Schwesterlein muss sterben

Der erste Fall für Psychologin Merette Schulman. Thriller
Buch
Taschenbuch, 400 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3352008744

ISBN-13: 

9783352008740

Auflage: 

1 (10.03.2014)

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.198.525
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3352008744

Beschreibung von Bücher.de: 

Du wirst jetzt schwimmen lernen, sagt er. Schwesterlein muss schwimmen können, sonst stirbt sie. Bergen in Norwegen. Merette Schulman liebt ihren Beruf als Psychologin bis sie an Aksel gerät, einen eindeutig soziopathisch veranlagten Patienten. Nicht nur, dass er gesteht, bereits als Vierzehnjähriger seine Stiefschwester getötet zu haben, er scheint auch Merettes Tochter Julia nachzustellen. Als deren Freundin Marie spurlos verschwindet und Merette herausfindet, dass in Aksels Umfeld weitere mysteriöse Badeunfälle geschahen, gerät sie in Panik. Die Opfer waren immer junge Mädchen wie Julia und Marie.

Ein Thriller, der jede Mutter um ihre Tochter bangen lässt und alle Töchter um ihre Mütter!

Zum ersten Mal in ihrem Beruf wird die aus Hamburg stammende Psychologin Merette Schulman mit einem Fall konfrontiert, der sie an ihre Grenzen führt. Aksel, ein eindeutig soziopathisch veranlagter Patient, erzählt ihr bereits in der ersten Sitzung von dem Mord an seiner Stiefschwester. Er will ihr offenkundig Angst einjagen und er erkennt schnell Merettes Schwachstelle: ihre Tochter Julia, die gerade alleine ihre erste Wohnung bezogen hat.

Als Julia dann kurz darauf von einem netten jungen Mann erzählt, den sie kennengelernt hat, schrillen bei Merette alle Alarmglocken: Sind der Patient und der neue Freund ihrer Tochter womöglich ein und dieselbe Person?

Gleichzeitig verschwindet auch noch Julias beste Freundin Marie spurlos und Aksel erscheint nicht mehr zu den anberaumten Terminen. Merette macht sich auf die Suche nach ihrem Patienten und findet heraus, dass an allen Orten, an denen er sich aufhielt, mysteriöse Badeunfälle geschahen. Die Opfer waren immer Mädchen, deren Alter exakt dem Alter entsprach, das seine Stiefschwester haben würde, wäre sie noch am Leben. Mittlerweile wäre sie 24 Jahre alt genauso alt wie ihre Tochter Julia.

Der Roman spielt in der norwegischen Hafenstadt Bergen und an der zerklüfteten Schärenküste.

Kriminetz-Rezensionen

Schwesterlein muss sterben

„Schwesterlein muss schwimmen können, sonst stirbt sie“

Merette ist Psychologin. Sie bekommt eines Tages einen eindeutig soziopathisch veranlagten Patienten zugewiesen. Aksel führt sie nicht nur beruflich, sondern auch privat an ihre Grenzen. Er gesteht ihr in seiner ersten Sitzung, das er schon als Vierzehnjähriger seine Stiefschwester umgebracht haben will... Er will ihr offenkundig Angst einjagen – und er erkennt schnell Merettes Schwachstelle: ihre Tochter Julia, die gerade alleine ihre erste Wohnung bezogen hat. Als Julia dann kurz darauf von einem netten jungen Mann erzählt, den sie kennengelernt hat, schrillen bei Merette alle Alarmglocken: Sind der Patient und der neue Freund ihrer Tochter womöglich ein und dieselbe Person? Gleichzeitig verschwindet auch noch Julias beste Freundin Marie spurlos – und Aksel erscheint nicht mehr zu den anberaumten Terminen. Merette macht sich auf die Suche nach ihrem Patienten und findet heraus, dass an allen Orten, an denen er sich aufhielt, mysteriöse Badeunfälle geschahen. Die Opfer waren immer Mädchen, deren Alter exakt dem Alter entsprach, das seine Stiefschwester haben würde, wäre sie noch am Leben. Mittlerweile wäre sie 24 Jahre alt – genauso alt wie ihre Tochter Julia.

