Cover von: Raue Havel
Amazon Preis: 14,00 €
Bücher.de Preis: 14,00 €

Raue Havel

Der sechste Fall für Hauptkommissar Toni Sanftleben. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 288 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3740813652

ISBN-13: 

9783740813659

Erscheinungsdatum: 

25.08.2022

Preis: 

14,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3740813652

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein Spionagefall nach wahren Begebenheiten.

In einem alten Bootshaus an der Havel werden drei jahrzehntealte Skelette gefunden. Kurz darauf wird eine Journalistin ermordet. Sie recherchierte in einem Spionagefall aus dem Jahr 1949 um eine junge Frau, deren Identität bis heute unbekannt ist.

Hauptkommissar Toni Sanftleben findet heraus, dass die Todesfälle von damals und heute zusammenhängen. Als ihm klar wird, dass er selbst familiär in den Fall verstrickt ist, ist es schon fast zu spät: Denn er bekommt es mit einem Gegenspieler zu tun, für den ein Menschenleben nicht viel zählt …

Kriminetz-Rezensionen

Nach wahren Begebenheiten

Inhalt:
Hauptkommissar Toni Sanftleben und sein Kollege Phong werden zu einem maroden Gebäude nach Werder gerufen. Im Bootshaus, das zum Anwesen gehört, wurden 3 Skelette gefunden, die schon Jahrzehnte dort liegen müssen. Bei ihren Nachforschungen stoßen Toni und Phong auf eine Journalistin, die ein auffälliges Interesse an dem Haus gezeigt hatte. Doch zu einer Befragung kommt es nicht mehr. Sie wurde getötet, alle Unterlagen zu ihren Recherchen gestohlen. Die Ermittlungen erweisen sich als schwierig. Und dann ist da ja auch noch Tonis Mutter Vera, die gerade jetzt wieder auftaucht und anscheinend ein Geheimnis hat....

Leseeindruck:
"Raue Havel" ist der 6. Band einer Reihe um Hauptkommissar Toni Sanftleben. Aber auch ohne Vorkenntnisse kann der Krimi gut gelesen werden. Relevantes zu den Hauptfiguren wird kurz reflektiert. Bereits der Prolog beginnt spannend und macht neugierig auf den weiteren Verlauf. Dieser lässt die Leserschaft hautnah an den Ermittlungen, aus Sicht von Toni Sanftleben, teilhaben. Ihm und Phong werden Steine in den Weg gelegt. Irgendjemand möchte anscheinend sein Geheimnis bewahren. Es geht sogar soweit, dass ihnen der Fall entzogen wird. Doch die beiden lassen sich davon nicht unterkriegen und recherchieren heimlich weiter. Es dauert nicht lange, da wird es nicht nur für sie gefährlich. Alleine das fand ich schon spannend und habe fleißig mitgerätselt. Allgegenwärtig war die Frage: Was ist in der Vergangenheit geschehen? Es muss eindeutig etwas gravierendes gewesen sein, bei dem die Folgen in die Gegenwart reichen. Denn es gab noch, sehr zu meiner Freude, Abschnitte aus dem Jahr 1949. Diese sind so geschickt eingeflochten, dass ich gar nicht anders konnte als immer weiterzulesen. Erst am Ende wurde mir das ganze Ausmaß um die Ereignisse bewusst.

Fazit:
"Raue Havel" beruht auf einen Spionagefall nach wahren Begebenheiten. Die Figuren sind fiktiv, aber nicht minder authentisch dargestellt. Der Autor verwebt dies geschickt in einen spannenden Krimi, dem es auch nicht an Lokalkolorit fehlt. Nebenbei konnte ich einiges lernen. Denn von der verbotenen Stadt des sowjetischen Geheimdienstes mitten in Potsdam hatte ich bis dato noch nichts gehört. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Raue Havel

