Cover von: Schlafende Vulkane

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Schlafende Vulkane

Island-Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 384 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3805201311

ISBN-13: 

9783805201315

Auflage: 

1 (15.05.2026)

Preis: 

24,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 92.465
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3805201311

Beschreibung: 

Der Auftakt einer neuen Island-Thrillerreihe – von einem schwedischen Bestsellerautor und einem renommierten isländischen Dramatiker.

Eine Frau wurde brutal ermordet, von ihrem 10-jährigen Sohn fehlt jede Spur. Polizistin Helga von der isländischen Einheit für Gewaltverbrechen vermutet, dass sich der Junge in die Vulkanlandschaften mit ihren Höhlen zu retten versucht hat. Doch dort lauern andere Gefahren, eine lange Überlebenschance hat er nicht. Um ihn zu finden, bittet sie Bjarki um Hilfe, denn niemand kennt die Wildnis besser als das Mitglied der Elite-Rettungsmannschaft.

Während Helga und Bjarki verzweifelt den Jungen suchen, ereignen sich neue Mordfälle. Und Helga wird klar, dass sie es mit einem Serientäter zu tun hat. Mit einem, der es auf alleinstehende Mütter abgesehen hat.

Helga & Bjarki sind ein großartiges Ermittlerteam: Eine toughe, kluge Frau, die alles tut, um ihre Fehler in der Vergangenheit wettzumachen. Und ein Hüne, der äußerlich stark ist und seine verletzlichen Seiten zu verbergen sucht.

Kriminetz-Rezensionen

eiskalte Verbrechen

Ich finde das Cover sehr unruhig durch die kreuz und quer liegenden roten Feuerlinien. Es hat mir sofort "Gefahr" signalisiert. Und das hat sich beim Lesen auch bewahrheitet. Der Täter begeht jedenfalls eiskalt seine Morde und geht ohne Skrupel vor. Die dargestellten Verbrechen sind wirklich schrecklich und das ungewisse Schicksal des Jungen macht es doppelt schwer zu ertragen. Die Spannung ist jedenfalls durchgängig in diesem Thriller vorhanden und man kann sich dem brutalen Geschehen nicht entziehen. Die Protagonisten, die neu auf Island lebende Helga und der hier tief verwurzelte Bjarki, sind jedenfalls sehr interessant. Sie sind beide sehr unterschiedliche Charaktere und kommen hier auf alle Fälle authentisch rüber. Ihre Lebensgeschichten sind interessant und man lernt viel über sie hier kennen. Ich fand beide sehr sympathisch, auch wenn ich nicht immer alle ihre Entscheidungen gutheißen kann. Aber sie geben alles um diese Morde aufzuklären. Denn gerade für Bjarki ist es ein Abweichen seiner normalen Tätigkeiten und das macht ihm auch etwas zu schaffen. Er ist hier wirklich ein Fels in der Brandung. Helga wird noch tiefer als geplant in diesen Fall verwickelt und das ist nicht ungefährlich. Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen. Es kommen menschliche Tragödien mit ihren seltsamen und grausamen Folgen vor und dazu kommt die grandiose Natur. Die Beschreibungen sind jedenfalls alle sehr lebhaft und man kann es sich gut vorstellen. Der Text ist gut und flüssig geschrieben, besonders die Erzählungen aus Sicht des Täters sind durch die kursive Schrift gut vom Rest des Textes zu unterscheiden. Diese dargestellte Sichtweise des Täters fand ich sehr gut. Man kann dann doch einiges besser nachvollziehen und es steigert auch die Spannung sehr. Es ist ein sehr abwechslungsreicher Thriller und ich fand die Zusammenarbeit des Teams gut. Es geht ja auch nicht nur um den Fall, sondern man wird ja auch in die Lebenssituationen der Protagonisten eingeführt. Das macht es auch sehr interessant und man kann bestimmte Verhaltensmuster daraus schließen. Ich fand es jedenfalls lesenswert und freue mich auf die nächsten Fälle zusammen mit Helga und Bjarki.
Ich kann diesen gelungenen Reihenauftakt in Island jedenfalls mit einem guten Gewissen weiterempfehlen. Wer Spannung und wilde Natur mag, "liest" hier genau richtig :-)

