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Die Seele des Bösen - Todesliebe

Der zwanzigste Fall für Sadie Scott. Thriller
Buch
Taschenbuch, 281 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

1078486441

ISBN-13: 

9781078486446

Auflage: 

1 (08.07.2019)

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon Bestellnummer (ASIN): 1078486441
Beschreibung von claudi-1963

Amazon Kurzbeschreibung:

Voller Stolz begleitet Sadie ihren Mann Matt nach Los Angeles, als seine Fotos in einer renommierten Galerie gezeigt werden und freut sich über ein Wiedersehen mit ihren früheren Kollegen vom FBI und LAPD-Detective Nathan Morris. Sogar BAU-Profiler Nick Dormer ist in der Stadt, um gemeinsam mit Morris und dem hiesigen FBI in einem bizarren Fall von kannibalistischem Serienmord zu ermitteln. Als er Sadie als externe Beraterin hinzuziehen will, zögert sie keine Sekunde und will ihre Freunde bei den Ermittlungen unterstützen. Ein weiteres Opfer verschwindet, obwohl sie schnell ein präzises Täterprofil erarbeitet haben. Dass das Profil mitten ins Schwarze trifft, begreifen die Ermittler jedoch zu spät, denn zwei von ihnen sind plötzlich wie vom Erdboden verschluckt – ein Wettlauf auf Leben und Tod hat begonnen …

Kriminetz-Rezensionen

Rezension zu Die Seele des Bösen - Todesliebe

Sadie begleitet ihren Mann Matt nach Los Angeles, wo seine Fotos in einer renommierten Galerie ausgestellt werden. Die Eröffnung der Präsentation nutzen auch Freunde und ehemalige Kollegen um Matt und Sadie wiederzusehen. Auch Nick Dormer, Sadies ehemaliger Chef bei der BAU ist da, denn er unterstützt Nathan Morris bei den Ermittlungen zu einem Serienmörder. Dormer nutzt die Chance und bittet Sadie dem FBI in diesem Fall als Beraterin zur Seite zu stehen und Sadie kann diesem Angebot nicht widerstehen. Für das Profil muss sie über Kannibalismus recherchieren, denn der gesuchte Serienmörder verspeist Teile seiner Opfer nach dem Tod. Zusammen erarbeiten sie ein Täterprofil, das aber leider nicht verhindert, dass eine weitere Frau anscheinend Opfer dieses Täters wird. Bei ihren Befragungen anhand des Profils kommen sie dem Täter gefährlich nahe und zwei von ihnen kommen von den Befragungen nicht mehr zurück …

»Die Seele des Bösen – Todesliebe« ist der zwanzigste und abschließende Teil der Sadie-Scott-Reihe aus der Feder von Dania Dicken.

Matt ist glücklich mit seinem Leben als Fotograf. Die Ausstellung einiger seiner Fotos in einer renommierten Galerie krönt seine Arbeit und so reisen Sadie und Matt natürlich zur Eröffnung der Ausstellung nach Los Angeles. Freunde und ehemalige Kollegen lassen es sich nicht nehmen bei der Eröffnung mit dabei zu sein. Dabei erhält Sadie das Angebot, als Beraterin bei einem mehr als ungewöhnlichen Fall dabei zu sein. Da sie nur am Profil mitarbeiten soll und sich sonst im Hintergrund halten kann, kann sie dem Angebot nicht widerstehen und auch Matt, der seine Frau kennt, hat nichts dagegen.

Kannibalismus ist kein einfaches Thema, denn schnell kann dies ganz schnell ins Eklige abrutschen und aus einem Thriller wird ein »Splatter-Horror«-Roman. Der Autorin ist es hier wirklich sehr gut gelungen die Beschreibungen über das, was der Täter alles mit seinen Opfern anstellt, so zu beschreiben, dass man zwar genau weiß was passiert, aber ohne es dabei bis ins Detail zu beschreiben. Hier reicht wirklich das entstehende Kopfkino aus, um einem eine Gänsehaut zu bereiten.

Zum Glück ist Kannibalismus kein so häufiges Phänomen, aber wie schon in vielen Teilen der Reihe vorher, bekommt man als Leser viele Informationen aus tatsächlichen Fällen dazu, was mir immer besonders gut gefallen hat. Die Erarbeitung des Profils empfand ich wirklich sehr interessant, dabei wurden die verschiedenen Ansichten, Wissensstände und Erfahrungen der einzelnen Profiler mit den bisher gefundene Beweisen zusammengefügt und zu einem Profil zusammengefügt.

