Cover von: Schwüre, die wir brechen

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Schwüre, die wir brechen

Der zweite Fall für Svea Karhuu und Jon Nordh
Buch
Broschiert, 464 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3462007076

ISBN-13: 

9783462007077

Auflage: 

1 (14.08.2025)

Preis: 

17,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 29.113
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3462007076

Beschreibung: 

Ein Serienmörder, wie es ihn noch nie gab – ein Meisterwerk der Schweden-Spannung.

Ein brutaler Serienmörder hinterlässt rätselhafte Hieroglyphen. Das Land steht Kopf. Als eine populäre True-Crime-Podcasterin in den Fall verwickelt wird, geraten die Ermittler unter unerbittlichen Druck.

In Malmö wird eine Leiche mit einem Krokodilkopf gefunden. Der frisch verwitwete Kommissar Jon Nordh und seine strafversetzte Kollegin Svea Karhuu stehen vor einem Rätsel.

Als es weitere Tote gibt, wird klar, dass sie es mit einem Serientäter zu tun haben, der seine Opfer als altägyptische Gottheiten inszeniert und verschlüsselte Nachrichten hinterlässt. Die Öffentlichkeit gerät in Panik.

Eine undurchsichtige True-Crime-Podcasterin steigert den Druck und weiß plötzlich mehr als die Ermittler.

Dann verschwindet ein junges Mädchen – und die Ereignisse überschlagen sich …

»Das Autoren-Ehepaar, ein Norddeutscher und eine Südschwedin, hat seinen Platz im Konzert der großen schwedischen Krimiautoren gefunden.« Hessischer Rundfunk

Kriminetz-Rezensionen

Die Vergangenheit schlägt hohe Wellen

Schon von den ersten Buchseiten dieses schwedischen Krimis an, liest sich dieses Buch sehr vielversprechend. Die tragische Vorgeschichte einer zerstörten Brücke mit folgenschweren Unfällen lies mich von Anfang an miträtsel wie dies mit einer Leiche der man enthauptet einen Krokodilskopf annäht, zusammenhängen mag. Dies ist definitiv von der Geschichte her etwas Neues und Besonderes in der Krimiwelt der Lesebesessenen. Mir gefielen am Buch die abwechslungsreiche Ausdrucksart und die persönlichen Einflüsse der Protagonisten. Denn auch diese haben ihre eigene Vorgeschichte und werden von der Vergangenheit unangenehm eingeholt. Das Ganze wird noch mit einer neugierigen True-Crime-Podcasterin aufgepeppt und ergiebt so eine komplexe und definitiv lesenswerte Kriminalstory.
Obwohl ich den ersten Band dieser Buchserie nicht kenne, hat mich dieser Krimi bestens unterhalten und ich hoffe auf weitere Folgen.

Schwüre, die wir brechen

Die schwedischen Thriller sind immer spannend und gehen unter die Haut. Der Prolog beginnt im Jahr 1980, nachdem eine Fähre einen Brückenpfeiler rammt. Die Brücke stürzt ein und die Autos stürzen im dichten Nebel ins Wasser. Dann kommen wir ins Heute. In Schweden herrscht ungewöhnlich brütende Hitze, als in einem Kanal eine männliche Leiche gefunden wird, an deren Hals ein Krokodilskopf angenäht war. In paar Tage später wird wieder ein Toter gefunden, wieder mit einem Tierkopf und in die Haut waren ägyptische Hyroglyphen eingeritzt. Das Ermittlerduo Nordh und Karhuu werden mit den Ermittlungen beauftragt. Doch dann verschwindet ein junges Mädchen aus ihrem Zimmer, die Wand ist ebenfalls mit Hyroglyphen beschmiert. North und Karhuu stehen vor einem Rätsel, denn der Täter bleibt unauffindbar. Haben sie es hier mit einem Umweltaktivisten zu tun? Eine True-Crime-Podcasterin geht mit den Morden an die Öffentlichkeit, was die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt. Und dann sind zwischen den Kapiteln immer wieder in kursiver Schrift die Gedanken und das Leben eines Jungen eingefügt, beginnend ab dem Jahr 1973. Zudem haben die Ermittler auch schwere private Probleme. Nordh als alleinerzieher Vater und Karhuu wurde zwangsversetzt. Ich habe selten so ein wirklich fesselndes Buch gelesen, zumal hier einige Themen angesprochen werden wie Kindesmißhandlungen, Ägyptolgie, Alkoholprobleme, Umweltschutz und dergleichen. Das Ende ist für die Profiler sehr gefährlich und sie spielen mit ihrem Leben. Die Kapitel sind derart gut aufgearbeitet, der Spannungsbogen steigt ins Unermessliche und wir lernen eine Abartigkeit ohne gleichen kennen. Auch die deutsche Übersetzung ist gut gelungen, klare, prägnante Sätze, keine Umschreibungen und Beschönigungen. Man freut sich schon auf ein weiters Buch von den Autoren Voosen/Danilesson. Ein Thriller, der uns das Grauen lehrt.