Dies ist bereits der sechste Havelkrimi mit und um Hauptkommissar Toni Sanftleben. Wie alle Krimis des Autors hat auch dieser wieder ein eigenes interessantes Thema im Mittelpunkt. In einem alten Bootshaus werden drei Skelette gefunden, die aber dort seit Jahrzehnten liegen müssen. Ein junge Journalistin, die über dieses Thema berichtet, wird bei ihrer Joggingrunde brutal ermordet.. In einem anderen Handlungsstrang gehen wir zurück in das Jahr 1946. Hier wird eine junge Frau von einem englischen Agenten angeworben, einen russischen Gefangenen aus dem Geheimdienststädtchen zu befreien. Die Geschichte wechselt zwischen den beiden Zeitzonen, was den Spannungsbogen noch mehr erhöht. Dann kommt auch noch unverhofft Tonis Mutter nach Jahren zu ihm auf Besuch, sie möchte mit ihm etwas abklären. Aber noch bevor es dazu kommt, entgeht sie knapp einem Attentat. Wie wir es ja bereits gewohnt sind, ermittelt Toni mit allen ihn zur Verfügung stehenden Mitteln, ihn kann dann niemand und nichts zurückhalten, nicht einmal sein Vorgesetzter, mit dem er deswegen öfters Schwierigkeiten hat. Mit ihm ist ständig sein Kollegen Phong, ein absoluter IT-Freak, der alle Computer knacken kann. Der Krimi ist wie alle vorherigen hochsensibel, es werden keine Taten ausgelassen, akribisch werden die Morde und Überfälle beschrieben. Man liest das Buch in einem Zug durch, denn man kann es ganz einfach nicht aus der Hand legen, weil jedes Kapitel mit einem Pageturner endet. Hier werden wir mit den Machenschaften zwischen den einzelnen Zonen bekanntgemacht. Doch nun zweifelt Toni plötzlich an seinem Beruf, er hat es satt, immer nur das Böse zu bekämpfen. Ich hoffe schwer, dass der Autor seine Figur nicht ausklinken läßt, denn es gäbe noch so viel Potenzial, Toni Sanftleben und sein Team sollen noch lange zusammen ermitteln, am liebsten, bis Toni in Pension geht. Das Cover zeigt wie üblich die Havellandschaft, hier eine Brücke und im Hintergrund die untergehende Sonne, die das ganze Firmament rot färbt.

Eingeholt von der Vergangenheit

»Raue Havel« von Tim Pieper, Emons Verlag, habe ich als Taschenbuch mit 304 Seiten gelesen, die in 52 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 6. Havelkrimi.

Das Buch beginnt mit dem Prolog im Jahr 1946 in der russischen Besatzungszone. Dort werden fast noch Kinder verhaftet, weil sie den Russischunterricht geschwänzt haben. Sie werden hart bestraft.

Die Szene wechselt in die Gegenwart und zu drei Skeletten, die in einem alten Bootshaus an der Havel gefunden wurden. Kurz danach wird eine Journalistin ermordet, die in einem Fall aus dem Jahr 1949 recherchiert hat. Bald stellt sich heraus, dass die beiden Fälle zusammenhängen.

Dann hat sich Tonis Mutter zu einem spontanen Besuch angekündigt. Sie lebt in Portugal und ist schon sehr betagt. Es muss also einen wichtigen Grund geben, warum sie so plötzlich nach Potsdam kommen will.

Die Handlung wechselt immer wieder in das Jahr 1949. Dort wird eine junge Frau von einem britischen Agenten angeworben, um einen russischen Dolmetscher aus dem »Militärstädtchen Nr. 7« herauszuschleusen.

In der Gegenwart nimmt die Handlung rasante Wendungen. Toni und sein IT-Kollege Phong bekommen es mit mächtigen Gegnern zu tun, die vor nichts zurückschrecken. Agenten tauchen in der Dienststelle auf und der Polizeipräsident nimmt Toni den Fall weg. Als Toni mit seinem Vorgesetzten, Kriminalrat Schmitz, über neue Informationen sprechen will, blockt dieser ab. Also nehmen Toni und Phong den Fall selbst in die Hand und geraten in große Gefahr. Und nicht nur die beiden werden bedroht.

