Cover von: Das Signal

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Das Signal

Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 400 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426568128

ISBN-13: 

9783426568125

Auflage: 

1 (02.02.2026)

Preis: 

24,00 € (bei Erscheinen)
Amazon-Bestseller-Rang: 741
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426568128

Beschreibung: 

Du dachtest, ein GPS-Tracker liefert Antworten – doch er stößt dich in finstere Abgründe.

Digital, emotional und hoch raffiniert: Dieser Psychothriller ist Domestic Noir vom Feinsten von Bestseller-Autorin Ursula Poznanski.

Ein spannender Technologie-Thriller um ein altes Haus, eine Frau mit Handicap und ein digitales Katz-und-Maus-Spiel zwischen Wahrheit und Wahnsinn.

Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt.

Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus.

Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht …

Ein Psychothriller mit einem packenden Plot à la Hitchcock, einer lebensechten Heldin und raffinierten digitalen Twists.

Wie kein anderer Thriller-Autor denkt Ursula Poznanski neue technische Errungenschaften konsequent zu einem Gänsehaut-Ende. Ihre Heldin Viola ist gefangen in einer klaustrophobischen Atmosphäre. Aber wird sie einfach nur langsam paranoid – oder ist sie in tödlicher Gefahr?

Entdecken Sie auch Ursula Poznanskis Thriller-Bestseller »Die Burg« um ein tödliches Escape Game mit einer KI.

Kriminetz-Rezensionen

Wolf und Spinne

Viola wacht im Krankenhaus auf und erfährt, dass sie bei einem Unfall ihr linkes Bein verloren hat. Sie und ihr Mann Adam, ein semiberühmter Statistiker, der gelegentlich im Fernsehen auftritt, haben sich ein Haus abseits von Wien gekauft und der baufällige Weinkeller ist über ihr zusammengestürzt. Als sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, ist sie abhängig von der Haushälterin, die Adam für sie eingestellt hat. Adam selbst benimmt sich auch immer merkwürdiger und Vio kommt auf die Idee, seine Bewegungen mit Trackern zu verfolgen. Immer mehr wird ihr bewusst, dass er sie belügt, ständig. Und je mehr ihre Erinnerungen an den Tag des Unfalls zurückkehren, desto mehr wird ihr bewusst, dass ihr von allen Seiten Gefahr droht.

Ich gebe zu, ich habe ein Problem mit Poznanski. Ich liebe ihre Ideen, die Klappentexte machen mich immer total neugierig auf ihre Bücher. Und sie hat auch einen echt guten, schnell zu lesenden Schreibstil. Allerdings nutzt sie Letzteres eher nicht zum Spannungsaufbau. Wir beobachten zwar Vio bei ihren Aktivitäten und ihrem Struggle, sich auf ihr einbeiniges Leben einzulassen, aber das plätschert über Seiten und Seiten einfach so dahin. Das Problem ist auch, dass ich einfach nichts fühle, da kommen keine Emotionen rüber. Mir werden die Dinge eben mitgeteilt, aber mal ein bisschen echtes Innenleben von Vio wäre hilfreich gewesen. Außerdem glaube ich, dass beim Buchsatz oder wo auch immer Mist gebaut wurde, weil zwei oder dreimal völlig zusammenhanglos "amp." mitten im Satz stand. Glaub nicht, dass das irgendwie zum Buch gehört. Alles in allem hat mich das Buch nicht wirklich gelangweilt, aber auch nicht vom Hocker gerissen. Schade.

Fünf tote Geier fressen vierundzwanzig Katzen im Mondschein

Viola erwacht in einem schlimmen Albtraum. Sie liegt im Krankenhaus, weil ihr alter Weinkeller eingestürzt ist und sie unter seinen Trümmern begraben hat. Ihr linkes Bein muss amputiert werden. Die junge Frau ist am Boden zerstört und ebenso fassungslos wie ihr Ehemann Adam. Doch trotz allen Kummers fragt sie sich bald, wie der Unfall passieren konnte. Warum sollte sie in ein abgesperrtes, einsturzgefährdetes Gewölbe gehen? Und das bleibt nicht die einzige Ungereimtheit, die ihr auffällt.