Packender Thriller

Die Geschichte beginnt mit einem Schiffsunglück im Jahr 1980. Die Ruderanlage des Frachters Star Clipper blockierte, deshalb kam eine Brücke zu Schaden und Autos stürzten ins Wasser.

Aktuell wird eine männliche Leiche nur mit Lendenschurz bekleidet gefunden. Statt des Kopfes wurde ein Krokodilkopf angenäht, dem Toten wurde das Herz herausgerissen und auf seinem Körper befinden sich Hieroglyphen. Das Opfer war Reidar Sjöbäck, Chef der Wasserwerke, war politisch vernetzt. Er führte eine offene Ehe und hatte eine Geliebte in Kopenhagen. Reidar war schon 8 Tage verschwunden, aber erst seit ca. 15 Stunden tot. Kommissar Jon Nordh und seine Kollegin Svea Karhuu müssen den Mord aufklären. Aber es bleibt nicht bei dieser einen Leiche. Es scheint ein Serientäter unterwegs zu sein, denn es folgen genau nach diesem Schema weitere Morde. Zusätzlich ist jetzt auch noch ein 16jähriges Mädchen verschwunden. Die Ermittler stehen unter großem Zeitdruck, denn sie hoffen, wenn der Täter sein Vorgehen beibehält, daß Charlotte lebend gefunden werden kann.

In einem kursiv gedruckten Strang geht die Geschichte zurück ins Jahr 1973 nach Colonia Dignidad in Chile und dann weiter auf See und endet in Ägypten 1985.

Wie findet das Puzzle zusammen?

Leider habe ich Band 1 nicht gelesen. Das war jetzt nicht unbedingt notwendig, um der Story zu folgen, wäre aber schöner gewesen. Das Vorleben der beiden Ermittler wurde zwar mit den wichtigsten Punkten eingeflochten, aber mich hätten mehr Details interessiert. Hier hilft nur, das Lesen des ersten Bandes nachzuholen. Die Ermittler haben beide einen wahrhaft schweren Rucksack zu tragen und mir waren beide jeder auf seine Art sympathisch.

Das Autorenduo hat spannend, aber auch brutal geschrieben, also nichts für schwache Nerven. Der Fall war flüssig zu lesen und die Atmosphäre wurde bildhaft geschildert. Ich fühlte mich mitgenommen und habe etliches zum Thema Ägypten/Hieroglyphen/Götter gelernt. Dieser „Ausflug“ gefiel mir gut, dadurch hebt sich dieser Fall von „normalen“ Krimis ab. Auch die Machtverhältnisse innerhalb der Polizei fand ich gut dargestellt. Da nicht alle Fragen geklärt wurden bin ich neugierig auf Band 3 und ebenso wie sich das Privatleben der Ermittler weiter entwickelt.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

Strange aber spannend

Im Januar 1980 kommt es vor der kleinen Insel Tjörn zu einem großen Unglück. Die bis dato größte Bogenbrücke Schwedens, die „Almöbrücke“ wird durch einen technischen Defekt am Frachter „Star Clipper“ von diesem gerammt und bricht innerhalb von Minuten in sich zusammen. Im dichten Nebel ist es für die insgesamt sechs Fahrzeuge, die sich von beiden Seiten der Unglückstelle nähern, zu spät. Sie stürzen alle in die Tiefe. Aber waren es wirklich nur sechs Fahrzeuge, der Lotse auf dem verunglückten Schiff ist sich sicher ein siebentes Auto gesehen zu haben. Gefunden wird dieses jedoch nie.
Über vierzig Jahre später steht die kleine Insel Tjörn wieder im Mittelpunkt von dramatischen Ereignissen. Die spektakuläre Mordserie die in der Malmöer Innenstadt begann, scheint sich nun auf dieses abgeschiedene Fleckchen Erde zu verlagern.
In der schönen Stadt Malmö wird eine männliche Leiche an einem Kanal gefunden. Sie ist ohne Herz und Kopf, stattdessen ist ein Krokodilkopf an ihrem Hals befestigt. Kommissar Jon Nordh und seine neue Kollegin Svea Karhuu stehen vor einem Rätsel. Während Jon sich gleich mit Händen und Füßen gegen diesen Fall sträubt, würde Svea am liebsten gleich losermitteln.