Es ist eine wahnsinnig spannende, traurige und berührende Geschichte. Man kann es sich kaum vorstellen, was damals passiert ist und bis heute nachwirkt.

Toni kommt bei diesem Fall an seine Grenzen und denkt über seinen weiteren beruflichen Weg nach. Zu seiner Mutter hatte er nie ein inniges Verhältnis. Sie war immer eine sehr distanzierte Person. Jetzt hat er die Gelegenheit, sich mit ihr auszusprechen.

Kriminalkommissar Phong ist nicht mehr nur ein IT-Nerd, sondern blüht in seiner neuen Rolle als aktiver Ermittler regelrecht auf. Er scheut sich nicht vor der Gefahr, findet immer neue Hinweise im Netz und ist Toni nicht nur ein guter Kollege, sondern auch ein Freund.

Durch die Perspektivwechsel wird die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite gehalten. Man erfährt mehr und detailliert über die Machenschaften der Geheimdienste nach dem 2. Weltkrieg, wie Taten mit aller Macht noch heute geheim gehalten werden sollen.

Auch wegen des mitreißenden Schreibstils war ich sehr schnell durch mit dem Buch, was wieder ein sehr gelungenes Werk ist.

Am Ende ernten wieder die falschen Leute die Lorbeeren. Nur einer hat sie mehr als verdient.

Ich hoffe sehr, dass Toni mit diesem Fall mental abschließen kann und wir noch viel von ihm /lesen können.

Das Cover ist wieder sehr schön gestaltet.

Packender Krimi um einen Spionagefall aus dem Jahr 1949 und seine dunklen Schatten in der Gegenwart

Mit diesem Buch legt der Autor Tim Pieper den inzwischen bereits sechsten Band seiner Reihe um Toni Sanftleben von der Kriminalpolizei Potsdam vor und konnte mich dabei auch diesmal wieder auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Vorkenntnisse aus den ersten fünf Bänden sind hier nicht erforderlich, da alle erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte gut in die laufende Handlung eingebunden werden, ohne den Lesefluss zu stören. Lesen sollte man diese Bände aber dennoch, weil sie ebenfalls beste Krimiunterhaltung bieten.

In einem alten Bootshaus an der Havel werden drei Skelette gefunden, die dort schon seit Jahrzehnten liegen. Kurz darauf wird eine Journalistin getötet, die in einem alten Spionagefall aus dem Jahr 1949 recherchiert hat und dabei auch auffälliges Interesse an dem Grundstück, auf dem das Bootshaus steht, gezeigt hatte. Toni Sanftleben und sein Team müssen tief in die Vergangenheit graben, um den kniffligen Fall zu lösen. Das ausgerechnet jetzt Tonis Mutter, die eigentlich in Portugal lebt, nach Potsdam zurückkehrt und dringend mit ihm sprechen will, passt ihm da eigentlich gar nicht in den Kram, zumal sein Verhältnis zu ihr doch ziemlich schwierig ist. Oder ist ihre Rückkehr überhaupt kein Zufall ?

Auch dieser Band überzeugt durch einen packenden Schreibstil und bietet eine gut aufgebaute Geschichte mit sorgfältig charakterisierten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Der ausgeklügelte Fall wird am Ende überzeugend aufgelöst und ist auf dem Weg dahin auch für die eine oder andere Überraschung gut.

Neben den aktuellen Ermittlungen gibt es immer wieder Rückblenden in das Jahr 1949, in dem sich eine junge Frau auf eine gefährliche Spionageaktion einlässt und bald nicht mehr weiß, wem sie noch vertrauen kann. Dieser Teil der Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten, die hier aber leicht verfremdet und ausgeschmückt werden. Informationen zu Dichtung und Wahrheit finden sich im Nachwort am Ende des Buches.

Wer auf packende Kriminalromane mit starken Figuren und einem realen historischen Hintergrund steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.

Dunkle Schatten der Vergangenheit erreichen die Gegenwart...

