Cover von: Die Schanze

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Die Schanze

Thriller
Buch
Broschiert, 304 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3548070280

ISBN-13: 

9783548070285

Erscheinungsdatum: 

30.01.2025

Preis: 

16,99 € (bei Erscheinen)
Amazon-Bestseller-Rang: 375.795
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3548070280

Beschreibung: 

Hohe Berge, tiefe Abgründe. Hier lauert das Böse. Es wird DICH finden.

Ein nächtliches Dorf, nur die beleuchtete Skischanze ragt empor. Mit einem elektrischen Viehtreiber wird ein Mann zur Schanze getrieben. Am höchsten Punkt stößt ihn sein Peiniger hinab – ein Seil um den Hals.

Als Ellen den Toten an der Schanze hängen sieht, erstarrt sie in Panik. Sie kennt das Opfer. Erst vor kurzem ist sie in den Ort ihrer Kindheit am Rande der Alpen zurückgekehrt. Ein schreckliches Verbrechen zwang Ellen vor vielen Jahren zur Flucht. Der grausame Fund reißt die alte Wunde wieder auf. Ist es Zufall, dass der Mord ausgerechnet jetzt geschieht? Wie lange dauert es, bis jemand erkennt, dass Ellen das stärkste Motiv hat?

Das neue Thriller-Phänomen. Bereit für Lars Menz?

Kriminetz-Rezensionen

Späte Rache

Gleich nach dem Abitur hat Ellen Roth ihre Heimat verlassen – jetzt kehrt sie als Ärztin zurück, um die Praxis des alten Hausarztes zu übernehmen. Nachdem ihr Freund Christoph sie verlassen hatte wollte sie nicht länger in Hamburg bleiben, und so entschloss sie sich auf Drängen ihrer Schwester Saskia an den Ort zurückzukehren, den sie nach einem schrecklichen Ereignis nie wieder betreten wollte. Wohl keine gute Idee, denn sofort nach ihrer Ankunft überfallen sie wieder die alten Ängste. Als sie dann auf ihrer ersten Joggingrunde einen Mann oben an der Skischanze hängen sieht, der ihr von früher gut bekannt ist, kommen die alten Albträume mit aller Macht zurück. Was war damals geschehen? Warum erhielt sie nach dem Vorfall von niemandem Unterstützung, nicht mal von ihrem Vater? Mit Hilfe von Merab, des Reporters der örtlichen Tageszeitung, begibt sich Ellen auf Spurensuche, an der sich auch der ehemalige Polizist Haußer mit seinem Hund Connor beteiligt. Kann sie den beiden Männern trauen, die offensichtlich ihre eigenen Ziele verfolgen. Für Merat könnte die Story ein Aufstieg in seiner Karriere bedeuten und auch Hauser hat damals als Polizist nicht immer gesetzestreu gehandelt. Dann wird plötzlich ein weiterer Mann vermisst …
Lars Menz, geb. 1972 in Bremen, studierte Geografie, Stadtplanung und Politik und arbeitet als Journalist. Bisher veröffentlichte er einen Roman und mehrere Kurzgeschichten, für die er beim Schreibwettbewerb des Literaturhauses Zürich ausgezeichnet wurde. Mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern lebt er in Hamburg.
„Die Schanze“ (2025, Ullstein Verlag) ist der erste Thriller des Autors. Er schildert eindringlich die Nachwirkungen einer Tat, die vor vielen Jahren geschah und beginnt mit einem grausamen Mord, der sofort an das damalige Geschehen erinnert. Es beginnt zunächst recht harmlos mit Ellens Heimkehr, doch bald schon steigt die Spannung. Was ist damals geschehen und hängt der aktuelle Mord mit Ellen zusammen? Rächt sie sich selbst oder jemand anders? Man stellt Vermutungen über das damalige Geschehen an und rätselt über die Zusammenhänge. Warum wird Ellen immer wieder von Panikattacken heimgesucht und warum geht ihr der Mord so nahe? Ist sie vielleicht das nächste Opfer?
Die Grundidee des Thrillers ist gut, die Ausführung jedoch hat einige Schwächen. Die Beschreibung der Morde ist sehr drastisch und artet zeitweise in ein blutrünstiges Gemetzel aus. Das Geschehen ist oft etwas unglaubwürdig und die Protagonistin Ellen sehr unsympathisch. Eine Ärztin, die jahrelang in einem Hamburger Krankenhaus tätig war, ritzt sich, kann nicht schlafen und ist nahe am Selbstmord wegen eines (zugegeben schlimmen) Vorfalls, der Jahrzehnte zurückliegt? Außerdem nerven die ständigen Andeutungen des Geschehens von früher ohne die Angelegenheit beim Namen zu nennen, obwohl man als geübter Krimi- bzw. Thrillerleser die Antwort bereits zu kennen glaubt. Es gibt zwar einige unvermutete Wendungen und ein überaus theatralisches Ende, dennoch konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen.
Fazit: Eine Geschichte voll Brutalität, blutigem Gemetzel, Gewalt und Panik – kann man lesen, muss man aber nicht!

