Cover von: Post Mortem - Herzen aus Wut
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Post Mortem - Herzen aus Wut

Post Mortem Band 5. Thriller
Buch
Taschenbuch, 512 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3596702356

ISBN-13: 

9783596702350

Auflage: 

1 (27.03.2019)

Preis: 

12,00 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 8.200
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3596702356

Beschreibung von Bücher.de: 

Der fünfte Band der Post-Mortem-Serie mit dem Profikiller Avram Kuyper und Interpol-Agentin Emilia Ness von Spiegel-Online-Bestsellerautor Mark Roderick Beim Atmen bildeten sich dampfende Kondenswolken vor ihrem Gesicht. Nur spärlich bekleidet, hockte Karina Sukowa in ihrem grauen Betonloch, mit dem Rücken zur Wand. So ließen sich Hunger und Kälte am besten ertragen. Und die Schmerzen. Warum gerade sie? Diese Frage hatte sie sich schon tausendmal gestellt. Wann würde er sie wieder zu sich holen? Tiefe Hoffnungslosigkeit legte sich über sie wie ein dunkles Tuch. Wie aus weiter Ferne drang Kindergeschrei zu ihr. Dann öffnete sich die Luke...

Kyril Owalischenko ist einer der einflussreichsten Männer im Baltikum. Er liefert alles, was der Osten zu bieten hat: Wodka, Zobel, Kaviar, Drogen und Mädchen. Als Emilia Nachricht von einer Undercover-Agentin erhält, dass dieser Mann mehrere Frauen in seinem Versteck gefangen hält, macht sie sich auf den Weg in die estnischen Länder. Doch auch Avram Kuyper ist an diesem Untergrund-Boss interessiert. Ist der doch für seine Flucht aus dem Gefängnis verantwortlich. Aber warum wollte er ihn draußen haben? Als Avram und Emilia das Versteck finden, kommt es zum tödlichen Duell.

Kriminetz-Rezensionen

Nie vergessen

Interpol-Agentin Emilia Ness erfährt von einer Serie verschwundener Frauen, meist Schwangere oder Mütter mit Babys. Die Frauen und Kinder tauchen nie wieder auf. Die Spur führt Emilia nach Riga ins Baltikum.

Währenddessen sitzt der Profikiller Avram Kuyper seine Strafe im Gefängnis ab. Von dort wird er entführt und soll zu Levithan gebracht werden. Aber Kuyper gelingt die Flucht. Auf eigene Faust macht er sich auf den Weg seinen Entführer zu finden und herauszufinden, warum er entführt wurde.

Ayram Kuyper und Emilia Ness stellen schnell fest, dass ihre Spuren zu dem einflussreichen und brutalen Untergrund-Boss Kyril Owalischenko führen. Werden sie gemeinsam es schaffen ihn zu stellen oder wird ihre Suche diesmal tödlich enden?

„Post Mortem – Herzen aus Wut“ von Mark Roderick ist der 5. Band mit der Interpol-Agentin Emilia Ness und dem Profikiller Avram Kuyper.

Diese beiden Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein, dennoch ziehen sie immer wieder an einem Strang. Emilia ist die gesetzestreue Interpol-Agentin, die für ihren geliebten Beruf Mann und Tochter vernachlässigt. Ayram Kuyper nimmt es mit dem Gesetz nun gar nicht so genau und geht seinem Ziel auch über Leichen hinweg entgegen. Dennoch ist er ein Mann, der seine Prinzipien hat und der sympathisch rüberkommt. Beide Charaktere ergänzen sich und können es nur gemeinsam schaffen.

Der Schreibstil ist flüssig und äußerst spannend. Die Kapitel sind kurz gehalten. Durch den Perspektivwechsel wird die Spannung weiter erhöht. Besonders interessant sind Ayrams Ermittlungsmethoden. Er hat überall Verbündete, die ihm bei der Aufklärung helfen.

Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite und am Ende kommt es zum finalen Countdown, so dass man das Buch gar nicht mehr weglegen will.

Das Baltikum kommt hier nicht wirklich positiv rüber …

Ständiger Perspektivenwechsel sorgt auch in diesem Teil der Reihe für Spannung und Tempo und gewährt mir als Leser sehr oft einen minimalen Wissensvorsprung. So weiß ich oft, was als nächstes passiert – im Gegensatz zu Avram und Emilia, die oft unvorbereitet in brenzlige Situationen geraten. Aber nicht immer ist dieses Wissen angenehm, sondern verursacht auch oft genug Bauchschmerzen.

Brutal und blutig
Owalischenko hat mit seinem vielen Geld etliche Besitztümer im Baltikum erworben und nutzt sie als Folterkammern. Hier lebt er seine sexuellen Perversionen ungestört aus und hält seine »Objekte der Begierde« gefangen. Allen Opfern seiner Fantasien ist gemein, dass sie jung und hochschwanger sind oder aber schon ein kleines Kind haben, das er gleich mit entführen lässt. Man sollte bei der Lektüre von »Post Mortem – Herzen aus Wut« meiner Meinung nach weder schwanger noch sonderlich empfindlich sein.

Alte Bekannte
Ansonsten läuft alles ein wenig nach bewährtem Schema ab, was überhaupt nicht abwertend gemeint ist. Avram und Emilia arbeiten wie gewohnt zwar am selben Fall, aber eben nicht gemeinsam – trotzdem findet immer mal ein kleiner Informationsaustausch statt. Auch andere alte Bekannte, wie z.B. der äußerst maulfaule Hacker oder Lina Sattler, die Geldeintreiberin, die nicht fähig ist mitzufühlen, tauchen auf. Ich habe mich tatsächlich über jeden von ihnen gefreut :-)

Gesetzestreuer Gegenpart
Mit Emilie Ness, die ja zwischenzeitlich befördert wurde, werde ich immer noch nicht warm und werde es wohl auch nie werden. Aber ich kann nachvollziehen, dass sie als gesetzestreuer Gegenpart – und oft genug widerwillige Helferin – wichtig für die Geschichte ist. Sie versucht alles, um mit legalen Mitteln ans Ziel zu kommen und ist immer wieder bereit Avram zu schützen. Alleine dafür mag ich sie dann doch ein bisschen :-)

Logisches Ende
Nach einem vergleichsweise ruhigen Einstieg, steigerte sich die Geschichte sukzessive bis zum üblichen und erwartbaren Showdown. Die Auflösung war logisch und nachvollziehbar, ließ aber kleinere Lücken und einen Cliffhanger zurück. Das lässt mich hoffen, dass Avram Kuyper immer noch nicht in Rente geht und Mark Roderick mich auch im nächsten Jahr mit einer neuen Geschichte über den Profikiller erfreut.

Mein Fazit
»Post Mortem – Herzen aus Wut« setzt beinahe nahtlos da an, wo der letzte Band endete. Trotzdem kann man ihn auch ganz bequem lesen, ohne alle anderen Bände davor zu kennen – aber ich finde, es macht deutlich mehr Spaß, wenn man die komplette Vorgeschichte kennt.