Ich glaube, ich kenne alle Bücher der Havel-Reihe von Tim Pieper – und bin immer wieder aufs Neue begeistert! Jedes Mal denke ich: nun ist aber keine Steigerung mehr möglich – doch der Autor kann stets noch einen „draufsetzen“...
Man kann die Bücher auch sehr gut einzeln lesen, die Fälle sind in sich abgeschlossen. Aber ich persönlich finde immer, bei Reihen lohnt es sich, sie möglichst nacheinander zu lesen, da man die Entwicklung der Protagonisten dadurch besser nachvollziehen kann.
Aber „Raue Havel“ hat mir besonders gut gefallen: Herr Pieper greift einerseits einen alten (historisch belegten) Spionagefall aus dem Jahr 1949 auf, vermischt ihn gekonnt mit einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1946, bei der einige 15-/16-jährige Schüler von der sowjetischen Besatzungsmacht zum Tode verurteilt wurden, weil sie den Russisch-Unterricht „geschwänzt“ hatten. Ein fiktiver Roman aus der Gegenwart, aber nach historischen Vorbildern... Deshalb spielt die sog. „verbotene Stadt“ der sowjetischen Geheimdienste in Potsdam eine wichtige Rolle.
Ein Fall, der Toni Sanftleben (berechtigterweise) persönlich sehr mitnimmt und ihn an seine Grenzen bringt. Wir lernen Tonis Mutter Vera kennen und wissen nun, warum sie so ein distanziertes Verhältnis (um es mal vorsichtig auszudrücken) zu ihrem Sohn und Enkelsohn gehabt hat. Aber weitere inhaltliche Details sollen hier nicht verraten werden...
Geschrieben ist die Geschichte in zwei Zeitebenen: 1949 und Gegenwart, beides ist aber durch Kapitelüberschriften gut erkennbar.
Nach dem Lesen des Nachworts wird deutlich, welche Ereignisse wann, wo und warum stattgefunden haben, so dass wir Leser*innen eine gute Grundlage haben, evtl. selbst noch weitere Informationen einzuholen (z.B. werde ich – wenn ich mal wieder nach Potsdam komme – die Gedenkstätte in der Leistikowstraße besuchen).
In der Gegenwart hat mir Tonis Kriminalkommissar Nguyen Duc Phong (Phong genannt) besonders gut gefallen. Ich kannte ihn schon (er gehört ja quasi zur „Familie“), aber ich fand, diesmal ist er arbeitstechnisch und persönlich über sich selbst hinausgewachsen. Er hat Toni mehrmals besonnen „geerdet“ und ihn vor dienstlichen „Dummheiten“ bewahrt.
Meiner Meinung nach ist es hier dem Autor perfekt gelungen, beide Handlungsstränge miteinander zu verzahnen, d.h. Toni und seine Kollegen hatten zu einem gegenwärtigen Mordfall noch die Mordfälle aus dem Jahr 1949 aufzuklären – und einige „böse“ Menschen waren sehr interessiert, sie zu vertuschen – und schreckten vor Mordversuchen nicht zurück, um ihre Geheimnisse zu schützen!
An manchen Stellen habe ich regelrecht mitgefiebert (und nachts einige Male zu lange gelesen), aber es hat sich gelohnt! Ich hoffe sehr auf weitere Bände mit Toni, habe mich aber selbst erstmal mit „Mord unter den Linden“ getröstet, einem historischen Krimi, in dem Tonis Großvater ermittelt…
Ich kann die gesamte Havel-Reihe nur wärmstens weiterempfehlen; Menschen mit Interesse für die deutsche Geschichte nach dem 2. Weltkrieg sei die „Raue Havel“ besonders ans Herz gelegt!