Die Vergangenheit drängt mehr und mehr an die Oberfläche

„Da hing er. Ein Mahnmal am Himmel…“ Der Prolog lässt mich mit einem Gefühl zurück, das von Entsetzen und Ekel bis hin zur Ratlosigkeit besteht und noch so einige Abstufungen dazwischen enthält.

Einige Stunden zuvor packt Ellen Roth ihre Koffer, um zurückzukehren. Zurück in den Süden unserer Republik, zurück in ihre alte Heimat, die sie vor vielen Jahren verlassen hat. Sie übernimmt eine Hausarztpraxis, die – so wird ihr bei ihrer Ankunft sofort klar – ziemlich heruntergekommen ist. Sie joggt erst mal ne Runde, trifft auf eine Gruppe von Männern, die ihr ein Fernglas reichen. Was sie sieht, lässt alles wieder hochkommen, sie übergibt sich – was hat sie dermaßen aus der Fassung gebracht?

Alles ist ein wenig seltsam hier. Doktor Schwarz, von dem sie die Praxis übernimmt, glänzt mit Abwesenheit, trotzdem sie einen Übergabe-Termin vereinbart hatten. Überhaupt herrscht eine düstere Grundstimmung vor, was durch die winterlichen Verhältnisse noch verstärkt wird. Ellen scheint eine gute Ärztin zu sein, auch meine ich schon, dass sie eine starke Persönlichkeit wäre, auch wenn dann doch so einiges dagegen spricht und ihre verletzliche Seite immer wieder durchschimmert. Ich bin gespannt, will sie und ihre Beweggründe näher kennenlernen.

„Seit er tot ist, musste ich viel an damals denken. Mich quält noch immer mein schlechtes Gewissen…“ Wessen Gedanken dies sind, ist nicht auszumachen. Diese Andeutungen, dass früher etwas geschehen sein muss, ziehen sich konsequent durchs Buch. Die Rückblicke kommen abrupt, sie verschwimmen mit dem heutigen Geschehen. Mehr noch – die Zeitebenen vermischen sich während eines Satzes, was gerade anfangs sehr irritierend ist. Es dauert schon ne Weile, bis mir dieser Schreibstil geläufig ist.

Was damals geschehen ist, wie Ellen hier involviert war, lässt sich schon erahnen, wenngleich es lange dauert, bis dies wirklich angesprochen wird. Es gibt einen weiteren Toten und wie schon die Beschreibung zum Buch verrät, hat Ellen ein starkes Motiv. Von ihrer Familie sind noch ihre Schwester samt Ehemann und Kind sowie ihr Vater übrig und auch die Dorfbewohner kommen so nach und nach zum Vorschein. Keiner scheint sympathisch zu sein, alle könnten mit der bis jetzt vertuschten Vergangenheit zu tun zu haben. Eiskalt ist nicht nur die Witterung, eiskalt und unbarmherzig sind auch so manche Personen, eine davon scheint auf Rache zu sinnen.

Eine Lawine war es nicht unbedingt, die mich mitgerissen hat. Unterhaltsam war „Die Schanze“ aber doch. Lange hatte ich eine andere Person im Auge und war dann doch überrascht, wer denn so konsequent mit der Vergangenheit abrechnet.

Die Schanze

Zum Inhalt
Hohe Berge, tiefe Abgründe. Hier lauert das Böse. Es wird dich finden.

Ein nächtliches Dorf, nur die beleuchtete Skischanze ragt empor. Mit einem elektrischen Viehtreiber wird ein Mann zur Schanze getrieben. Am höchsten Punkt stößt ihn sein Peiniger hinab – ein Seil um den Hals.

