegte Kieswerk rankt.

Kriminetz-Rezensionen

Voller Spannung und Aktionen

Dies ist schon der 4. Allgäukrimi dieses Autors und ich fand ihn besonders spannend und gut. Die Kripo Kempten, speziell Kommissar Hansen leitet die Ermittlungen in einem neuen Feld. In einer abgebrannten Scheune wird eine verkohlte Leiche gefunden. Gleichzeitig ist aber auch vom Campingplatz am Oberrieder Weiher ein Mann des nachts spurlos verschwunden.

Der alte Frieder, der nicht schlafen kann und zu den Tieren am Campingplatz geht, will gesehen haben, wie jemand in der Nacht etwas in den Kofferraum eines dunklen Autos gehoben hat. Dieser jemand ist nicht durch die Tür gegangen, sondern über den Wall und durch Gestrüpp. Die Polizei findet heraus, dass dies wirklich der Mann vom Campingplatz war, der sich aber mit falschem Namen angemeldet hat.

Zeitgleich wird auch in einem alten Fall ermittelt. Damals ist ein 18jähriges Mädchen verschwunden. Zuletzt wurde es in Begleitung eines 54jährigen Mannes gesehen. Die beiden Fälle sind miteinander verflochten.
Eigentlich möchte ich nicht mehr verraten, um den Reiz des Selberlesens nicht zu zerstören.

Hansen ist kein Hiesiger. Er kommt aus Hannover. Dort geht er auch im Laufe der Ermittlungen wieder hin und trifft alte Kollegen. Hansen ist mit Resi befreundet, er hat auch schon Verlobungsringe gekauft, kommt aber im Laufe der Ermittlungen nicht dazu, um deren Hand anzuhalten. Dann gibt es noch den Kater Ignatz, den Hansen damals mit dem Haus mitübernommen hat. Ignatz und er sind in einer Art Haß-Liebe miteinander verbunden. Ich muß immer wieder staunen, wie fies der Kater sein kann. In diesem Buch kommen aber auch schreckliche und grauenvolle Szenen vor.

291 Seiten voller Spannung und Aktionen.

Gestörte Idylle

Eike Hansen, das Nordlicht, ist inzwischen angekommen in seiner neuen Heimat Allgäu. Das Verhältnis zu den Kollegen hat sich entspannt, er hat Beziehungen geknüpft und eine Frau fürs Leben gefunden. Sein vierter Fall beginnt verhalten: auf einem Campingplatz beobachtet das Platzfaktotum, ein liebenswerter Zausel mit seniler Bettflucht, wie einer der Gäste bewusstlos oder tot aus dem Bungalow zu einem Auto geschleift wird. Aber niemand scheint diese kuriose Beobachtung so recht zu glauben. Bis in einer abgebrannten Scheune ein halb verkohlter Leichnam gefunden wird. Dass es kein Unglück war, stellt die Forensik sehr schnell fest, zu auffällig wurden da Spuren gelegt und andere verwischt. Die Ermittlungen führen Eike dieses Mal sogar zurück in seine alte Heimat, denn der Tote stammt aus Niedersachsen.

Die Figur des Eike Hansen ist ein Glücksfall für den Allgäuer Krimi, er sieht gewissermaßen von außen auf das Land, seine Bewohner und deren Eigenheiten. Dieser Blickwinkel ist auch für den Leser sehr spannend. Dazu kommt eine genaue und liebevolle Zeichnung der Personen, bis hin zu den Randfiguren der Geschichte. Die Dialekteinsprengsel sind ebenfalls wohldosiert, geben dem Buch die genau richtige Dosis von Lokalkolorit ohne darin zu versinken, die Handlung damit zu überfrachten oder die Spannung zu schmälern. Auch wenn immer mal wieder der Humor durchblitzt, ist es ein sehr spannender Krimi, der die Ermittler tief in ungeklärte Vermisstenfälle eintauchen lässt. Dabei bleibt es auch für den Leser lange Zeit ein Puzzle, bis er zusammen mit Hansen Stück für Stück dem Geheimnis des Toten auf die Spur kommt.

Für Leser, die zum ersten Mal einen Krimi um Kommissar Hansen in der Hand halten, ist der Einstieg mühelos, man braucht keine Vorkenntnis der früheren Bücher, vielleicht wird man aber Spaß bekommen, weitere Ermittlungen mit Hansen und seinem Team anzustellen.

Es gibt nur einen Kritikpunkt, den ich anführen möchte: aus dramaturgischen Gründen fasst der Kommissar Hansen gegen Ende des Buchs die Tagebucheinträge des Täters in einer Art Protokoll zusammen. Ich fand das nicht so gut. Es wirkte auf mich, als sollte der Leser noch einmal alles in Kurzform präsentiert bekommen, falls er was nicht verstanden hat. Das ist ein Stilmittel, das ich nicht so gern mag,

Alle eingefleischten Katzenfans werden sich jedenfalls freuen, dass Ignaz so vital und eigen ist, wie eh und je.
Das Titelbild und die Ausstattung sind ansprechend und runden den gelungenen Gesamteindruck noch ab.
Eine echte Empfehlung für Leser, die gute Regionalkrimis schätzen.

