Cover von: Praterglück
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Praterglück

Eine Krimi-Groteske
Buch
Taschenbuch, 160 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

345565021X

ISBN-13: 

9783455650211

Erscheinungsdatum: 

02.02.2015

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.830.040
Amazon Bestellnummer (ASIN): 345565021X

Beschreibung von Bücher.de: 

Eine kriminalistische Imbiss-Groteske in Briefen, Post-its, E-Mails und SMS: Das Praterglück - eine Institution im Wiener Würsteluniversum. Am Grill: zwei Brüder, so unterschiedlich wie Currywurst und Käsekrainer. Die beiden, der eine Berliner, der andere Wiener, können sich nicht ausstehen. Also beschließen sie, nur noch schriftlich miteinander zu kommunizieren - mit Schmäh und Schnauze. Den gegenseitigen Arbeitsanweisungen folgen üble Beschimpfungen, skurrile Betrachtungen über das Leben, deutsch-österreichische Missverständnisse - und schließlich eine Verabredung zum Mord.

Kriminetz-Rezensionen

Bruderliebe

Zum Inhalt:
Zwei Halbbrüder – ein Wiener und ein Berliner – teilen sich nicht nur die (verstorbene) Mutter, sondern übernehmen von der gemeinsamen Tante Herta deren Imbissstand – das „Praterglück“.
Da die gegenseitig empfundene Liebe nicht besonders groß ist, korrespondieren Paul und Balthasar nicht persönlich, sonder per Zettel, SMS oder Mail. Nach einer Weile geraten die Brüder mit vielen dubiosen und halbseidenen Typen in Kontakt und dadurch in große Schwierigkeiten.

Zum Cover:
Wie der Inhalt sehr unkonventionell gestaltet mit einigen Elementen, die deutlich für „Imbiss“ stehen und durch die strahlende Farbe ein Hingucker.

Mein Eindruck:
Zwei Autoren (ein Österreicher und ein Deutscher) lassen zwei etwa fünfzigjährige Halbbrüder ihre Hassliebe ausleben. Das tun diese im Dialekt und mit allem, was es an Schimpfwörtern in beiden Sprachen zu holen gibt. Zwischendurch werden Ablebefantasien in Bezug auf Tante Herta durchdiskutiert und vor diversen östlichen Gangstergruppen geflüchtet.
Das ganze Buch ist rassistisch, ordinär, boshaft und wiederholt sich ständig. Dadurch bekommt man das Gefühl, sich im Kreis zu drehen bzw. knietief in übelriechender „Eitriger“ (Käsekrainer) mit Currysauce zu waten.
Gut, einige Teile verführen zum Schmunzeln, z.B. wenn Bruder Paul auf der Flucht vor Polizei und allen möglichen Osteuropäern mit immer anderen Email-Adressen Mails von immer anderen Orten verschickt und die Panik Pauls durch den Stakkato-Stil der Nachrichten greifbar wird. Irgendwie ist es auch schön, zu lesen, wie Paul und Balthasar sich bei allem Ärger, Kontakten mit der Polizei, handfesten Auseinandersetzungen mit den Gangstern, Plänkeleien mit Tante Herta und Liebeleien mit dem Aushilfspersonal doch einander annähern.
Dennoch fehlt dieser Krimigroteske fast alles außer schlechtem Stil: Sie ist nicht witzig genug für eine Groteske und nicht spannend genug für einen Krimi.

Fazit:
Zwei Autoren, zwei Brüder, zwei Welten, aber Wurst statt Genuss