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Das Ritual des Wassers

Der zweite Fall für Inspector Ayala. Thriller
Buch
Broschiert, 448 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3651025845

ISBN-13: 

9783651025844

Auflage: 

1 (23.10.2019)

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3651025845

Beschreibung von Bücher.de: 

Der zweite Fall für Inspector Ayala, genannt Kraken.

Für Inspector Ayala alias Kraken geht es ans Eingemachte: Seine erste Liebe wird ermordet aufgefunden, hingerichtet nach einem alten keltischen Opferritual. Und es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Noch weitere Frauen werden an alten baskischen Kultstätten getötet. Sie alle hatten eines gemeinsam: Sie waren schwanger. Kraken nimmt, zusammen mit Inspectora Gauna, die Ermittlungen auf. Doch er muss sich beeilen, denn seine Chefin Alba ist schwanger - und mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit ist er der Vater. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...

Kriminetz-Rezensionen

Der stumme Kraken

Der Einstieg in diesen zweiten Band der Autorin gelang mir wesentlich besser. Die Personen und viele spanische Begriffe waren mir nun schon geläufig. Das hatte ich der Tatsache zu verdanken, dass nur ein paar Monate zwischen dem Lesen der beiden Bücher lag.

Die Geschichte spielt wieder in Vitoria (Spanien). Der Fallanalytiker Unai Lopez de Ayala, genannt Kraken, ist nach seiner schweren Verletzung noch nicht wieder voll einsatzfähig. Trotzdem wird er für den neuen Fall hinzugezogen.

Seine Jugendliebe Annabel wurde kopfüber in einem Kessel aus der Keltenzeit ertränkt. Sie war im fünften Monat schwanger. Auch Krakens Chefin und Geliebte Alva erwartet ein Kind. Parallel wird die Geschichte von Unai und seinen Freunden erzählt, die vor über 20 Jahren an einem archäologischen Projekt teilnahmen. Hier lernten sie auch Annabel kennen. Eigentlich naheliegend, dass nur einer der Jungen oder der damalige Projektleiter als Täter in Frage kommt. Aber es gibt ja auch noch die rätselhafte Rebeca.

Zwei Drittel des Buches fand ich spannend und geheimnisvoll. Dann war für mich alles klar. Nur Kraken schien Scheuklappen vor den Augen zu haben. Ich hätte ihn schütteln mögen.

Obwohl vorhersehbar, hat mich das Buch bestens unterhalten und ich kann es nur empfehlen. Allerdings würde ich raten, mit dem ersten Band zu beginnen, da doch einiges darauf aufbaut.

Gegenwart versus Vergangenheit

Auch in diesem Band spielt die Atmosphäre wieder eine ganz besondere Rolle. Ziemlich am Anfang wird ein Wettereinbruch in den Bergen beschrieben, der das Team rund um Kraken und Estíbaliz in Lebensgefahr bringt. Während der Bergung der Leiche und der Begutachtung des Tatortes schlägt das Wetter plötzlich um und bringt sie alle in Lebensgefahr.

Drama
Ein Mitarbeiter überlebt das dramatische Geschehen dann auch nicht und wird von den Wassermassen mitgerissen. Alle anderen – einschließlich der Leiche – finden in einer verlassenen Kapelle Schutz vor Hagel, Regen und Sturm. Es ist alles so anschaulich und eindringlich beschrieben, das es mich in meinem warmen Wohnzimmer beinahe auch fröstelt und ich froh bin im Trockenen zu sitzen.

Jugendliebe
Die meisten Mitglieder des Teams kenne ich ja nun schon aus dem ersten Band und viel hat sich hier nicht geändert und auch das Opfer ist wieder einmal jemand, den Kraken bereits von früher kennt. Ana Belén Liaño war seine erste Freundin, die er während eines freiwilligen Arbeitseinsatzes kennengelernt hat. Aber nicht nur er war in sie verliebt, sondern auch seine drei besten Freunde, die mit ihm dort waren.