Ein super Team

Dem Autorenpaar ist mit diesem Erstlingswerk ein super spannender Thriller gelungen. Von der ersten Seite an habe ich mitgefiebert und mochte das Buch nicht aus der Hand legen. Titel und Cover haben mich angesprochen und passen zur Geschichte, die in Island spielt. Der Schreibstiel ist klar und flüssig, an einige Namen musste ich mich allerdings erst gewöhnen. Die Kapitel nicht allzu lang, mit wechselnden Perspektiven, auch aus Tätersicht.
Eine tote, nackte Frau wird in einem Reitstall in einer leeren Pferdebox gefunden. Ihr 10jähriger Sohn kann vor seinem Angreifer durch ein Toilettenfenster flüchten und versteckt sich in einer Höhle der isländischen Vulkanlandschaft. Helga Jónsdóttir vom Dezernat für Gewaltverbrechen muss ihre erste Mordermittlung leiten. Gemeinsam mit Bjarki einem Streifenpolizisten und Eigenbrödler versucht sie den Jungen zu finden.
Die Protagonisten ergänzen sich sehr gut, während andere im Team etwas querlaufen. Aber trotzdem ziehen alle an einem Strang. Der Schluss liefert eine wilde Verfolgungsjagd durch die Natur, einiges nicht so ganz nachzuvollziehen aber trotzdem sehr spannend.
Wer spannende Thriller liebt, sollte bei diesem Buch unbedingt zugreifen, ich habe mich bestens unterhalten gefühlt, und freue mich schon auf den nächsten Fall.

Die Woche des Serienkillers

Wie jeden Morgen versorgt der alte Hilmar die Pferde im großen Reitstall von Hafnafjörður. Doch heute verläuft die Arbeit anders als geplant. In einer leerstehenden Pferdebox liegt eine nackte junge Frau - tot. Aufgrund der Personalknappheit bei der isländischen Kripo wird der Fall an Helga übertragen, die erst vor kurzem ihre Ausbildung an der Polizeihochschule abgeschlossen hat. Schnell stellt sich heraus, dass ein Gewaltverbrechen vorliegt. Als die Polizei das Haus des Opfers untersucht, entdeckt Helga, dass Kristófer, der zehnjährige Sohn der Toten, durch das Toilettenfenster vor dem Mörder geflohen ist. Eine hektische Suche nach dem Jungen beginnt ...

„Schlafende Vulkane“ ist das erste gemeinsame Buch der Schriftstellerkollegen Michael Hjorth und Bjarni Thorsson. Der Auftaktband der neuen Island-Thriller-Reihe glänzt mit ungewöhnlichen Ermittlern und anhaltender Spannung in düsterer Atmosphäre.

Der erste Tatverdächtige, der Ex-Mann der Toten, stellt sich „nur“ als Dealer heraus. Immerhin beschert er der Polizei den größten Drogenfund des Jahres. Ein Motiv für den Mord lässt sich nicht finden. Die Rettung von Kristófer dagegen glückt. Kurz bevor er erfroren wäre, wird er vom Suchteam, bestehend aus Helga, der Polizeihündin Salka und dem Verkehrspolizisten und Outdoorspezialisten Bjarki gerettet. Inzwischen hat der Täter bereits sein nächstes Opfer im Visier. Obwohl die ehrgeizige Helga und ihr Team nahezu rund um die Uhr ermitteln, können sie den zweiten Mord nicht verhindern. Es zeichnet sich ab, dass ein Serienmörder die Taten verübt - für Island eine völlig neue Situation!

Die Charaktere gefallen mir ausgezeichnet. Helga, die sich beim Jugendamt hilflos vorkam und deshalb die Polizeihochschule besuchte, ist in Schweden aufgewachsen, hat aber einen isländischen Vater. Sie ist taff, intelligent und sehr ehrgeizig. Nach der Scheidung von einem Kontrollfreak, der sie systematisch verunsicherte, sieht sie sich mit einem Sorgerechtsstreit konfrontiert, der ihr Stresslevel zusammen mit der schwierigen Ermittlung und der ungewohnten Rolle als Teamleiterin in ungekannte Höhen steigen lässt. Bjarki, den seine Freunde Grettir nennen, war bei der Drogenfahndung und wurde aufgrund eines zunächst unbekannten Vorfalls degradiert und zur Verkehrspolizei versetzt. Er ist ein Naturmensch und hat Probleme mit Hierarchien und Vorschriften. Yvette stammt ursprünglich aus Bosnien und hat in Island eine neue Heimat gefunden. Sie ist eine äußerst fähige und engagierte Kriminaltechnikerin. Im vorliegenden Fall überschreitet sie aus Zeitnot Regeln, erhält dadurch aber entscheidende Informationen. Auch die weniger sympathischen Teamkollegen wie der karrierebewusste Dezernatsleiter Gisli Freyr („Chef zu sein war die Hölle, egal, was Dale Carnegie behaupten mochte“) oder der arbeitsscheue Benni, der Helga aus Neid das Leben schwer macht, aber sich als loyal erweist, haben Tiefe. Und nicht zu vergessen der Täter, der akribisch seine Verbrechen plant, kontrolliert und methodisch agiert. Die aus seiner Sicht geschriebenen Einschübe haben für Gänsehaut bei mir gesorgt.

