Cover von: Schach mit toter Dame
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Schach mit toter Dame

Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs
Buch
Taschenbuch, 304 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3770021258

ISBN-13: 

9783770021253

Auflage: 

1 (01.03.2021)

Preis: 

11,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3770021258

Beschreibung von Bücher.de: 

Auch wenn Gevatter Tod in einem Senioren-heim kein seltener Gast ist, sind Cäcilie und Käthe sich sicher: Ihr Mitbewohner Heribert ist keines natürlichen Todes gestorben, zumal er vor seinem Ableben auch noch beraubt wurde. Um der Sache auf den Grund zu gehen, schleusen sie ihre Freundin Loretta als Kaltmamsell in die Küche der Residenz »Herbstglück« ein. Dort schnippelt sie nicht nur Gemüse, sondern stolpert - wie sollte es anders sein? - bald auch höchstselbst über ein weiteres Mordopfer …

Kriminetz-Rezensionen

Der 13. Fall für Loretta Luchs – allerbeste Unterhaltung

Cäcilie und Käthe, zwei ältere Damen, mit denen Loretta Luchs seit ihrem letzten Fall befreundet ist, sind sich sicher, dass Heribert, ihr Mitbewohner aus Suite C der Seniorenresidenz »Herbstglück«, keines natürlichen Todes gestorben ist. Außerdem besaß er vor seinem Ableben eine sehr kostbare antike Kaminuhr und einen persischen Teppich von hohem Wert. Beides, meinen die beiden Damen, sei gegen billigen Tand ausgetauscht worden. Für die beiden ein Fall, den nur Loretta lösen kann. Sie haben da auch schon einen Plan. Da die Küchenhilfe wegen eines gebrochenen Handgelenks für einige Wochen ausfällt, wird dringend eine Aushilfe gesucht. Wie gemacht für den andakawwa Einsatz von Loretta. Vor allem auch, weil tags darauf ein weiterer Mord geschieht.

Ich liebe die wundervollen Cover von Ommo Wille. Diesmal sehr dunkel, der Jahres- und Tageszeit für einen Mord angepasst; mit vielen kleinen Details, die man erst bei genauem Hinschauen entdeckt.

Die Überschriften zu jedem Kapitel als Kurzübersicht, was im nachfolgenden Kapitel passiert, gefallen mir sehr gut! Da habe ich gleich die ersten Bilder im Kopf und freue sich umso mehr auf die kommenden Seiten.

Loretta und ihre Freunde, denen ich auch hier immer wieder begegne, kenne ich nun schon seit vielen Jahren. Sie sind schon wie gute Freunde geworden. Was zu einem guten Teil auch an dem tollen Schreib- und Erzählstil von Lotte Minck liegt. Sie bringt mir ihre Personen auf so liebevolle Weise nahe, dass man die meisten einfach mögen muss. Natürlich gibt es auch hier, wie im richtigen Leben, Menschen, die ich nicht von Anfang an ins Herz geschlossen habe. Die sich aber so positiv entwickeln, dass ich sie dann doch gernhaben muss. Hier im Seniorenheim lerne ich eine bunte Palette von Persönlichkeiten kennen.

Um bei ihren Geschichten nicht auch alle Vorgängerbände kennen zu müssen, um sich zurechtzufinden, hat Lotte Minck alle Bücher so angelegt, dass sie alle in sich abgeschlossen sind. Es sind auch hier wieder kleine Rückblicke eingeflochten, die auf andere Geschichten hinweisen, dass man auch die noch lesen möchte. Und das lohnt sich auf alle Fälle.

Die Handlungsorte sind so gut beschrieben, dass ich meine, mittendrin zu sein im Ruhrpott. Dazu trägt auch Frank mit seinem unverwechselbaren Dialekt mit bei. Und auch Cäcilie hat diesen Slang gut drauf.

Da Loretta dieses Mal in der Küche arbeitet, gibt es auf den verschiedenen Buffets so viele Köstlichkeiten, dass mir das Wasser im Mund zusammengelaufen ist.

Wie bei den Krimödien gewöhnt, wechseln sich auch hier Humor vom Feinsten und Spannung ab. Ich kann mitlachen und genauso gut mitermitteln, was bei der Fülle der Tatverdächtigen diesmal nicht so einfach ist. Und den/die Täter hatte ich bis kurz vor Auflösung nicht auf dem Schirm. Es löst sich dann alles nachvollziehbar und zu meiner vollsten Zufriedenheit auf.

Auch dieser 13. Fall für Loretta, ihre Freunde und Kommissarin Astrid Küpper hat mir wieder humorvoll-spannende Lesestunden beschert. Dafür gibt’s von mir 5 leuchtende Sterne.

Im »Herbstglück« wird gemordet

otte Minck hat mit Loretta Luchs eine Figur geschaffen, die schon seit vielen Bänden ihre immer größer werdende Fan-Gemeinde unterhält.