Mördersuche
So teilt sich auch die Geschichte in zwei Handlungsstränge auf. Der eine Teil befasst sich mit dem Hier und Jetzt des Mordes an Ana Belén Liaño. Der andere Teil schildert, was damals passiert ist. Für meinen Geschmack wird der Erinnerung hier ein bisschen zu viel Zeit gewidmet, dafür wird die Mördersuche in der Gegenwart vernachlässigt – was aber nicht nur an den Erinnerungen liegt.

Privatleben
Auch das relativ komplizierte Privatleben der Ermittler wird hier für meinen Geschmack zu sehr in den Vordergrund gestellt. Ja – Alba, Krakens Chefin ist schwanger. Entweder von Kraken oder aber von ihrem Ex, wobei letzteres wirklich nicht so gut wäre (siehe Band 1). Estíbaliz hat sich ja schon im letzten Buch von ihrem Freund getrennt und das eigentlich hauptsächlich, weil sie heimlich in Kraken verliebt ist.

Theater
Wenn die private Gemengelage unübersichtlicher ist, als der Kriminalfall, finde ich das nicht besonders gut. Zur aktuelle katastrophalen privaten Lage gesellt sich dann auch noch eine schwierige pubertäre Zwangslage, die von Ana Belén Liaño sehr kalkuliert mit Kraken und seinen drei besten Freunden herbeigeführt wurde. Das ist mir alles viel zu viel privates Theater.

Steril
Das alles sorgt dafür, dass »Das Ritual des Wassers« für mich ein gutes Stück hinter dem ersten Band zurückbleibt. Es fehlt mir an Tempo und Spannung, viele der Dialoge klingen für mich viel zu steril und aufgesetzt. Mir fehlt eindeutig das spanische Temperament und die Leidenschaft, die man im ersten Buch noch finden konnte.

Mein Fazit
»Das Ritual des Wassers« von Eva García Sáenz reicht für mich bei weitem nicht an den wirklich sensationellen ersten Band heran. Ich hoffe, der dritte Teil wird dann wieder mehr meinem Geschmack entsprechen.

Geheimnisvoll spannend und unterhaltsam

Da ich den ersten Band nicht kenne, könnte ich doch den zweiten Teil ohne Vorkenntnisse lesen – wurde mir versichert.

Krake, so wird Inspektor Uni de Ayala genannt, erholt sich von seinem ersten Fall, bei dem er eine ziemlich schwerwiegende Schussverletzung bekommen hat. Er hatte einen Kopfschuss bekommen, den er zum Glück überlebt hat. Aber dennoch hat er mit den Nachwirkungen und Verletzungen zu kämpfen. Leider kann er noch immer nicht richtig sprechen und ist weiterhin krankgeschrieben.

Trotzdem ruft ihn seine Kollegin Estin an und berichtet ihm von dem neuen Fall, wo eine weibliche Leiche in den Bergen gefunden wurde. Diese ist leider keine Unbekannte für Krake, denn es ist seine damalige Jugendliebe Annabel. Trotz seiner sprachlichen Handicaps macht er sich an die Ermittlungen. Annabel wurde grausam kopfüber in einem alten Kessel aus der Keltenzeit an den Füßen zuerst aufgehängt und dann ertränkt. Und das allerschlimmste daran war, dass sie im fünften Monat schwanger war. War das ein Opfer Ritual oder nur ein grausamer Mord?

Dann geschehen immer mehr Morde an Frauen und alle sind schwanger – so, wie auch Krackes Chefin und neue Freundin Alba, denn auch sie erwartet ein Kind und anscheinend ist Krake der Vater.

Es ist ein klein wenig verwirrend, da oft in verschiedenen Zeitzonen erzählt wird und man muss sich echt konzentrieren um mitzukommen. Die Geschichte aus der früheren Zeitzone und die jetzige kommen am Ende zusammen und man erkennt dann, wer der Täter ist. Es ist echt superspannend und ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen.

Und ich kann es bedenkenlos empfehlen.

Spannende Fortsetzung

Inhalt übernommen:
Der zweite Fall für Inspector Ayala, genannt Kraken. Die Tote hängt an den Füßen an einem Ast. An einer historischen Kultstätte im Baskenland. Und sie war schwanger. Für Inspector Ayala alias Kraken geht es ans Eingemachte: Seine erste Liebe Annabel wird ermordet aufgefunden, hingerichtet nach einem keltischen Opfer-Ritual, ertränkt in einem historischen Wasserkessel. Und es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Jemand scheint Menschen zu töten, die bald Mutter oder Vater werden. Kraken nimmt zusammen mit seiner Kollegin Estíbaliz die Ermittlungen auf. Er muss sich beeilen, denn seine Chefin Alba ist schwanger – und das Kind könnte von ihm sein.

Meine Meinung:
Wie schon im ersten Buch, das ich vor einiger Zeit gelesen habe, beginnt die Geschichte sehr spannend. Inspektor Ayala (Kraken) ist nach seinem schweren Angriff immer noch krankgeschrieben, er hat noch nicht gelernt, wieder zu sprechen. Nach diesem Mordfall hält ihn jedoch nichts zurück und er unterstützt die Polizei bei ihren Ermittlungen. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass er durch eine Geschichte aus seiner Jugend in den Fall involviert ist.

Die Geschichte ist voller Verwicklungen, so dass ich ständig wieder neue Verdächtige im Visier hatte. Auch im Privatleben von Ayala und Alba gibt es immer wieder neue Konflikte. Neben der eigentlichen Krimihandlung erfuhr man auch sehr viel Interessantes über keltische Gebräuche und über frühere Kulturen. Die schöne Landschaft Spaniens wurde ebenfalls gut beschrieben.

Da ich die Protagonisten schon aus dem vorigen Buch gut kannte, konnte ich mich schnell mit den vielen Personen zurechtfinden. Obwohl es eine abgeschlossene Geschichte ist, finde ich es ratsam, zuvor den ersten Band zu lesen.

Fazit:
Ich habe das Buch in relativ kurzer Zeit gelesen, weil ich es kaum aus den Händen legen konnte. Voller Vorfreude warte ich auf Band 3. Von mir gibt es fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

Spanische Spannung mit geschichtlichen Hintergründen

Bei seinem letzten Fall hat sich Inspector Unai López de Ayala, genannt »Kraken«, eine schwerwiegende Schussverletzung (Kopfschuss) zugezogen und kann nun nicht mehr sprechen und ist daher krankgeschrieben. In seinem Privatleben geht es ebenfalls drunter und drüber. Seine Geliebte, gleichzeitig auch seine Chefin, ist schwanger, höchstwahrscheinlich von ihm. Zeitgleich erfährt er, dass seine Jugendliebe Annabel Lee ermordet aufgefunden wurde. Sie wurde hingerichtet und das nach einem keltischen Opferritual. Gemeinsam mit seiner Partnerin Estibaliz fängt Kraken an zu ermitteln. Doch Annabel Lee soll nicht die einzige Tote bleiben. Jemand scheint systematisch keltische Opferrituale an Menschen durchzuführen, die bald Mutter oder Vater werden …

Außerdem findet der Roman in zwei Zeitebenen statt. Zum einem in der heutigen Zeit, in der »Kraken« ermittelt, zum anderen im Jahr 1992, in dem er mit seiner Clique in einem Ferienlager war, was nun anscheinend Auswirkung auf die Gegenwart haben könnte.

Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten in das Buch zu kommen, da die Namen der Hauptcharaktere sowie Ortsnamen alle spanisch sind und wenn man sonst nichts mit der spanischen Sprache zu tun hat, ist das im ersten Moment erstmal gewöhnungsbedürftig. Außerdem waren am Anfang ganz viele Personen im Spiel, wo man erstmal durchsteigen musste. Da ist es wahrscheinlich auch von Vorteil, wenn man bereits Band 1 kennt, da auch immer mal wieder auf die Vorgeschichte der Personen zurückgegangen wird. Aber nach einiger Zeit konnte ich mich sehr gut zurechtfinden. Geholfen hat dabei die Übersichtskarte in der hinteren Buchklappe sowie das Glossar mit allen Personen und Orten. Das hilft ungemein bei der Orientierung.