Allgäu-Krimi mit norddeutschem Flair und Katzen-Schmankerl

Der tüdelige Frieder Fesler beobachtet eines nachts am Campingplatz Oberrieder Weiher seltsames. In dieser Nacht verschwindet auch einer der Campinggäste spurlos. Als Frieder dem Campingplatzbesitzer Burghammer davon berichtet, lacht dieser ihn aus. Trotzdem berichtet er der Polizei von den Beobachtungen.

Als einige Tage später ein Schuppen abbrennt und eine verkohlte Leiche gefunden wird, ahnen die Ermittler die Zusammenhänge noch nicht. Aber Hansen spürt, dass der aktuelle Fall Verbindungen hat zu einem alten Fall aus seiner Heimat. Ein Besuch in der alten Heimat bringt Gewissheit! Nur wer steckt dahinter?

„Pferdefuß“ ist der vierte Allgäu-Krimi von Jürgen Seibold. Ich habe nicht alle 4 gelesen, das muss man auch gar nicht, da jeder Krimi einen Fall für sich hat.

Der Krimi beginnt ruhig und steigert Stück für Stück seine Spannung bis zum Schluss. Selbst als der Täter schon bekannt ist, wird die Spannung nochmals gesteigert durch das Aufdecken seiner kompletten Taten und der Hintergründe.

Am Anfang gibt es eine Perspektive aus der Sicht des Täters. Dieser Perspektivenwechsel hätte aus meiner Sicht ruhig noch öfter sein können.

Ein Schmankerl sind die kleinen Episoden über den Kater Ignaz, der so seine Schwierigkeiten mit seinem Besitzer Hansen hat. Oder war es umgekehrt? Ich fand es immer wieder zum Schmunzeln.

Zu Beginn der Geschichte erfährt man von Kommissar Hansens privaten Absichten. Diese rücken während des Krimis ganz in den Hintergrund und tauchen erst zum Abschluss wieder auf. Ich hatte zwar zwischendurch Hansens Privatleben vermisst, aber zugegeben, es hätte mitten in den Krimi nicht gepasst. So hat der Autor Jürgen Seibold es genau richtig platziert: am Anfang und am Ende!

Die Sache hat natürlich einen Pferdefuß!! Auch dieser Krimi muss mal Enden! Ich bin schon gespannt auf den nächsten Allgäu-Krimi!

Die vermisste Lilo und der Tote vom Campingplatz

Außerhalb der Saison ist auf dem Campingplatz Oberrieder Weiher wenig los und man freut sich über jeden Gast. Eines Tages mietet sich ein Mann Namens Rockford ein. Der Betreiber denkt sich nichts böses, auch wenn dieser auf dem Gelände herumschnüffelt. Doch in einer Nacht bemerkt der alte Frieder, der nicht schlafen kann und nach seinen Gänsen schaut, dass jemand etwas in sein Auto packt und wegfährt. Frieder findet nur einen Stofffetzen und die leere Trekkinghütte von Hr. Rockford vor. Er ist überzeugt: Da gab es ein Verbrechen. Ein paar Tage darauf kommt es zu einem Brand in einer Scheune, bei dem man auch eine Leiche findet. Die DNA-Spuren geben Hinweise auf einen ehemaligen Kripobeamten. Was wollte dieser, der sich unter einem falschen Namen ausgegebene Beamte? Hatte es was mit seinem damaligen Fall zu tun, den er bearbeitet hatte, das Verschwinden um Lilo Kalkar?

Die Kemptener Polizei unter Kommissar Hansen ermittelt in der Kemptener Gegend, aber auch in seiner alten Heimat nahe Hannover. Dabei sollte Frieders gefundener Stofffetzen auch noch eine Rolle spielen. Und bei Resi und Hansen tut sich in Puncto Beziehung auch noch was neues.

Meine Meinung:
Ich kenne ja schon einige Krimis von Jürgen Seibold, aber die Allgäu-Reihe kannte ich bisher noch nicht. Aber nach diesem beeindruckenden 4 Teil muss ich mir die anderen Bücher doch noch besorgen. Beeindruckend, mit viel Liebe zum Detail erlebe ich hier einen Krimi, wie er tatsächlich hätte passiert sein können. Das Buch und die Ermittler haben mich so ergriffen, dass ich es kaum mehr weglegen konnte. Man merkt, dass der Autor mit ganzer Leidenschaft dabei ist, wenn er so ein Buch schreibt. Für mich noch lesenswerter als die Kluftinger Reihe. Ein Regionalkrimi ganz nach meinem Geschmack, den man meiner Ansicht nach nicht verpassen sollte. Ein wunderbarer 4. Teil des Allgäu Krimis unter Kommissar Eike Hansen. Das Cover ebenfalls sehr schön und passend zu dem Inhalt des Krimis gestaltet.

Von mir 5 von 5 Sternen für diese gelungene Werk.