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Schonungslos offen ...

Kriminalroman
Buch
Gebundene Ausgabe, 282 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3869178019

ISBN-13: 

9783869178011

Auflage: 

1 (01.10.2019)

Preis: 

20,00 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon Bestellnummer (ASIN): 3869178019
Beschreibung von Bibliomarie

Alexandra Rau, Kriminalkommissarin im Markgräflerland und ihr Assistent Isidor Rogg werden zu einem Leichenfundort gerufen: Ein junger Sinto liegt erwürgt auf einem Grillplatz am Rhein. Kaum haben die Kommissare zu ermitteln begonnen, verschwindet eine junge Vietnamesin spurlos. Wenig später wird eine Studentin erdrosselt aufgefunden. Die Kommissarin ahnt, dass sie es mit einem Serientäter zu tun haben, auch wenn es bislang noch keine Verbindung gibt.

Kriminetz-Rezensionen

Schonungslos offen

»Schonungslos offen«, ein Kriminalroman von Irene Matt, ist für Krimifans ein absolutes MUSS!

Die Autorin schreibt so dermaßen spannend und interessant, ich als Leserin habe hier oft mitgefiebert und war oft auch schockiert über die schonungslose Offenheit eines extrem gestörten und narzisstischen Psychopathen. Der Schreibstil ist sehr gelungen, flüssig, der Spannungsbogen steigert sich von Kapitel zu Kapitel.

Hier wird abwechselnd aus der Sicht der Kriminalkommissarin Alexandra Rau aus dem Markgräflerland und einmal aus der Sicht des Täters geschrieben. Dies macht den Krimi meiner Meinung nach noch spannender, Orte und Personen werden außerordentlich gut und detailliert beschrieben. Als LeserIn ist man mitten im Geschehen.

Alexandra und ihr Assistent Isidor sind ein perfektes Team, harmonieren super miteinander. Als beide zu einem grausamen Leichenfundort auf einem Grillplatz gerufen werden und die Ermittlungen beginnen, verschwinden nach und nach weitere junge Menschen und es taucht eine weitere Leiche auf. Die Ermittler kommen nicht weiter, der Täter hat keine Spuren hinterlassen und die Frustration der Ermittler ist deutlich zu spüren.

Als sie sich ans Fernsehen wenden und die Fälle öffentlich werden, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel. Alexandra steht im Visier des Täters und er betreibt extrem grausamen Psychoterror mit ihr.

Das Ende hat mir absolut gut gefallen, über diesen Ausgang bin ich absolut glücklich und es bleiben keine Fragen mehr offen.

Absolut empfehlenswert!!!!

Abgründe im Markgräflerland?

Für mich war „Schonungslos offen ...“ bereits der 3. Krimi von Irene Matt um die Kriminalkommissarin Alexandra Rau und ihren Assistenten Isidor Rogg. Und wenn ich werten müsste: Ich finde, die Autorin hat sich mit jedem Buch immer noch gesteigert!

Aber keine Sorge: man kann die Bücher jederzeit auch getrennt voneinander lesen, die Fälle sind jeweils abgeschlossen. Für „Wiederholungstäterinnen“ wie mich kommt nur das positiv besetzte Wiedersehen mit Alexandra und Isidor hinzu: beide ungemein sympathisch und liebenswert! Isidors Liebe zur Etymologie und Linguistik fasziniert mich jedes Mal aufs Neue (und hilft ihm im vorliegenden Band bei Zeugenbefragungen) und ich lerne immer wieder etwas dazu – so z.B über die Begrüßungsrituale unterschiedlicher Ethnien auf S. 21!

Zur Handlung an sich möchte ich eigentlich so wenig wie möglich schreiben, um die Spannung nicht zu zerstören. Das Buch ist in zwei Handlungsstränge unterteilt: zum einen die mühselige kriminalpolizeiliche Arbeit (es finden sich lange Zeit keine Handlungsansätze, die Zeit geht ins Land, Druck auf die Ermittler von verschiedenen Seiten), zum anderen schildert der Täter in sog. „psychotherapeutischen Sitzungen“ in einer Art Tagebuchform seine Hintergründe und Motive – wir werden dadurch auch Zeugen seiner Taten – ja, er beschreibt es „schonungslos offen ...“

Das Ende ist für uns Leser nicht wirklich überraschend, aber hier ist eindeutig der Weg das Ziel: Es war für mich beeindruckend, faszinierend und sehr spannend, wie die Ermittler auf den Täter kommen und welche „Tricks“ sie anwenden müssen!

Das Buch war so fesselnd, dass ich mich an manchen Stellen regelrecht zwingen musste, mit dem Lesen aufzuhören. Was habe ich teilweise mitgelitten (und ich hätte Alexandra manches Mal sooo gern einen Tipp gegeben ...)! Die Autorin schafft es aber auch immer wieder, die spannungsgeladene Situation durch feine Ironie, Situationskomik und witzige Dialoge aufzuheitern, so dass man zwischendurch wieder normal atmen und schmunzeln muss ...

