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Pirlo - Gegen alle Regeln

Der erste Fall für Strafverteidiger Pirlo
Buch
Broschiert, 400 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3651001040

ISBN-13: 

9783651001046

Auflage: 

1 (25.08.2021)

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3651001040

Beschreibung von Bücher.de: 

IM ZWEIFEL FÜR DEN ANGEKLAGTEN. IM ZWEIFEL GEGEN ALLE REGELN …

»Pirlo – Gegen alle Regeln« ist der Auftakt einer Serie mit Anton Pirlo und seiner Partnerin Sophie Mahler von Strafverteidiger Ingo Bott.

Pirlo ist charismatisch, chaotisch – und unter Druck. Erst ist der Job weg. Dann handelt sich der Khatib-Clan Ärger ein: ausgerechnet seine eigenen Brüder. Jetzt soll Pirlo ihre Schulden begleichen. Den Preis dafür bezahlen, dass er sich von der Familie losgesagt hat. Dazu muss er den einen Fall, der ihm noch bleibt, gewinnen. Die Anklage wirft seiner Mandantin vor, ihren Mann umgebracht zu haben. Die Medien berichten pausenlos.

Für alle, außer Pirlo und die junge Anwältin Sophie Mahler, scheint die Verurteilung sicher. Pirlo steht mit dem Rücken zur Wand: Er braucht einen Freispruch. Unbedingt. Dafür muss er Wege gehen, die er nie gehen wollte.

Kriminetz-Rezensionen

Ein unangepasstes Anwaltsteam

Dr. Anton Pirlo war auf dem Weg nach oben, die Partnerschaft bei Ohmsen und Partner stand kurz bevor. Doch nun wurde er abserviert. Die Art und Weise, wie er seinen Job verloren hat, wirft ihn erst einmal aus der Bahn. Aber dann sorgt sein Mentor dafür, dass er einen Fall erhält und vermittelt ihm gleichzeitig die junge Anwältin Sophie Mahler. Die Kanzlei »Recht.Schaffen« in Pirlos Wohnzimmer wird eröffnet. Um seinen Ruf wiederherzustellen, muss Pirlo den fast aussichtslosen Fall unbedingt gewinnen. Er ahnt nicht, welche Dimensionen dieser Fall wirklich hat und dass es Verbindungen zu seiner Familie gibt, von der er sich losgesagt hat.

Ich mag Justiz-Krimis und dieser erste Fall für Anton Pirlo ist wirklich sehr spannend. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und Ingo Bott ist selbst Anwalt, weiß also, wovon er schreibt.

Die Charaktere sind gut und individuell gezeichnet. Pirlo ist ein charmanter und smarter Typ, allerdings auch ziemlich chaotisch. Er war erfolgreich in seinem Beruf bis der Absturz kam, den er aber nicht zu verantworten hat. Doch nicht nur sein neuer Fall fordert ihm alles ab, auch seine Familie macht es ihm schwer. In Sophie Mahler findet er eine engagierte Partnerin und ihr familiärer Hintergrund hat für Pirlo keine Bedeutung. Gemeinsam beschreiten Pirlo und Mahler unkonventionelle Wege, um ihre Mandantin Marlene von Späth zu verteidigen.

Diese Geschichte verläuft von Anfang an rasant und spannend. Mir hat das Lesen Spaß gemacht und ich bin gespannt auf den nächsten Fall mit den Anwälten Pirlo und Mahler der Kanzlei »Recht.Schaffen«.

Wilde Mischung mit einer charismatischen Hauptfigur

»Pirlo: Gegen alle Regeln« ist ein Roman von Ingo Bott, der 2021 bei Fischer Scherz erschienen ist.