Der Schreibstil war jetzt nicht ganz so flüssig. Beim Lesen ist man immer mal ins Stocken gekommen. Zum einem durch die spanischen Namen und zum anderen, weil die Sätze teilweise recht lang und verschachtelt waren. Aber die Charaktere waren allesamt total sympathisch und man konnte sich auch recht gut in sie hineinversetzen und auch mitfühlen bzw. ihre Handlung verstehen.

Trotzdem war Spannung vom Anfang bis zum Ende und man hat bis zum Schluss keine Ahnung wie es ausgeht und wer für die Morde verantwortlich ist. Die Autorin hat es geschafft, dass man am Ende eines Kapitels unbedingt weiterlesen wollte, um zu wissen, wie es weitergeht. Geschafft hat sie es dadurch, dass sie die Kapitelenden immer offen gelassen hat. Am Ende des Kapitels war es immer richtig spannend, sodass man halt immer weiterlesen wollte.

Richtig interessant war auch, etwas über den kulturellen geschichtlichen Hintergrund der Kelten und ihre Rituale, auf denen die Morde basiert haben, zu erfahren. Dadurch war das Buch auch sehr abwechslungsreich.

Auch wenn man Band 1 nicht kennt, kann man Band 2 trotzdem ohne Vorkenntnisse lesen und wird nicht enttäuscht. Wer Lust auf spanische Spannung hat, dem kann man dieses Buch empfehlen. Es ist auf jeden Fall lesenswert.

4 von 5 Sternen.

Tödliches Ritual

Zum Inhalt:
Nachdem Unai seinen letzten Fall nur knapp überlebt hat, kämpft er noch insbesondere mit einer Folge der Kugel in seinem Kopf: Es hat ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache verschlagen und er leidet unter einer Aphasie. Um diese zu überwinden und nicht mehr nur per Handy und Notizbuch zu kommunizieren, wird er von seinen Vorgesetzten zu einer Behandlung durch eine Logopädin genötigt. Da er unbedingt Teil der Ermittlungen in einem scheinbaren Ritualmord sein will, weil seine erste Liebe das Opfer ist, entspricht er diesem Wunsch und gerät immer tiefer in diesen Fall, der nicht nur ihn, sondern sein ganzes Umfeld erfasst.

Mein Eindruck:
Bei diesem zweiten Krimi um Unai und Alba – seine Vorgesetzte und Geliebte in Personalunion – gefällt auf der einen Seite, dass viele Personen aus dem ersten Band zurückkommen, ohne dass es zu bemüht erscheint und Leser ohne Vorkenntnisse auf einen Prüfstand stellt. Schade ist allerdings, dass diese Leser auf den Genuss des Vorgängers verzichten können – der Schuldige und auch einige Unschuldigen werden in „Das Ritual des Wassers“ benannt. Doch dieser Pluspunkt ist zum anderen ein Nachteil, denn irgendwie ist es schon ein bisschen sehr weit hergeholt, dass im direkten Umfeld Unais schon wieder ein Verrückter sein Unwesen treibt, der sich mit Ritualmorden die Zeit vertreibt, und dass noch viel mehr Personen, mit denen er eng in Kontakt steht, unmittelbar davon betroffen sind.

Die Morde sind jedoch elegant eingeführt und – durch die Rückblicke in die Zeit vor etwa 25 Jahren – perfekt hergeleitet. Die Verquickung von alten Riten mit moderner Cyberkriminalität ist dabei eine besonders gute Idee – Vergangenheit und Zukunft vereint in Blut und Tränen.

Trotzdem würde man sich wünschen, dass Unai und Alba im nächsten Buch einfach nur ermitteln könnten, ohne dass andauernd er, sie oder ihre Familie in Gefahr geraten. Leider (?) sieht die Vorankündigung wieder Ähnliches vor und es ist zu befürchten, dass die bis jetzt guten Krimis in ein Schema F abgleiten.

Mein Fazit:
Ein guter Fall, jedoch mit Ähnlichkeiten zum ersten Thriller der Autorin

Ein etwas privater aber auch faszinierender Fall für den Kraken

Handlungsort: Die Stadt Vitoria im Baskenland 2016.