Loretta arbeitet eigentlich in einem Call-Center, doch unbestritten ist ihr Talent in Mordfällen zu ermitteln, man könnte auch sagen, ihr fallen mitunter die Leichen vor die Füße. Ihre Neugierde, gepaart mit Beobachtungsgabe und Ideenreichtum lassen sie oft einen Schritt vor Kommissarin Küppers sein, was das Verhältnis nicht einfach macht. Außerdem hat Loretta einen bunten Freundeskreis, der immer bereit ist, sie in ihren Ermittlungen tatkräftig zu unterstützen.

Als zwei befreundete alte Damen Loretta bitten, einem Todesfall in ihrer luxuriösen Seniorenresidenz zu untersuchen, ist sofort dabei. Es passt ganz ausgezeichnet, dass sich die Küchenhilfe krankgemeldet hat, so kann Loretta als Aushilfe anheuern. Ihre Spezialität ist ja das Ermitteln undercover und prompt stolpert Loretta über ein weiteres Mordopfer.

Die Krimikomödien von Lotte Minck sind eine wunderbare Mischung aus Slapstick-Humor, spannenden Ermittlungen und liebenswert, skurrilen Figuren. Egal ob man Fan ist und keinen Band auslässt oder Neueinsteiger, der Spaß am Krimi ist garantiert. Dazu gibt es immer wieder einige Kostproben vom Ruhrpott-Slang und Mentalität. Dafür ist meist der Sidekick Frank zuständig, der immer ein kleines Glanzstück abliefert. Daran merkt man auch, wie liebevoll sich die Autorin ihre Figuren ausdenkt und weiterentwickelt, damit schafft sie für mich den ganz eigenen „Loretta-Kosmos“, der den Charme ihrer Krimis ausmacht.

Ein ganz besonderes Augenmerk sollte man auf die Cover Gestaltung richten. Ommo Wille ist der Künstler, der den Umschlägen ihr unverwechselbares Aussehen gibt. Liebevoll gezeichnete Szenen mit kleinen, manchmal versteckten Details, die genau zum Fall passen.

Wieder perfekt gelungen mit dem kleinen Wermutstropfen: ich habe es immer viel zu schnell durchgelesen.

»Andakawwa« in der Seniorenresidenz

Die Schwestern Cäcilie und Käthe sind sicher, dass ihr Nachbar in der Seniorenresidenz ermordet und beraubt wurde, und setzen Loretta Luchs auf den Fall an. Loretta bewirbt sich um die freie Stelle als Küchenhilfe und findet schon bald eine Leiche.

Dies ist bereits der dreizehnte Band der Reihe, und Lotte Minck hat immer noch nette Ideen, wie sie Loretta zum Ermitteln bringen kann. Mich freut, dass ich die beiden alten Ladys aus dem Vorgängerband wiedertreffen kann, die dort schon nicht unwesentlich zur Aufklärung des Falles beitrugen. Nun haben die beiden selbst einen Fall für Loretta, dessen Aufklärung sie natürlich lebhaft begleiten möchten.

Loretta »andakawwa«, da ist Frank natürlich ein bisschen neidisch, aber auch er darf bald mitmischen. Und dann ist da noch Lorettas neuer Lebensgefährte, über den ich gar nicht viel sagen möchte, wer neugierig ist, wer sich dahinter verbirgt, muss eben Band 12 oder 13 lesen, ich mag ihn, und er macht sich gut an Lorettas Seite.

In der Seniorenresidenz gibt es einige mehr oder weniger skurrile Bewohner, wie etwa eine ehemalige Balletttänzerin und einen von sich sehr eingenommenen Ex-Schlagerstar, dessen Kosten von seinen – natürlich weiblichen – Fans getragen werden. Gut gefallen hat mir der Koch, ich hoffe, den haben wir nicht das letzte Mal gesehen.

Das wieder von Ommo Wille stammende umlaufende Cover zeig – wie immer – eine Szene aus dem Roman, die der Künstler mit »netten« Kleinigkeiten »aufgewertet« hat – so bietet nicht nur der Roman selbst Schmunzelmomente.

Als Leser kann man wieder mitraten, ich selbst bin erst kurz vor Ende auf die Lösung gekommen. Diese ist gut nachvollziehbar, so dass man den Roman zufrieden zuklappen kann. Zufrieden auch deshalb, weil der dreizehnte Band wieder gut unterhält.

Sehr gut haben mir, die ich auch nicht mehr die Jüngste bin, die schönen Worte der Autorin zum Thema Alter/Altern gefallen.

Lorettas dreizehnter Band unterhält gut und bietet einiges zum Schmunzeln. Loretta und ihr neuer Lebensgefährte harmonieren gut und auch das Wiedersehen mit Käthe und Cäcilie macht Spaß. Dazu ein gut gelöster Fall – das alles macht Lust auf weitere Bände. Ich vergebe gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung für die gesamte Reihe.