Zum Autor:
Ingo Bott lebt in Düsseldorf. Er war erst Partner in einer Wirtschaftskanzlei und hat dann eine Wohnzimmerkanzlei gegründet, die sich zu einer renommierten Kanzlei mit einem großen Team entwickelt hat. Die WirtschaftsWoche listet Ingo Bott als einen der renommiertesten Anwälte im Wirtschaftsstrafrecht und die von ihm gegründete Einheit als Top-Kanzlei in den Bereichen Wirtschaftsstrafrecht und Compliance. Ingo Bott hat den Europarat in Strafrechtsfragen vertreten und hält Vorträge im In- und Ausland. Er liebt Sprache und schreibt Romane.

Meine Meinung:
Dieser Roman ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich und doch ist es eine spannende Erzählung geworden. Pirlo ist ein Chaot, der sich gehen lässt und anfänglich auch wenig sympathisch wirkt. Ganz im Gegensatz dazu wirkt die junge Anwältin Sophie Mahler, Tochter aus gutem Haus, überaus sympathisch und sie ist es, die den Laden am Laufen hält.

Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser eine Menge über den Lebensweg von Anton Pirlo, der eigentlich Ramzes Khatib heißt und dessen Familie tief in kriminellen Aktivitäten steckt. Sowohl Sophie als auch Pirlo haben Probleme mit ihren Familien, aber darüber reden sie nicht. Auch ihre Mandantin hütet einige Geheimnisse vor ihren Anwälten.

Anwaltliche Fachthemen spielen eine große Rolle und dem Autor gelingt es, diese verständlich aufzubereiten. Die Geschichte wird fast ausschließlich aus den Perspektiven der beiden Hauptfiguren erzählt und man erfährt viel über ihre Gedanken und Gefühle. Je aussichtsloser der Fall erscheint, desto empfänglicher wird Pirlo für fragwürdige Methoden. Man spürt, wie Pirlo bis zum letzten Blutstropfen kämpfen will.

Der Autor verknüpft Fantasie und reale Geschehnisse auf interessante Weise. Die Figurenzeichnung bis in die Nebenfiguren ist eine große Stärke des Romans, ebenso wie das Düsseldorfer Flair. Die Handlung wirkt manchmal schon etwas konstruiert. Der Schreibstil ist fesselnd und humorige Einlagen bis zum Slapstick sorgen für sinnvolle Auflockerung. Die Spannung lebt meist von der prekären Lage der Kanzlei und der Figur Pirlo. Mit ihrem Willen und ihrem Einfallsreichtum hat die Figur Pirlo zunehmend Pluspunkte gesammelt. Pirlo und Sophie Mahler ergänzen sich vortrefflich, aber er wird ihr irgendwann mehr über seine Familie erzählen müssen. Darauf freue ich mich schon.

Fazit:
Dieser Roman lebt vorwiegend von den Hauptfiguren, ihren Gemeinsamkeiten und ihren Gegensätzen. Mich hat das Buch begeistert und ich bewerte es mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und die Leseempfehlung ist selbstverständlich.

Zu oberflächlich

Der smarte, unangepasste Strafverteidiger Pirlo muss den nächsten Fall unbedingt lösen. Mit Hilfe seiner neuen Assistentin, Anwältin Sophie Mahler, stürzt er sich in die Verteidigung einer Mandantin, die ihren Mann getötet haben soll.

Eine Geschichte, die leicht lesbar ist und nicht so tief geht. Pirlo ist nicht sehr sympathisch und er scheint auch nicht besonders zuverlässig. Denn Sophie muss die ganze Arbeit erledigen und der Chef lässt sie mit ihren Problemen ziemlich allein. Diese Gedanken stören den Lesefluss und machen die Geschichte zäh und langatmig.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen, etwas für nebenbei und es plätschert alles so dahin.

Leider war mir die Geschichte zu oberflächlich, der Protagonist zu selbstverliebt unangepasst, und zu salopp. Dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Leicht lesbar, aber nicht tiefsinnig.

Einigermassen interessanter Justiz-Krimi

Der einst angesehene Anwalt Pirlo wurde gefeuert. Doch er hat Glück, denn er darf einen Fall klären, in dem eine Frau ihren Ehemann ermordet haben soll. Sophie Mahler, die junge Anwältin, hilft ihm dabei. Gleichzeitig hat Pirlo große Probleme, denn die Geschichte seiner Familie holt ihn wieder ein.

