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Riccardino
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Ein früher Anruf reißt Commissario Montalbano aus dem Schlaf. Er möge zu einem Treffen mit mehreren Freunden erscheinen, verlangt ein gewisser Riccardino – und legt auf.
Kaum im Kommissariat angekommen, erreicht Montalbano die Nachricht von einem Mord auf offener Straße durch einen unerkannt geflohenen Täter.
Als Montalbano die Identität des Opfers erfährt – ein Mann namens Riccardino -, fangen seine Probleme erst an. Denn kurz darauf muss der Commissario sich mit einer mysteriösen Anfrage des örtlichen Bischofs und mit einer Wahrsagerin auseinandersetzen, die von seltsamen Vorkommnissen in ihrem Viertel berichtet, in welche anscheinend auch Riccardino verstrickt war.





















Der letzte Fall
Der letzte Fall für Kommissar Montalbano, für mich sehr traurig, nie mehr Meerbarben essen, nie mehr mit Livia streiten, nie mehr erschrecken wenn die Bürotür aufknallt. Nie mehr die verschlungenen Gedanken des Dottori folgen, nie mehr in einem Verbrechen finden als es zuerst den Anschein hatte.
Auch hier ist es wieder so, altbekanntes Szenario, ein Mord höchstwahrscheinlich aus Eifersucht, alle erwarten dieses Ergebnis nur wer den Mord begangen hat ist noch unklar. Viele gehörnte Ehemänner hätten einen Grund gehabt. Aber Montalbano sieht mehr als die anderen, hört mehr und erkennt Zusammenhänge wo anscheinend keine sind.
Aber diesmal kommt noch eine Absonderheit hinzu, mehr erklären geht nicht ( Spoilergefahr ), es ist als ob ein Geist mit im Buch ist. Ein Lieber, ein Bekannter, aber eben nicht aus Fleisch und Blut.
Mir hat es gefallen, war erst irritierend aber dann richtig gut. Im Nachwort wird dann alles erklärt. Vielleicht hätte man das Nachwort als Vorwort stellen sollen. Dann wären keine Irritationen entstanden, andererseits gab es dadurch etwas zum Schmunzeln und ich war mehr denn je auf der Seite von Commissario Montalbano.
Jetzt muss ich alle Fälle noch einmal lesen oder mir die Filme anschauen obwohl letzteres ich nach diesem Buch höchstwahrscheinlich nicht machen werde. Ich mag meinen Montalbano am liebsten, da mag ich keinen anderen kennenlernen.
Verwirrung und Überdruss
Zuerst das Positive:
Der Sprecher hat mir sehr gut gefallen, das ist bei Hörbüchern bei mir ein wichtiges Kriterium.
Allerdings habe ich die bisherigen Montalbano Bücher immer gelesen und nicht gehört. Beim Hören bin ich doch mit den vielen Namen ins Schleudern gekommen, dies obwohl mir Italienisch nicht unvertraut ist. Ich habe immer wieder gemerkt, dass ich mich frage "Wer war DAS jetzt wieder?", und Nachlesen ist beim Hörbuch halt schwierig. Dankbar war ich deshalb für die gedankliche Zusammenfassung von Montalbanos Überlegungen in der Mitte.
Generell hat mich die Geschichte aber nicht gepackt. Die Gespräche zwischen Montalbano und seinem Autor finde ich recht schräg, wobei ich schräg nicht schlimm finde. Aber sie bremsen die Story eher aus, wie ich finde, und sie waren gegen Ende auch zu häufig.
Wobei der Aspekt, dass Autor und Hauptfigur einer Romanserie sich "satt bekommen" und darüber auch traurig sind und darüber "reden", schon auch einen interessanten Aspekt bietet, das ist nicht von der Hand zu weisen.
Es tut mir auch richtig leid um den Commissario, der sich in seinem letzten Fall so verdröselt.
An irgendeiner Stelle wird ja gesagt "Wir – der Kommissar und der Autor - sind uns offensichtlich einander überdrüssig geworden" - ja, und das ist es, was rüber kommt. Aber hätte man da wirklich ein ganzes Buch draus machen müssen?
Die Story selbst habe ich mehr verwirrend als spannend empfunden.
Sehr schade - Andrea Camilleri kann es doch wirklich besser, wie er in den Vorgängerbänden bewiesen hat, die ich - nicht alle, aber doch einige - mit großem Vergnügen gelesen habe.
Tut mir wirklich leid, aber das war für mich kein literarischer Genuss.