Kerstin Signe Danielsson und Roman Voosen schicken ein neues Ermittlerduo ins Rennen. Die Skizzierung beider Protagonisten hat mir gut gefallen. Der alleinerziehende Vater, der sich neben dem Job noch um seine beiden Kinder kümmert und den Unfalltod seiner Frau und seines Kollegen verarbeiten muss. Die toughe Svea, deren frühere Diensttätigkeit in Stockholm sich auch noch auf ihre neue Arbeit in Malmö auszuwirken scheint. Alles in allem viel Potenzial für weitere Fälle.
Die eigentliche Mordserie ist schon sehr strange, jedoch gut aufgebaut und mit diversen Spannungsbögen versetzt. Einiges ist manchmal vorhersehbar anderes nicht.
Die Einbindung von historischen Ereignissen finde ich persönlich immer wieder spannend und muss das auch immer gleich recherchieren.

Fazit: Spannend, einfallsreich und ein durchaus sympathisches Ermittlerduo.

Wer tötet ägyptische Götter?

Das schwedisch-deutsche Schriftstellerpaar Kerstin Signe Danielsson und Roman Voosen lässt sein Team Karhuu und Nordh erneut gemeinsam ermitteln. Da mir Band eins gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf Teil zwei. Soviel sei schon verraten: Ich wurde nicht enttäuscht!

Svea Karhuu und Jon Nordh werden zu einem bizarren Mordfall gerufen. Der Killer präsentiert sein Opfer als den ägyptischen Krokodilgott Sobek. Svea ist sofort getriggert und möchte unbedingt ermitteln, während ihr Partner Jon seinem miesen Bauchgefühl folgend, den Fall abgeben will. Als erfahrener Ermittler weiß er, was ein solches Verbrechen an psychischen Belastungen, aber auch an Zündstoff mitbringt. Doch seine ehrgeizige Chefin manipuliert Nordh einmal mehr. Sie bietet ihm für die Übernahme der Ermittlungen, Einsicht in geheime Unterlagen zum Unfalltod seiner Ehefrau. Wider besseres Wissen lässt Jon sich auf den Deal ein. Dieser Ausflug in die ägyptische Mythologie wird nicht sein letzter sein,

Nordh ist ein fähiger, erfahrener Ermittler, der von den Schicksalsschlägen des vergangenen Jahres gezeichnet ist. Seine Frau Linda und Calle, Jons bester Freund und Partner, sind gemeinsam tödlich verunglückt. Dabei wurde ihr heimliches Verhältnis offenbart. Weder den Verlust noch den Verrat hat Nordh bisher verarbeitet. Es fällt ihm schwer, neben dem Beruf, seine Aufgaben als alleinerziehender Vater zweier traumatisierter Kinder zu bewältigen. Auch Svea Karhuu hat mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Seit sie einen korrupten Kollegen aus Notwehr bei einem Undercover-Einsatz erschoss, läuft einiges falsch in ihrem Leben. Sie wurde strafversetzt und erhält Drohungen. Svea ist eine intelligente, taffe Polizistin. Auch die Nebencharaktere, ob Ions Schwiegermutter Rosa oder die Teamkollegen Wallgren und Stöcker sind glaubwürdig gezeichnet.

Die Autoren schreiben flüssig und bildhaft. Allein die Beschreibungen der Tatorte und der drapierten Leichen haben morbide Bilder in meinem Kopfkino ausgelöst und sind nichts für schwache Nerven. Das nordische Ambiente und die skandinavischen Besonderheiten, z. B. das Meänkieli, der Dialekt, mit dem Svea groß geworden ist, zeichnen den Krimi aus.

In eingestreuten Kapiteln aus dem Jahr 1973 lernen wir Peter kennen, der in der berüchtigten deutschen Sekte Colonia Dignidad in Chile aufwächst. Die Szenen sind schwer erträglich. Zunächst wird nicht klar, wohin sie führen.

