Amazon Preis: EUR 14,00
Bücher.de Preis: EUR 14.00

Schwabenschmerz

Ein Schwaben-Krimi
Buch
Taschenbuch, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3958192645

ISBN-13: 

9783958192645

Auflage: 

1 (31.05.2019)

Preis: 

14,00 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 213.511
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3958192645
Beschreibung von claudi-1963

Amazon Kurzbeschreibung:

Dunkle Geheimnisse werfen lange SchatteFeigenbach, ...

Kommissarin Inge Vill wird mal wieder nachts aus dem Bett geklingelt: eine Leiche wurde gefunden. Die Wohnung des Toten Anton Gruibinger ist komplett verwüstet, sein Körper durch unzählige Stichverletzungen verstümmelt. Bald ist klar: Die Tote hatte gerade im Lotto gewonnen. War es Raubmord? Doch rund um die Leiche ist alles klinisch sauber. Wie passt das zusammen?

Inge und ihre Kollegen machen sich sofort an die Ermittlungen, wenn auch unter erschwerten Bedingungen: Ein neuer Kollege kommt hinzu. Und der hat, genau wie Inge, die potenzielle Dienststellenleitung im Auge. Und so beginnt nicht nur eine verzweifelte Suche nach dem Täter oder wenigstens einem Motiv, sondern auch ein nervenraubender Wettbewerb unter den Ermittlern …

Kriminetz-Rezensionen

Toter Lottogewinner

„Schwabenschmerz“ von Matthias Ernst habe ich in der ebook-Version gelesen. Es hat 265 Seiten, die in Kapitel sind mit Wochentagen, Datum und Zeit überschrieben. Es ist in der Ich-Perspektive von Inge Vill geschrieben und ist der 4. Fall für Inge.

Als der tote Anton Gruibinger gefunden wird, beginnen für Inge Vill und ihre Kollegen die Ermittlungen. Allerdings muss ihr Team auf Order des Vorgesetzten Rudolf Heckenberger mit dem Mitbewerber Merk für die neu zu vergebende Dezernatsleiterstelle als Hospitant zusammenarbeiten, der auch ein Konkurrent für Inge ist. Bei allen stößt das Verhalten Heckenberger‘s auf Unverständnis, der damit eine unmögliche Wettbewerbssituation geschaffen hat und Unruhe in das Team bringt. Zu allem Übel präsentiert Merk fast im Alleingang einen Verdächtigen gleich am ersten Tag.

Für Inge ist diese Wettbewerbssituation nicht einfach, vor allem, weil sie nach ihrer Auszeit ihre Probleme aus einem vorherigen Fall eben erst in den Griff bekommen hat. Aber nun schlagen die Panikattacken wieder zu. Wie gut, dass ihre Kollegen hinter ihr stehen. Dann muss sie sich auch noch Sorgen um ihre Mutter machen. Alles in Allem, also ein übler erster Tag im neuen Fall. Auch am nächsten Tag scheint der Rivale bei den Ermittlungen immer einen Schritt voraus zu sein. Ständig präsentiert er neue Verdächtige und ist wütend, wenn nicht alles passt.

Inge und ihr Kollege Ralf arbeiten inzwischen nach einem anderen Ermittlungsansatz und prüfen Gruibinger’s Vergangenheit. Dabei kommt Erstaunliches ans Licht.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war von Beginn an spannend und zum Schluss nahm alles ein rasantes und überraschendes Ende. Es ist eine abgeschlossene Geschichte, sodass man die Vorgängerbücher nicht unbedingt gelesen haben muss. Es wär aber sicher lohnenswert. Inge’s Vergangenheit wird nur ab und zu kurz angeschnitten, man weiß aber nicht, was wirklich passiert ist.

Auch der schwäbische Dialekt kommt nicht zu kurz, was sehr erfrischend ist und gut verständlich.

Die Charaktere waren sehr unterschiedlich. Inge und ihre Kollegen fand ich sehr sympathisch. Ralf ist sehr ungestüm und ungeduldig. Er lässt seine Freundin und Kollegin Larissa spüren, dass er nicht damit einverstanden ist, dass sie mit Merk zusammenarbeiten muss. Dabei kann sie gar nichts dafür. Und Merk ist ein ewiger Besserwisser, unkollegial und eher nicht teamfähig, er übergeht teilweise die direkten Vorgesetzten, um seinen Willen durchzusetzen. So einen will man nicht im Team haben. Staatsanwalt Fink mag ich auch, er steht hinter seinen Mitarbeitern und unterstützt sie. Außerdem scheint es zwischen ihm und Inge gehörig zu funken. Mal sehen, wie sich das in der Fortsetzung weiter entwickelt.

Auch das Cover mit Blick auf einen kleinen Marktplatz gefällt mir sehr gut. Es ist recht farbenfroh und trotzdem wirkt es mit dem dunklen Himmel düster.

Ein schwäbischer Krimi, der es in sich hat

Die Protagonisten werden so lebendig dargestellt, dass man ihnen ihre Rollen ohne Wimpernzucken abnimmt.

Im beschaulichen Feigenbach wird eine übel zugerichtete Leiche gefunden. Im Zuge der Ermittlung stößt Kommissarin Inge Vill familiär und beruflich des Öfteren auf ihre persönlichen Grenzen. Zusammen mit ihrem Team, das leider durch einen internen Wettbewerb gespalten wird, kann sie den Fall lösen.

Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Das Privatleben der Protagonisten wird so in die Geschichte eingeflochten, dass es nicht stört, sondern eher die Geschichte etwas persönlich auflockert. Der hospitierende Kollege Merk hatte meiner Meinung nach den schwarzen Peter erhalten und war für mich auch eher ein unsympathischer Einzelgänger. Der Täter ist bis zum dramatischen Schluss nicht erratbar gewesen und das machte den Krimi dadurch spannend bis zur letzten Seite.

Dieser Band ist zwar der 4. einer Reihe, aber für das Lesevergnügen muss man die ersten 3 Bänder nicht gelesen haben.

Fazit, ein Krimi der einen bis zum Schluss nicht mehr loslässt.