Amazon Preis: EUR 19,90
Bücher.de Preis: EUR 19.90

Der schottische Bankier von Surabaya

Der fünfte Ava-Lee-Roman
Buch
Broschiert, 448 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3959170130

ISBN-13: 

9783959170130

Auflage: 

1 (05.10.2018)

Preis: 

19,90 EUR

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 264.630
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3959170130
Beschreibung von Andrea Krug

Eine faszinierende Heldin: Ava Lee, die kanadische Wirtschaftsprüferin mit chinesischen Wurzeln, ist so schön wie scharfsinnig und verfügt über ein Charisma, das Frauen wie Männer in Bann schlägt. Sie ist in der Welt des großen Geldes zu Hause und darauf spezialisiert, veruntreutes Vermögen wiederzubeschaffen. Der anfangs wenig lukrativ erscheinende Auftrag aus der vietnamesischen Community in Toronto führt die toughe Ermittlerin diesmal nach Indonesien. Wiederum arbeitet Ava Lee eng mit »Onkel« zusammen, dem weisen Alten im Hintergrund, dessen Einfluss und unüberschaubares Netzwerk legaler wie illegaler Beziehungen unerlässlich für die erfolgreiche Arbeit der beiden ist. Der neue Fall, der bis zum Schluss rasante Wendungen nimmt, fordert alle Cleverness, enorme Risikobereitschaft und großen Mut von Ava Lee und entwickelt sich zu ihrer bislang persönlichsten Herausforderung.

»Der schottische Bankier von Surabaya« ist der temporeich erzählte 5. Band der Ava-Lee-Serie des kanadischen Autors Ian Hamilton.

Auch als E-Book erhältlich.

Kriminetz-Rezensionen

Surabaya-Johnny, warum bist du so roh?

Bei dem Titel haben wir doch sofort die Frage im Ohr „Surabaya-Johnny, warum bist du so roh?“. Und dieser musikalische Soundtrack hält erst mal bei der Stange. Das soll nicht heißen, dass das Buch nicht von der ersten Seite an rasant spannend wäre, das ist es auf jeden Fall.

Aber die Heldin … Ava Lee, in Kanada lebende Chinesin aus Hongkong, macht sich einen Instant-Kaffee nach dem anderen, und solche Geschmacksverirrungen reichen normalerweise aus, um die lesende Kaffeejunkie das Buch angewidert in die Ecke feuern zu lassen. Zudem ist es auch sonst nicht ganz leicht, Ava Lee sympathisch zu finden, so auf Aussehen, Schmuck und Kleidung fixiert, wie sie ist. Und sie behauptet zwar, ihre Maria zu lieben, aber wenn es Maria schwerfällt, an Avas Gefühle zu glauben, dann können wir sie gut verstehen. Aber Ava Lee betet, wenn es brenzlig wird, zum Heiligen Judas Thaddäus, dem Schutzpatron für hoffnungslose Fälle, und da haben wir immerhin eine Gemeinsamkeit.

Und jetzt weiter mit der Handlung. Im Buch reist Ava Lee also nach Surabaya. Sie ist von Beruf Geldeintreiberin, hat mit einem reizenden alten Herrn in Hongkong, Onkel genannt, eine Firma, und sie haben strenge Regeln, welche Aufträge sie annehmen. Dass Avas Mutter einer Bekannten verspricht, Ava werde sich um deren verlorene Investition kümmern, ist da gar nicht willkommen, da es nur um läppische drei Millionen kanadische Dollar geht. Zum Glück finden sich weitere Geschädigte und es kommt ein akzeptableres Sümmchen zusammen. Alle Spuren in dieser Angelegenheit führen ins indonesische Surabaya und zu dem schottischen Bankier Andy Cameron. Surabaya-Andy ist noch um einiges schlimmer als Brechts Surabaya-Johnny, der ja immerhin Charme besaß. Andy hält sich für unwiderstehlich und wenn die Dame das anders sieht, greift er eben zu k.o.-Tropfen, um auf diese Weise ans Ziel zu kommen.

Das Problem für Ava Lee ist nun, dass sie sich 1) rächen will, 2) Surabaya-Andy braucht, um das Geld ihrer Auftraggeberin zurückzuholen. Aber sie stellt dann fest, dass sich das Angenehme durchaus mit dem Nützlichen verbinden lässt. Und während sie also ihren Auftrag ausführt, führt sie uns durch Surabaya, Geschichte, Parks, Hotels, angesagte Restaurants, was die Leute so beschäftigt, hinreißend und überaus spannend, als Roman und als Reisetipp, und das Allerschönste: Hinten im Buch ist schon der nächste Band angesagt, in dem Ava Lee uns nach Borneo entführen wird.