Überhaupt passen die kurzen Kapitel, die häufig wechselnden Perspektiven und der bildhafte flüssige Schreibstil hervorragend zusammen. Egal ob die beeindruckende Natur Islands beschrieben wird oder die zermürbende Polizeiarbeit, die die stundenlange Sichtung unscharfer Bilder von Überwachungskameras und das Durchforschen zahlloser Social-Media-Accounts beinhaltet. Die sorgfältige Recherche der Autoren war hier für mich spürbar. Die Spannung hat mich bis zum Schluss gefesselt, sodass es mir schwerfiel das Buch aus der Hand zu legen. Erschütternd fand ich die Einblicke ins Darknet, die Beschreibung und die Klientel von Snuff-Videos und die Folgen dessen, was heute als „toxische“ Männlichkeit bezeichnet wird. Das sorgt für eine düstere Atmosphäre und erhöht zusätzlich den Druck auf die Ermittler, denen nicht nur der Fall schwer zu schaffen macht, sondern auch Politiker und Medien.

Selten hat mich der Auftaktband einer Serie so in den Bann gezogen, wie dieser. Die Ermittlung, die sich über eine Woche hinzieht, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ich freue mich schon auf den bereits angekündigten zweiten Band.

Gelungener Auftakt

Eigentlich ist Hilmar im Ruhestand, aber er versorgt gerne morgens die Pferde im Reitstall. Doch dann entdeckt er eine tote nackte Frau in einer leerstehenden Box. Wegen Personalnot bekommt die unerfahrene Helga Jónsdóttir vom Dezernat für Gewaltverbrechen die Leitung der Ermittlung in diesem Mordfall übertragen. Sie stellt fest, dass die Frau zu Hause getötet wurde und der Sohn geflohen ist. Er muss schnell gefunden werden, denn in der isländischen Vulkanlandschaft kann er nicht lange überleben. Sie bittet Bjarki um Hilfe, der sich in der Gegend bestens auskennt. Mit Hilfe der Hündin Salka finden sie den unterkühlten Jungen. Der Täter aber hat schon das nächste Opfer.

Dieses Buch ist der erste Band aus der Island-Reihe des Autoren-Duos Michael Hjorth und Bjarni Thorsson. Wie so oft bei skandinavischen Thrillern ist auch bei diesem Island-Thriller die Atmosphäre düster und bedrückend. Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung von Anfang an sehr hoch. Gut beschrieben ist auch die raue Landschaft. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven. In die Gedanken des Täters zu blicken, war sehr erschreckend.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, alle haben ihre Ecken und Kanten. Helga war zunächst beim Jugendamt. Doch weil sie dort nicht wirklich etwas bewegen konnte, hat sie dann die Polizeihochschule besucht. Sie fühlt sich noch unsicher, als sie in diesem Fall die Leitung der Ermittlung übertragen bekommt. Aber sie intelligent und macht ihre Sache gut. In Bjarki, von vielen Grettir genannt, findet sie eine gute Ergänzung. Eigentlich ist er nach einer Degradierung nur Verkehrspolizist. Doch er kennt die Gegend und die Natur und weiß genau, was er tut, dabei sind Regeln für ihn da, um ignoriert zu werden. Auch die Kriminaltechnikerin Yvette ist beteiligt und sie macht ihre Sache sehr gut. Rückendeckung erhält Helga, die privat auch ihre Probleme hat, aber auch immer wieder von Lárus, was man nicht von allen Kollegen sagen kann.

Helga vermutete zunächst, dass der Ex der Toten die Tat begangen hat, doch dem ist nicht so. Allerdings hat er bei einer Drogengeschichte seine Finger im Spiel und so freut sich die Polizei dann über einen enormen Drogenfund.

Der Täter scheint den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein. Aber er muss schnellstens gefasst werden, um weitere Tote zu verhindern.

Dieser Thriller ist düster, spannend und packend, aber auch brutal. Mir hat er sehr gut gefallen.