Cover von: R.I.P.
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R.I.P.

Der dritte Fall für Kommissar Huldar und Psychologin Freyja. Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 450 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3442756650

ISBN-13: 

9783442756650

Erscheinungsdatum: 

24.06.2019

Preis: 

20,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 2.731
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3442756650

Beschreibung von Bücher.de: 

Er mordet kalt und brutal: Zwei Jugendliche sind seine Opfer. Über Social Media müssen Freunde deren letzte qualvolle Minuten mitansehen. Und dieser Mörder ist noch nicht fertig: Ein weiterer Junge wird vermisst. Was verbindet die Jugendlichen? Wer glaubt, sie verdienten den Tod? Und kann der Junge noch gerettet werden?

Huldar und sein Team ermitteln. Auch Psychologin Freyja wird wieder in die Untersuchungen einbezogen, trotz anfänglichen Widerwillens. Gemeinsam müssen sie den gnadenlosen Mörder finden, bevor er wieder zuschlägt...

Kriminetz-Rezensionen

Fesselnd

Die junge Stella bekommt auf ihrem Handy ein merkwürdiges Snapchat von einem Unbekannten: Bara13. Es zeigt ein Bild, wie sie im Kino arbeitet. Kurz danach wird sie überfallen. Ein Bild davon gibt’s für all ihre Freunde wiederum auf Snapchat. Später wird sie tot aufgefunden, unter ihrer Leiche befindet sich ein Zettel mit einer großen Zwei darauf.

Seit Kommissar Huldar eine Nacht mit seiner Chefin Erla verbracht hat, sind die zwei nicht mehr gut aufeinander zu sprechen. Erla ignoriert Huldar und dessen engsten Mitarbeiter Gudlaugur. Huldar wendet sich an die Kinderpsychologin Freyja, welche von Erla auch gemieden wird. Freyja erfährt, dass Stella nicht ein lieber Teenager gewesen ist, sondern ein Mädchen namens Adalheidur auf perfide Weise gemobbt hat und somit fast zur Verzweiflung getrieben hat.

Dann verschwindet der Junge Egill. Er hat die gleichen Eigenschaften wie Stella. Auch mit ihm auf dem Bild erhalten seine Kollegen schlimmste Snapchats, nachdem auch er auf schlimmste Weise verletzt worden ist. Leider hat auch Egill gemobbt. Später wird seine Leiche gefunden. Unter dieser befindet sich ein Zettel mit einer Drei.

Wo liegt die Leiche Eins?

Zu diesem Buch gibt es nicht viel zu sagen, da Yrsa Sigurdardottirs Bücher kontinuierlich so sind: Sehr gut und verständlich geschrieben, von A bis Z spannend, zeitgemäß, in einer eisigen Kulisse. Top!

Täter als Opfer

Ein Mädchen wird in einem Kino überfallen, brutal misshandelt und schließlich ermordet. All das wird gefilmt und über Snapchat an ihre sämtlichen Kontakte geschickt. Bei der Befragung ihrer Freundinnen und anderer Mitschüler stellt sich endlich heraus, dass sie nicht gar so nett war wie anfangs behauptet. Trotzdem finden sich keine Anhaltspunkte auf den Mörder. Wenig später verschwindet ein Junge und wieder werden seinen Snapchatkontakten verstörende Bilder darüber geschickt, was mit ihm passiert ist, auch wenn sich seine Leiche nicht findet. Die Polizei tappt im Dunkeln und auch die Befragungen der Jugendlichen durch die Psychologin Freya und deren eigenen Recherchen bringen nicht weiter.

Erstmal das Positive: Mobbing ist ein wichtiges Thema und darf gern ausführlich behandelt werden. Ich habe größtes Verständnis für Leute, die irgendwann sagen: Schnauze voll, jetzt kriegt der Mobber, was er verdient. Ich glaube, wäre ich Polizist, würde ich in solchen Fällen wohl höchstens auf Sparflamme ermitteln.

Jetzt das Negative: Was gingen mir die Polizisten auf den Senkel. Grundsätzlich waren eigentlich alle auftauchenden Leute unsympathisch, ganz vielleicht abgesehen von Huldars Partner, der aber zu blass ist, um wirklich eingeschätzt zu werden. Aber ausgerechnet Protagonist Huldar ist eine widerliche Type. Der denkt eigentlich nur mit dem Teil, das zwischen seinen Beinen baumelt. Seine Chefin sollte wegen Inkompentenz gefeuert werden. Wegen persönlicher Animositäten zwischen den beiden setzt sie lieber das mögliche Überleben von Opfern aufs Spiel, anstatt Huldar und seinen Partner mit dem unaussprechlichen Namen auf wichtige Spuren anzusetzen. Die anderen Polizisten waren selbst Mobber, völlig gaga oder als unfähige Bösewichte besetzt. Freya selbst reißt es leider auch nicht raus. Dafür, dass sie Psychologin sein soll, bietet sie wenig Fachliches. Was sie so raushaut, kann man sich auch beim Zahnarzt im Wartezimmer in diversen Frauenzeitschriften anlesen.

