Cover von: Römisches Finale
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Römisches Finale

Der zweite Fall für Commissario Di Bernardo. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 448 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3453423631

ISBN-13: 

9783453423633

Auflage: 

1 (14.10.2019)

Preis: 

12,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3453423631

Beschreibung von Bücher.de: 

Rom. Der weltberühmte Pianist Emile Gallois wird nach einem triumphalen Konzert erschossen aufgefunden. Commissario die Bernardo, der bereits erfolgreich einen Fall in der Musikwelt gelöst hat, wird an den Tatort gerufen. Gemeinsam mit seinem jungen Kollegen Ispettore Del Pino befragt er Freunde und Bekannte und stößt schon bald aus einem Sumpf aus Intrigen und Affären. Scheinbar führte Emile Gallois ein wildes Doppelleben, und die Ehe mit seiner Frau war nur noch Schein. Als aber eine zweite Leiche gefunden wird, stellt sich der Fall noch einmal ganz anders dar ...

Kriminetz-Rezensionen

Das Leben eines Künstlers scheint stressig zu sein

Der Pianist Emile Gallois wird als sehr eigenwilliger, wenig umgänglicher, Mensch gezeichnet. Da bieten sich natürlich reihenweise Verdächtige an, die von Di Bernardo und seinen Kollegen brav nach und nach verhört werden. Im Geiste verhöre ich mit und sortiere dabei »meine« Verdächtigen gleich aus :-)

Selbstdarstellung
Eine merkwürdige Duchessa, eine junge chinesisch-italienische Pianistin, die Witwe des Ermordeten und eine ganze Reihe Orchestermusiker sind mehr oder weniger verdächtig. Sie alle hatten reichlich schlechte Erfahrungen mit ihm gemacht und sind zum Teil auch sehr von ihm gedemütigt worden. Zwischen seinem tatsächlichen Ich und seiner öffentlichen Darstellung bestand wohl eine große Diskrepanz.

Vergangenheit
Zwischen den Ermittlungen im Hier und Jetzt gibt es immer wieder kleinere Einschübe mit historischem Bezug. Anfangs fand ich diese recht Zusammenhanglos, aber gegen Ende klärt sich mehr und mehr, was es damit auf sich hat und wie es in die aktuelle Geschichte passt. Als Geschichtsfan mag ich diese historischen Bezüge immer wieder gerne und hier passen sie auch wirklich gut.

Privatleben
Eine gewisse, relativ kleine, Portion Privatleben kommt auch in diesem Kriminalroman vor. Mit einer gut dosierten Prise Humor lässt die Autorin mich an den – bislang jedenfalls – eher erfolglosen Versuchen der beiden befreundeten Ermittlern teilhaben, in Liebesdingen ebenso erfolgreich zu werden wie im Beruf. Sie tun mir dabei schon manchmal ein bisschen leid :-)

Künstlerleben
Ansonsten konzentriert sich »Römisches Finale« weitestgehend auf beständige, logische Ermittlungsarbeit. Natasha Korsakova verzichtet dabei auf hinlänglich bekannte Gewaltexzesse und bluttriefende Tatorte. Dafür findet man bei ihr seltene, aber sehr vermutlich authentische Einblicke in das Leben, Denken und Handeln von begabten Künstlern – schließlich ist sie selber eine.

Auflösung
Das Ende des Romans und damit die Auflösung des Verbrechens ist logisch nachvollziehbar. Auch wenn mir schon eine Weile vor dem Commissario klar war, wer hier der Täter war und warum das alles passiert ist, fand ich die Geschichte bis zum Ende wirklich spannend und angenehm flüssig zu lesen.

Mein Fazit
»Römisches Finale« von Natasha Korsakova ist ein spannender Krimi, der in den Garderoben der klassischen Musik angesiedelt ist. Zwischen Tätersuche, historischen Bezügen und der Sinnsuche der Ermittler lernt man noch einiges über klassische Musik und ihre Interpreten. Eine empfehlenswerte, leichte, lockere Krimikost.

Ein hervorragender musikalischer Krimi!

Das Cover von »Römisches Finale - Ein neuer Fall für Commissario Di Bernardo« der Autorin Natasha Korsakova und dem Verlag Heyne ist sehr gelungen, es ist farblich schön gestaltet und zeigt auf den ersten Blick schon die im Kriminalroman vorhandene italienische Atmosphäre und Spannung.

Die Autorin hat einen durchgehend spannenden, flüssigen und lockeren Schreibstil.

Ihre Beschreibungen der Schauplätze und Protagonisten sind sehr detailliert,s odass ich während des Lesens klare Bilder vor Augen hatte. Dies hat den Krimi sehr authentisch und real erscheinen lassen. Auch die Gestaltung der kurzen Kapitel haben mir sehr gut gefallen, einige Cliffhanger haben dafür gesorgt, dass ich nicht lange für das Buch gebraucht habe. Der Spannungsbogen ist von Anfang bis Ende konstant vorhanden, hier empfand ich nichts langweilig oder unpassend.

Das Privatleben der italienischen Ermittler Commissario Di Bernardo und seinem Kollegen Ispettore Del Pino hat hier sehr gut reingepasst und auch die Charaktere der beiden wurden toll ausgearbeitet. Sie sind ein sehr sympathisches Team, ihre sorgfältige Ermittlungsarbeit hat mir sehr gut gefallen. Del Pino hat oft für humorvolle Szenen gesorgt, während Di Bernardo ein sehr gefühlvoller Protagonist ist, dessen Gefühle und Seele von der Polizeiarbeit nicht abgestumpft sind. Das Verhältnis zu seinem Sohn war sehr liebevoll beschrieben.

Auch die restlichen Protagonisten haben mir dank der ausführlichen Beschreibungen sehr gut gefallen.

Natasha Korsakova hat für viele spannende Wendungen gesorgt, sodass ich bis zum Schluss nicht auf den Täter des ermordeten und weltberühmten Pianist Emile Gallois kam. Ein gelungenes und durchgehendes Verwirrspiel. Ich hatte zwar immer jemanden in Verdacht, der sich im Nachhinein jedoch nicht bestätigt hat. Deswegen war das Ende sehr überraschend. Der Krimi beinhaltet zwei Handlungsstränge und der Zusammenhang hat für ein geniales römische Finale gesorgt. Neben diesen Punkten wurde ich gleichzeitig nach Rom und in eine stilvolle Musikwelt entführt.

Einige erwähnten Musikstücke habe ich mir auf YouTube angehört, da die Autorin mich so neugierig gemacht hat.

Ein sehr gelungener musikalischer Krimi, der den Erfolgsdruck in der Musikwelt und den dazugehörigen Neid sehr gut zur Geltung gebracht hat.