Cover von: Rachekult
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Rachekult

Der zweite Fall für Kriminalhauptkommissar Fuchs & Fallanalystin Schuhmann. Thriller
Buch
Taschenbuch, 500 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3734109280

ISBN-13: 

9783734109287

Auflage: 

1 (15.02.2021)

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3734109280

Beschreibung von Bücher.de: 

Er mordet grausam und gnadenlos, und Kriminalhauptkommissar Fuchs könnte sein nächstes Opfers ein …

April 2019, Frankfurt am Main: Kriminalhauptkommissar Joachim Fuchs und Fallanalystin Lara Schuhmann ermitteln in einer Reihe grausamer Mordfälle. Dem ersten Opfer wurde der Schlund mit flüssigem Silber ausgegossen, ein weiteres wurde gepfählt. Der Täter mordet gnadenlos und symbolträchtig. Und es kommt noch schlimmer: Fuchs kennt die Opfer aus seiner Zeit als Mitglied der GSG 9. Als er die Verbindung zu einem mehr als zwanzig Jahre zurückliegenden Einsatz erkennt, muss er bald um sein eigenes Leben fürchten.

Die »Fuchs & Schuhmann«-Thriller:
Totenblass (Bd. 1)
Rachekult (Bd. 2)

Kriminetz-Rezensionen

Brutale Vergangenheitsbewältigung bringt Fuchs in Gefahr

»Fiat iustitia et pereat mundus – Es soll Gerechtigkeit geschehen und gehe die Welt darüber zugrunde.« (Buchauszug)

In Frankfurt und Umgebung herrscht in diesem Sommer nicht nur eine brütende Hitze, sondern eine brutale Mordserie erschüttert die Region. Kurz zuvor wird ein toter Polizist, der unter verhängnisvollen Umständen getötet wurde, in einer Offenbacher Fabrik gefunden. Kurz danach wird Konrad Kröll, ein langjähriger Freund von Hauptkommissar Joachim Fuchs, getötet. Kröll stirbt vor seinem Haus qualvoll an sehr undurchsichtigen Verbrennungen. Zusammen mit Fallanalytikerin Lara Schuhmann ermitteln sie in Krölls Fall, als es zu weiteren Morden kommt. Erneut trifft es einen Beamten aus den Reihen der Polizei. Ungewöhnlich sind besonders die perfiden und brutalen Mordwerkzeuge und Methoden, mit denen der Täter seine Opfer zu Tode quält. Fuchs wird erst hellhörig, als die Spur immer weiter in die Vergangenheit führt, bei der er selbst eine Rolle gespielt hat. Muss Fuchs selbst plötzlich um seine Leben fürchten?

Meine Meinung:
Die unscheinbare alte Kette auf dem Cover hat mich nicht neugierig gemacht, dafür der Klappentext umso mehr. Wie schon im ersten Band von den Ermittlern Fuchs und Schuhmann ist hier wieder der Schreibstil sehr unterhaltsam, spannend und fesselnd. Allerdings hat auch dieser Band wieder vereinzelt ein paar unnötige Längen, über die ich aber gern hinwegsehe, weil mich diesmal der Plot absolut fesselt. Positiv überrascht bin ich, dass der Autor sich hier noch mehr auf seine Opfer und den Täter konzentriert und dass es nicht so viele Fachausdrücke gibt. 

Beeindruckt und zugleich schockiert bin ich über die detaillierten Tötungsarten, die hier wirklich grausam und brutal sind. Hier merkt man eben wieder das große Fachwissen des ehemaligen Rechtsmediziners. So blieb es natürlich nicht aus, dass mir mein Kopfkino des Öfteren eine Gänsehaut beschert. Trotzdem bin ich überrascht, was sich der Autor hier hat einfallen lassen, um seinen Racheplan durchzuziehen. 

Es geht dabei um einen alten Polizeifall aus den 70er-Jahren, bei dem es im Zuge einer Festnahme von Terroristen zu einigen Problemen kam. Kein Wunder also, dass Fuchs und Schuhmann recht schnell eine Verdächtige haben, die erst vor Kurzem aus der Haft entlassen wurde. Doch ist sie wirklich unsere Täterin? Ich dagegen habe eher den Eindruck, dass der Täter männlich ist. 

Interessant ist außerdem wieder der Konkurrenzkampf zwischen der Frankfurter und Offenbacher Kripo, die schon im ersten Band zum Tragen kam. 

Besonders gut gefällt mir das ausführliche Gespräch zwischen Joachim Fuchs und dem Pathologen Lehnhardt. Bei diesem ging es um die Mordmethodik, bei der Frederic Hecker sein ganzes Können zeigt. Sowie die fachliche Analyse des erhaltenen Drohbriefs durch Lara, die ich sehr stark fand. Erneut spiegelt sich da seine lange Erfahrung im Bereich der Rechtsmedizin wider. Zum Glück hat sich der Autor diesmal nicht ganz so extrem in medizinischen Fachausdrücken und Fremdwörtern verloren wie im ersten Band.

Etwas schade dagegen ist, dass Lara gegenwärtig nicht so stark zur Geltung kommt. Was jedoch sicher daran liegt, da es in dieser Geschichte um die Vergangenheit von Fuchs ging. 

Überzeugt haben mich insbesondere wieder seine Charaktere. Allen voran natürlich Fuchs, der hier unter anderem seine sensible, mitfühlende Seite zeigen durfte. Lara, die noch mit den Nachwehen des letzten Falls zu kämpfen hat, blieb wie schon oben geschrieben etwas blass. Dafür finde ich diesmal den Pathologen Lehnhardt noch beeindruckender, insbesondere sein Engagement und Fachwissen. Ebenso wie die ganzen Nebenrollen, die der Autor hier sehr 
gut eingefügt und zur Geltung bringt.

Alles in allem empfinde ich dieses Buch deutlich brutaler, fesselnder und es hat mich noch viel mehr in den Bann gezogen wie das Letzte. Ganz besonders wegen der Geschichte aus Fuchs' Vergangenheit und dem hohen Spannungsbogen. Deshalb von mir eine absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen für diesen herausragenden Thriller.