Eigentlich mochte ich die Ausgangslage und die Fälle, aber die handelnden Personen haben mir das Lesevergnügen gründlich verdorben. 2,5/5 Punkten.

Wieder ein spannender Thriller

Ein Mädchen wird im Kino überfallen, misshandelt und brutal ermordet. Der Täter macht Filmaufnahmen und verschickt diese über die sozialen Medien an ihre Kontakte. Bei der Befragung der Freunde und Mitschüler stellt sich mit der Zeit heraus, dass die ermordete Stella nicht so nett war, wie es anfangs scheint. Doch wer hat ihr das angetan? Dann wird ein Junge namens Egill vermisst und wieder wird über die sozialen Medien alles öffentlich gemacht. Die Ermittlungen kommen nicht von der Stelle.

Dies ist der dritte Band um Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja. Ich habe auch bereits die Vorgängerbände gelesen und daher kommen mir Freyja und Huldar wie alte Bekannte vor.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen und lässt sich angenehm lesen, aber es geht auch wieder brutal zu.

Huldar ist ein Mensch mit Ecken und Kanten, nicht unbedingt sympathisch, aber ein guter Ermittler. Zwischen seiner Chefin Erla und ihm läuft es nicht gut. Auch Freyja hat ihre Probleme.
Die Ermittlungen ziehen sich etwas schleppend dahin. Die Befragungen der Jugendlichen zeigen erst so nach und nach ein Bild über die Toten, das nicht sehr angenehm ist. Leider läuft bei der Polizei vieles nicht richtig, was die Ermittlungen nicht einfacher macht.

Mobbing ist ein brisantes Thema und die sozialen Medien machen es besonders leicht, jemand anderen fertigzumachen. Es ist schwierig dem zu entkommen, denn auch ein Orts- oder Schulwechsel machen dem furchtbaren Treiben kein Ende. In diesem Thriller werden sowohl Täter als auch Opfer beleuchtet.

Immer wieder gibt es Wendungen, welche dafür sorgen, dass man den Täter nicht ausfindig machen kann. Die Spannung wird also hochgehalten.

Mir hat dieser spannende und packende Thriller gut gefallen.

Mobbing

Kommissar Huldar, seine Chefin Erla und die Psychologin Freyja ermitteln wieder.

Das Mädchen Stella wird in dem Kino, in dem sie arbeitet, überfallen. Der Täter lässt sie um Verzeihung flehen, erschlägt sie auf brutalste Weise und schleppt sie aus dem Kino. Kurz darauf wird ihre Leiche in einem Hinterhof gefunden, dabei ein Blatt mit der Ziffer zwei darauf. Kurz darauf wird in seinem Elternhaus ein weiterer Jugendlicher zusammengeschlagen, diese Tat wird ebenso, wie die Tat an Stella, über Social Media an seine Klassenkameraden und Freunde weitergeleitet, er wird in einem Container gefunden, dabei ein Blatt mit der Nummer drei.

Kommissar Huldar und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Wer ist der Mörder der die jungen Menschen so eiskalt und brutal ermordet und was haben sie verbrochen, um den Tod zu verdienen? Auf der Suche nach dem Opfer Nummer eins und dem Täter stoßen die Ermittler auf menschliche Abgründe. Die ermordeten Schüler haben auf gemeinste Weise Mitschüler gemobbt.

42 aufregende Kapitel in angenehmer Leselänge, lebendige Dialoge, ein auktorialer Erzählstil, bildhafte Beschreibung des Settings und der Personen machten die Lektüre zu einem wahren Lesevergnügen. Wie auch der Vorgängerband hat mich R.I.P. bestens unterhalten.

Ich habe das vorangehende Buch gelesen, was aber m.E. zum Verständnis des vorliegenden Bandes nicht nötig ist. Huldar hat sein angespanntes Verhältnis zu den Damen in seinem Team noch nicht klären können, Erla ist auf ihn sauer und Freyja geht ihm immer noch aus dem Weg, was den Plot belebt aber die Nachforschungen auch etwas behindert. Der Anfang ist gut beschrieben und ich hatte keine Mühe, sofort in den Lesefluss zu kommen. Die Ermittlungen sind logisch und die Polizeiarbeit ist interessant erklärt. Der Spannungsbogen zieht sich vom ersten Kapitel bis zur letzten Seite. Die Taten sind schonungslos, jedoch gut beschrieben. Die Personen sind hervorragend charakterisiert und handeln nachvollziehbar.

