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Die Richterin und die tote Archäologin

Der zweite Fall für Richterin Mathilde de Boncourt. Ein Südfrankreich-Krimi
Buch
Taschenbuch, 304 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3492502180

ISBN-13: 

9783492502184

Erscheinungsdatum: 

01.02.2019

Preis: 

14,00 EUR

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 35.424
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3492502180
Beschreibung von Liliane Fontaine

Languedoc, Südfrankreich: ein ominöser Mord an einer Archäologin, ein toter Kapitän, ein geheimnisvolles antikes Artefakt - ein außergewöhnlicher Fall für Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt mit jeder Menge südfranzösischem Flair!

Auf dem Gelände einer archäologischen Grabung wird die Leiche der Archäologin Flavia Leone gefunden. Die Frau ist erstickt worden, und auf ihrem Gesicht liegt die Nachbildung einer antiken Totenmaske. Einige Tage später wird in Sète die Leiche von Flavias Mann entdeckt, Kapitän auf einem Cargoschiff. Bei den gerichtsmedizinischen Untersuchungen stellt sich heraus, dass das Paar auf die gleiche Art am selben Tag den Tod gefunden hat Madame le Juge Mathilde de Boncourt, Commandant Rachid Bouraada und Lieutenant Felix Tourrain von der Police Judiciaire in Nîmes nehmen die Ermittlungen auf und stoßen auf jede Menge Ungereimtheiten...

Kriminetz-Rezensionen

Ein neuer Fall für Mathilde des Boncourt

„Die Richterin und die tote Archäologin“ ist der zweite Fall für die französische Untersuchungsrichterin. Schauplatz dieser Erzählung ist Südfrankreich mit seinen bezaubernden Orten und seiner herrlichen Küstenlandschaft. Liliane Fontaine entführt den Leser aber auch in die römische Geschichte. Neben den Ermittlungen zu beiden Mordfällen kommt auch das savoir-vivre nicht zu kurz, denn Mathilde lebt am Wochenende auf dem Weingut ihres Großvaters Rèmy in einer Großfamilie.

Die Archäologin Flavia Leone von der Universität Montpellier ist eine ausgezeichnete Spezialistin für römische Geschichte und sehr ehrgeizig. Sie brennt für ihren Beruf, der für sie Passion und Berufung ist. Das macht sie bei ihren Kollegen nicht gerade beliebt. Kürzlich wurden Reste einer römischen Villa bei Ambrussum entdeckt und eine große Grabung begann. Viele Funde müssen erfasst und katalogisiert werden. Deshalb ist Flavia auch am Wochenende dort tätig.

Kurze Zeit später wird ihre Leiche von neugierigen Touristen, die sich Zutritt zur abgesperrten Ausgrabungsstätte verschafft haben, gefunden. Auch ihr langjähriger Lebensgefährte, der Kapitän auf einem Containerschiff war, wird in der gemeinsamen Wohnung in Sète von Nachbarn tot aufgefunden.

Die Ermittler um Mathilde stehen vor einem Rätsel. Beide wurden nahezu zeitgleich durch eine seltene Tötungsart umgebracht. Die Spuren führen in ganz verschiedene Richtungen und es ist nicht einfach Täter und Motiv für beide Morde zu finden. Dabei ist der Leser mit den Ermittlern in Südfrankreich viel unterwegs und lernt nebenbei auch etwas aus der römischen Geschichte.

Das Privatleben der Ermittler nimmt durch ausführliche Nebenhandlungen viel Zeit in Anspruch, so dass die aktuellen Mordfälle manchmal zur Nebensache werden. Doch die Autorin ist eine ausgezeichnete Kennerin Südfrankreichs und seiner Lebensart und kann den Leser auf unterhaltsame Weise fesseln. Die Beschreibungen wecken Fernweh und Interesse an dieser Region und ihren Menschen.

Das Finale birgt noch einige Überraschungen. Die Lösung des Falls war für mich leider nicht ganz überzeugend, aber phantasievoll ausgedacht. Die Spannung blieb bis zum Ende erhalten und ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Mathilde de Boncourt. Zu ihrem Privatleben bleiben noch einige Fragen offen, die dringend einer Fortsetzung bedürfen.

Fazit:
„Die Richterin und die tote Archäologin“ ist allen Krimi- und Südfrankreichfans unbedingt zu empfehlen. Für mich war es der erste Krimi dieser Reihe und ich werde den Vorgängerband unbedingt lesen. Liliane Fontaine hat einen spannenden Krimi mit überraschenden Fakten, authentischen Charakteren und viel savoir-vivre verfasst. Der Schreibstil ist flüssig und unterhaltsam. Ich freue mich schon auf weitere Fälle.

Das Rezensionsexemplar wurde mir dankenswerterweise von NetGalley zur Verfügung gestellt und hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

Mathildes zweiter Fall

In ihrem zweiten Fall wird die Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt zu einer archäologischen Ausgrabungsstätte gerufen. Die leitende Archäologin Flavia Leone wurde tot auf der Grabungsstelle gefunden. Das Gesicht bedeckt mit einer antiken Totenmaske und unter einer Plane versteckt. Zusammen mit ihren Kollegen Commandant Rachid Bouraada und Lieutenant Felix Tourrain übernimmt sie diesen rätselhaften Fall. Es gibt einige Spuren, die im Privatbereich zu verorten sind, Flavia hatte eine Vorliebe für sehr junge Männer, aber auch im Kollegenkreis gibt es Eifer- und Rachsucht. Als dann auch noch einige Tage später Flavias Lebensgefährte tot in der gemeinsamen Wohnung entdeckt wird, nimmt der Fall erneut eine Wende.

Wie bei ihrem ersten Südfrankreich-Krimi darf auch hier die Landschaft wieder eine große Rolle spielen. Die Autorin schildert das Languedoc kenntnisreich und mit viel Sinn für bildhafte Landschaftsbeschreibung. Das erweckt bei mir Urlaubsfeeling und einen großen Wiedererkennungswert. Aber auch das Thema Archäologie wird immer wieder in kleinen Exkursen angerissen. Es ist die Stärke der Autorin Liliane Fontaine in den Krimi viel Atmosphäre und nebenbei viel Wissenswertes einfließen zu lassen.

Mit Mathilde hat sie auch eine durchaus sympathische Hauptfigur mit Ecken und Kanten erdacht. Sie ist unangepasst und trotzt den allgegenwärtigen Rauchverboten mit ihrer Lust auf Gitanes. Sie scheut sich nicht, die Hände schmutzig zu machen, besticht aber auch durch Eleganz und modischen Schick. Das private Umfeld kommt auch nicht zu kurz, so lebt Mathilde an den Wochenenden auf dem Chateau ihres Großvaters, zusammen mit der Winzerfamilie und ihrem liebenswerten Neffen Sèbastien.

Die Ermittlungsarbeiten sind sehr anschaulich geschildert und laden zum Miträtseln und Spekulieren ein. Allerdings hat mich das Ende dann doch sehr überrascht.

Mir hat auch der zweite Fall sehr gut gefallen, er ist spannend, aber eben auch ein richtiger Wohlfühlkrimi. Ich finde, die Autorin schreibt das französische Pendant zum englischen Landhauskrimi und trifft damit ganz meinen Geschmack.