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Schutzgeld

Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 324 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

396087393X

ISBN-13: 

9783960873938

Auflage: 

1 (27.04.2018)

Preis: 

10,99 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon Bestellnummer (ASIN): 396087393X
Beschreibung von claudi-1963

Amazon Kurzbeschreibung:

Privatdetektiv Julian Berger macht mit einem Arbeitskollegen zwei Wochen Ferien und reist auf die malerische italienische Insel Vulcano. Nach einer durchzechten Nacht muss er hilflos zusehen wie ein junger Mann von einem Unbekannten erschossen wird. Da ihm niemand glaubt, stellt er selbst Nachforschungen an. Als der Mörder ein zweites Mal zuschlägt, kann Julian seinen Kollegen überzeugen, den gnadenlosen Killer gemeinsam zu jagen. Beim Versuch ihn zu stellen geraten sie jedoch in seine tödliche Falle und befinden sich unversehens in einer verschlossenen Kabine – auf einem sinkenden Kahn, mitten in der Nacht draußen auf dem Meer ...

Erste Leserstimmen
„atemlose Spannung, die zum Umblättern zwingt“
„ein Krimi in schöner Umgebung mit zwei sympathischen Ermittlern“
„Die detailliert gezeichneten Charaktere verleihen diesem Roman das gewisse Extra!“
„ein gelungener Einblick in die italienische Gesellschaft“
„eine lebendige und sehr spannende Story“

Kriminetz-Rezensionen

Tödliche Gefahr

Eigentlich wollten Privatdetektiv Julian Berger und sein Freund, der Polizist Ralph Näf, Urlaub auf Vulcano machen. Doch dann wird Julian Zeuge, als ein junger Mann erschossen wird. Da kann Julian es natürlich nicht lassen und stellt eigene Ermittlungen an. Bald passiert noch ein Mord und nun wollen Julian und Ralph gemeinsam den Täter dingfest machen. Doch dann geraten sie selbst in tödliche Gefahr.

Der Schreibstil hätte ruhig ein wenig flüssiger zu lesen sein dürfen, allerdings macht die spannende und rasante Geschichte das wieder wett.

Die Polizei geht mehr als zaghaft an die Ermittlungen und auch die Familie des toten jungen Mannes scheint kein Interesse an der Lösung des Falls zu haben. Das weckt natürlich die Neugier von Julian.

Ich mochte die beiden sympathischen Ermittler. Eigentlich wollten sie nur ihren Urlaub genießen, aber die berufliche Neugier kann nicht einfach abgelegt werden, wenn man zufällig in eine kriminelle Geschichte hineingerät. Natürlich machen sie sich bei den Carabinieri keine Freunde mit ihren Nachforschungen. Aber es scheint auch sonst jemand etwas gegen ihre Ermittlungen zu haben, was kein Wunder ist, denn die Mafia ist im Spiel und es geht um Korruption bei der Polizei, Erpressung und natürlich Mord.

Dieser rasante und spannende Krimi hat mir gut gefallen.

Die dunkle Seite der Ferieninsel Vulcano

„Schutzgeld“ ist der dritte Krimi des Schweizer Autors Gabriel Anwander. Das Cover zeigt ein Bild der schönen Insel Vulcano im blauen Mittelmeer und assoziiert einerseits Urlaubsfeeling, andererseits deutet der Titel auf dunkle Machenschaften hin.

Genau wie der Autor sind die Protagonisten Julian und Ralph Schweizer, die ihre Ferien am Meer verbringen möchten. Beide kennen sich aus ihrer Zeit bei der Polizei. Ralph ist noch immer Polizist, aber Julian, der mit den Strukturen Probleme hatte, arbeitet jetzt als Privatdetektiv.

Aber am ersten Abend wird Julian Zeuge eines Brandanschlages und eines Mordes. Nachdem die Polizei kein großes Interesse an diesem Fall zeigt, ermittelt Julian auf eigene Faust und allein, da sich Ralph am ersten Abend unsterblich in Chiara-Sophie verliebt hat.