Als Ellen den Toten an der Schanze hängen sieht, erstarrt sie in Panik. Sie kennt das Opfer. Erst vor kurzem ist sie in den Ort ihrer Kindheit am Rande der Alpen zurückgekehrt. Ein schreckliches Verbrechen zwang Ellen vor vielen Jahren zur Flucht. Der grausame Fund reißt die alte Wunde wieder auf. Ist es Zufall, dass der Mord ausgerechnet jetzt geschieht? Wie lange dauert es, bis jemand erkennt, dass Ellen das stärkste Motiv hat?

Meine Meinung:
Der Einstieg ins Buch viel mir leicht, auch wenn ich zu Beginn etwas Schwierigkeiten mit dem Schreibstil hatte. Dies legte sich schnell und so begab ich mich also auf die Reise mit Ellen in ihr Heimatdorf und ihre Vergangenheit. Man wusste von Anfang an das Ellen ein Geheimnis mit sich trägt, aber erst nach und nach wurde es enthüllt. Die Charaktere waren alle sehr verschwiegen, wie es aber auch in einem Dorf üblich ist. Die Atmosphäre war das ganze Buch über düster, was mir gut gefallen hat und dem Buch somit nochmals ein bisschen mehr Spannung einhauchte. Es war zu keinem Zeitpunkt langweilig, auch wenn Ellen ein bisschen anstrengend war. Das Ende war für mich nicht ganz überraschend dennoch schlüssig und passend. Ein guter Thriller, der durch seine Atmosphäre punktet.

Das Dorf der Schuldigen

Das Hörbuch:

Der Sprecher Florens Schmidt hat eine angenehme Stimme die die verschiedenen Protagonisten gut unterstützt. Er erzählt nuanchenreich und spannend und kann die Handlung gut vermitteln.

Das Buch:

Ein Dorf im Winter. Eines Tages wird an der Skischanze eine Leiche gefunden. Sie hängt dort über dem Abgrund. Das Verbrechen erschüttert die Bewohner. Und bei der neuen Ärztin Ellen werden alte, tiefe Wunden aufgerissen. Überstürzt hat sie damals ihr Heimatdorf verlassen. Jetzt holt die schreckliche Vergangenheit sie wieder ein.

Spannend, abgründig aber auch teils übertrieben wird dieser Thriller erzählt. Ich kann auch nicht alle Handlungen der Protagonisten nachvollziehen. Z.B.: Warum kehrt die Ärztin ausgerechnet dorthin zurück, wo sie so ein schreckliches Erlebnis hatte? Aber trotzdem lässt sich die Geschichte gut lesen und bringt auch einige Überraschungen zu Tage.

Unterhaltsam, aber auch ein wenig vorhersehbar

Die junge Ärztin Ellen Roth bricht ihre Zelte in Hamburg ab und kehrt zurück in ihre alte bayrische Heimat. Dort übernimmt sie die vakante Arztpraxis im Ort. Trotz einer verhängnisvollen und traumatischen Vergangenheit zieht es sie zurück zu Vater und Schwester.
Doch gleich am ersten Abend wird ein Toter an der Schanze gefunden, dessen Identität Ellen sogleich wieder zurück in ihre alptraumhafte Vergangenheit katapultiert. Der ersehnte Schritt in eine neue Zukunft scheint weit entfernt, doch Ellen beschließt zu kämpfen.

Der Debüt-Thriller „Die Schanze“ von Autor Lars Menz, fällt sofort durch sein cooles und auffallendes Cover ins Auge. Ein schockierender Blick in die bodenlose Tiefe einer Skisprungschanze lässt den Puls steigen und auch der Plot machte mich neugierig auf den Inhalt.
Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung kurzweilig zu lesen, allerdings war für mich recht vorhersehbar, wohin sich die Geschichte im nächsten Moment entwickeln wird. Meine Ahnung wurde dann zumeist bestätigt, daher hätte ich mir manche Szenen etwas subtiler gewünscht, mit mehr Überraschungsmomenten. Die Stimmung im Ort wirkt auf mich äußerst düster und deprimierend, ein Schaudern ist auf alle Fälle geboten. Die Charaktere sind clever ausgewählt, wirken allesamt recht suspekt und verdächtig. Auch Hauptprotagonistin Ellen, ist nicht recht greifbar und schwer einzuschätzen, das machte sie mir nicht gerade sympathisch, aber ich schätze mal, das soll die Intension dahinter sein.