Der Beginn des Buches ist sehr spannend, der Leser wird direkt reingesogen in die Geschichte, und ist eigentlich auch gleich mittendrin im Geschehen. Der Spannungsaufbau zu Beginn ist wirklich gelungen. Doch leider ebbt die Spannung auch wieder ab, und die Geschichte zieht sich ein wenig so dahin. Zum Ende hin, wird die Spannung aber rasant wieder aufgebaut und es kommt zum Showdown. Der ist sehr gut gelungen.

Allerdings hätte ich mir danach noch ein wenig mehr gewünscht, so bleibt doch das eine oder andere im Dunkeln, ich hätte gerne noch gewusst wie es mit dem einen oder anderen Protagonisten weiter gegangen ist, nichts ausschweifendes, aber ein kurz und knackiges Ende wäre schön gewesen.

Die Charaktere werden alle recht gut beschrieben, so das wir ein gutes Bild von allen bekommen.
Anfangs waren mir beide, Merette und Julia, recht symphatisch, die Sympathie verschwand aber vor allem bei Merette mit der Zeit, ich weiß nicht warum, aber irgendwann empfand ich Merette als nervig, und war doch recht froh als ein Perspektivenwechsel anstand.
Julia ist recht naiv. Was mich bei ihr ein wenig geärgert hat, war ihr Verhalten in Bezug auf das Verschwinden von Marie, da hätte ich doch, auch bei deren Vorgeschichte, eine andere Reaktion erwartet.
Aksel ist ein Wahnsinniger, dem man lieber nicht begegnen möchte. Aus seiner Perspektive habe ich am liebsten gelesen, seine Seiten sind gefüllt mit Wahnsinn pur, das kann man nicht beschreiben, muss man selber lesen.

Mein persönliches Highlight war Jan-Ole, der Ex-Mann von Merette. Man "hört" im Laufe der Geschichte viel über ihn, eigentlich nur negatives, bis er dann seinen kleinen Auftritt bekommt... Ich fand ihn durchaus sehr sympathisch, er hätte meinetwegen schon viel früher auf die Bildfläche treten und etwas mehr präsent sein können.

Der Schreib- und Erzählstil ist angenehm, die Geschichte lässt sich flüssig lesen.
Erzählt wird die Geschichte aus drei Sichten, aus der von Merette, Julia und von Aksel. Das stört den Lesefluss nicht im geringsten, vor allem bekommt man so auch einige Geschehnisse aus mehreren Blickwinkeln zu lesen.

Die Landschaften wurden schön beschrieben, man konnte sich die Umgebung, in der sich der Protagonist gerade befand, sehr gut vorstellen.

Ich kann "Schwesterlein muss sterben" empfehlen, eine tolle Geschichte, sie bereitet seinem Leser sehr schöne Lesestunden.

Keine Angst – Keine Macht

✿ Meine Meinung ✿
Das Autorenpaar Freda Wolff lässt die 3-teilige Serie um die Psychologin Merette Schulman und ihren Ex-Mann und Ex-Polizisten Jan-Ole in Bergen / Norwegen spielen. Was mich daran sehr gestört hat ist, dass man irgendwie merkt, dass sie nicht dort leben: Die Gegend ist sehr fiktiv dargestellt und auch die »Macken« der Einheimischen sind nicht real genug. Der Plot an sich ist eher durchschnittlich, nichts richtig überraschendes, außer ab und an eine kleine Spur, die kurzweilig in eine andere Richtung führte, um mich zu verunsichern, aber nicht so, dass ich dachte, oh Gott nein, das hätte ich mir nun aber gar nicht vorstellen können. Leider sind mir auch die Hauptprotagonisten, nämlich Merette und ihre Tochter Julia nicht richtig nah gekommen. Was mir allerdings sehr gut gefallen hat, sind die Abschnitte aus Sicht des Täters, wo man ganz nah an ihm dran ist, seine Gedanken mitbekommt und ihn während seiner scheußlichen Tat begleitet. Er hat einen hohen IQ, ist sehr Machtbesessen und muss alles unter Kontrolle haben. Jede noch so kleine Abweichung treibt ihn in den Wahnsinn und er liebt Machtspielchen mit seinen Opfern, bis eine junge Frau das Spiel nicht mitspielen will, sondern ...

✿ Mein Fazit ✿
Trotz einiger logischer Schwächen lässt sich der Thriller durch den flüssigen und »einfachen« Schreibstil sehr gut »weglesen«. Ich werde mich trotzdem noch Band 2 widmen und mich vielleicht überraschen lassen.