Schnell stellt sich heraus, dass es auf der Insel Geheimnisse gibt und Dinge, über die nicht gern gesprochen wird. Da Julian nicht italienisch spricht hat, ist er immer wieder auf die Hilfe von Ralph angewiesen. Er übersetzt und wird auf diese Art mit einbezogen.

Das Mordopfer Angelo war nicht sehr beliebt auf der Insel und Julian erfährt von kriminellen Machenschaften. Seine Recherchen bleiben nicht unbeobachtet und beide geraten in eine brenzlige Situation. Dennoch lässt Julian nicht locker und versucht immer wieder, Ralph zu überzeugen ihn, mehr zu unterstützen.

Erst der Mord an Chiara-Sophie öffnet Ralph die Augen und beide arbeiten jetzt als Team. Der Mörder muss gefunden werden. Dabei geraten sie selbst in Lebensgefahr, denn sie haben offensichtlich in ein Wespennest gestochen. Wem ist noch zu trauen?

Man merkt beim Lesen deutlich, dass Gabriel Anwander die Insel Vulcano persönlich besucht hat. Es gelingt ihm, die besondere Atmosphäre mit seinen Worten einzufangen und dem Leser zu vermitteln. Die Beschreibungen von Landschaft und Situationen sind bildhaft und farbenreich, was insbesondere seinen originellen Vergleichen zu verdanken ist. Die beiden Protagonisten sind sympathische Zeitgenossen und glaubhaft dargestellt. Auch die übrigen Personen wirken authentisch und konnten mich überzeugen. Der Autor erzählt mit Liebe zum Detail eine äußerst spannende und gut ausgedachte Geschichte um Korruption, mafiöse Strukturen und Verbrechen, die sofort fesselt. Ihr angenehmer und flotter Erzählstil ist gut zu lesen.

Mit „Schutzgeld“ ist Gabriel Anwander ein spannender Krimi gelungen, der aus meiner Sicht eine klare Leseempfehlung ist.

Blasse Charaktere, für mich ein spannungsarmer Krimi mit wenig Atmosphäre.

Der Schweizer Ex-Polizist Julian Berger und sein ehemaliger Kollege machen Urlaub auf der süditalienischen Insel Vulcano. Berger wird zufällig Zeuge eines Mordes, während sich sein Freund in diesem Moment unsterblich verliebt. Doch auf der Insel wird kein Todesfall publik, die Polizei weicht aus und nimmt Bergers Anzeige des Vorfalls nicht ernst. Während Julian das geschehene Verbrechen nicht mehr loslässt und er eigenständig Nachforschungen anstellt, verbringt sein Freund die Zeit lieber mit seiner neuen Liebe. Julian entdeckt auf der Insel mafiöse Strukturen und bringt mit seinen Recherchen nicht nur sich selbst in große Gefahr …

Den Kriminalroman „Schutzgeld“ des Schweizer Autoren Gabriel Anwander empfand ich als ziemlich zähen Brocken. Die hinter der Geschichte steckende Idee fand ich an sich schon interessant. Mord, Mafia, Italien und eine schöne Urlaubsinsel, das hat normalerweise Potenzial. Doch die agierenden Personen waren leider viel zu blass charakterisiert und für mich nicht zu greifen. Viele Handlungsweisen wirkten dabei wirklich dilettantisch und an den Haaren herbeigezogen. Der wenige Witz ist klischeehaft und kommt bei mir nicht an. Dazu hat sich die Handlung endlos in die Länge gezogen mit einigen wenigen Spannungsmomenten. Habe das Buch oft mehrere Tage unterbrochen und musste mich am Ende fast zwingen, es fertig zu lesen.

Mein Fazit:
Der Funke ist bei mir einfach nicht übergesprungen! Wenig fesselnder Kriminalroman mit erheblichen Längen und geringem Spannungsbogen. Die Geschichte konnte mich einfach nicht mitreißen und hat mich teilweise wirklich gelangweilt trotz italienischer Kulisse, die ich normalerweise sehr liebe. Von mir leider nur zwei Sternchen für das Buch.