Dass Sadie hier nicht widerstehen kann und gerne helfen möchte, ist gut nachzuvollziehen. Sie hat ihren Beruf immer geliebt und ihn eigentlich nur aufgegeben, damit ihre Familie nicht mehr in Gefahr gerät. Und hier konnte sie die Chance nutzen, im Hintergrund an einem Fall mit zuarbeiten. Anhand des Profils kommen sie dem Täter sehr nahe und zwei der Ermittler verschwinden dann auch spurlos. Ich bin kein Freund davon, wenn ständig Ermittler in einer Reihe persönlich in ihre Fälle verstrickt werden, wie es auch hier wieder der Fall war. Allerdings konnte mich die dadurch ansteigende Spannung und der tiefere Einblick in die Psyche des Täters schnell über diesen kleinen Störfaktor hinwegtrösten. Bei dem Einblick, den man über den Täter bekommt, entwickelt man ganz kurz fast schon so etwas wie Mitleid mit ihm, allerdings nur fast und nur sehr kurz, denn natürlich bleibt immer dabei klar, dass er ein Mörder ist und für seine Ziele auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen wird.

Der Spannungsbogen baute sich für mich langsam aber stetig auf, mit dem Verschwinden der Ermittler gab es für mich einen deutlichen Anstieg in der Spannung und im Erzähltempo, das die Autorin dann bis zum Showdown aufrecht halten konnte und mich dadurch fast atemlos an den Seiten kleben ließ. Am Ende konnte sie mich auch noch wirklich überraschen, logisch und verständlich aufgebaut und erklärt, aber als Thrillerleser war es überraschend und ungewohnt.

Libby, Sadies und Matts Adoptivtochter, hat auch hier wieder einen starken und spannenden Auftritt, der mir richtig gut gefallen hat. Sie hat sich zu einer starken, sympathischen und engagierte Frau entwickelt, der man auch gerne durch eine Geschichte folgen würde. Meine Neugierde auf ihre eigene Reihe, die bald veröffentlicht wird, wurde dabei weiter angeheizt und ich bin gespannt, was sich die Autorin für sie alles ausgedacht hat.

Mein Fazit:
Ein wirklich gelungener Abschluss dieser Thriller-Reihe, der mich nicht nur mit seiner Thematik für sich einnehmen konnte, sondern auch mit seiner Spannung begeistern konnte.

Sadies letzter, grausamer Fall

»Die Seele des Bösen – Todesliebe« ist der abschließende und letzte Teil der spannendsten und fesselndsten Kriminalromane, die ich je las. An der Seite von Sadie, der erfolgreichen Profilerin, erlebte der Leser unfassliche Abgründe menschlicher Kriminalität hautnah mit. Fast allen Episoden lagen reale, von der Autorin präzise recherchierte, Fälle zu Grunde. Dies alleine schon jagte den Lesern über alle Episoden zusätzliche Gänsehautschauer über den Rücken, wenn man sich vor Augen hält, dass diese entsetzlichen Taten in ähnlicher Form tatsächlich geschahen. »Todesliebe« terminiert nun die gesamte Reihe über eine enorm erschütternde Story mit einem harten Schlusspunkt, dessen Thema mich nahezu an meine Grenze brachte.

Mit großer Freude und Stolz begleitet Sadie ihren als Fotografen tätigen Mann nach Los Angeles, wo seine Fotos in einer renommierten Galerie ausgestellt sind. Sie freut sich schon auf ein Wiedersehen mit ihrem alten Kollegen Detective Nathan Morris aus ihrer Zeit beim FBI und LAPD, den sie bei dieser Gelegenheit besuchen wollte. Eine Überraschung ist das Wiedersehen mit BAU Profiler Nick Dormer, der zurzeit an einem grotesken und sonderbaren Fall arbeitet, der durch kannibalistische Spuren an vielen weiblichen Opfern geprägt ist. Bei einer Nachfrage, ob Sadie nicht als externe Beraterin mit ermitteln möchte, sagt sie aus reinem Interesse zu, zumal die Zeit drängt, denn der Täter schlägt immer wieder zu.

Sadie arbeitet deshalb unter Hochdruck, um ein Profil zu erarbeiten, mit dessen Hilfe man dem Verbrecher zu Leibe rücken kann.

Als sie Nathan zu einem Verdächtigen begleitet, sind beide Ermittler plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Beide befinden sich urplötzlich in der Gewalt des Kannibalen, der sie in ein besonders gutes Versteck verschleppt. Dramatische Versuche, dem grausamen Täter zu entfliehen, Verletzungen und die rasch ablaufende Zeit in der Gewalt des unberechenbaren Verbrechers bringen den Leser an den Rand der Verzweiflung, weil die Autorin mit ihrer brillanten Sprache, ihrem mehr als feingeschliffenen Schwert der Erzählkunst und ihrer begnadeten Fähigkeit, Spannung immer weiter und weiter zu steigern, alle Nerven bis kurz vor dem Zerreißen anzuspannen.

Wird es trotz der Verletzungen in einem schmutzigen Umfeld überhaupt noch rechtzeitig Hilfe geben? Jede Minute zählt!

