Cover von: Salzburger Männerherzen
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Salzburger Männerherzen

Der dritte Fall für Raphael Aigner. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 336 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3740817569

ISBN-13: 

9783740817565

Erscheinungsdatum: 

23.02.2023

Preis: 

14,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 137.368
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3740817569

Beschreibung von Bücher.de: 

Kauzige Charaktere treffen auf schrägen Humor und Salzburger Charme.

Als am Eröffnungsabend des jährlichen Volksfests ein umstrittener Lokalpolitiker tot aufgefunden wird, drängt sich die Frage auf: War es ein Mord aus Eifersucht, oder war der Mann in ein krummes Ding verstrickt?

Kommissar Aigner stürzt sich kopfüber und mit zweifelhaften Methoden in die Ermittlungen und bekommt es mit unwirklich schönen Schönheitschirurgen, Kleinkriminellen und zwielichtigen Oldtimerliebhabern zu tun.

Kriminetz-Rezensionen

Humoriger Landkrimi

Die Autorin nimmt den Leser wieder mit in das schöne Flachgauer Land. Genauer gesagt in das Dorf Koppelried bei Salzburg. Die Einwohner haben es in sich. Es sind starke, teilweise etwas skurrile Charaktere, bis in die Nebenrollen, sehr liebevoll gezeichnet.

Auch in diesem Band überzeugt wieder der wunderbare, etwas schräge Humor. Die Mischung zwischen Ermittlungen und privaten Verwicklungen ist sehr gut gelungen. Durch den atmosphärisch dichten und mitreißenden Erzählstil entsteht ein wunderbares, sehr humorvolles Leseerlebnis, das einen oft zum Schmunzeln bringt. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren. Der Spannungsbogen ist gekonnt gesetzt. Es gibt zahlreiche Wendungen und auch falsche Fährten. Ein Knäuel aus losen Fäden, gespickt mit viel Familienverwicklungen und Geheimnissen, wird zu einem überraschenden Ende verknüpft. Erstklassige Milieubeschreibungen mit sehr gelungenen Lokalkolorit machen den Krimi zu einem Leseerlebnis.

Der Schreibstil ist nicht nur fließend und sehr detailliert. Er ist auch pointiert und scharfsinnig, einfach umwerfend. Dadurch wird alles sehr intensiv und besonders realistisch. Vor allem, wenn Mundart gesprochen wird.

Ich habe mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten gefühlt, habe mit rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt. Besser geht es nicht! Erwähnenswert ist noch das Glossar am Ende des Buches.

Warum starb Lanner?

Der Regionalkrimi »Salzburger Männerherzen« von Autorin Natascha Keferböck spielt im fiktiven Ort Koppelried bei Salzburg, einem Dorf, wo jeder jeden kennt.

Zum dritten Mal lässt sie nun Inspektionskommandant Raphael Aigner ermitteln, als am Eröffnungsabend des jährlichen Volksfests der umstrittene Lokalpolitiker Siegfried Lanner von der »Alternativen Heimatpartei« tot aufgefunden wird. Hat ihn ein Dorfpolizist aus Eifersucht ermordet oder war er in krumme Geschäfte verstrickt?

Bei den Ermittlungen bekommt der Protagonist es mit kauzigen Charakteren, wie unwirklich schönen Schönheitschirurgen, Kleinkriminellen und zwielichtigen Oldtimerliebhabern zu tun.

Das Lokalkolorit mit sehr viel Dialekt und das breit dargestellte Liebesleben der Charaktere lässt die eigentliche Krimihandlung zeitweise sehr in den Hintergrund treten. Insgesamt aber ein humorvolles Lesevergnügen.

Einbruch- und Mordserie in Koppelried

„Salzburger Männerherzen“ von Natascha Keferböck ist ein typischer Regionalkrimi, wo sich Lokalkolorit mit Spannung und Humor verbindet. Es ist bereits der 3. Band dieser Reihe.

Worum geht es?
Kauzige Charaktere treffen auf schrägen Humor und Salzburger Charme. Als am Eröffnungsabend des jährlichen Volksfests ein umstrittener Lokalpolitiker tot aufgefunden wird, drängt sich die Frage auf: War es ein Mord aus Eifersucht, oder war der Mann in ein krummes Ding verstrickt? Kommissar Aigner stürzt sich kopfüber und mit zweifelhaften Methoden in die Ermittlungen und bekommt es mit unwirklich schönen Schönheitschirurgen, Kleinkriminellen und zwielichtigen Oldtimerliebhabern zu tun.