„Das Signal“ ist der neueste Thriller von Ursula Poznanski. Ich war schon sehr gespannt auf das Buch und wurde nicht enttäuscht.

Wie reagiert eine aktive, erfolgreiche Mittdreißigerin, die plötzlich mit einer schweren körperlichen Einschränkung konfrontiert wird? Mit Depressionen oder Paranoia? Viola ist zunächst schwer angeschlagen und verunsichert. Der Schatten vor der Tür, die Geräusche in der Nacht. Sind sie real? Bald erkennt sie, dass es so nicht weitergehen kann und beschließt, ihr neues Leben in den Griff zu bekommen. Schnell merkt sie, dass ihre Pflegerin Otilia, sie nicht nur versorgt, sondern auch überwacht und bespitzelt. Ihr Mann hat die Betreuerin ohne Rücksprache mit Viola eingestellt und besteht, angeblich aus Sorge, auf ihrer Weiterbeschäftigung. Seine Frau meint ein verändertes Verhalten Adams ihr gegenüber zu spüren. Sie ist emotional im Zwiespalt. Fortan macht sie nicht nur fleißig ihre Übungen, sondern sinnt auch auf eine Möglichkeit, sich Gewissheit zu verschaffen. Über Adam, über Otilia und über den Grund für ihren Unfall, an den sie sich nicht erinnern kann. Antworten auf diese Fragen tun not, denn auch Viola hütet ein brisantes Geheimnis.

Ursula Poznanski schafft es, schleichend eine düstere, immer bedrohlichere Atmosphäre aufzubauen, in der eine Art Katz-und-Maus-Spiel abläuft. Der Hauptcharakter Viola gerät zunehmend unter Druck und scheint in einer ausweglosen Situation gefangen. Doch die junge Frau verfügt über Kreativität, Intelligenz und einen starken Charakter. Sie beißt die Zähne zusammen, wägt ab, welche Optionen ihr bleiben, welche am vielversprechendsten sind und wie sie sich und ihr Geheimnis schützen kann. Auch die anderen Charaktere wirken glaubwürdig. Doch die Figur, mit der ich stets mitfieberte, ist Viola. Wird sie es schaffen, Antworten zu bekommen? Wird sie überleben? Mit ihrem klaustrophoben Beinah-Kammerspiel hat mich Ursula Poznanski erneut in ihren Bann geschlagen. Etliche Winkelzüge und Wendungen sorgen für dauerhafte Spannung. Die Bedrohung wächst subtil, der eher leise Thriller kommt mit wenig Gewalt aus. Nichts ist so, wie es scheint. Scheinbar Sinnloses wird plötzlich verständlich.

Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Viola weitergeht. Die Spannung hält bis zuletzt und das Ende ist schlüssig.

Beängstigende Atmosphäre, fesselnde Handlung

Viola hat bei einem Unfall im eigenen Weinkeller einen Teil ihres linken Beines verloren. Viola ist von Anfang an der festen Überzeugung, dass sich ihr Mann wegen dieses Makels von ihr trennen wird. Adam ist Perfektionist und sie ist definitiv nicht mehr perfekt. Was Viola zudem beschäftigt, warum war sie überhaupt im baufälligen Keller ? Sie hat an das Geschehen keinerlei Erinnerungen mehr. Entgegen ihrer Vermutungen ist Adam rührend um sie besorgt. Er hat sich um eine passende Pflegerin, Otilia, gekümmert , die Viola unterstützen soll, bis es ihr besser geht. Viola fasst eine sofortige Abneigung gegen Otilia, was das Zusammenleben nicht gerade einfacher macht.

Aus Langeweile, einem Gefühl der Isolation und einer Portion Misstrauen beginnt Viola die Menschen aus ihrem Umfeld mit Hilfe eines Trackers zu beobachten. Was sie dabei herausfindet, scheint ihre schlimmsten Befürchtungen zu bestätigen. Hinzu kommt, dass sie sich in Bruchstücken an den Unfall erinnern kann.