Inspektor Unai Lopez des Ayala, Profilingexperte und Fallanalytiker der Kriminalpolizei von Vitoria ist noch krankgemeldet, da schwer gehandicapt vom vergangenen Fall der Doppelmordserie. Da ein rätselhafter Ritualmord geschieht, wird er aber dennoch zu Hilfe gerufen. Das Mordopfer ist Anabel Lee, eine bekannte Comic-Autorin, schwanger und grauenvoll ermordet, gefesselt am Baum hängend, mit dem Kopf in einem kupfernen antiken Kessel getaucht. Ayala erkennt die Tote sofort, es ist seine erste Jugendliebe, die hier so grauenvoll zu Tode gekommen ist! Schwer erschüttert, erinnert sich Unai an die Ereignisse des Sommers 1992, als er mit seinen vier Freunden in einem Ferienlager an der kantabrischen Küste das Opfer kennenlernte. Unai setzt alles daran den Täter zu finden …

Der Thriller „Das Ritual des Wassers“ ist schon der zweite Fall für Inspektor Ayala, genannt „Kraken“, der aus der Feder der spanischen Autorin Eva Garcia Sáenz stammt und auch ohne Kenntnisse des Vorgängerbandes gut lesbar ist. Ihr Schreibstil ist sehr intensiv und anschaulich und die Beziehungen ihrer Protagonisten interessant aufgebaut und genial ineinander verstrickt. Dieser Fall weitet sich dieses Mal beängstigend weit in das private Umfeld des „Kraken“ aus. Die Ereignisse versetzen den Inspektor in längst vergangene Zeiten und bringt Erinnerungen zutage, die schon längst vergessen schienen!

Die Lösung des außergewöhnlichen Mordes bekräftigen Ayala, auch seine akute Sprachstörung zu therapieren, um so schnell wie möglich, wieder in den aktiven Dienst zurückzukehren. Sein Großvater, sein Bruder Germaine, Kollegin Esti, sowie auch seine Chefin und neue Liebe Alba unterstützen ihn dabei, jeder auf seine eigene Art und Weise. Eine große Rolle spielen in diesem Band die alten Kultplätze und Riten der Kelten, die von der Autorin auf gekonnte Weise erklärt und recherchiert wurden. Götter, Fruchtbarkeits- und Opferrituale, sowie Missbrauch und Gewalt in der Familie, sind in diesem Thriller die Hauptthemen. Auch die Jugendzeit, das Freundes- und Privatleben des Inspektors spielen eine große Rolle in der Handlung. Die Spannung und Verwirrung steigt kontinuierlich im Verlauf des Buches und das Rätselraten, ob der Wahrheiten oder Lügen vorherrscht, machen die Lektüre interessant und packend. Wer verbirgt sich hinter welcher Maske, wer ist Freund oder Feind, Kraken wird nicht geschont und muss einige Verluste ertragen.

In diesem Thriller menschelt es gewaltig, Liebe und Leiden liegen dicht beieinander und geben der Handlung ihren Reiz. Auch die Ausflüge in die vorchristliche Kulturgeschichte und vergangene Kulte fand ich fesselnd und faszinierend. Dass die Ermittlungen so viel mit dem Privatleben des Ermittlers zu tun hatten, hat mich jetzt nicht gestört, ist aber schon sehr ungewöhnlich. Eigentlich verlieh gerade diese Privatisierung der Geschichte den Kitzel. Gefallen hat mir dabei besonders das Spiel mit den verschiedenen Zeitebenen und den Empfindungen der Beteiligten damals und im Hier und Jetzt.

Ein sehr persönlicher Fall

»Das Ritual des Wassers« ist nach »Die Stille des Todes« der zweite Band mit dem sympathischen Inspektor Ayala, genannt Kraken. Die Handlung spielt sich im baskischen Vitoria und der näheren Umgebung ab, was eine sehr interessante und noch unverbrauchte Kulisse darstellt.

Inspektor Ayala, der in seinem letzten Fall durch einen Kopfschuss schwer verletzt wurde, ist zwar körperlich wieder einigermaßen hergestellt. Allerdings kann er noch nicht wieder sprechen, sodass jegliche Kommunikation über Zettel oder Handy-Nachrichten stattfindet.

