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Prost, auf die Wirtin

Kommissar Tischler ermittelt. Provinzkrimi
Buch
Taschenbuch, 287 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

2496703465

ISBN-13: 

9782496703467

Erscheinungsdatum: 

14.07.2020

Preis: 

7,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 2496703465

Beschreibung von Bücher.de: 

Der Auftakt zur Provinzkrimi-Reihe von Bestseller- und #1-Kindle-Humor-Autor Friedrich Kalpenstein.

»Zefix! Immer, wenn es am ungünstigsten ist, werden die Leut' umgebracht!« Ausgerechnet am Sonntag wird die Wirtin des idyllischen Orts Brunngries im nahe gelegenen Wäldchen tot aufgefunden. Hauptkommissar Tischler, soeben aus München in die Chiemgauer Alpen versetzt, nimmt die Ermittlungen auf. Als Stadtmensch bekommt er es auf einmal mit kauzigen, aber herzlichen Ur-Bayern zu tun. Damit nicht genug, hält ihn Polizeiobermeister Fink mit seiner übereifrigen Art auf Trab.

Je tiefer der Kommissar in die vermeintliche Dorfidylle eintaucht, umso klarer wird es, dass sich hinter der freundlichen Fassade des Ferienortes noch sehr viel mehr verbirgt.

Kriminetz-Rezensionen

Zefix! Immer, wenn es am ungünstigsten ist.

»Tischler wurde in diesem Augenblick bewusst, dass es noch ein weiter Weg war, bis seine Kollegen eine gute Tasse Kaffee zu schätzen wussten. Vielleicht war es aber auch ein unlösbarer Fall.« (Buchauszug)

Hauptkommissar Constantin Tischler hat noch nicht einmal seine neue Wohnung in Brunngries eingeräumt, da bekommt er es schon mit seinem ersten Mordfall zu tun. Dass man zudem an einem Sonntag die Brunnenwirtin Franziska Leidinger ermordet hat, schmeckt ihm so gar nicht. Ihre Leiche wird ausgerechnet von Dackeldame Resi vom hiesigen Förster gefunden. Dass der Stadtmensch Tischler in Brunngries auf einige bayrische Urgesteine trifft, damit hatte er ja gerechnet, schließlich kennt er die Region aus seiner Jugend im Internat. In Polizeiobermeister Fink findet er zwar einen interessierten Kollegen, doch dieser tritt gerne von einem Fettnäpfchen ins andere. Doch erst mal muss Tischler so einiges am Arbeitsplatz ändern, in erster Linie Brunello den schlechten Kaffee. Je weiter Tischler die Ferienidylle Brunngries eintaucht, desto mehr merkt er, das hier einiges im Verborgenen liegt.

Meine Meinung:
Das bunte, humorvolle Cover mit typischen bayrischen Szenarien lädt zur neuen Krimireihe nach Oberbayern ein. Der Schreibstil ist flüssig, locker, unterhaltsam und mit viel Humor. Besonders die vielen brillanten Dialoge, die hier mit viel Humor ausgedacht wurden, haben mich beeindruckt. Es geht um den Mord an der Brunnenwirtin Franziska Leidinger, der den ganzen Ort erschüttert. Natürlich wird recht schnell der alkoholsüchtige Ehemann verdächtigt, besonders weil er ein ganzes Waffenarsenal zu Hause hat. Doch der Autor beschäftigt sich nicht nur mit dem Mord, sondern insbesondere mit den Begebenheiten des Polizeireviers und den Menschen im Dorf. Allein schon das Auftreten von Felix Fink im Trachtenjanker kann ich mir bildlich vorstellen. Seine etwas tollpatschige, übereifrige Art bringt nicht nur ihn, sondern ebenso Tischler des Öfteren in Verlegenheit. Auch die Menschen im Dorf haben so einiges, was nicht mit rechten Dingen zugeht, sei es der hiesige Metzger oder der Kfz-Mechaniker, die beide etwas zu verbergen haben. Gerade durch die lockere, humorvolle Art wird der Krimi zum richtigen Leseerlebnis. Ich selbst hab mich bis zum Ende gefragt, wer der Täter ist. Bei der unterhaltsamen Mördersuche amüsiere ich mich nicht nur bei Tagliatelle Verdure, Leberkässemmel und Trachtenjanker. Nein, es gibt auch noch ein erstes Date von Tischler mit Dr. Britta Neufeld, der Ärztin, die ihn versorgt und auf die er sofort ein Auge geworfen hat. Durch seine inzwischen vielen Bücher weiß Friedrich Kalpenstein mit seinen Protagonisten umzugehen, er haucht jedem seinen ganz eigenen Charakter ein. Besonders die Art von Felix Fink lässt mich manchmal hinwerfen vor Lachen, ich kann ihn mir bildlich gut vorstellen. Den naiven, kleinen Schülerbub, der sich oft zu unsicher ist, ob alles in Ordnung ist, was er tut. Ebenso gefällt mir Tischler sehr gut, er ist das genaue Gegenteil von Fink, sehr ehrgeizig und gewissenhaft. Am Ende wartet der Autor dann noch mit einigem Verborgenem auf, was mich neugierig macht, wie es in den nächsten Folgen in Brunngries weitergehen könnte. Für mich ein gelungener Krimiauftakt, den ich sehr gerne weiterverfolgen würde. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen für dieses lesenswerte Buch.

Bayrische Ermittlungen

Zum Inhalt:
Kaum hat Constantin Tischler seine neue Stelle im idyllischen Brunngries angetreten, hat er es auch schon mit einem Mord an der Wirtin zu tun.

Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch von Friedrich Kalpenstein, aber nicht mein letztes. Mit viel Humor, Spannung, leichtem und flüssigem Schreibstil, erzählt Kalpenstein diese Geschichte, die es einem schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Dazu die Ermittler Tischler, Fink und Co.die mir beim Lesen sehr viel Spaß bereitet haben und bei denen ich auch immer wieder herzhaft lachen musste. Natürlich wird der Mord aufgeklärt und ist passend. Auf einen weiteren Fall mit Tischler würde ich mich freuen.

Wer also einen Krimi mit Humor mag, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.

Humorvoller bayrischer Provinz-Krimi – Janker trifft auf Jaguar

Ein neuer Sheriff ist im Dorf, zum Staunen aller Beteiligungen kommt er mit einem Jaguar daher. Hauptkommissar Constantin Tischler mag eben gerne das Besondere, jedoch den Luxus sich auszuruhen oder gar seine Sachen auszupacken bekommt er nicht und das am heiligen Sonntag.

Zitat: »Zefix! Immer, wenn es am ungünstigsten ist …«

Kaum aus den Münchner Gefilden angekommen, liegt auch schon eine Leiche im Wald! Sein neues Team erwartet ihn gespannt, allen voran Polizeiobermeister Felix Fink. Auch Dackeldame Resi, als erste Zeugin vor Ort, ist begeistert vom feschen Kommissar, denn sie hat die Tote aufgestöbert. Die tote Frau entpuppt sich als die Wirtin, hier auf dem Land kennen sich die Leut …

»Prost auf die Wirtin«, ist ein gestandener Regionalkrimi von Autor Friedrich Kalpenstein und kommt mit Witz und Lokalkolorit daher. Dank dem Verzicht auf allzu viel bayrische Ausdrucksweisen ist er sicherlich auch gut für deutschlandweites Verstehen kompatibel;)

Dafür sorgt auch der noble Kommissar Tischler aus der Stadt, der den Dorfbewohnern erst einmal beibringen muss, was ein richtig gscheiter Kaffeegenuss sein kann.

Besonders liebenswert ist der Kollege Fink, ein Spezialist für alles und jeden, auch was den neusten Dorftratsch anbelangt wird er von Muttern gut gefüttert. Der Ermittlungsdruck aus Traunstein hält sich in Grenzen, jedoch merkt Tischler alsbald, dass auch in einem kleinen Dorf einiges kriminelles Potenzial schlummert! Gut für ihn, denn eine Schließung der Polizeistation wäre nicht in seinem Sinn und im Sinne des Lesers, der ja gerne noch ergründen möchte, was Tischler und Fink mit ihrer TUF-Methode noch so Alles ermitteln werden!

Der Krimi ist schnell gelesen, flüssig geschrieben mit humorvollem Ansatz, sorgt er auch für gelungene Unterhaltung. Für mich hätte er ruhig noch ein Quäntchen »Spezieller« sein können …

Die Lektüre hat mir aber dennoch gut gefallen, besonders begeistert hat mich die Figur Fink, ein wirklich liebenswerter Tollpatsch im Trachtenjanker, unbedarft, um keine Antwort verlegen, war das lustige Geplänkel vom Tischler und vom Kollegen Fink einfach herrlich!

Man darf sicherlich gespannt sein auf weitere Ausflüge in die bayrische Provinz:) Fortsetzung ist wohl geplant, dieser Provinz-Krimi ist das Debüt zu einer Serie.

Gelungener Ausflug in die Krimiwelt

Hauptkommissar Tischler hat gerade erst seinen vermeintlich ruhigen Job im idyllischen Bergdorf Brunngries angetreten, als die Leiche der ortsansässigen Wirtin aufgefunden wird. Er stürzt sich direkt in die Ermittlungen und muss feststellen, dass die Menschen vor Ort von einem anderen Schlag als in der Stadt sind. Sein Kollege Fink steht ihm mit wenig Selbstbewusstsein und Talent tatkräftig zur Seite, was die Recherchen aber auch nicht wirklich nach vorne bringt. Kann Tischler seinen Premieren-Fall doch noch abschließen oder wird der Tod der Wirtin ein Rätsel bleiben?

Der erfolgreiche Autor Friedrich Kalpenstein hat bisher eher mit seinen unterhaltsamen und humoristischen Büchern auf sich aufmerksam gemacht, so dass ich nun sehr gespannt auf seine Exkursion in die Krimiwelt war. Meine Befürchtung, eine Kopie der gut verkauften Alpen-Krimi-Reihen vorzufinden wurde nicht bestätigt, stattdessen gelingt Kalpenstein aus meiner Sicht ein gelungener Mix aus Spannung und Humor. Mit seinem lebendigen aus dem Leben gegriffenen Schreibstil konnte er mich schnell begeistern und seine beiden Charaktere Tischler und Fink sammelten fleißig Sympathiepunkte. Die Spannung kommt auch nicht zu kurz, die ereignisreichen Ermittlungen halten den Spannungsbogen auf einem hohen Niveau und die durchdachte und gut nachvollziehbare Auflösung runden diesen Provinzkrimi gelungen ab.

Insgesamt ist »Prost, auf die Wirtin« ein für mich gelungener und gut unterhaltender Kriminalroman, der von seinen starken Charakteren und der lockeren Atmosphäre im ländlichen Idyll lebt. Es bleibt zu hoffen, dass Tischler und Fink noch mit dem ein oder anderen kniffligen Fall betraut werden. Ich empfehle das Buch gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.