Was vor langer Zeit geschah

Der Prolog des Buches führt den Leser ins Jahr 1949-im Untersuchungsgefängnis des sowjetischen Geheimdienstes sitzen ein paar Schüleraus einer Schule in Potsdam.Die Schüler mochten keinen Russischunterricht,und sind lieber Fußball spielen gegangen.Darauf hin wurden sie verhaftet und durch ein sowjetischens Militärgericht zum Tode durch Erschießen verurteilt.Frieder der jüngste der Schüler wurde begnadigt,aber zu 20 Jahren Gulad-einem Straf- und Arbeitslagern in der Sowjetunion verurteilt.Christoph hatte eine Freundin-Vera,Frieder sollte ihr wenns klappt ausrichten das er an sie denkt und das sie Physik studieren soll.Vera war eine der vielen Frauen-wo die Befreiung schlechte Erinnerung hervorgerufen haben.Christoph war für sie Hoffnung-sonst hätte sie sich schon längt umgebracht…..

Jahrzehnte später wird die Polizei von dem neuen Besitzer eines Hauses gerufen.ImBootshaus wurden drei eingemauerte Skelette gefunden,von zwei Männe und einer Frau.Kommissar Toni Sanftleben beginnt mit seiner ErmittlungsarbeitDuch den neuen Besitzer erfährt der Kommissar das sich eine Journalistin sich deswegen bei ihm gemeldet hat.Kurze Zeit später wird sie ermordet gefunden,sie recherchierte über einen Spionagefall aus dem Jahr 1949.Wie es aussieht war sie jemanden im Weg…..

Der Autor Tim Pieper hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Durch seine Geschichte war ich von Anfang an an der Seite des Kommissares und den anderen Charakteren.Es ist bereits der 6.Fall der Reihe und es war wieder sehr spannend-sehr gerne 5 Sterne.Nun bin ich auf den nächsten Krimi gepannt von Tim Pieper.

Militärstädtchen Nummer 7

Meine Meinung und Fazit:

Toni Sanftleben verfolge ich bereits eine Weile, obwohl bei sein Beruf, kann ich mich mit dieser Aussage gleich verdächtig machen. Toni, seine Fälle und seine Kollegenschaft, sie alle sind mir ans Herz gewachsen. Jede Figur wächst von Teil zu Teil, genau das ist es, was mich so an dieser Reihe fasziniert.

Diesmal bekommt es Toni mit drei Skeletten zu tun, die den Leser in die dunkle Vergangenheit der Sowjetischen Besatzungszone zurück befördert. Was für grausame Verhöre und Verbrechen hier stattgefunden haben, teilweise so eindringlich beschrieben, dass es mir kalt de Rücken runtergelaufen ist.

Sehr interessant finde ich, dass das Buch in zwei verschiedenen Zeitebenen spielt, Sowjetische Besatzungszone und Gegenwart. Man kann sich dadurch besser in die Personen hinein fühlen und Situationen nachvollziehen.

Das Buch ist mehr als spannend und man kann es wieder mal nicht weglegen, es weist viele Wendungen auf und ich bin über die wahren Hintergründe entsetzt.

Die Protagonistin macht ein Wechselbad der Gefühle durch. Seite 187 "Im Geheimdienststädtchen hatte sie eine Seite an sich kennengelernt, die sie überrascht hatte, aber mutig gegen ein System zu kämpfen, war etwas anderes, als das Blut von Männern zu vergießen, mit denen sie gesprochen hatte und von denen sie sich eine konkrete Vorstellung machen konnte."

Was die Reihe auch ausmacht, ist, dass auf die alltäglichen Probleme bzw. Gefühlswelt ser Fokus gelegt wird, man nimmt an den Gedanken teil und kann so Entscheidungen verstehen und nachvollziehen.

Ein durch und durch gut stimmiger Kriminalroman, eine klare Leseempfehlung mit vielen Tipps zur Nachforschung dieser dunklen Zeit.

Noch eine Lieblingsstelle des Buchs, Seite 88 "Seine Priorität war nicht der Mensch, sondern das Gelingen des Unternehmens."

Mein Dank geht an das Team von lovelybooks.de, den Emons-Verlag und den Autor für das bereitgestellte, signierte Rezi-Exemplar. Vielen Dank, dass ich Toni begleiten darf.