Ich fand die Geschichte mittelmäßig spannend. Pirlo ist eher ein Machotyp, Sophie die Bodenständige. Von ihr erhoffe ich mir zukünftig mehr Präsenz. Obwohl einiges nicht gut läuft im Leben von Pirlo hat er mehr Glück als Verstand, was mir nicht sehr realistisch hinüberkommt. Das Buch liest sich zwar gut, aber man muss immer auf die Zeitsprünge achten. Beispielsweise kommt am Anfang etwas zu den Verhandlungen, an denen Pirlo fern bleibt, und erst später erfährt man, wie Pirlo und Sophie den Weg zueinander finden.

Insgesamt war das für mich ein mittelwertiges Buch mit einigen glücklichen Zufällen, dass Pirlo sich über Wasser halten kann. Ganz ok, aber nichts Besonderes.

Gelungener Justizkrimi

Der begabte und selbstbewusste Strafverteidiger Dr. Pirlo wird durch eine Intrige um seinen sicher geglaubten Job gebracht und die scheinbar nicht aufzuhaltende Karriere vor Gericht findet zunächst ein jähes Ende. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als einen scheinbar aussichtslosen Kampf vor Gericht anzugehen, um zum einen seiner Anwaltslaufbahn einen neuen Schub zu verleihen und zum anderen das nötige Geld einzusammeln, welches er nun braucht, da er sich von seiner nicht ganz unzweifelhaften Familie abgewandt hat. Ihm steht lediglich die Unterstützung der angehenden Anwältin Sophie Maler zur Verfügung, so dass die beiden versuchen, das Unmögliche möglich zu machen …

Der Autor Ingo Bott hat mit Pirlo einen charismatischen Hauptprotagonisten geschaffen, der mich im ersten Band der Reihe gleich überzeugen konnte. Der Strafverteidiger bewegt sich durchaus an der Grenze des Erlaubten und verleiht so dem Kriminalroman aus meiner Sicht einen besonderen Charme. Ingo Bott erzählt die Geschichte in einem sehr lockeren und temporeichen Schreibstil und lässt dabei seine eigene Praxiserfahrung als Strafverteidiger einfließen. Der Spannungsbogen wird mit der vermeintlich aussichtslosen Situation seiner Mandantin gut aufgebaut und über die Recherchen und Gerichtsverhandlungen auf einem hohen Niveau gehalten. Gerade die Gerichtsszenen haben mir aufgrund ihrer Realitätsnähe sehr gut gefallen. Auch das Finale wartet mit einer nachvollziehbaren und clever konzipierten Auflösung auf, was das Buch gelungen abrundet.

Insgesamt hat mir »Pirlo – gegen alle Regeln« als Auftaktband einer neuen Justizkrimi-Reihe sehr gut gefallen und Lust auf weitere Fälle mit dem sicherlich außergewöhnlichen und wahrscheinlich auch polarisierenden Hauptprotagonisten gemacht. Ich empfehle den Kriminalroman daher sehr gerne weiter und bewerte ihn mit guten vier von fünf Sternen.

Justizkrimi

Der Strafverteidiger Pirlo verliert seinen Job. Kurze Zeit später wird er von einer Frau an seiner Wohnungstür angesprochen und, gebeten die Verteidigung ihrer Tochter zu übernehmen. Diese steht im Verdacht, ihren Mann, einen Bauunternehmer, umgebracht zu haben. Pirlo übernimmt diesen Fall, richtet sein Büro im Wohnzimmer ein und erhält Unterstützung von Sophie Mahler, einer jungen Kollegin. Eine weitere Rolle in der Geschichte spielt der kriminelle Familien-Clan Pirlos.