In der Mitte der Geschichte meinte ich den Täter ausgemacht zu haben, doch die Autorin hat es geschickt verstanden, den Leser auf die falsche Fährte zu locken und immer wieder unerwartete Wendungen einzubauen. Die Lösung des Falls hat mich letztendlich total verblüfft. Da die einzelnen Abschnitte oft mit einem Cliffhänger enden, hat mich die Geschichte einfach nicht losgelassen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Blogeinträge von „Vala“ in kursiver Schrift, die dazwischen eingestreut waren, haben mich betroffen gemacht, das Thema „Mobbing“ vor allem in sozialen Medien, das auch den Taten zugrunde liegt, wurde im Buch hervorragend herausgearbeitet.

Wieder einmal hat es Sigurdardottir geschafft einen erstklassigen, spannenden und unterhaltsamen Thriller vorzulegen. Ich bin begeistert und hoffe, dass ich den „Hauptdarstellern“ in einem weiteren Islandthriller begegnen werde. Eine absolute Leseempfehlung für die Genießer von skandinavischen Krimis und vor allem für die Fans der Autorin. Dafür verdiente fünf Sterne.

Mobbing aus dem Ruder

R.I.P. von Yrsa Sigurdardottir

Die Opfer flehen um Verzeihung, aber sie ahnen bereits wofür sie zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Es gibt dennoch kein Entrinnen, sie werden sterben, grausam. Der Rächer hat seine Opfer im Visier und wird bis zum Schluss nach seinem Gewissen handeln.

Die Autorin, ein anerkannter Name, hat meine Erwartungen über diesen Thriller leider nicht ganz erfüllt. Die Umsetzung der Dramatik und die Ausschöpfung über ein zeitgemäßes und hochgefährliches Thema hat mich nicht voll und ganz überzeugt. Die Täter und Opfer waren irgendwie leblos, ich hatte erwartet, viel mehr Gefühl und deren Gedanken zu erfahren.

Zudem haben die Querelen der Ermittler ziemlich viel Raum in diesem Thriller eingenommen und mich oft beim Lesen genervt. Die Spannung, die anfangs vorhanden war, ging dadurch vollkommen verloren. Lange, seitenweise Dialoge, die nichts mit Aufklärung zu tun haben, sind keine Seltenheit. Ich war mehrmals versucht abzubrechen, dachte jedoch immer, es müsste ja mal weitergehen mit der Aufklärung. Die Auflösung letztendlich war mir nicht logisch bzw. schlüssig genug und alles in allem wieder zu viel und zu schnell am Ende.

Dieses so hochaktuelle Thema liefert so viel Potenzial für einen spannungsgeladenen Thriller und wurde zu meinem Bedauern nicht wirklich umgesetzt bzw. ausgeschöpft.

War doch alles nur ein Spass...

Zwei Jugendliche fallen in die Hände eines kaltblütigen Mörders. Bevor er seine Opfer tötet, lässt er sie sich mehrfach entschuldigen und versendet diese Botschaften über die sozialen Netze an die Freunde und Bekannten, die so die letzten qualvollen Minuten miterleben müssen. Kommissar Huldar ermittelt mit seinem Team und stößt dabei über die hinzugezogene Psychologin Freyja auf ein mögliches Motiv, welches aber zunächst nicht wirklich in den Fokus genommen wird. Die Nummerierung der Opfer bereitet der Polizei ebenfalls große Sorgen, da es zu befürchten ist, dass weitere Opfer folgen werden...

"R.I.P." ist bereits der dritte Band um Kommissar Huldar und der Psychologin Freyja. Die ersten beiden Bände konnten mich schon begeistern, so dass ich mit hohen Erwartungen in das neue Buch der erfolgreichen Autorin Yrsa Sigurdadottir gestartet bin. Sie erzählt die Geschichte wieder in ihrem sehr lebendigen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell nach Island entführte. Der Spannungsbogen wird direkt zu Beginn des Thrillers mit dem grau-samen Mord an einer jungen Frau aufgebaut und in der Folge mit den spannenden Ermittlungen und den möglichen Hintergründen der Tat auf einem hohen Niveau gehalten. Die gut und interessant charakterisierten Protagonisten sorgen mit ihrer eigenen Vita und ihrem angespannten Miteinander für einen besonderen Charme in der Geschichte. Die Autorin Yrsa Sigurdardottir greift mit den Hinter-gründen der Tat ein brisantes Thema auf, mit dem sie aus meiner Sicht nicht zu plakativ umgeht, sondern es sehr gut in den Fokus setzt. Das Finale ist für mich überraschend und gut nachvollziehbar geschrieben und sorgt beim Leser sicherlich noch für einen gewissen Nachhall.

"R.I.P." ist aus meiner Sicht die gelungene Fortsetzung einer spannenden Thriller-Reihe, die hoffentlich noch viele Bände in der Zukunft bereithält. ich empfehle das Buch auch aufgrund der sozialkritischen Hintergründe, die dem Buch eine zusätzliche Tiefe geben sehr gerne weite und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.