Da es schon eine Weile her war, dass ich den ersten Band „Bierbrauerblues“ gelesen hatte, waren mir Details ziemlich entfallen, sodass ich mich wie ein Quereinsteiger erst wieder mit dem Personenkreis vertraut machen musste. Wegen des roten familiären Fadens rund um den Protagonisten Raphi Aigner kann ich nur empfehlen, alle Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Ich kam aber dennoch rasch in die Handlung hinein und fühlte mich nach wenigen Seiten wieder heimisch in Koppelried. Nichtsdestotrotz wäre ein Personenverzeichnis recht angenehm gewesen.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft, detailliert. Das Salzburger Lokalkolorit wird durch Volkstümliches, auch typisch Kulinarisches, unterstrichen sowie durch typisch österreichisches Vokabular, für das es am Ende des Buches ein Glossar gibt. Sprachlich wird gut differenziert, denn abgesehen vom Dialekt fand ich auch den Jargon der Jugendlichen sehr authentisch. Die Kapitel haben eine angenehme Länge; sie sind mit dem jeweiligen Wochentag übertitelt, wodurch die Ermittlungszeitspanne von eineinhalb Wochen gut nachvollziehbar ist. Die Handlung spielt in der nicht näher festgelegten Gegenwart. Das Buch erschien 2023.

Die Ereignisse werden aus Sicht von Chefinspektor Aigner, dem Leiter der Polizeistelle Koppelried, in Ich-Form erzählt. Von Beginn an ist man voll in sein Privatleben und in der Folge in die Ermittlungen integriert. Der Fall erweist sich von Anfang an als rätselhaft. Hat auch die Einbruchserie mit dem Mord zu tun? So nach und nach tröpfeln Erkenntnisse, finden sich Spuren und Verdächtige kristallisieren sich heraus, es ergeben sich unerwartete Wendungen. Das bietet viel Raum für eigene Theorien und zum Miträtseln, was ich sehr schätze. Es passiert auch sonst noch so einiges in dem scheinbar so friedlichen Ort, was nicht nur für Abwechslung sorgt, sondern auch die Spannung anfeuert – bis zum dramatischen Showdown, der einen unerwarteten Täter offenbart.

Abgesehen von der in einem Krimi erwarteten Spannung, haben mich vor allem auch die immer wieder eingestreuten humorvollen Szenen bestens unterhalten, mich nicht nur zum Schmunzeln, sondern sogar zu herzhaftem Lachen gebracht.

Die handelnden Personen sind gut vorstellbar beschrieben, die meisten sind sympathisch gezeichnet, doch wie im wahren Leben gibt es auch ungute Charaktere. Alle wirken lebendig und authentisch. Die Mischung Ermittlungsarbeit und Privatleben ist gut ausgewogen. Man spürt den familiären Zusammenhalt und gut funktionierendes Teamwork in der Polizeistation. Am meisten begeisterte mich Chefinspektorin Gescheitmeier – ich sage nur dazu: nomen est omen.

Für mich war es ein köstliches Lesevergnügen, das ich gerne all jenen weiterempfehlen, die amüsante Regionalkrimis mögen!

Mord mit Dialekt und Lederhosen

Bereits zum dritten Mal hat mich Natascha Keferböck nach Koppelried, jenes fiktive Dorf im Salzburger Umland, in dem Raphi Aigner für Recht und Ordnung sorgt. Und offenbar geht ihm die Arbeit nicht aus. Gut so, denn so ist wieder ein hervorragender Cozy Krimi entstanden, der mich wunderbar unterhalten hat.

Ganz Koppelried ist auf den Beinen, die - wenn sie männlich sind - in Lederhosen und Haferlschuhen stecken. Auch Raphi kommt anfangs als Trachtler daher, wenn auch nicht ganz freiwillig. Und es geht wild zu auf dem Volksfest. Die Autorin versteht es wieder einmal großartig mit viel schrägem Humor das Dorf zum Leben zu erwecken. Jede Menge schräge Typen begegnen uns auf den 336 Seiten. Hier wäre ein kleines Personenregister hilfreich gewesen. Sie sind detailreich beschrieben, so dass das Dorf und seine Bewohner mir nach nun drei Bänden fast so vertraut sind wie meine Nachbarn. Und natürlich wird Dialekt gesprochen, wie es sich im Regionalkrimi gehört! Ein Glossar erleichtert das Verständnis, aber eigentlich braucht man das gar nicht, denn man versteht den Sinn des Gesagten in der Regal auch dann, wenn man ein Wort dazwischen nicht kennt. Und wenn das so weitergeht, dann kann ich bald österreichisch fluchen! Herrlich.

Das Privatleben von Raphi und seiner Familie kommt auch nicht zu kurz. Wie üblich ist es ganz schön verwickelt, und am Ende kommt noch ein neuer Erzählfaden hinzu, und lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

Der Kriminalfall ist gewohnt spannend: am Morgen nach dem Volksfest liegt der schöne Lokalpolitiker Lammer erschossen in seinem Pool. Und in seinem Bett liegt neben der Dorfschönheit Klara der kreuzbrave Polizist Schorsch, mit Schmauchspuren an den Fingern. Aber ist er wirklich der Täter? Darüber hinaus beunruhigt eine Einbruchserie die Landbevölkerung. Es gibt also genug zu ermitteln für Raphi und seine Kollegen, die dabei ins Visier des Landeskriminalamts geraten. Die Ermittlerin vom LKA ist heuer meine Lieblingsfigur, denn sie hat meine Lachmuskeln ordentlich arbeiten lassen.

Fazit: 5 Sterne für ein Lesevergnügen, dass hoffentlich seine Fortsetzung findet!