Als eine Frau in den Bergen tot aufgefunden wird, an den Füßen aufgehängt und in einem Wasserkessel ertränkt, weist alles auf ein keltisches Opferritual hin. Bei den Ermittlungen wird Ayala trotz seines fehlenden Sprachvermögens von seiner Kollegin Estibaliz mit einbezogen, da sie hofft, ihn durch Arbeit schneller wieder ins Leben und in seinen Beruf zurückzubringen.

Als Ayala erkennt, dass die Tote seine erste Liebe Annabel ist, werden Erinnerungen an gemeinsame Wochen in einem Sommerlager wach. In den frühen 90er Jahren hatte Ayala mit seinen Freunden an einem archäologischen Projekt teilgenommen und alle verliebten sich in die rätselhafte Annabel, sodass es zu Konflikten zwischen den Freunden kam. Auch der charismatische Leiter des Sommerlagers, Professor Saul Tovar, spielte damals eine merkwürdige Rolle. Für die einen stellte er eine Art Vaterersatz und Held dar, seine Tochter Rebeca jedoch schien eher unter ihm zu leiden.

Ayalas Erinnerungen werden nach und nach in einzelnen kurzen Kapiteln eingeblendet und allmählich ergibt sich ein Zusammenhang mit dem aktuellen Fall.

Es stellt sich heraus, dass die Tote schwanger war, und offenbar hat es der Täter auf werdende Mütter – und eventuell auch Väter abgesehen. Da erfährt Ayala, dass Alba, seine Chefin, mit der er ein Verhältnis hat, ein Kind erwartet, das vermutlich von ihm ist.

Der Kreis der Verdächtigen konzentriert sich mehr und mehr auf Ayalas Freunde und Bekannte, sodass es für ihn, und natürlich auch für den Leser, immer schwieriger wird zu unterscheiden, wem er noch glauben kann. Ayalas Privatleben, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, wird damit dramatisch in den Mittelpunkt gerückt, was nicht unbedingt immer realistisch wirkt, auf jeden Fall aber spannend ist.

Historische Vorbilder

Inspektor Ayala, genannt Kraken, ist wieder im Dienst oder soll man sagen auf dem besten Wege dazu? Ein neuer Mordfall beschäftigt die Kriminalpolizei in Vitoria. Der Fundort und die Tat selber geben sehr viel Anlass zur Spekulation. Eine schwangere Frau wurde nach einem keltoiberischen Ritual getötet und Inspektor Ayala kennt die Tote: Sie war aus seiner Clique und seine erste Freundin.

In Rückblenden wird immer wieder das Jahr 1992 eingeblendet. Hier liegen anscheinend die Ursachen für den Mord. Ein Foto einer weiteren Toten – nach gleichem Ritual getötet – taucht auf. Auch sie war in dem ominösen Jahr 1992 in der Sommerfreizeit der Clique. Immer verworrener wird die Geschichte. Doch als dann auch noch Jota, ein weiteres Mitglied der Clique getötet wird, geht der Krimi in seine entscheidende Phase. Auch das Darknet spielt noch eine wichtige Rolle und kann Kraken allen Hackern trauen?

Dieser Krimi von Eva Garcia Saenz ist mit vielen interessanten historischen Ereignissen gespickt. In diesem Bereich eines Teils des Baskenlandes benutzt die Autorin geschickt Vergangenheit und Gegenwart um eine tolle Mischung anzurühren. Die historischen Aspekte sind so ge­heim­nis­um­wo­ben, dass sie die Motive der Morde lange Zeit überdecken. Es hat sehr viel Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen und der Spannungsbogen nimmt schnell sehr viel Fahrt auf. Tolles Buch!

Das Erbe der Schuld

Inspektor Ayala, genannt Kraken, ermittelt in seinem zweiten, sehr persönlichen Fall.

Für Inspektor Ayala genannt Kraken, wird es in seinem neuesten Fall sehr persönlich. Seine erste Liebe, Annabel Lee, wird nach keltischem Ritual ermordet aufgefunden. Als weitere Morde folgen, zeichnet sich eine Serie ab. Werdende Väter oder Mütter werden getötet, alle Opfer aus seinem Bekanntenkreis. Zusammen mit seiner besten Freundin und Kollegin Estibaliz macht er sich an die Ermittlungen, denn die Zeit drängt, seine Chefin Alba ist schwanger und er könnte der Vater sein.