Mein Fazit:
Insgesamt ein wirklich unterhaltsamer Kriminalfall für zwischendurch. Es fehlten mir zwar noch ein klein wenig Zündstoff und ein paar Spannungsmomente zum Thriller, doch für ein Debüt finde ich die Geschichte recht gut gelungen.

Muss man nicht gelesen haben

Nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Partner zieht Ellen von Hamburg zurück in ihr Heimatdorf im Süden, um dort die Praxis ihres alten Hausarztes zu übernehmen. Vor Jahren hat sie das Dorf nach einem schrecklichen Verbrechen verlassen. Damals sollte alles möglichst schnell vertuscht werden. Kaum ist Ellen im Dorf angekommen, entdeckt sie einen Toten, der an der Skisprungschanze hängt. Und Ellen kennt den Toten! Der Fund reißt alte Wunden wieder auf…..
Der Roman beginnt interessant, mit einer etwas rätselhaften Protagonistin und einer düsteren und unheilvollen Atmosphäre im Dorf. Erst nach und nach erschließen sich die Zusammenhänge, was Ellen damals geschehen ist, wer etwas zu verbergen hat und wer es eilig hatte, alles unter den Teppich zu kehren. Doch wer tatsächlich Schuld auf sich geladen hat, wird erst recht spät aufgelöst, was durchaus spannend zu lesen ist. Allerdings wirken manche Figuren wenig authentisch und ihr Verhalten befremdlich, wie z.B. eine frühere Freundin, die ausgerechnet mit einem der Täter liiert war, obwohl sie von dessen Tat wusste…
Mit Ellen selbst wird man nicht warm, da sie zu distanziert geschildert wird. Auch ihr Entschluss, am Ende in dem Dorf zu bleiben, in dem ihr so viele übel mitgespielt haben, wirkt wenig überzeugend.
Alles in allem ist ,,Die Schanze“ solide Krimikost, aber kein Thriller und kein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss.

Tiefer Abgrund

Die Schanze, Thriller von Lars Menz, EBook, Ullstein eBooks
Ein lang zurückliegendes Verbrechen von Schweigen umhüllt.
Ellen Roth ist an ihren Heimatort zurückgekehrt, sie übernimmt dort eine Hausarztpraxis. Nach einem schrecklichen Verbrechen, dass bei der Abifeier an ihr geschehen ist, war sie 20 Jahre lang auf der Flucht. An der großen Skischanze wird schon an ihrem ersten Tag in der Heimat die erhängte Leiche eines ihrer Peiniger gefunden, es handelt sich um Mord. Jeder im Ort kennt scheinbar das grausige Geheimnis das Ellen schon so lange belastet. Und sie gerät schnell in den Kreis der Verdächtigen.

Es handelt sich um 52 Kapitel, in kurzer knapper Sprache, Menz erzählt in auktorialem Erzählstil, mit dabei Kapitel aus Tätersicht, die ich ganz besonders spannend fand, die Kapitel aus Sicht der Protagonistin haben mich jedoch verwirrt, oft konnte ich nicht auseinanderhalten, was sich Ellen einbildet und was in der Realität geschah. Kurze Schlagfertige Dialoge halten das Geschehen allerdings lebendig. Ich fand das Buch schwierig zu lesen, es beginnt im Prolog aus Tätersicht spannend, doch dazwischen und je weiter zur Auflösung hin, nahm meine Verwirrung und Ratlosigkeit zu.
Die Figuren waren allesamt mysteriös und zwielichtig, lange Zeit haben ich wirklich jeden der Tat verdächtig, manchen Geheimnisse sind bis zum Schluss ungeklärt geblieben, was z.B. ist mit Merabs Freundin geschehen? Die abgehackten Wenig-Wort-Sätze haben bei mir zusätzliche Verwirrung gestiftet. Sämtliche Figuren sind mir nicht vertraut geworden, Hausers Privatleben, Ellens selbstverletzendes Handeln, die Sprechstundenhilfe war komisch, Personen die nicht ausreichend erklärt wurden. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart war mir zu abrupt Und auch die Handlung, der Plot unausgegoren und nicht nachvollziehbar, wo in dieser Geschichte war eigentlich die örtliche Polizei? Hätte denn Ellen nicht ein einziges Mal verhört werden sollen? Wo waren die ermittelnden Behörden? Was geschah mit dem Wagen in Ellens Einfahrt, den hat doch sicher das halbe Dorf gesehen, dies alles ließ mich immer wieder den Kopf schütteln. . Doch hat es der Autor tatsächlich immer wieder geschafft Spannung aufkommen zu lassen. Keine einzige Figur war mir sympathisch.
Die Ansätze und der Grundgedanke zum Buch sind wirklich gut, jedoch die Ausführung war absolut mangelhaft und nicht glaubhaft. So würde ein Verbrechen nie und nimmer abgewickelt werden, evtl. vielleicht in einer Bananenrepublik. Jeder im Dorf wusste scheinbar, was damals nach der Abifeier geschah, alle außer den Behörden? Eine Turnhalle die die ganze Nacht nicht abgesperrt und frei zugänglich ist?
Leseempfehlung für Leser, die solche Ungereimtheiten nicht hinterfragen und schnelle, spannende und mysteriöse Unterhaltung wollen. Von mir 2,5 Sterne.