Die Erzählkunst von Dania Dicken ist einfach nur außergewöhnlich. Es gelingt ihr nicht nur extrem spannende Psychothriller zu schreiben, bei denen jeder einzelne dieser Werke dem Leser vor Spannung und Mitfiebern die Luft wegbleiben lässt. Nein, nicht nur das. Ihre Romane sind so genau, präzise und sorgfältig recherchiert, dass der Leser nicht nur beste Unterhaltung, sondern auch wertvollste Einblicke in moderne Arbeitsweisen der Kriminalistik und des Profiling erhält. Der Autorin gelingt es in jedem ihrer Werke, ganz besondere und außergewöhnlich interessante Aspekte darzustellen, die sich in keiner ihrer Episoden wiederholen, sondern ganz im Gegenteil, die gewaltige Spannweite und die bedauernswert vielfältigen Facetten der dunklen Seiten des Menschen in einem Gesamtwerk darzustellen. So ist dies auch in diesem Kriminalfall gewesen, der über Nekrophilie und Kannibalismus handelt.

Mir fiel es recht schwer, über solch eine abscheuliche Tat zu lesen, und es brachte mich an die Grenzen des für mich Möglichen. Auch wenn »Todesliebe« aufgrund des Themas nicht gerade zu meinen Lieblingsfällen gehört, ist der Autorin mehr als ein großes Lob für die präzise Beschreibung der Tat aus kriminalistischer Sicht und der beteiligten Charaktere auszusprechen. In meinen Augen kann nur Dania Dicken einen solchen Roman schreiben, denn nur eine Autorin wie sie ist derart ehrlich, präzise, nicht effektheischend und kann durch ihre hervorragende Erzählkunst souverän auf billige, ekelhafte Szenen verzichten.

So konnte auch ich – obschon das Thema mich in Grauen versetzte – bis zuletzt, atemlos mit klopfendem Herzen, großer Spannung und Emotion dem Ausgang des Romans entgegenzittern. Nun hat sich Sadie aus dem FBI verabschiedet. Aus Liebe und Rücksicht auf ihre Familie hörte sie auf und widmete sich nur sporadisch dem einen oder anderen Fall, um ihren Kollegen zu helfen.

Im kommenden Roman werden wir Libby, ihre große Tochter, erleben, wie sie in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt. Auch in diesem aktuellen Fall »Todesliebe« war sie letztendlich eine große Hilfe. Ich glaube, es liegt ihr im Blut, Verbrecher dingfest zu machen.

Auch das Wiedersehen mit der Familie hat mir in diesem Roman sehr gut gefallen. Die Romanfiguren kommen mir – dank der lebendigen Erzählweise der Autorin schon so vertraut wie echte Freunde vor. Es ist schon mehr als schön, wenn man beispielsweise das Aufwachsen von Hayley, der kleinen Tochter Sadies miterlebt, die nun auch schon fünf Jahre alt geworden ist.

Einen herzlichen Dank für diesen erneut so spannenden Psychothriller.

Auf Leben und Tod

Als Matt und Sadie anlässlich einer Ausstellung von Matts Fotos in Los Angeles weilen, wird Sadie gefragt, ob sie ihrem alten Team nicht bei der Suche nach einem kannibalischen Serientäter als externe Beraterin helfen möchte. Sadie hat ihre Arbeit als Profilerin bereits vermisst und macht gerne mit. Schnell wird ein schlüssiges Täterprofil erarbeitet, es fehlt nur noch der Täter selbst – da geraten Sadie und Nathan in größte Gefahr …

In ihrem Abschlussband um Sadie Whitman schöpft die Autorin Dania Dicken aus dem Vollen, wenn sie ihre Protagonistin nun schon zum zwanzigsten Mal in größte Gefahr schickt. Das Thema Kannibalismus ist nicht einfach, ist es doch von größtem Ekel geprägt, und dennoch gelingt es diesem Buch gut, etwas hintergründige Theorie mit viel nervenzerfetzender Spannung zu verbinden. Es ist eine gut recherchierte und bestens aufbereitete Geschichte entstanden um einen Täter, mit dem wir uns in unserer Vorstellung eher schwertun.

Und während man so nebenbei merkt, dass dies der Abschluss der Reihe ist und Sadie sich nun auf ruhigere Zeiten mit ihrer Familie einstellen kann, leitet die Autorin den Leser ganz sanft in die nächste Reihe, nämlich um Sadies Adoptivtochter Libby, die sich in die Fußstapfen ihrer Ziehmutter begibt. So nehme ich mit leichtem Wehmut Abschied von einer Reihe, die mich mit Suchtcharakter immer gut unterhalten hat, nervöses Nägelkauen inklusive. Dieser Abschlussband beendet Sadies Profilergeschichten mit Pauken und Trompeten: Ich empfehle dieses Buch unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.