Der Plot teilt sich in 70 spannende Kapitel, welche mit großen Kapitelzahlen und Ortsangaben sowie mit Datum überschrieben sind. Schwierigkeiten mit den Namen von Charakteren und Orten, die glücklicherweise im Anhang extra aufgeführt sind, gab es nicht. Besonders das Personenregister fand ich dabei hilfreich. Die Karten in den Umschlagklappen habe ich ebenfalls des Öfteren zu Rate gezogen. Namen und Ausdrücke in Spanisch bzw. Baskisch sind kursiv gedruckt.

Der Schreibstil der Autorin ist atmosphärisch dicht und unglaublich rasant. Die Geschichte lebendig zu erzählen ist der Autorin sehr gut gelungen, da sie als Schreibstil die Ich-Form aus der Sicht des Protagonisten gewählt hat. Außerdem handelt die Geschichte in zwei Zeitebenen: 1992 aus der Jugendzeit des „Kraken“ und in der Gegenwart. Dass Saenz selbst aus Vitoria stammt, merkt man sofort an der Beschreibung des Settings, man kann sich die geschriebenen Szenen mühelos vorstellen und man ist sich stets bewusst, dass die Handlung sich im Baskenland zuträgt.

Das Land prägt den Charakter, der handelnden Figuren. Wieder einmal waren die Charaktere großartig gezeichnet und überaus sympathisch, allen voran der fast hundertjährige Großvater, der kleinwüchsige Bruder German und die tüchtige Ermittlerin Inspectora Gauna, sie alle habe ich schon im Vorgängerband kennengelernt. Alle Personen authentisch und nachvollziehbar handeln zu lassen hat Eva Garcia Saenz in ihrem Folgethriller zur Perfektion gebracht. Meine Lieblingsfigur der Protagonist, Inspector Unai Lopez de Ayala. Auch in diesem Fall trifft es den Kraken wieder sehr persönlich, seine Familie und seinen Freundeskreis. Das Ritual des Ermittlers bei der Auffinde-Situation einer Leiche beeindruckt mich jedes Mal erneut, es gefällt mir und macht mir den Inspector sympathisch.

Die Spannung war durchgehend hoch und zum Ende nervenzerreißend, bis kurz vor dem Schluss konnte ich den Zusammenhang noch nicht ausmachen und war von der Auflösung überrascht. Temporeich und zügig mit ungeahnten Wendungen, ist das Buch sehr unterhaltsam und nebenbei erfährt der Leser noch einiges über die Historie der Gegend und keltische Opferrituale. Die Lektüre des Vorgängerbandes ist nicht zwingend nötig, doch sollte man sich diese gelungene Thriller-Reihe komplett gönnen. Vorliegender Band kann an den grandiosen ersten Teil allemal anschließen, ich bin vom zweiten Teil der Kraken-Reihe ebenso begeistert und freu mich schon auf den dritten Teil der Reihe, der im März erscheinen wird. Eine Leseprobe ist am Ende des Buches eingefügt.

Wohlverdiente und gerne gegebene 5 Sterne.

Ein sehr persönlicher Fall für Kraken

Inhalt:
Der zweite Fall für den Fallanalytiker Inspector Unai Lopez de Ayala und sein Team beginnt einige Zeit nach Abschluss seines 1. Falls. Er hat immer noch mit den Auswirkungen einer Schussverletzung zu kämpfen. Trotzdem lässt er es sich nicht nehmen, bei dem neuen grausamen Mordfall mitzuermitteln. Kraken ist erschüttert, denn die Tote ist eine Freundin aus seiner Jugend.