Nicht mein Fall

Das Cover und die Bezeichnung Thriller passen hier gut zusammen und haben Erwartungen an das Buch geweckt, die leider überhaupt nicht erfüllt wurden.
Ellen, Ärztin, kehrt in das Dorf ihrer Kindheit zurück, um hier eine Praxis zu übernehmen.
In dem Dorf, das sie vor Jahren, wegen einem Verbrechen an ihr, fluchtartig verlassen hat.
Bei ihrer Ankunft findet sich ein Toter an der Schanze, Ellen kennt ihn.
Soweit so gut. Die Story beginnt mit einem sehr ausführlichen Prolog, der sich am Ende als der beste Teil des Buches herausstellen sollte. Danach verliert sich der Titel “Schanze”.
Man bewegt sich jetzt durch die Gegenwart und die Geschehnisse der Vergangenheit. Was Ellen damals widerfahren ist, ist schnell klar und damit wird sie eigentlich zur Hauptverdächtigen. Es fehlte mir hier an Ermittlungsarbeit der Polizei, an einem roten Faden. Die eingeschobenen Passagen aus Sicht des Täters waren eher bedeutungslos. Der Täter kristallisiert sich schon sehr früh heraus und nimmt dem Buch den Rest des schon nur rudimentär vorhandenen Spannungsbogen. Die Charaktere hatten alle extrem viele Ecken und Kanten, zu viele, um noch authentisch zu wirken. Mit der Bezeichnung Thriller habe ich mich auch schwer getan, da es für mich keiner ist.
Fazit: Das Buch konnte mich überhaupt nicht fesseln.

Nicht mein Fall

Das Cover und die Bezeichnung Thriller passen hier gut zusammen und haben Erwartungen an das Buch geweckt, die leider überhaupt nicht erfüllt wurden.
Ellen, Ärztin, kehrt in das Dorf ihrer Kindheit zurück, um hier eine Praxis zu übernehmen.
In dem Dorf, das sie vor Jahren, wegen einem Verbrechen an ihr, fluchtartig verlassen hat.
Bei ihrer Ankunft findet sich ein Toter an der Schanze, Ellen kennt ihn.
Soweit so gut. Die Story beginnt mit einem sehr ausführlichen Prolog, der sich am Ende als der beste Teil des Buches herausstellen sollte. Danach verliert sich der Titel “Schanze”.
Man bewegt sich jetzt durch die Gegenwart und die Geschehnisse der Vergangenheit. Was Ellen damals widerfahren ist, ist schnell klar und damit wird sie eigentlich zur Hauptverdächtigen. Es fehlte mir hier an Ermittlungsarbeit der Polizei, an einem roten Faden. Die eingeschobenen Passagen aus Sicht des Täters waren eher bedeutungslos. Der Täter kristallisiert sich schon sehr früh heraus und nimmt dem Buch den Rest des schon nur rudimentär vorhandenen Spannungsbogen. Die Charaktere hatten alle extrem viele Ecken und Kanten, zu viele, um noch authentisch zu wirken. Mit der Bezeichnung Thriller habe ich mich auch schwer getan, da es für mich keiner ist.
Fazit: Das Buch konnte mich überhaupt nicht fesseln.

Die Vergangenheit ist nicht vorbei

Nach einer Trennung bricht die Ärztin Ellen Roth die Brücken hinter sich ab und kehrt in ihren Geburtsort am Rand der Alpen zurück. Sie übernimmt die Hausarztpraxis in dem Ort. Doch die Rückkehr holt auch schmerzhafte Erinnerungen hoch. Nicht alle im Dorf sind erfreut, dass Ellen zurück ist. Dann gibt es an der Schanze auch noch einen Toten. Der Mörder hat ihn dorthin getrieben, ihm ein Seil um den Hals gelegt und hinuntergestoßen. Ellen kennt den Toten und sie hätte ein Motiv. Wie lange wird es dauern, bis jemand auf sie und ihre Vergangenheit stößt?
Dieser Thriller ist spannend und der Schreibstil lässt sich flüssig lesen. Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und es gibt auch immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit.
Schon der Prolog vermittelt eine düstere Stimmung. In dem kleinen Ort kennt jeder jeden und jeder hat auch seine Geheimnisse. An den alten Geschichten möchte niemand rühren. Es herrscht Misstrauen, und Verdächtigungen machen die Runde. Dabei sind die meisten Personen nicht gerade sympathisch, das gilt auch für Ellen, deren Verhalten ich oft nicht nachvollziehen konnte. Ellen ist mit einem unguten Gefühl zurückgekehrt, doch die Argumente ihrer Schwester Saskia hatten sie überzeugt. Doch nachdem sie den Toten erkannt hat, verursachen ihr die Erinnerungen, die hochkommen, auch noch Albträume. Ich konnte ihre Ängste gut nachfühlen. Der unterforderte Journalist Merab sieht in diesem Fall Chancen für sich.
Es dauert etwas, bis die Geschichte wirklich Fahrt aufnimmt. Mit der Zeit wird klar, was sich damals abgespielt hat. Bis fast zum Ende traute ich jedem der Beteiligten die Taten zu. Am Ende wird es dann noch dramatisch.
Dieser Thriller, in dem es um Schuld und alte Rechnungen geht, und der menschliche Abgründe offenlegt, hat mir gefallen.

Solides Thriller-Debüt

Das Cover ist ein echter Blickfang. Der Blick von der Schanze in die Tiefe, kombiniert mit grellen grünen Strahlen, zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich und spiegelt die bedrohliche Stimmung wieder. Mich hat das Cover und das Setting sofort angesprochen und ich musste es unbedingt lesen.
Der Einstieg im Prolog ist sehr spannend gelungen. Man sieht direkt dem Täter bei seinem ersten Mord über die Schulter was bei mir bereits für Gänsehaut sorgte.
In einem abgelegenen Alpendorf wird ein Mann nachts mit einem Viehtreiber zur Skischanze getrieben und dort erhängt. Ellen, die kürzlich in ihre Heimat zurückgekehrt ist, erkennt das Opfer. Der Mord reißt alte Wunden auf und zwingt Ellen, sich mit lange verdrängtem auseinanderzusetzen. Während die Dorfgemeinschaft schweigt, wächst der Verdacht gegen sie.

Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, kurze Kapitel steigern das Lesetempo. Menz gelingt es, von der ersten Seite an, eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Das Bergdorf mit seinen verschworenen Bewohnern, die verschneite Landschaft und die düstere Stimmung sind eindrucksvoll beschrieben. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit verstärkt die Spannung und liess mich tief in Ellens Psyche eintauchen. Sie wird mit ihren Ängsten und ihrer Zerrissenheit sehr überzeugend beschrieben, so dass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Bei einigen Figuren wie Haußer, Saskia und Merab hätte ich mir dagegen mehr Tiefe gewünscht. Besonders gut haben mir die Kapitel aus Tätersicht gefallen, die Einsicht in sein Denken und seine Motive geben.
Allerdings weist der Thriller auch Schwächen auf. Einige Handlungsstränge wirken konstruiert, und bestimmte Entwicklungen erscheinen wenig glaubwürdig. So konnte ich nicht nachvollziehen, warum Ellen überhaupt in ihr Heimatdorf zurückgekehrt ist, aus dem sie vor vielen Jahren wegen eines schrecklichen Verbrechens geflohen war. Auch habe ich die Ermittlungen durch die Polizei vermisst, die gar nicht in Erscheinung tritt. Obwohl Ellen ein starkes Motiv hat, wird sie kein einiges Mal befragt. Stattdessen ermitteln sie und der Journalist Merab auf eigene Faust. Leider ahnte ich schon früh, wer der Täter war, aber das Ende hielt doch noch eine Überraschung bereit.