Wer einen aktionsgeladen Thriller erwartet, wird enttäuscht sein, denn vieles passiert nur in der Violas Vorstellung. Die Ereignisse werden allein von ihr erzählt. Da sie im Haus isoliert ist und sich mir niemanden austauschen kann oder will, weil sie nicht als hysterisch wahrgenommen werden will, ist sie allein auf ihre Wahrnehmung, der sie nicht immer traut und Vermutungen und deren einseitigen Interpretation angewiesen. Dadurch lebt sie in einer Atmosphäre von ständiger Bedrohung und Misstrauen. Das fand ich sehr überzeugend und ich konnte mich gut in ihre Lage versetzen. Ich war aber nicht immer ihrer Meinung. Vieles ließ sich sowohl positiv wie negativ auslegen. Otilia ist jemand, der nicht leicht zu durchschauen ist. Was Viola als Einschränkung empfand, war in meinen Augen auch Fürsorge. So gab es auch Spielraum bei Adams Verhalten, auch wenn ich zugebe, dass ich ihn nicht mochte. Zeitweise lag die Vermutung nahe, dass Viola sich etwas einbildet.

Als Violas Erinnerungen zurück sind, sieht vieles anders aus und sie ist entschlossen alles zu einem Ende zu bringen. Hier zeigt sich nochmals eindrucksvoll ihre Entschlossenheit, Mut und Findungsgabe. Ein paar Fakten haben mich bei der Lösung aufrichtig verblüfft. Insgesamt habe ich das Ende gefeiert und fand es ohne Einschränkung gerecht und sehr befriedigend.

Besessene Kontrolle

Nach einem schweren Unfall hat die Innenarchitektin Viola ein Bein verloren und ist plötzlich in ihrem eigenen Haus gefangen. Ihr Mann Adam bemüht sich zwar um sie, doch der notwendige Umbau ihres abgelegenen Zuhauses kommt kaum voran. Während Viola im Erdgeschoss festsitzt, fühlt sie sich von ihrer schweigsamen Pflegerin beobachtet und bemerkt, dass immer wieder Dinge verschwinden oder unerreichbar werden. Sie stattet ihre Gegenstände mit kleinen Mini-Trackern aus, um die Kontrolle darüber wieder zurückzuerlangen. Als Adam sich zunehmend seltsam zu verhalten beginnt und auch öfters später nach Hause kommt, beginnt sie auch seine Wege zu überwachen. Die Daten offenbaren irritierende Muster und Lügen. Je mehr sie herausfindet, desto stärker wächst ihr furchtbarer Verdacht.

Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Viola erzählt. Durch ihren Unfall ist sie ans Haus gefesselt und man erlebt ihre Ängste, Zweifel und emotionalen Ausschläge unmittelbar mit. Dadurch entsteht eine zunehmend beklemmende Atmosphäre.

Der Plot ist durchdacht, auch wenn einzelne Momente etwas konstruiert wirken und etwas unglaubwürdig daherkommen was Viola angeht nach einem so schwerwiegenden Unfall. Die Mischung aus moderner Technik, digitalen Twists und clever gesetzten falschen Fährten sorgt dafür, dass man ständig zwischen Was passiert wirklich? und Was bildet sich Viola ein? schwankt. Diese Frage treibt die Handlung voran und sorgt dafür, dass trotz des eher geringen Tempos eine konstante, tief sitzende Spannung entsteht.

Viola ist eine sympathische, nachvollziehbare Figur, deren emotionale Verletzlichkeit und obsessive Kontrollversuche erschreckend menschlich wirken. Man konnte beim Lesen ganz gut mit ihr mitfühlen. Die Nebenfiguren sind ebenfalls überzeugend gezeichnet, schwer zu durchschauen, vielschichtig und authentisch. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass man ständig zwischen Misstrauen und Verständnis schwankt.

Der Schreibstil lässt sich flüssig und angenehm lesen. Die falschen Fährten und Wendungen sorgen immer wieder dafür, dass man glaubt, die Wahrheit erkannt zu haben, nur um kurz darauf erneut ins Zweifeln zu geraten. Das macht diesen Thriller so fesselnd.

Mein Fazit:
Ein fesselnder, atmosphärischer Thriller, der mich komplett gecatcht hat. Ein Thriller den man unbedingt lesen muss.