So wie Kupfer und Gold

Buch
Gebundene Ausgabe, 448 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3570162680

ISBN-13: 

9783570162682

Erscheinungsdatum: 

23.09.2013

Preis: 

16,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 888.299
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3570162680

Beschreibung von Bücher.de: 

Üppige Gewänder, prächtige Sprache und atemberaubender Plot Boston, 1855. Sophia ist 17, als sie nach dem Tod ihres Vaters als Waise dasteht. Da erhält sie einen Brief von ihrem Paten Bernard de Cressac, der sie auf seine Plantage in Mississippi einlädt. In Wyndriven Abbey angekommen, zieht der attraktive Gentleman und sein luxuriöser Lebensstil die junge Frau in seinen Bann. Doch je näher sich die beiden kommen, desto mehr spürt Sophia, dass Bernard eine dunkle Seite hat. Als ihr schließlich immer wieder junge, schöne Frauen mit rotem Haar erscheinen - die ihr selbst sehr ähnlich sehen-, wird Sophia misstrauisch. Sie erfährt, dass Cressac bereits mehrfach verheiratet war und alle Ehefrauen unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen ...

Ist Sophia die Nächste? Oder kann sie das Netz, das Cressac um sie gesponnen hat, rechtzeitig zerreißen?

Kriminetz-Rezensionen

Sophie und Blaubart

Die gerade mal 17-jährige Sophie reist alleine von Boston in den Bundesstaat Mississippi, um dort in Zukunft bei ihrem Patenonkel und Vormund Bernard de Cressac zu leben. Sophie ist vollkommen überwältigt von dem riesigen Anwesen Wyndriven Abbey und sie fühlt sich richtig überfordert. Auch ist es für Sophie völlig ungewohnt, von Sklaven bedient zu werden und sie findet dies auch vollkommen absurd.

Monsieur de Cressac verbietet Sophie jeden Kontakt zur Außenwelt und lässt sie auch bewachen. Je länger Sophie auf dem Anwesen lebt, desto mehr stellt sie fest, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Dies alles spitzt sich so weit zu, bis es fast zu spät ist, aber Sophie deckt auch noch eine große Grausamkeit auf. Aber wie hat sich wohl alles zugetragen?

Dies ist das erste Buch der Autorin Jane Nickerson. Sie nimmt einen mit in den Süden Amerikas um 1855. Die Sklaverei ist auf ihrem Höhepunkt und dies spiegelt sich auch in der Geschichte wider. Da Sophie aus dem Norden stammt, hat sie mit dem Verhalten der großen Plantagenbesitzer ihre Probleme und konnte sich bis zum Schluss nicht damit abfinden, dass Menschen wie Tiere behandelt werden.

Die Handlung der Geschichte basiert auf dem Märchen Blaubart. Zwar kenne ich diese Erzählung nicht, doch nachdem ich dieses Buch gelesen habe, denke ich, dass es eine eher düstere Erzählung ist. Was aber nicht heißt, dass mir das Buch und seine Handlung nicht gefallen hat.

Im Gegenteil, das ganze hat Ansätze eines Krimis und hat mich doch so in den Bann gezogen, das ich das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen konnte. Wenn man auch noch bedenkt dass dies alles noch vor dem letzten Bürgerkrieg in Amerika stattgefunden hat, und das Frauen damals auch noch keine Rechte hatten, bringt einen dies doch zum Nachdenken und mir hat Sophie aber auch ihre Familie wirklich leidgetan, wie ihnen die Hände in der ganzen Sache gebunden waren.

Am schlimmsten fand ich und finde ich immer noch, dass die Sklaven nur als Gegenstand und somit als Besitz angesehen wurden.

Sehr gelungen fand ich die Beschreibungen der Personen und ihrer Charaktere, denn ich finde es immer wichtig, dass man sich die Personen beim Lesen gut vorstellen kann. Mit Bernard hatte ich von Beginn an meine Probleme in dem Buch, daher hat mich bei ihm auch nichts mehr entsetzt.

Ebenso haben mir auch die Beschreibungen der Landschaft sehr gut gefallen. Aber auch das „Herrenhaus“ fand ich sehr gut beschrieben, man konnte sich wirklich alles gut vorstellen.

Dass es ein Jugendbuch ist, hätte ich jetzt nicht so einfach sagen können, denn auch für einen erwachsenen Leser kann es seinen Reiz haben. Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen.