Cover von: Schatten der Toten
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Schatten der Toten

Der dritte Fall für Tatortreinigerin Judith Kepler. Thriller
Buch
Broschiert, 672 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3442313929

ISBN-13: 

9783442313921

Erscheinungsdatum: 

11.03.2019

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 20.203
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3442313929

Beschreibung von Bücher.de: 

Judith Kepler kennt den Tod wie wenige andere - denn sie ist Tatortreinigerin. Gerade beginnt sie, über ihr weiteres Leben nachzudenken: Ihr Chef will, dass sie die Firma übernimmt, und ihre Beziehung zu einem Waisenmädchen entwickelt sich auf unerwartete Weise.

Doch dann stirbt Eva Kellermann, eine frühere Stasi-Spionin. Ihr letztes Geheimnis setzt eine tödliche Jagd in Gang, auf einen der größten Verbrecher dieser Zeit: Bastide Larcan. Er ist Judiths Vater - der so viel Leid verursachte und sich nie dafür verantworten musste. Seine Spur führt nach Odessa, und Judith muss sich entscheiden: für ihr Leben oder für eine Reise in die Vergangenheit, in der die Schatten der Toten sie erwarten ...

Kriminetz-Rezensionen

Kompliziert

Larcan lebt in Odessa. Er ermordet Maksym und Vlad. Diese haben in einer Kiste ein Mädchen gefangen. Olegs Männer nehmen Larcan und das Mädchen mit. Oleg ist Milliardär.

Judith Kepler arbeitet in einem etwas speziellen Putzinstitut, sie reinigt Tatorte. Ihr Chef Dombrowski landet im Spital und überträgt ihr die Aufgabe, das Institut zu führen.

Bastide Larcan heisst eigentlich Richard Lindner und ist Judiths Vater.

Eva arbeitete vor der Wende bei Werner Kellermann als Sekretärin. Dann lernt sie einen Mann kennen, der sich als Feingerätemechaniker ausgibt. Doch in Wirklichkeit will er nur brisante Unterlagen von Eva und lässt sie danach fallen. Eva heiratet Werner Kellermann. Ihre Tochter, Isa, erfährt am Sterbebett ihrer Mutter, dass deren letzter Wunsch ist, Bastide Larcan zu finden. Und so begeben sich Judith, Isa und ein paar andere auf den Weg nach Odessa&nbsp...

Ich habe mich lange Zeit gar nicht zurechtgefunden mit dem Buch. So wirr wie meine Zusammenfassung oben ist, so wirr erschien mir die Geschichte, und ich verlor schnell den Überblick. Erst gegen Ende dieses umfangreichen Thrillers klärten sich meine Fragen auf, das Ganze wurde verständlicher und ergab einen Sinn. Das Buch ist spannend geschrieben, aber erst gegen den Schluss wurde es, dank der Aufklärung, richtig spannend.

Der Mann aus der Kälte

Judith Keppler ist Tatortreinigerin, doch das nützt ihr dieses Mal nichts mehr. Denn ihr Vater ist Bastide Lacan und dieser Mann ist einer Erwähnung wert – oder auch mehrerer. Zu DDR-Zeiten arbeitete er für die Stasi als Romeo, also als einer, der westliche Frauen in bestimmten Positionen verführte und ihnen Staatsgeheimnisse stahl. Doch damit nicht genug. Mittlerweile mauschelt er mit ukrainischen Mafiosi und vor ein paar Monaten hätte er beinahe den Geldverkehr von Deutschland lahmgelegt. Nicht nur der BND ist hinter ihm her, auch Judith selbst hat noch das ein oder andere Hühnchen mit ihrem Vater zu rupfen ...

Ein Tipp vorneweg: Wer dieses Buch liest, sollte die Vorgänger kennen. Ich bin von der irrigen Annahme ausgegangen, dass es sich um einen normalen Krimi handelt, zwar aus einer Reihe, aber ohne Vorkenntnisse möglich. Ist es auch, rein theoretisch. Trotzdem wäre es besser, in diesem Fall die Reihenfolge einzuhalten, allein für das Verständnis der vorhergehenden Ereignisse, die hier öfter erwähnt werden, und weil man sich auf gewisse Art selbst spoilert. Das zum Ersten. Den zweiten Fehler beging ich, als ich davon ausging, es ginge um Judith, die Tatortreinigerin. Natürlich spielt sie eine Hauptrolle, aber eigentlich geht es mehr um viel DDR-Klüngel, in dem auch sämtliche Stasi-Klischees bedient werden. So fand ich das Buch zwar – schon vom Schreibstil her – super zu lesen, aber fesseln konnte es mich nicht, weil mich Spionagethriller von Natur aus langweilen. Allen, die davon nicht genug kriegen können, sei dieses Buch aus tiefstem Herzen empfohlen.

Große Verwirrung

Klappentext:
Judiths Leben steht an einem Wendepunkt: Eine große berufliche Herausforderung wartet auf Sie und gleichzeitig entwickeln sich ihre Gefühle für ein Waisenmädchen auf überraschende Weise.

Doch dann stirbt Eva Kellermann, eine frühere Stasi-Spionin. Ihr letztes Geheimnis setzt eine tödliche Jagd auf der einen der größten Verbrecher dieser Zeit in Gang: Bastide Larcan. Er ist Judiths Vater – der unendlich viel Leid verursachte und sich nie dafür verantworten musste. Seine Spur führt nach Odessa und Judith muss sich entscheiden: für ihr Leben oder für eine Reise in die Vergangenheit, in der die Schatten der Toten sie erwarten.

Meine Meinung:
Das Buch wartete mit einer riesigen Anzahl von Personen auf, die es mir sehr schwer machten, der Geschichte durchgehend zu folgen. Es gab immer wieder neue Verwicklungen und Schauplätze, welche der Geschichte, nach meinem Geschmack, zu viele Wendungen gab. Vielleicht lag es auch daran, dass ich die vorhergehenden Bücher nicht kannte und mir dadurch einiges an Vorwissen fehlte.

Ich habe schon einige Bücher von Elisabeth Herrmann gelesen, die mir sehr gut gefallen haben. Dieses Buch konnte mich leider nicht einfangen.

Altlasten aus der Stasi-Zeit

Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Nach einer Herzattacke ihres Chefs soll sie die Firma vertreten und sogar übernehmen. Doch vorher muss sie noch mit den Schatten ihrer Vergangenheit kämpfen, als eine frühere Stasi-Spionin stirbt. Sie muss sich Gedanken machen über die Rolle ihres Vaters in einem Drama aus der Vergangenheit, während sich ein neues anzubahnen scheint.

Dies ist bereits der dritte Band um Judith Kepler und somit der Abschluss der spannenden Trilogie. Auch wenn das Lesevergnügen größer ist, wenn man alle Bände in der richtigen Reihenfolge liest, kann dieses Buch auch für sich allein gelesen werden.

In Rückblenden wird auf Geschehnisse von früher Bezug genommen und diese mit der Gegenwart verbunden. Es ist ein spannendes Stück Zeitgeschichte, auf das sich die Autorin bezieht, und sicherlich könnte manches auch so geschehen sein. Insgesamt aber war manches für mich nicht immer nachvollziehbar, die Spannung schien mir manchmal etwas künstlich aufgebauscht zu sein. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Erzählung etwas gestrafft worden wäre. Dennoch habe ich die vielen verschiedenen Handlungsfäden gerne mitverfolgt, vor allem zum Schluss hat die Spannung so sehr angezogen, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Dafür vergebe ich vier von fünf Sternen und empfehle das Buch, besser noch die gesamte Reihe gerne weiter.

Gelungene Fortsetzung

Judith Keppler hat einen außergewöhnlichen Beruf, sie ist Tatortreinigerin. Dem Tod ist sie so schon häufig begegnet und er wird zu ihrem ständigen Begleiter. Als der Chef ihr die Übernahme der Firma in Aussicht stellt, denkt sie über ihr Leben und ihre Zukunft nach. Der Tod einer ehemaligen Stasi-Spionin jedoch lenkt sie in eine ganz neue Richtung, die Jagd auf ihren Vater Bastide Larcan. Soll sie ihn für seine ungesühnten Taten büßen lassen?

»Schatten der Toten« ist der dritte und vermutlich auch letzte Band um die sympathische Hauptprotagonistin Judith Keppler. Ich kenne den Vorgängerband und war so mit einigen Charakteren bereits vertraut. Wie auch schon in »Stimme der Toten« bekommt es der Leser zu Beginn mit einer Vielzahl an Protagonisten zu tun und es ist nicht ganz einfach den Überblick zu behalten. Der flüssig zu lesende und lebendige Schreibstil von Elisabeth Herrmann hilft aber die anfänglichen Längen zu bewältigen und überraschende Wendungen und eine sowohl komplexe sowie gut durchdachte Story entlohnen hierfür. Der Umfang des Buches mit deutlich über 600 Seiten hätte aus meiner Sicht etwas gestrafft werden können, beeinträchtigte das Leseerlebnis aber nicht nachhaltig.

Insgesamt hat mir »Schatten der Toten« gut gefallen und auch aufgrund der besonderen Herangehensweise über die Hauptprotagonistin als Tatortreinigerin setzt sich der Thriller von vielen seines Genres angenehm ab. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

Die Story würde straffer noch besser zur Geltung kommen

Ein großes Plus des Krimis/Thrillers: er lässt sich wunderbar lesen auch ohne die beiden Vorgängerbände (Zeugin der Toten, Stimme der Toten) mit Tatortreinigerin Judith Kepler gekannt zu haben. Natürlich gibt es Personen, die sie schon länger begleiten und auch kurze Anspielungen auf Dinge, die einige Monate oder ein paar Jahre vorbei sind, dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt und aus dieser Hinsicht ist dieses 669 Seiten starke Buch eine runde Sache.

Was mich weniger zufrieden stimmte, ist das Ende - angedeutet wird, dass dies der letzte Kepler-Band ist, aber die Geschichte hört eigentlich mit einem klassischen Cliffhanger auf. Meiner Meinung nach ist es einer und ich finde es mutig, das so am Ende einer Reihe stehen zu lassen.

Nun aber genug gemeckert. Wobei, eines muss ich auch noch loswerden: die Länge ist zwar beachtlich, aber dadurch (und das ist nur logisch) gibt es auch viele kürzere und längere Phasen im Buch, wo man es ohne Probleme weglegen kann. Die Handlung springt zwischen verschiedenen Schauplätzen hin und her, dennoch ließe sich das meiner Meinung nach teilweise schon straffer erzählen.

Die Geschichte liest sich ansonsten noch relativ flott, zeitweise eben wenn es spannend ist, dann auch wieder aufgrund der kurzen Abschnitte. Blut, Leichen, Intrigen, Geheimdienstkram, private Probleme, Zwischenfälle und emotionale Schieflagen: es ist ansonsten alles dabei, was man in einem guten (Reihen-)Krimi erwarten kann. Story und Charaktere sind grundsätzlich schlüssig und glaubwürdig, auch wenn die Hauptfigur für mich stellenweise gar ein bisschen “überdreht” wirkt, schnell überreagiert. Aber vielleicht liegt das daran, dass ich “Putzfrau” Judith vorher nicht kannte.

Spionagethriller mit Längen

Kurz zum Inhalt:
Judith Kepler arbeitet in Berlin als Tatortreinigerin. Es passiert plötzlich einiges, das ihr Leben auf den Kopf stellt: Ihr Chef liegt im Krankenhaus und möchte, dass sie die Führung übernimmt. Die Halbwaise Tabea, die ihr sehr am Herzen liegt, ist ebenfalls im Krankenhaus und Judith kann ihren Vater nicht erreichen. Und dann ist das noch Isa Kellermann, eine Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes, die den ehemaligen Spion Bastide Larcan um jeden Preis fassen möchte – dieser ist jedoch Judiths Vater und hält sich derzeit in Odessa auf. Soll Judith die Vergangenheit ruhen lassen oder ebenfalls nach Odessa reisen?

Meine Meinung:
»Schatten der Toten« ist der dritte Teil um die Tatortreinigerin Judith Kepler. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle Infos aus dem Vorgängerband werden genauestens beschrieben, da sie für die Geschichte wichtig sind.

Leider war mir aufgrund des Klappentextes nicht bewusst, dass diese ganze Spionagesache so detailliert dargelegt wird. Ich lese zwar immer wieder mal gerne Spionagegeschichten, aber dabei muss es nicht so derart ins Detail gehen. Teilweise war es mir auch zu verworren und ich habe auch nicht alle Zusammenhänge gleich verstanden. Außerdem hätte man das Buch gut und gerne um ein Drittel kürzen können, was auch der Spannung zugutegekommen wäre. Denn diese ausufernden Stasi-und-Geheimdienst-Beschreibungen haben mich oft aus dem Lesefluss gebracht und waren langatmig und zäh.

Auch hätte ich mir gerne gewünscht, mehr über die Arbeit einer Tatortreinigerin zu erfahren; das ging in diesem Buch leider total unter.

Das letzte Drittel des Buches hat mir dann jedoch gefallen, es wurde rasant (die geplante Operation des deutschen Verfassungsschutzes in Odessa) und dramatisch (das schreckliche und grausame Verhalten des ukrainischen Milliardärs Oleg Nikiforov).

Aus der Danksagung der Autorin hätte ich herausgelesen, dass dies der letzte Band um Judith Kepler ist. An und für sich wäre auch alles gut abgeschlossen – doch hat es sich die Autorin nicht nehmen lassen, doch noch etwas einzubauen, das die Geschichte weiterlaufen lassen könnte ... Ich bin gespannt, ob es noch einen weiteren Band geben wird.

Das Cover ist eher unscheinbar – sollen die Stufen an die Potemkinsche Treppe in Odessa erinnern, die eine Bedeutung für die Geschichte hat?

Fazit:
Ein etwas anderer Spionagethriller; leider mit zähen Längen in der Mitte, aber einem spannenden Finale.