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Rauhnacht für Rhauderfehn

7. Fall für Jan de Fries. Krimi
Buch
Taschenbuch, 379 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

2919808486

ISBN-13: 

9782919808489

Erscheinungsdatum: 

21.04.2020

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 2919808486

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein spannungsgeladener neuer Ostfriesen-Krimi von BILD-Bestsellerautor Dirk Trost.

Mitten in einem Schneesturm wartet der ehemalige Strafverteidiger Jan de Fries an einem einsamen Bahnübergang darauf, dass das rote Warnlicht endlich erlischt. Als er die Geduld verliert und bei dem dunklen Bahnwärterhaus nach dem Rechten sieht, stößt er unvermittelt auf eine frisch eingeschneite Leiche. Im gleichen Moment hört er den eigenen Wagen davonrasen - und mit ihm seinen auf dem Rücksitz seelenruhig schlafenden Hund Motte.

Da von der Polizei an diesem Abend keine Hilfe zu erwarten ist, folgt Jan verzweifelt den Reifenspuren. Er muss Motte wiederfinden und hat außerdem die starke Vermutung, dass der Autodieb ein Mörder sein könnte …

Kriminetz-Rezensionen

Ein etwas anderer, aber sehr gelungener Krimi

Nach den Ereignissen im letzten Band und dem schweren Verlust, den er dadurch erlitten hat, ist Jan de Fries nicht mehr derselbe. Er trinkt, lässt sich gehen und hat kein Interesse mehr an sozialen Kontakten.

An Heiligabend ist er mit seinem Hund Motte auf dem Weg nach Hause, als er wegen schwerer Schneefälle und dadurch umgestürzter Bäume einen Umweg fahren muss. An einem Bahnübergang sind die Schranken geschlossen – und bleiben es auch nach längerem Warten. Jan steigt aus dem Auto, um im Schrankenwärterhäuschen nachzusehen, ob es ein Problem gibt, und findet eine Leiche, der Tote wurde eindeutig ermordet. Beim Warten auf die Polizei stiehlt ihm jemand sein Auto – mit Motte darin.

Da die Polizei andere Prioritäten setzt, sie befindet sich gerade mitten in einem Großeinsatz, macht Jan sich selbst auf die Suche nach Auto und Hund, immer in Angst, jetzt auch noch Motte verloren zu haben. Die Nacht wird lang, aber Jan hat auch die Gelegenheit, wieder zu sich zu kommen.

Das ist wirklich ein außergewöhnlicher Krimi, der nicht nur innerhalb eines Tages/einer Nacht spielt, sondern auch neben den üblichen Pfaden geschieht. Der Leser ist die ganze Zeit bei Jan, der mehrfach in Gefahr gerät und einiges erlebt, unterwegs sogar eine neue Freundschaft schließen kann, aber auch mit Rückschlägen konfrontiert wird. Dazu ist es dunkel, es schneit, es ist gefroren und rutschig – die Atmosphäre dieser Winternacht kommt sehr gut zum Tragen.

Als der, zunächst nicht einzuordnende, Prolog schließlich wieder aufgenommen wird, hatte ich ihn schon wieder vergessen, dennoch wird er für das Geschehen noch einmal wichtig, man hätte ihn aber auch weglassen können, ein späteres Erwähnen der Ereignisse hätte auch gereicht, mich hat er eher irritiert.

Der siebte Band der Reihe ist kein „normaler“ Krimi, aber nach dem letzten Band gerade richtig, ein „normaler“ Krimi hätte nicht annähernd dieselbe Wirkung gehabt. Hier ist der Leser sehr nahe beim in Ich-Form erzählenden Protagonisten, auch emotional. Die eigentliche Kriminalarbeit geschieht nur am Rande, aber Jan führt (das kennt man ja schon) seine eigenen Ermittlungen durch. Und am Ende erhält der Leser eine zufriedenstellende Auflösung, aber auch einige geänderte Verhältnisse.

Der siebte Band der Reihe um Jan de Fries ist ein etwas anderer, aber sehr gelungener Krimi, der mir spannende Lesestunden beschert und mich gut unterhalten hat. Ich bin schon auf Band 8 gespannt.