Die Idee, dass der Strafverteidiger ermittelt und man dadurch unter anderem Einblicke in die Verteidigung oder den Prozessverlauf erhält, finde ich gut. Allerdings konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Handlung empfinde ich als zu oberflächlich und der Nebenhandlungsstrang bezüglich des Clans ist für mich unnötig. Der Handlungsverlauf erscheint mir nicht nachvollziehbar und teilweise an den Haaren herbeigezogen. Auch störte mich das Ende bezüglich der Täterin. Die Hauptprotagonisten sind mir zu nervig, selbstverliebt und nicht authentisch. Obwohl der Schreibstil recht einfach gehalten bleibt, liest sich das Buch nicht flüssig. Ebenso fehlte es mir an Spannung und die Zeitsprünge empfinde ich nervend. Ich musste mich mit fortlaufender Dauer zum Lesen quälen.

In dubio pro reo

Pirlo ist am Ende. Nachdem er über acht Jahre lang als Starverteidiger einer großen Kanzlei fungiert hat, fliegt er in hohem Bogen raus für etwas, das er nicht getan hat. Noch während er ein wenig in Selbstmitleid badet und sein Schicksal in viel Alkohol ertränkt, zeigt sich ein Licht am Ende des Tunnels. Oder ist es der herannahende Zug? So oder so: Ein bekannter Düsseldorfer Unternehmer wurde ermordet. Seine Frau soll die Täterin sein. Sie beteuert ihre Unschuld. Pirlo soll sie verteidigen. Zum Glück steht er damit nicht allein. Sophie, selbst Tochter eines High-Society-Unternehmers und Anwältin, steht ihm zur Seite. Doch bald wird klar: Pirlo und Sophie sind am Ende. Es sei denn, sie spielen gegen alle Regeln …

Es dauert eine Weile, bis man sich an den stakkatoartigen MPi-Stil des Autors gewöhnt hat, genauso wie an das Hin- und Herspringen in den Zeiten. Dann entwickelt sich eine zweifellos unterhaltsame Geschichte im Anwaltsmilieu, bei der die eigentliche Schuldfrage die geringste Rolle spielt. Wichtig ist es, Zweifel zu säen und Aussagen ins Wanken zu bringen. Was das betrifft, auch bezüglich der Beziehung zwischen Pirlo und Sophie, die erfreulich romanzenlos blieb (und hoffentlich bleibt), fand ich nichts zu meckern, im Gegenteil. Selten habe ich Gerichtsgeschichten so spannend empfunden. Was mich tatsächlich furchtbar nervte, waren die vielen Klischees, die in der Geschichte untergebracht waren. Die Araber sind alle kriminell. Die PolInnen alle arm, aber fix auf ihren Vorteil bedacht. Und die Düsseldorfer High Society macht eh nur Party, redet geschwollen und ist meist vor dem Mittag schon so blau wie ein Karpfen zu Silvester (natürlich nur die Frauen, die Männer müssen ja das große Geld machen). Ja, okay. Wer's mag. Hätte nicht sein müssen. Könnte man besser machen. 3,5/5 Punkten.

Starker Prozessroman

Das erste Buch von Ingo Bott, dem sicher noch einige folgen werden und das zu Recht. Was unspektakulär aussieht, ist der Auftakt einer Anwaltsreihe, an die man sich am Anfang erst gewöhnen muss, die dann aber zuschlägt …

Pirlo gerade von einer großen Kanzlei gefeuert, suhlt sich im Selbstmitleid, bis er Besuch einer Mutter bekommt, deren Tochter ihren Mann umgebracht haben soll.

Pirlo engagiert auf Empfehlung seines ehemaligen Doktorvaters die junge Sophie Mahler und gründet eine eigene Kanzlei in seinem Wohnzimmer. Alles deutet darauf hin, dass die beschuldigte Frau schuldig ist, doch von dem Gewinn des Prozesses hängt alles ab …

Wer glaubt, dass wir hier einen Helden sehen, wird am Anfang doch eher skeptisch auf Pirlo schauen, denn hier liegt Genialität neben absoluter Arroganz und macht es nicht gerade leicht, sich mit dem Protagonisten anzufreunden, wäre da nicht Sophie Mahler, die auf wunderbare Art alles in den Griff bekommt und auch in der Lage ist, mehr als nur Hilfs-Arbeiten auszuführen. Der Schreibstil ist ungewöhnlich und teilweise abgehackt, aber sehr flüssig und liest sich hervorragend.