Der Fall entpuppt sich als die harte Nuss, die Nordh vorausgesehen hat. Die Ermittlungen werden durch eine skrupellose Presse behindert, die nicht davor zurückschreckt, Tatortfotos der makaber inszenierten Leichen zu veröffentlichen. Als eine populäre True-Crime-Podcasterin in den Medienhype um die „Krokodilmorde“ mit einsteigt, wird der Druck auf die Ermittler unerträglich. Dann verschwindet ein junges Mädchen – und die Ereignisse überschlagen sich …

Der Thriller hat mich sofort gepackt, ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Teilweise waren die Gewalt und die heraufbeschwörten Bilder nicht leicht wegzustecken, aber meine Neugier siegte. Ich musste unbedingt erfahren, wer hinter den bizarren Morden steckt. Die Spannung steigert sich im Lauf der Geschehnisse und hält bis zum Schluss an, bis das Verbrechen restlos aufgeklärt ist. Schockierend fand ich einmal mehr die Rolle der Medien.

Auch die privaten „Baustellen“ der Ermittler entwickeln sich weiter. Ob es nicht zu viel des Guten ist, dass beide Ermittler, Svea und Jon den geheimen kriminellen Machenschaften von Politik/Geheimdienst/Polizei auf der Spur sind, muss jeder Leser für sich entscheiden. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit Nordh und Karhuu weitergeht.

Band zwei ist unabhängig von Teil eins lesbar, da das notwendige Hintergrundwissen mitgeliefert wird.

sehr spezieller Fall

Das Autorenteam kannte ich schon von einer anderen Krimiserie und daher waren meine Erwartungen groß. Und ich muss sagen, diese Serie hat meine Erwartungen erfüllt. Es passieren nun wirklich außergewöhnliche Morde und das ganze Umfeld dazu ist sehr abwechslungsreich. Die Geschichte ist sehr spannend und man kann wirklich vorher nicht ahnen, was so alles passiert und was dahintersteckt. Die beiden Ermittler Jon und Svea sind auch nicht gerade die einfachsten Persönlichkeiten. Aber sie ergänzen sich irgendwie und auch wenn sie so unterschiedlich sind, kommen sie mit ihren Ermittlungen und auch ihren persönlichen Dämonen gut zurecht. Einfach habe sie es nicht. Der Fall ist wirklich sehr speziell und bringt sie auch an ihre Grenzen. Zeit spielt auch eine große Rolle und zwingt sie manchmal zu sehr schnellen Entscheidungen. In Gefahr bringt es sie auch und ich bin überrascht, wie sie alles lösen. Der aktuelle Fall ist schon schwierig und seltsam genug. Aber die beiden haben auch Privat große Probleme. Sie versuchen alles um sie zu lösen, aber einfach ist es nicht. Gerade Svea muss die Hilfe ihres Vaters in Anspruch nehmen. Mir kommen die vorkommenden Personen alle immer sehr authentisch vor. Sie zeigen interessante Charaktereigenschaften, die nicht immer zum Guten streben. Aber durch die Vermischung von beruflicher und privater Probleme, ist das Buch auch durchgehend spannend zu lesen. Es gibt keine Langweile und man fiebert dem Geschehen regelrecht entgegen. Man muss unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen, was durch den flüssig zu lesenden Text auch vereinfacht wurde. Die Spannung wächst, aber auch die Beschreibungen in den kleinsten Details macht es interessant und abwechslungsreich. Die Landschaft, die Menschen, die Situationen kommen alle sehr lebendig und nachvollziehbar rüber. Der Fall an sich wird ja aufgelöst, aber die privaten Probleme gehen sicher noch weiter und gerade der verwitwete Jon hat noch einen langen Weg vor sich. Auch wenn einige Ereignisse schon im ersten Band "Morde - die wir sterben" geschehen sind, kann man sie gut nachvollziehen, da man hier einiges darüber erfährt. Das Buch ist auch ohne den ersten Band gut verständlich zu lesen. Mir haben diese beiden Ermittler gut gefallen. Auch wenn sie nicht ganz einfach sind, kommen sie mir sympathisch rüber. Auch wenn man nicht alle ihre Handlungen unbedingt positiv sieht. Aber sie sind gut in ihrem Job und versuchen mit ihrer Lebenssituation zurecht zu kommen. Mir gefällt diese Serie jedenfalls sehr gut und ich habe wirklich spannende Lesestunden mit diesem Buch verbracht.
Ich kann dieses Buch - die ganze Serie - mit einem guten Gewissen weiterempfehlen und freue mich jetzt schon auf den nächsten Band.