Fazit: „Die Schanze“ überzeugt mit seinem Setting und der beklemmenden Atmosphäre und erlaubt einen Blick in die Abgründe der Dorfbewohner. Ein solides Thrillerdebüt mit kleinen Schwächen.

Im Heim des Bösen

Buchmeinung zu Lars Menz – »Die Schanze«

»Die Schanze« ist ein Kriminalroman von Lars Menz, der 2025 bei Ullstein erschienen ist.

Zum Autor:
Lars Menz, geboren 1972 in Bremen, hat Geografie, Stadtplanung und Politik studiert und arbeitet als Journalist. Er hat einen Roman und mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht, für die er unter anderem beim Schreibwettbewerb des Literaturhauses Zürich ausgezeichnet wurde. Mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern lebt er in Hannover. Die Schanze ist sein erster Thriller.

Zum Inhalt:
Als Ellen Roth in ihr Heimatdorf zurückkehrt will sie alte Erinnerungen überwinden. Doch mit dem ersten Toten erhalten ihre Dämonen neue Kraft.

Meine Meinung:
Mich hat dieses Buch zwiegespalten hinterlassen. Einerseits hat es mich mit seiner intensiven Art gefesselt und andererseits hat es mich mit vielen widerwärtigen Details abgeschreckt. Wechselnde Perspektiven und Ellens Erinnerungen an diese Nacht, die alles veränderte, sorgen für starke Gefühle. Fast alle Figuren hüten ein Geheimnis und leiden unter den Folgen der damaligen Nacht. Die Atmosphäre ist extrem düster und keine der Figuren eignete sich zum Sympathieträger. Schreibstil und Handlung waren mir zu sehr auf Effekte ausgelegt. Das Dorf wirkt wie ein Heim des Bösen und fast jede Form von Leid ist allgegenwärtig. Es gibt einige überraschende Wendungen, aber die Richtung, in die es geht, war für mich früh erkennbar. Die Ereignisse der damaligen Nacht werden vollständig aufgelöst. Der Umgang der Menschen mit der damaligen Tat ist abstoßend und verstörend. Mein Lesevergnügen wurde mehr und mehr getrübt. Zeitweilig bedauerte ich es, das Buch nicht frühzeitig abgebrochen zu haben.

Fazit:
Ein tiefschwarzer Kriminalroman, der mich zugleich gefesselt und verstört hat. Meine Bewertung sind zwei von fünf Sternen (40 von 100 Punkten) und insbesondere jungen Lesern kann ich den Titel nicht empfehlen.

Die eigene Vergangenheit

Obwohl sie eigentlich nie wieder in ihr Heimatdorf zurückkehren wollte, beschließt Ellen nach einer gescheiterten Beziehung genau an dem Ort einen Neuanfang zu wagen. Die praktizierende Ärztin nutzt die Chance, eine Praxis zu übernehmen wobei der Start ganz anders verläuft, als gewollt. Durch Zufall wird sie mit dem Tod eines jungen Mannes konfrontiert, der sie gleichzeitig in ein vergessen geglaubtes Trauma stürzt. Sie erkennt, dass sie nur eine Chance hat, hier Fuß zu fassen, wenn sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellt und die Geheimnisse von damals ans Tageslicht holt...

Der deutsche Autor Lars Menz hat mit "Die Schanze" ein aus meiner Sicht ordentliches Debüt veröffentlicht. Er erzählt die Geschichte in einem äußerst temperamentvollen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der das Buch schnell zu einem Page-Turner macht. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der ersten Leiche und der geheimnisvollen Vergangenheit direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die gesamte Länge des Buches auf einem ordentlichen Niveau gehalten. Die Protagonisten hätten für mich noch intensiver und ausführlicher gezeichnet werden dürfen, so dass dem Thriller ein wenig Tiefgang fehlt. Die Story ist aber clever konzipiert und sehr spannend aufgebaut, was mich bis zum fulminanten Finale, in dem eine gut nachvollziehbare Auflösung alles gelungen abrundet, in den Bann ziehen.

Insgesamt ist "Die Schanze" ein aus meiner Sicht verheißungsvolles Thriller-Debüt, welches Lust auf mehr aus der Feder von Lars Menz macht. Die Kombination aus Spannung, hohem Lesetempo und raffinierter Storyline konnte mich überzeugen, so dass ich das Buch gerne weiterempfehle und mit guten vier von fünf Sternen bewerte.