Meinung:
Wie auch im 1. Teil »Die Stille des Todes« hat der Thriller zwei Handlungsstränge, die Gegenwart aus der Sicht von Kraken als Ich-Erzähler und der Rückblick in die Vergangenheit. Auch hier bekommt der Leser mit den keltischen Opfer-Ritualen einen tollen Einblick in die spanische Geschichte. Den Story-Aufbau finde ich genial, aber leider etwas ähnlich wie beim ersten Teil. Auch ein Hauch von Humor kommt nicht zu kurz. Die Autorin hat die Fortsetzung des Privatlebens der Protagonisten toll beschrieben, so sind sie mir weiterhin sehr sympathisch. Das Ende empfand ich ein bisschen zu abrupt, mir fehlten ein paar Erklärungen.

Fazit:
Trotz der etwas langen Dialoge kann ich diesen sowie auch den ersten Fall von Kraken empfehlen und freue mich schon auf den dritten Teil.

Spannende Fortsetzung

Es ist ein ungewöhnlicher Mordfall: An einer historischen Kultstätte im Baskenland hängt eine schwangere Tote an den Füßen an einem Ast. Inspector Ayala alias Kraken ist eigentlich noch krankgeschrieben, doch als er erfährt, dass es sich bei der Toten um seine erste Liebe Annabel handelt, möchte er unbedingt zu den Ermittlungen beitragen. Und es bleibt nicht nur bei diesem einen Mord. Jemand scheint angehende Mütter bzw. Väter zu töten.

Wie schon der erste Fall mit Inspector Ayala ist auch dieses Buch sehr umfangreich geraten und der Leser muss sich mit vielen handelnden Personen zurechtfinden. Hier hilft die Autorin Eva Garcia Saenz dem Leser mit einer Liste der Personen wie auch einem Glossar zu baskischen Begriffen. Es gibt viele Geheimnisse in diesem Buch, die geknackt werden wollen, und die Autorin verpackt sie auf äußerst spannende Weise und verwirrt durch überraschende Wendungen. Wie schon im Vorgängerband erscheinen die Personen äußerst authentisch. Die Handlung selbst ist eher ungewöhnlich, aber in sich selbst logisch mit einer äußerst verblüffenden Lösung.

Mich hat das Buch sehr schnell packen können und deshalb empfehle ich es gerne weiter und vergebe überzeugte 4 von 5 Sternen. Auf die Fortsetzung bin ich schon sehr gespannt.

Es wird persönlich für Kraken

Inspector Ayala – alias Kraken – hat den letzten Fall noch nicht ganz weggesteckt, als er schon wieder ermitteln muss. Eine Tote wurde aufgefunden, die nach einem keltischen Ritual in einem historischen Wasserkessel hingerichtet wurde. Diese Frau war Krakens erste Liebe Annabel und sie war gerade schwanger. Es ist also ein sehr persönlicher Fall für Kraken. Doch es gibt weitere Morde und die Opfer waren allesamt werdende Eltern. Die Zeit drängt und Kraken und seine Kollegin Estíbaliz stehen unter Druck, denn ihre Chefin Alba ist auch gerade schwanger und das Kind könnte von Kraken sein.

Nachdem mich schon der erste Band „Die Stille des Todes“ total gepackt hatte, musste ich dieses Buch natürlich auch lesen und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Örtlichkeiten der baskischen Kleinstadt Vitoria sind gut beschrieben und wir erfahren auch etwas über die Kultur und die Historie des Landes.

Die Charaktere sind auch sehr gut und authentisch dargestellt. Inspector Unai López de Ayala, genannt Kraken, ist ein Mann mit Ecken und Kanten, was sich auch dieses Mal wieder gut zeigt. Aber er ist ein fähiger Ermittler. Wir lernen ihn aber nicht nur in seiner beruflichen Tätigkeit kennen, sondern erfahren auch einiges über sein Privatleben.

Dieses Mal muss er mit seiner Kollegin sogar in seinem alten Freundeskreis ermitteln, denn seine Freunde sind verdächtig, auch wenn sie bestreiten, Kontakt zu Annabel gehabt zu haben. Doch dann ist einer von ihnen tot.

Auch dieses Mal hatte ich recht schnell einen Verdacht, der sich dann später bestätigt hat. Trotzdem war die Spannung da und blieb auch bis zum Schluss.

Die Atmosphäre ist ein bisschen düster, aber es ist ein sehr spannender Thriller. Ich bin gespannt auf den nächsten Band.