Der Krokokiller

Dies ist der zweite Band mit den Ermittler Duo Jon Nordh und Svea Karkuu von dem Autorenpaar Vossen und Danielsson. Das düstere Buchcover passt zur Geschichte. Die kurzen Kapitel und der fesselnde Erzählstiel treiben durch die Seiten. Der Prolog erzählt von einem Brückeneinsturz 40 Jahre zuvor. Dann geht es weiter in zwei Handlungsstränge, wobei der Eine in kursiver Schrift hervorsticht.
In Malmö wird eine Leiche mit einem Krokodilkopf gefunden, das Herz herausgerissen, der Fundort mit ägyptischen Hieroglyphen. Der Täter stellt seine Opfer als ägyptische Gottheiten da. Bald gibt es den nächsten Toten. Obwohl beide Ermittler noch mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen haben müssen sie den Fall übernehmen. Unterdessen sorgt eine Podcasterin für Unruhe bei der Bevölkerung.
Die nicht alltätige Thematik sorgt für ein tolles Lesevergnügen, obwohl die wissenschaftlichen Erläuterungen mit den Göttern und Zeichen störten arg den Lesefluss, etwas weniger hätte auch gereicht. Auch die Geschichte mit dem verschwundenen Teenager hätte man meiner Meinung auch weglassen können. Nordh und Karkuu haben sich mittlerweile zusammengerauft. gemeinsam mit ihren Kollegen bilden sie ein tolles Team. Nebenher versuchen sie noch ihre privaten Probleme zu lösen, dadurch kommen sie sehr authentisch rüber.
Was ich allerdings völlig unlogisch fand, warum versucht Jon auf eigene Faust den Serienmörder zur Strecke zu bringen, wie schnell hätten seine Kinder zu Waisen werden können? Wie kann man so unüberlegt handeln? Manche Abschnitte verwirrten mich etwas, aber trotzdem hat mir der Krimi gut gefallen und spannende Lesestunden beschert. Ich freue mich auf den dritten Band.

Rätselhafte Mordserie

In ihrem zweiten Fall werden der verwitwete Kommissar Jon Nordh und seine Kollegin Svea Karhuu mit einer grausigen und rätselhaften Mordserie konfrontiert. Der Täter hinterlässt Leichen, die mit einem angenähten Tierkopf und rätselhaften Hieroglyphen zur Schau gestellt werden. Die Inszenierungen erinnern an altägyptische Gottheiten, doch die Hieroglyphen sind zunächst nicht zu entschlüsseln. Die Angst der Öffentlichkeit wird durch die Sendungen einer True-Crime-Podcasterin, die selbst zum Bekanntenkreis der Opfer gehört, noch besonders angestachelt. Als dann auch noch eine junge Klimaaktivistin verschwindet, geraten Nordh und Karhuu unter Druck. Beide haben zusätzlich mit ihrem Privatleben und ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Jon Nordh hat erst vor einigen Monaten seine Frau bei einem Autounfall verloren und dabei erfahren, dass sie mit seinem besten Freund und Kollegen ein Verhältnis hatte. Auch findet er heraus, dass der Unfall womöglich gar kein Unfall war. Svea Karhuu hat bei einem Undercovereinsatz einen korrupten Kollegen getötet und wird jetzt von dessen rachsüchtigen Freundin verfolgt.
Auch der zweite Fall für das ungleiche Ermittlerduo ist wieder überaus spannend. Beide wirken mit ihren nicht immer vernünftigen Verhaltensweisen menschlich und sympathisch, da sie es auch mit den Regeln nicht immer so ganz genau nehmen. Das wiederum bringt sie immer wieder in prekäre Situationen, die aber deutlich zur Spannungssteigerung beitragen. Gerne mehr von Nordh und Karhuu!

See your later, alligator

Mit "Schwüre, die wir brechen" liegt der Mittelteil der Swea Karhuu & Jon Nordh Trilogie vor, deren abschließender Teil "Opfer, die wir bringen" im Sommer 2026 erscheinen soll.
Auch diesmal haben es die beiden so unterschiedlichen Ermittler mit grausamen, abgründigen Verbrechen zu tun, die sie wiederholt an ihre Grenzen und darüber hinaus oft in Todesgefahr bringen. Sie sind inzwischen ein eingespieltes Team, dass sich perfekt ergänzt. Wie bereits im 1. Band erwecken die beiden Hauptprotagonisten sofort die Sympathien der Leser. Unbeirrt und kompromisslos kämpfen sie sich durch Korruption bis in höchste Kreise.
Die verschiedenen Zeitebenen entwickeln ein packendes Szenario, das erst nach und nach Licht ins Dunkel bringt.
Mythologische Gottheiten des alten Ägyptens, falsche Fährten sowie wechselnde Bedrohungen entwickeln einen Sog, den man sich kaum entziehen kann. Ein fesselnder, flüssiger und bildhafter Schreibstil tragen das Übrige dazu bei, dass sich ein spektakuläres Thriller-Highlight entwickelt, mit tiefgründigen Charakteren, die echten Lesegenuss bieten.
Ich habe mich jedenfalls bestens unterhalten gefühlt und fiebere schon den abschließenden 3. Teil entgegen.
Für alle Thriller-Fans kann ich eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen.

Ein Serienmörder, der das Kopfkino zu Hochform auflaufen lässt

Ich mag skandinavische Krimis, gerade auch weil sie eine düstere, fast schon hoffnungslose Stimmung herauf beschwören. Das ist auch hier der Fall, wenn auch in meinen Augen etwas weniger ausgeprägt.
Der Prolog hat mich etwas verwirrt, da ich langen keinen Bezug zum aktuellen Geschehen herstellen konnte. Weitere Einschübe , die Geschehnisse in der Vergangenheit schildern, waren in ihrer Trostlosigkeit beängstigend. Erst ganz am Ende wurde mir wirklich bewusst, wie brillant der Aufbau des Thrillers ist.
Die Morde selbst sind verstörend und die Schilderung der Leichen haben Bilder in meinem Kopf entstehen lassen, die ich so schnell nicht los wurde. Jon North und seine junge Kollegin Svea Karhuu stehen vor einem Rätsel. Was ist das Motiv ? Gibt es einen gemeinsamen Nenner bei den Opfern und was soll die bizarre Inszenierung ? Beide Ermittler sorgen mit ihren privaten Problemen, die im Grunde eigenständige Kriminalfälle sind, für zusätzliche Spannung. Ich habe sie im Gegensatz zu anderen Krimis nicht als störend empfunden, sondern als Boni.
Als ein junges Mädchen entführt wird und alles darauf hindeutet, dass sie ein weiteres Opfer des Serienkillers ist, wird die Ermittlungssituation zum Hexenkessel. Das wiederum führt dazu, dass es überraschende Wendungen und einen lebensgefährlichen Showdown gibt .
Die Lösung des Falles hat mich völlig überzeugt und ich war entsetzt über die Gefühlskälte und Arroganz des Täters. Ich fand den Krimi sehr unterhaltsam, sogar an manchen Stellen trotz der Grausamkeit der Taten auch humorvoll . Dennoch gibt das Ende eher Anlass zur Hoffnungslosigkeit, denn Zufriedenheit. Für mich ein absolut lesenswerter Krimi.

Mich hat es nicht erreicht

In Malmö taucht erst eine Leiche auf, die einen Krokodilkopf angenäht hat. Bald darauf folgen weitere Opfer, die ähnliche Entstellungen aufweisen. Liegt das Handeln eines Serientäters nahe, der Verbindungen aufgrund eines Bekennerschreiben eine Zeit lang als militanter Ökoterrorist gilt. Wie immer kommt es anders als man denkt. Und plötzlich sind es Verbindungen zu Altägyptische Gottheiten. Das Ermittlerteam bringt sehr viele eigene Schwierigkeiten mit. Zeitweise nehmen diese mir zu viel Handlung ein. Dreht sich ein paar mal alles stark um deren Probleme. Dann mag ich Ermittler mit Problemen nicht, die dann zu viel Alkohol trinken.
Die Todesfälle sind sehr speziell inszeniert und das gefiel mir gut. Auch das, was dahinter steckte. Ab der Hälfte des Buches fand ich es jedoch sehr zäh. Dieses schleppende vorwärts kommen. Sich langsam ein paar Schritte in eine Richtung bewegen, um dann entweder wieder in der persönlichen Vergangenheit von zB. Nordh zu landen oder insgesamt in einer Sackgasse zu stecken. Mit den restlichen Teammitgliedern kam man ja nur peripher in Berührung, obwohl diese sehr viel beisteuerten.
Das war mein erstes und mein letztes Buch dieses Autorenpaares. Mich hat es nicht überzeugt.

