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Die Richterin und das Ritual des Todes

Der vierte Fall für Richterin Mathilde de Boncourt. Ein Südfrankreich-Krimi
Buch
Taschenbuch, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3492315674

ISBN-13: 

9783492315678

Erscheinungsdatum: 

03.05.2021

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3492315674

Beschreibung von Bücher.de: 

Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt ermittelt.

In der Nähe von Nîmes verunglückt die Schülerin eines Eliteinternats bei einem scheinbar tragischen Reitunfall tödlich. Doch bei der Obduktion wird klar: Es war kein Unfall, sondern Mord. Mathilde de Boncourt und ihr Team beginnen ihre Ermittlungen, stoßen bei Schülern wie Lehrern jedoch auf eine Mauer des Schweigens. Bald stellt sich heraus, dass es einen Zusammenhang zu dem rätselhaften Tod eines Schülers ein Jahr zuvor geben könnte.

Als auf dem Gelände kurz darauf die Leiche des Sportlehrers aufgefunden wird, muss Mathilde sich fragen, ob womöglich weitere Leben in Gefahr sind …

Kriminetz-Rezensionen

Schweigen hinter Internatsmauern

Wieder einmal muss Mathilde de Boncourt in ihrer Eigenschaft als Madame le Juge ermitteln. In einem Eliteinternat starb eine vielversprechende Schülerin. Doch es ist kein Reitunfall, wie der erste Anschein vermuten ließ, Patricia wurde erschlagen.

Im Internat stoßen Mathilde und ihr Kollege Kommissar Rachid Bouraada auf eine eingeschworene Clique um den charismatischen Schüler Paul. Ihnen ist klar, dass die Schüler etwas verschweigen, aber sie können die Gruppe nicht knacken. Als ihnen bekannt wird, dass bereits vor einem Jahr ein Schüler verstarb und auch über diesen Tod nur geschwiegen wird, ahnt Mathilde, dass hinter der Fassade des Internats etwas faul ist.

Mein vierter Band um Mathilde, der mich wieder in die sonnige Provence entführt. Mathilde kommt aus einer bekannten Winzerfamilie und verbringt ihre Freizeit im Familienchâteau und lässt sich von Odile mit köstlichen provenzalischen Spezialitäten verwöhnen. Ein guter Freund, der deutsche Reiseschriftsteller Martin, hat in der Nachbarschaft ein Zuhause gefunden. Mit Rachid verbindet Mathilde etwas mehr als Kollegialität, eine unausgesprochene Anziehungskraft ist zu spüren.

Der ganze Hintergrund hat mir wieder sehr gut gefallen, die Autorin hat eine sehr charmante Arte zu schreiben und kann mich immer wieder mit Haut und Haaren in die Provence versetzen. Der Kriminalfall konnte mich dagegen dieses Mal nicht so ganz mitnehmen. Schon aus dem Prolog war mir die Richtung klar und deshalb erschienen mir die Ermittlungen nicht immer sehr fesselnd. Zwar baut Frau Fontaine immer wieder Drehs ein, die der Handlung und den Verdachtsmomenten eine andere Richtung geben und auch der Auflösung war überraschend. Nichtsdestotrotz fand ich den Plot nicht so originell wie sonst.

Die bekannten Figuren haben mich wieder überzeugt, auch wenn Mathilde ein wenig zu oft ihre Nikotinsucht und ihre geliebten Gauloise blond verteidigen muss.

Ich hoffe, dass Mathilde bei ihrem nächsten Fall wieder eine größere Herausforderung bestehen muss, und vergebe hier 3,5 Sterne.

Was geschah wirklich im Zikadenschloss?

»Die Richterin und das Ritual des Todes« ist bereits der vierte Fall für die französische Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt und ihr Team. Dieses Mal ermitteln sie in einem Eliteinternat, dem Chateau des Cigales. Pikanterweise war Mathilde selbst einmal ein halbes Jahr dort in ihrer Jugendzeit. Sie konnte sich aber nicht einleben und kehrte bald zu ihrer Familie zurück.

Der tödliche Reitunfall einer 17-jährigen Schülerin, zu dem sie gerufen werden, war nach Feststellung der Experten tatsächlich kaltblütiger Mord. Das Mädchen war beliebt, alle wissen nur Gutes über sie zu berichten.

Doch viel ist es nicht, was die Schüler des Internats erzählen. Mathilde, Rachid und Felix stehen vor einer Mauer des Schweigens. Ein Motiv oder die Spur eines Täters sind nicht zu finden.

Dafür begegnet Mathilde unter den Lehrern ein nur zu gut bekanntes Gesicht. Fast scheint es, dass sie den Fall wegen Befangenheit nicht weiter verfolgen kann, doch ein klärendes Gespräch mit Rachid hilft Mathilde weiter. Das Verhältnis zu ihrem Kollegen hat inzwischen an Tiefe und Vertrautheit gewonnen, was nicht nur berufliche Erfolge bringt, sondern auch Mathildes Privatleben guttut.

Im Zuge der Ermittlungen kommt ein älterer Todesfall im Internat an Licht. Anscheinend war es ein natürlicher Tod, doch jetzt schaut man genauer hin.

Die Ermittlungen von Mathilde und ihren Kollegen gestalten sich abwechslungsreich und schwierig. Plötzlich gibt es einen weiteren Toten, den beliebten Sportlehrer. Aber nichts passt wirklich zusammen. Die Ermittler stehen unter einem enormen Druck, weil bald die Abiturprüfungen beginnen und immer mehr Eltern ihre Kinder von diesem Internat nehmen.

Mathilde hat eine gewagte Idee, um Näheres über die Schüler und ihr Verhältnis unter einander zu erfahren. Hier vermutet sie den Schlüssel zur Lösung der Mordfälle zu finden. So kommt es zu einem Wiedersehen mit Brigadier Coralie Mollard, die sich schon im Vorgängerband bewährte. Die clevere und ehrgeizige junge Polizistin erhält hier eine besondere Chance, die Ermittlungen in Schwung zu bringen.

Das Ende birgt noch einige Überraschungen. Es gelingt es nach einem dramatischen und tragischen Finale alle Todesfälle aufzuklären und einen weiteren Mord in letzter Minute zu verhindern.

Fazit:
»Die Richterin und das Ritual des Todes« ist allen Krimi- und Südfrankreichfans unbedingt zu empfehlen. Liliane Fontaine hat einen spannenden Krimi mit überraschenden Fakten, authentischen Charakteren und viel savoir-vivre verfasst. Der Schreibstil ist flüssig und unterhaltsam. Ich freue mich schon auf weitere Fälle.

Die Autorin ist eine ausgezeichnete Kennerin Südfrankreichs und seiner Lebensart und kann den Leser auf unterhaltsame Weise fesseln.

Das Rezensionsexemplar wurde mir dankenswerterweise von NetGalley zur Verfügung gestellt und hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.