Die Charaktere sind wirklich fast alle außergewöhnlich unsympathisch. Alleine schon die Beschuldigte macht wirklich alles, dass man Lust hat, sie zu verurteilen, doch der Aufbau und die Recherche sowie die Zeugenbefragungen im Prozess sind hochinteressant und treiben die Geschichte nach vorne.

In jedem Fall eine Empfehlung an alle, die gerne Prozessromane lesen. Für mich sehr gute 4 Sterne und die Sicherheit, dass ich an dieser Reihe dran bleiben werde …

Mit vollem Einsatz

Dr. Anton Pirlo, wie er sich nennt, ist »die gut aussehende Rhetorikmaschine«. Die POST beschrieb ihn einst so. Sein Ruf als exzellenter Anwalt eilt ihm voraus, trotzdem ist er seinen Job in einer renommierten Kanzlei los. Selber schuld – aber ist aufgeben eine Option? Als eines schönen Tages ein Zettel vor seiner Tür hängt »Rufen Sie mich an …« hat er seien ersten Fall – das heimische Wohnzimmer wird kurzerhand als Arbeitsplatz umfunktioniert. Florian von Späth ist tot, seine Frau Marlene soll ihn getötet haben. Alle Anzeichen sprechen genau dafür und doch übernimmt Pirlo Frau von Späths Verteidigung. An seiner Seite Sophie, die schnell lernt, sozusagen die perfekte Partnerin für ihn, den gefallenen Shootingstar, ist. Sie ergänzen sich, verstehen sich – meistens.

Ja, sie haben einen richtig großen Fall eingetütet, der reichlich Kohle bringen könnte. Im Gerichtssaal beginnt dieser Justiz-Thriller mit Sophie, die sich alleine zurechtfinden muss. Pirlo kommt wohl heute nicht mehr? Soweit, so ungewöhnlich und doch so typisch für diesen durchaus sympathischen Chaoten, der sich nicht immer an die Regeln hält. Ein Macho vom Feinsten, der das wahre Leben nur zu gut kennt. Ungewöhnliche Methoden sind seine Spezialität, des Öfteren schrammt er haarscharf an der Legalität vorbei.

Ingo Bott hat mit Pirlo einen Charakter geschaffen, der sehr wohl Ecken und Kanten hat, mit einer halbseidenen Familie im Hintergrund. Ein sympathischer Chaot mit viel Selbstbewusstsein, ein genialer Strafverteidiger, der nie aufgibt. Zusammen mit Sophie Mahler gelingt ihm manch genialer Schachzug, der ziemlich viel Unverfrorenheit, aber auch einen sehr wachen Verstand fordert.

Die gelungenen Kapitelüberschriften haben mir so manches Lächeln entlockt wie etwa »Fürs Leben zu blöd«. So wird man gut auf das, was kommen mag, eingestimmt. Der lockere Umgang untereinander, die spritzigen Dialoge tun ein Übriges und zuweilen fließt der Alkohol in Strömen.

Das Cover zeigt ihn, den gut aussehenden Anwalt. Nicht glatt, eher holprig, rau. An und für sich gelungen, nur kommt dieses »gut aussehend« zu kurz.

Ein kurzweiliger Einstieg in die Gerichtsbarkeit, deren Regeln manchmal etwas großzügig ausgelegt werden könnten, zumindest hat es zuweilen diesen Anschein. Der erste Fall des Dr. Pirlo, weitere werden folgen. »Falsche Zeugen« wird der zweite Band heißen, ich freu mich drauf.