Bizarre Morde

Als seine Chefin bei Jon Nordh anklingelt weiß er, dass es sich um einen komplizierten Fall handelt, um einen sehr bizarren Mord. Ein Krokodilkopf ist der Leiche, anstatt des eigenen Kopfes angenäht worden. Jon weiß, das dies ihn in die Öffentlichkeit bringt, die er momentan persönlich nicht gebrauchen kann. Doch seine Chefin will ihn und deshalb handelt er Informationen über den Unfalltot seiner Frau heraus, damit er damit abschließen kann. Seine Kollegin Svea Karhuun unterstützt ihn dabei, da sie diese Fälle liebt. Also machen sie sich auf den Weg, um Spuren zu sichern und Informationen einzuholen und zu verbinden. Es bleibt sehr undurchsichtig, bis ein nächster Toter gefunden wird, auch mit einem Tierkopf versehen. Es scheint sich um einen Mythos zu handeln und so nehmen sie die Verbindungen in die Vergangenheit auf.
„Schwüre, die wir brechen“ von Voosen/Danielsson ist ein spannender Krimi um das Ermittlerduo Svea Karhuus & Jon Nordh. Das Cover gefällt mir ganz gut und wird auch noch einen Bezug zum Inhalt bekommen, der ganz wichtig ist. Aber zu Beginn gibt es wirklich sehr bizarre Morde und mir fällt auf Anhieb kein Krimi ein, der dieses thematisiert. Es werden in eingeschobenen Kapiteln Ausflüge in die Vergangenheit eines und später mehrerer Beteiligter beschrieben. Diese Einschübe haben die Autoren sehr klug und langsam in den Roman eingebaut. Langsam meine ich Schritt für Schritt, um dem Leser Zeit zu geben, diese Inhalte für sich einzuschätzen. Auch die Ermittlungen gefallen mir sehr gut, da immer wieder klar wird, dass sie viel Informationen von außerhalb gebrauchen, um einen
roten Faden zu finden. Ich habe auch viel über die ägyptische Mythologie erfahren. Außerdem wird auch der Druck der Öffentlichkeit ansprechend dargestellt und es dauert schon eine ganze Zeit bis sich so ganz langsam, die Verbindungen der handelnden Personen herauskristallisieren. Das ist aber noch nicht alles, denn es werden auch die Personen Jon und Svea an anderen Schauplätzen dargestellt. Denn Jon ist noch nicht fertig mit dem Unfalltot seiner Frau und Svea hat noch ihre Stockholmer Baustelle, denn sie und ihr Lebensgefährte werden bedroht und auch hier ist sie gefragt. Außerdem hat Jon auch seinen Kinder und man sieht wie anstrengend diese Doppelrolle für ihn ist. Das Ganze ist wunderschön choreographiert, so dass keine Langeweile aufkommt. Auch die Sprache lässt keine Wünsche offen, mein Kopfkino hat mich mit in die Story hineingezogen. Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und die Autoren haben auch noch einen weiteren Schlenker als Nebenschauplatz eingebaut.
Das ist jetzt der zweite Band, den ich über dieses Ermittlerduo lese und ich werde langsam warm mit den beiden. Sie sind ein tolles Paar, dass hier erfolgreich ermittelt, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können. Ich kann das Lesen dieses Buches nur empfehlen und freue mich schon auf einen weiteren Band dieser Autoren

Der Zorn der Götter

Der spektakuläre Fund einer kopflosen Leiche mit angenähtem Krokodils Kopf erschüttert ganz Malmö. Die Kommissare Nordh und Karhuu sehen schwierigen Ermittlungen entgegen. Denn es scheint sich um einen gestörten Täter zu handeln, der auch vor weiteren Morden nicht zurückschreckt. Seine Opfer sind immer verstümmelt und wie altägyptische Gottheiten inszeniert. Sie müssen tief in der Geschichte nach Spuren suchen und sich in gefährliche Ermittlungen wagen. Dabei verrint die Zeit unaufhaltsam und der Serienmörder sucht bereits sein nächstes Opfer aus..

Extrem spannend und facettenreich erzählt begeistert auch dieser zweite Band der Reihe. Kluge und unerschrockene Polizisten, die ein famoses Team abgeben. Ein Pageturner. Lesen empfehlenswert!