Hervorheben möchte ich hier auch mal die Aufmachung des Buches: Zwar ist das Seitenlayout anfangs etwas gewöhnungsbedürftig (aber nach einigen Seiten fällt es nicht mehr auf), aber dafür sehr gut „handtaschengeeignet“. Das Lesebändchen hat mich regelrecht begeistert!

Wie aus dieser Rezension unschwer zu erkennen: Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und viel Freude bereitet, deshalb gibt es dafür selbstverständlich eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Und da ich Alexandra im Buch nicht warnen konnte, möchte ich hier an dieser Stelle der Autorin mindestens zurufen: „Bitte, bitte weiter so“ und freue mich schon jetzt auf neue Krimis mit Alexandra und Isidor!

Ein spannender und authentischer Kriminalroman

Die Kriminalkommissarin Alexandra Rau wird an den Tatort gerufen, wo ein ermordeter Sinto aufgefunden wurde. Die Ermittlungen haben noch nicht so richtig begonnen, als kurz darauf ein junges vietnamesisches Mädchen spurlos verschwindet. Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Taten? Einige Hinweise deuten zumindest darauf hin und wecken in Alexandra Rau den verdacht, dass sie es mit einem Serientätet zu tun haben. Wie soll sie ihm aber auf die Schliche kommen, da es scheinbar keine Gemeinsamkeit bei den beiden Opfern gibt? Kann das junge Mädchen noch rechtzeitig aus den Fängen des Täters befreit werden? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Ich bin als Quereinsteiger in die Reihe um die sympathische Ermittlerin Alexandra Rau gestartet und hatte zu keiner Zeit Verständnisprobleme. Die Autorin Irene Matt erzählt die Geschichte in einem manchmal etwas nüchternen, dadurch aber auch sehr authentisch wirkenden Schreibstil, der hervorragend zu den Geschehnissen passt. Was mir besonders gut gefallen hat, ist der außergewöhnliche Aufbau der Geschichte. Irene Matt schildert die Geschehnisse aus zwei Perspektiven. Die eine bietet authentisch dargestellte Ermittlungsarbeit und die andere gewährt einen tiefen Einblick in die gestörte Psyche eines Serientäters. Gleichzeitig ist zu erkennen, dass die Ermittler gute Arbeit leisten, aber immer noch weit davon entfernt sind, dem Täter auf die Spur zu kommen. Das Buch entwickelte sich so für mich zu einem echten Page-Turner und es fiel mir immer schwerer den Kriminalroman aus der Hand zu legen. Auch das fulminante Finale kann mit einer nachvollziehbaren Auflösung überzeugen und rundet so einen richtig guten Kriminalroman gelungen ab.
Insgesamt ist »Schonungslos offen« ein sehr lesenswerter Kriminalroman, der sich Dank des raffiniert gestalteten Aufbaus und dem tiefen Einblick in menschliche Abgründe von der großen Masse des Genres positiv abhebt. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

Vielschichtiger Krimi vom Hochrhein

Die Waldshuter Kommissarin Alexandra Rau und ihr Assistent Isidor Rogg werden mit einer Serie von Morden und verschwundenen jungen Menschen konfrontiert. Da der Täter absolut keine Spuren hinterlässt, geraten die Ermittlungen schnell ins Stocken und das Team beschließt, den Täter öffentlich zu provozieren. Doch nun gerät auch Alexandra ins Visier des Mörders …

Die Autorin Irene Matt beschreibt den Alltag der Kriminalisten auf eine schonungslose Art und zeigt die mühsame, frustrierende Arbeit auf. Dennoch zieht sich durch das gesamte Buch eine immer weiter ansteigende Spannungskurve, die in einem dramatischen Show-down endet und alle Rätsel für den Leser auflöst.

Überaus spannend ist auch der zweite Erzählstrang, der neben den polizeilichen Ermittlungen steht: Eingeschoben sind regelmäßig Therapiegespräche des Täters, in denen deutlich wird, wie und warum seine Psyche geprägt wurde und die ein gewisses Verständnis erwecken, trotz aller Krankheit. Hier stellt sich die Frage nach der Schuld eines Täters.

Die Figuren werden von Irene Matt überaus authentisch gekennzeichnet. Sie sind nicht nur bildhaft beschrieben, sondern auch mehrdimensional und zeigen eine fortlaufende Entwicklung. Das sympathische Ermittlerteam von Alexandra und Isidor ist mir dabei schnell ans Herz gewachsen.

Neben hoher Krimi-Erzählkunst bestückt die Autorin ihr Werk ebenso mit einer guten Prise Humor und Wissen, besonders festzustellen bei den eingeflochtenen etymologischen Erklärungen des Hobby-Wortforschers Isidor, die mir viel Spaß gemacht haben.

Ganz nebenbei ist das Setting am wunderschönen Hochrhein angesiedelt – zwischen Waldshut, Todtmoos und Murg, Bad Säckingen und Wehr, was mir ein zusätzliches Maß Heimweh garantiert.

Für diesen intelligenten Krimi spreche ich eine deutliche Leseempfehlung aus!